Change Management
Wednesday, September 17th, 2008Eine Sache, die mir letztens klar wurde, ist meine vollkommen andere Herangehensweise an Kleingeldverwaltung in Tschechien verglichen mit Deutschland.
Hier in Prag versuche ich immer genug Kleingeld dabei zu haben – denn ich weiß, dass der Fahrkartenautomat in der Metro, mit der ich täglich fahre, nur Kleingeld annimmt und keine Scheine. Das führt dazu, dass ich mit einem 100Kc-Schein was für 20Kc kaufe, weil ich dann wenigstens 30Kc in Münzen rausbekomme – genug für eine einfache Fahrt mit der Metro. Es führt auch dazu, dass ich mittlerweile die gängigen Kombinationen für das 26Kc-Ticket blind zusammenstellen kann:
- 20+5+1 oder
- 20+2+2+2 oder
- 5+5+5+5+5+1 oder
- 20+1+10 und dann einen 5er wiederbekommen (für Fortgeschrittene)
In Deutschland sortiere ich hingegen das meiste Kleingeld aus – alles unter 50 Cent kommt direkt in einen Topf, der dann 2mal im Jahr in die Kleingeldzähl und -einzahlmaschine bei der Sparkasse geleert wird. Ich habe nicht gerne eine dicke Brieftasche voller Münzen in der Hosentasche und ich will abends auch nicht mit Rucksack herum laufen, geschweige denn mit der sprichwörtlichen Herrenhandtasche. Hier schließt sich dann der Kreis für die heutige Geschichte, denn genau so eine schwarze lederne Unmöglichkeit hat der tschechische Kollege stets dabei und schwingt sie beim Spazierengehen je nach Laune lustig hin und her.