Englisch die Zweite
Tuesday, November 27th, 2007Nächste Woche gehts übrigens nach Glasgow. Cheers, mate!
Nächste Woche gehts übrigens nach Glasgow. Cheers, mate!
Da glaubt man man könne ganz gut Englisch verstehen… und dann kommt man nach England, ins schöne Knutsford bei Manchester. So ein Akzent kann sich wirklich sehr negativ aufs Verständnis auswirken… wenn dann Einheimische im Gespräch miteinander noch ein bisschen schnell sprechen und nuscheln ist der Drops gelutscht, denn der Unterhaltung zu folgen ist einfach zu anstrengend und gelingt mir erst nach 1,5 Wochen einigermaßen.
Da lernt man mal zu schätzen, wie deutlich und akzentfrei ist den meisten Kinofilmen gesprochen wird; diese kann ich übrigens als Fremdsprachentraining für England kaum noch empfehlen, weil das “Hollywood”-Englisch anscheinend hier von niemandem gesprochen wird. Das ist wie Hochdeutsch und Bayrisch…
Auch neu für mich war, dass “Cheers” das so ziemlich am häufigsten gebrauchte Wort der englischen Sprache ist. Dabei ist die Bedeutung so wie ich das verstehe ziemlich beliebig: “Danke”, “Bitte”, “Tschüss”, “Gern geschehen”, “Prost”, “Na toll”, usw. sind nur einige der möglichen Interpretationen.
Das nächste Mal sage ich einfach mal in irgendeiner Situation “Cheers, mate!” und schaue was passiert. Man darf gespannt sein!
Emails mit dem Zusatz “Dringend” schicken: OK, wenn es wirklich dringend ist.
Mich anrufen, dass man mir eine Email schreibt, die wichtig ist: Grenzwertig, aber wenn der Mann schlechte Erfahrungen gemacht hat noch verständlich.
Mich anrufen, dass man mir eine Email schreibt, die wichtig ist, gleichzeitig das “Dringend” benutzen: Fast schon unverschämt.
Mich anrufen, dass man mir eine Email schreibt, die wichtig ist, gleichzeitig das “Dringend” benutzen und eine Outlook-Lesebestätigung für die Mail anfordern: Wo ist eine Axt, wenn man sie braucht…

Ich bin ja wirklich ein Technik-Freak, soweit es den größten Teil des Lebens angeht. Abgesehen von der Arbeit (IT-Kammerjäger) habe ich mehrere Handys und 2 Verträge dazu, 16MBit Internet über den WLAN-Router, LCD-Flatscreen, portable und weniger portable Spielekonsole, 3 reale und einige virtuelle Computer (inklusive einem 64Bit-Vista-PC, da weiß man, was Schmerzen sind…), Dockingstation, 7-Port-USB-Hub, Digicam, DVD, DVB-T und was weiß ich was für Gadgets, um die umgebenden drei Häuserblocks mit Elektrosmog so zu verpesten, dass die Leute immer ein leichtes Brummen im Ohr haben müssen.
Aber irgendwo hörts auf. Gestern im Kino sah ich den Trailer zu “Beowolf”, und muss mir den Film gar nicht mehr ansehen. Diese virtuelle Kacke! Alles sieht so unecht und künstlich aus, und wenn sich die Pixelfummler noch so viel Mühe geben. Visuell überfrachtet mit viel zu vielen Funkel-, Spiegel- und Glanzeffekten: komplett seelenlos.
Nach solchen Momenten würde ich mir eigentlich immer gerne eine dieser besonders guten Filmszenen ansehen, um den schon wieder sich im Mund bemerkbar machenden Kotzgeschmack zu unterdrücken. Die bei “Goodfellas” beginnt übrigens ca. bei 30:15, wer selbst mal probieren möchte.