Archive for September, 2006

Selbstzensur

Wednesday, September 27th, 2006

Die Deutsche Oper in Berlin zensiert sich selbst und setzt eine Inszenierung ab, in dem mit Köpfen diverser religiöser Figuren wie Mohammed, Buddha und Jesus hantiert wird. Und die Politik ist in heller Aufruhr, Kunst muss frei sein, vorauseilender Gehorsam, Kapitulation vor dem islamistischen Terror, die Erde wird in die Sonne geschleudert. Alles schön und gut.

Nur warum habe ich das Gefühl, gesetzt den Fall, die Oper wäre wirklich der Auslöser eines “Zwischenfalls” gewesen, dass dann irgendwelche anderen Strucks, Schäubles und MDBs als erstes mit dem Finger auf die Intendantin gezeigt und sich über mangelnde Sensibilität und Respekt vor anderen Religionen beklagt hätten?

Apropos Scheinheiligkeit: Ein schöner Kommentar von RealityCheck bei allesaussersport bezüglich des Arthur Abraham-”Boxkampfes”. Ist was dran.

Curb Your Enthusiasm

Monday, September 18th, 2006

Soeben sah ich die letzte Folge der ersten Staffel von CYE, und “The Group” war tatsächlich auch sowas wie das Sahnehäubchen auf 10 unglaublich witzigen und genialen Folgen Improvisations-Comedy. Die zweite Staffel fange ich sofort an, habe ja noch ein paar auf Lager.

Deutschland ist Weltmeister…

Monday, September 18th, 2006

…im Feldhockey. Die Stimmung im neu gebauten Hockeypark in Mönchengladbach war fantastisch, kaum zu fassen wie laut es in dem kleinen (12.000 Zuschauer) und nur teilweise überdachten Stadion wurde. Fast so ähnlich wie ein Handball- oder Eishockeyspiel, was ja normalerweise in der Halle stattfindet. Die Plastik-Applausnudeln von Hyundai, die in Massen verteilt wurde, trugen sicherlich auch zu dem erheblichen Lärmpegel bei.

Die Sicht aufs Spielfeld war hervorragend, und durch Musikeinspieler in Spielunterbrechungen und ein paar andere Kniffe wurde die Stimmung gehalten; es gab selten mal Leerlauf. Da kann manches Fußballspiel nicht gegen anstinken.

Das Finale an sich war auch sehr nett anzuschauen, kleiner Wermutstropfen war das Fehlen des später auch als MVP der WM geehrten Australiers Jamie Dwyer, den ich schon immer mal live sehen wollte. Im Fernsehen sehen die Bewegungen irgendwie ZU geschmeidig aus. Vielleicht war es aber auch besser, dass er nicht dabei war, da es die Deutschen auch so schwer hatten, gegen die immer gefährlichen Australier einen 1:3 Rückstand aufzuholen. Dass es am Ende geklappt war, war ein toller Abschluss.

Zwei Briefe

Thursday, September 14th, 2006

Heute kamen gleich 2 Briefe von meiner Uni.

Brief Nummer 1 (vom Studierendensekretariat):

MAHNUNG
Sehr geehrter Herr Mbasti,

nach meiner Feststellung haben Sie sich für das Wintersemester 2006/07 bisher noch nicht zurückgemeldet. [...]
Sollte der o.g. Betrag nicht binnen der o.g. Frist hier eingehen, wird hiermit nach § 7 Abs. 3 der Einschreibungsordnung der RWTH Aachen vom 07.03.2006 ihre Exmatrikulation mit Ablauf des Sommersemesters 2006 (30.09.2006) von Amts wegen verfügt.”

Hmm, haben wir da einen Termin verpennt? Warum wurde die Zahlung versäumt?

Brief Nummer 2 (von der Fachgruppe Informatik):

“Sehr geehrter Herr Mbasti,

die Fachgruppe Informatik beglückwünscht Sie herzlich zur erfolgreich bestandenen Diplomprüfung. [...]”

Aha! Daher keine Rückmeldung, nur her mit der Exmatrikulation. Damit nichts mehr schiefgeht bekommt das Studierendensekretariat aber noch einen netten Brief, damit alles seine Ordnung hat.

Kurz gesagt: FERTIG!

..

Sunday, September 10th, 2006

Wie sich zeigt, habe ich von Tennis keine Ahnung, es ist nämlich genau anders gekommen, als ich erhoffte. Sharapova besiegt Henin-Hardenne glatt in 2 Sätzen 6:4 6:4. Geschätzer Dezibel-Wert bei einem typischen Schlag: 117dB. Macht das die Sache nicht ungemein anstrengend, so rumzuschreien? Kein Wunder, dass die Frauen nicht 3 Gewinnsätze spielen.
Nebenbei: Martina Navratilova hat im Mixed ihren insgesamt 59. Grand-Slam-Titel gewonnen…

Tennis

Sunday, September 10th, 2006

Gerade läuft das US Open Finale: Maria Sharaova gegen Justine Henin-Hardenne. Sharapova ist zwar eindeutig netter anzusehen als ihre Kontrahentin, aber dieses Rumgeschreie bei jedem verdammten Schlag ist UNERTRÄGLICH. Das grenzt schon an Unfairness, finde ich. Ich wünsche mir wirklich aus tiefstem Herzen, dass die kleine Belgierin diesem Schreihals das Maul stopft und sie in 2 Sätzen abfertigt, dann kann ich auch wenigstens noch vor 3:30 Uhr oder so ins Bett…

Darth Ratze in Bayern gesichtet

Saturday, September 9th, 2006

Der Papst kommt nach Bayern, und das deutsche Fernsehen ist in heller Aufruhr. ARD, ZDF, Phoenix, n-tv und bestimmt noch etliche andere Sender berichten stundenlang, wie der Papst aus dem Flugzeug steigt, und momentan sieht man Luftbilder, wie er auf der Autobahn nach München unterwegs ist.
Dazu gibt es immer mal wieder salbungsvolle und monoton hingeleierte Kommentare von Leuten, die wahrscheinlich nur zu Papstbesuchen und -neuwahlen aus der Versenkung geholt werden. Papstexperten, so ähnlich wie die Adelsexperten, die immer auftauchen, wenn mal wieder ein Herzog von und zu Hinkelstein das Zeitliche gesegnet hat. Kurz: es ist stinklangweilig.

Findet eigentlich noch jemand, dass das Wort “Katholizismus” irgendwie gemein klingt?

Perlen for the Säue

Thursday, September 7th, 2006

Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, aber Pearls Before Swine ist einfach das beste an Comicstrips, das es gibt, Punkt.

Alleine die dämlichen Krokodile sind zum Schreien. :)

Die Comics des letzten Monats können gratis abgerufen werden. Bookmark-Befehl!

Vorstellungsgespräche

Thursday, September 7th, 2006

In den letzten sieben Tagen war ich bei insgesamt drei Vorstellungsgesprächen, zweimal Wiesbaden, einmal Düsseldorf. Insgesamt 1100km gefahren, 5 1/4 Stunden befragt worden, befragt und immer schön in die Augen gucken. Das Feedback war durchweg positiv, und alle 3 Positionen wären interessant und sich sehr ähnlich, was eine vielleicht bald anstehende Entscheidung nicht unbedingt einfacher macht.

Die Stelle im nur 50km entfernten Düsseldorf wäre was Umzug usw. angeht sicherlich die einfachere Variante; die 250km nach Wiesbaden würde ich nicht mal eben fahren, weil ich irgendeine Kleinlichkeit vergessen habe oder um zu Hause mal Guten Tag zu sagen. Andererseits ist D’Dorf halt auch die bequemere Variante und hat irgendwie den Beigeschmack, dann doch nicht gaaanz so weit weg von daheim ziehen zu wollen, ganz anders als z.B. BenjaminG in Taiwan. Andererseits weiß man am Rheinländer wenigstens, woran man ist, während meine Erfahrungen mit Hessen manchmal ziemlich nervenaufreibend waren. Andererseits, andererseits, andererseits.

Die Sache verlangt auf jeden Fall nach ein paar Tagen Bedenkzeit… Expand my brain, learning juice!