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Buch: Heimischer Bergbau

Momentan gibt es die einmalige Gelegenheit Siegfried Bergs Buch “Heimischer Bergbau – Gruben, Stollen, Schächte, Steinbrücke und Lehmabbau – in und um Hückeswagen” zu kaufen. Das Buch ist nur in einer Auflage von 250 Exemplaren erschienen und meines Wissens nur in der rga-Buchhandlung in Hückeswagen zu kaufen. Wenn das Buch vergriffen ist, wird es sicher sehr schwierig sein, es antiquarisch zu bekommen.

(((Die Radevormwalder rga-Buchhaltung konnte es aber auch innerhalb eines Tages aus Hückeswagen beschaffen, so dass ich meine Meinung disbezüglich revidieren muss.)))

Inhaltlich kann man nur erahnen welche mühevolle Recherchearbeit die letzten paar duzend Jahre in dieses Buch geflossen sein müssen. Basierend auf einem Manuskript über den “Heimischen Bergbau” von Wilhelm Blankertz (1941/1942) hat Berg auf knapp 300 Seiten eine unvorstellbare Recherchearbeit geleistet. Großartig!

Das Buch ist allerdings unvorstellbar unübersichtlich und schlecht zu lesen. Ein Editor hätte dem Werk sicher gut getan, aber natürlich ist so etwas für eine Heimatbuch in Kleinstauflage kaum zu finden.

Für jeden heimat- oder bergbauinteressierten ist das Buch den Anschaffungspreis von 23 Euro wert.

Natürlich werden in dem Buch auch Plätze aus diesem Blog beleuchtet: so gibt es einiges zu Anna- und Ida-Glück. Und für die Verwerfungen bei Mitberg gibt es eine einfache Erklärung: dort wurde vor 2 Jahren eine Grabung vorgenommen.

Siehe auch Aller Reichtum lag in der Erde von von Alfred Nehls.

Bunker bei Beyenburg

Ich habe dieses Wochenende angefangen, die mir bekannten Bunkeranlagen in der Region auszumessen. Bin nicht so weit gekommen, wie erhofft, aber ein paar Bilder sind schon dabei rausgekommen.

Mehr zur Carolinengrube

Heute habe ich mit Herrn Dietmar Fennel vom Rheinisch-Bergischen Naturschutzbund Radevormwald gesprochen:

Die Carolinengrube wurde als Fledermausquartier in einer THW-Übung hergerichtet. Dazu wurde der untere Stollen vergittert und der obere mit einer Betonplombe mit Fledermausdurchlaß versehen. Das Bergamt hätte wohl noch Unterlagen dazu.

Mir scheint es inzwischen, als wäre die obere Plombe verbrochen (?).

Bunker gefunden

Da geht man ein paar Schritte durch den Wald, und schon stolpert man in einen Bunker …

Eisenbahntunnel in Halver (Stichter Tunnel)

Neben dem Beyenburger und dem Höhsieper Eisenbahntunnel, gibt es in unmittelbarer Nähe zu Rade noch einen weiteren Eisenbahntunnel zwischen Halver und Brügge, den Stichter Tunnel.

Die Strecke aus Halver heraus fährt einen 180° Bogen nach rechts, um dann 90° nach links abzubiegen. Ein großer Teil dieser zweiten Kurve verläuft in einem Tunnel.

Die Strecke ist, wie die in Beyenburg dem Grunde nach in Betrieb, wird aber praktisch nicht mehr befahren. Allerdings gehört das Gleis hier nicht mehr der Bahn AG, sondern der Schleifkottenbahn GmbH die dort eine Versuchsstrecke für innovativen Bahnverkehr betreibt. Es lohnt sich die Webseite der Gesellschaft anzuschauen!

Die Gleise der Wupperschiene bei Dahlhausen & Co scheinen mir allerdings deutlich besser in Schuss zu sein, als die Strecke der Schleifkottenbahn GmbH. Andererseits sieht man deutlich, dass die Trasse noch gepflegt wird.

Im Tunnel liegt auch ein Geocache (GC15H3R), allerdings finde ich das Thema “Eisenbahnunglück” doch recht unpassend, kamen doch wenige Kilometer von hier 46 Menschen bei einem Eisenbahnunglück ums Leben.

Ein bisschen mehr zur Strecke gibt es noch bei oberbergische-eisenbahnen.de unter der Überschrift “Abschnitt Halver – Oberbrügge”.

Grube Quaste

Bergbauexperten beim aufwältigen des verbrochenen StollenmundesBei der Lektüre des Buches Aller Reichtum lag in der Erde las ich, dass die Grube Quaste bei Mitberg lag.

Ein Blick auf die Karte zeigt, dass es eigentlich wenige Stellen gibt, die man als “Bei Mittberg” bezeichnen würde. Vieles würde man wohl ehr als “bei Oberhombrechen”, “bei Kormannshausen”, “bei Niederbeck” usw. bezeichnen.

Als aussichtsreich hatte ich den Weg nord-westlich von Mitberg identifiziert und mich mit einer Gruppe von Wühlexperten auf den Weg gemacht.

Der Weg ist unvorstellbar morastig (wegen Reitern) und kreuzt einen auf den missten Karten nicht eingezeichneten Bach samt Fischteich und geht südlich an einem Waldhang vorbei.

In dem Wald fanden sich tatsächlich Bergbauspuren: Zum einen zwei Stellen, die ein verbrochenes hätte gewesen sein können. An eier der Stellen gab es noch ein kleines Loch, in dass man problemlos einen 2 m langen stock verschwinden lassen konnte.

Dann gab es auch noch eine sehr deutliche Pinge.

Sollte dieser Hang die legendäre Kupferkuhl sein, dann sind das aber eigentlich zu wenige Bergbaureste. Vieleicht fördert eine Begehung bei besserem Wetter noch mehr zu Tage.

Aller Reichtum lag in der Erde: Radevormwald

Wenn es um Bergbau im Oberbergischen geht, dann stößt man zwangsläfig auf “Aller Reichtum lag in der Erde: Die Geschichte des Bergbaus im Oberbergischen Kreis” von Alfred Nehls. Das Buch hat die Qualität einer historischen Doktorarbeit. D.h. es wird wissenschaftlich sauber gearbeitet, mit peniblen Quellenangegeben. Auf den Seiten 380 bis 386 gibt es ein Kapitel über “Hückeswagen und Radevormwald”.

Dies scheint wiederum in weiten Teilen auf erstens ein maschinenschriftliches Manuskript Wilhelm Blankerz’ von 1942 zurück, dass “Heimischer Bergbau in zwei Jahrhunderten” heisst und zweitens einen Beitrag von Lothar Bubke “Die Carolinengrube – Erin Beitrag zur Geschichte des Kupferbergwerks im Wiebachtal” in Leiw Heukeshoven – Mitteilungsblatt des BGV – Abteilung Hückeswagen, Heft 16, 1976 und Heft 17 1977.

Kurzum darf man wohl zusätzlich ein Buch von Siegfried Berg erwarten, dass sich mit Bergbau in und um Hückeswagen befasst.

Es gibt also einiges spezifisch zu Hückeswagen und Radevormwald. Dass ist gut, denn in der oberbergischen Literatur (so auch bei Nehls) werden die Städte des ehemaligen Rhein Wupper Kreises gerne vergessen, da sie sich klassischerweise nicht nach Gummersbach hin orientierten. Hier eine Zusammenfassung von Nehls mit ein paar Znmerkungen von mir:

Blankertz gibt an, in den beiden Städten an 200 Plätzen die Reste “alter Arbeitsstädten der Eisenindustrie” gefunden zu haben.

1751 ist das erste Bergwerk “Sankt Johannes in der Bach” in Herdingsfeld (Wo liegt das?) dokumentiert. 1753 wurde es aber wohl wieder geschlossen. 1753 gibt es eine Mutung (”Schürfrechte”) “in der Gegend von Westhofen, Kaemrforst und Retenhofen” (Wo ist das?) Reste der Arbeiten sind vielleicht auch heute noch zu finden, obwohl scheinbar nicht einmal für ein Jahr dort Betrieb war. Da steht wohl umfangreiches Gestrüpp gehen an.

Im gleichen jahr gibt es eine Mutung (ist die Mutung eigentlich der Antrag, die Bewilligung des Antrags oder das ganze Verfahren?) am Wegerhof.

1765 wird das “Eichenhöfer und Wolfskauler Bergwerk” bei Bergisch Born verliehen (In dieser Gegend?).

1865-67 wurden in Radevormwald viele “Verleihungen von Bergeigentum” ausgesprochen. Es gab Rechte für die Gruben Plantagent, Condor, Leyel, Pombat, Belisar, Manfred, Bernouilli, Odin, Haus Wittelsbach, Antigone, Tancred, Quistadt, Ismene, Ziska und Bernadotte. Wo diese lagen, ist unklar und ob dort jemals Bergbaubetrieb in größerem Umfang aufgenommen wurde ist zweifelhaft. Die Rechte lagen jeweils bei der Gesellschaft Neu-Schottland. Auf dem Server einer japanischen Wirtschaftsfakultät findet man ein paar Spuren der Börsenaktivität der Gesellschaft (Mirror 1 2) und ein paar mehr bei Google Books.

In Hückeswagen gab es Cordelia, Tassilo, Tudor, Pleuse, Sten Sture, Rorstenson, Jägerhaus, Percop, Herweg, Bever, Frohnhausen, Platzhausen und Brücke, jeweils auch an Neu-Schottland verliehen. Die Bergwerke Herkules IV-VIII “des Lehrers Schoppmann” (nähere Informationen über Herkules / Schoppmann habe ich bei Nehls nicht finden können).

Zu diesen Eisenerzkonzessionen gab es noch fünf Konzessionen für Kupfergruben: Kupferkuhle, Wiebach, Carolinagrube, Quaste und Conrad.

Östlich von Radevormwald hat Professor Dr. Winterfeld aus Bonn viel nach Bodenschätzen gesucht und die Gruben Anna-Glück und Ida-Glück angelegt,es gab wohl viele Arbeit, letztendlich wurde aber wohl nie gefördert. Scheinbar wurde bei der Arbeit auch auf eine historische Grube gestossen. Dort soll auch Verhüttung stattgefunden haben und die Reste eines dort geschmiedeten Schwertes gefunden worden sein.

Quaste lag in Hückeswagen in der “Kupferkuhl” bei der aufgelassenen “St. Johannes in der Bach”. Die “Kupferkuhl” ist zwischen Herweg, Heid, Kormannshausen und Mitberg. Dort gab es wohl 1854 auch noch viele historische Bergwerksreste, so auch alte Stollen, die erneut aufgewältigt wurden.

Auf älteren Karten der Gegend westlich der B 483 sind auch noch viele Steinbrüche eingezeichnet.

Ausschnitt aus der TK25 von 1927

Quaste selbst lag bei Mitberg. Wegen Wassereinbruch wurde der Betrieb auf Quaste kurzum (1853/1854) eingestellt, 1962 gab es noch mal Arbeiten, 1864 und 1866 erneut, jeweils unter einem neuen Besitzer.

Bei Nehls wird aus Blankertz der Steiger C. W. Bever zitiert: “Der Stollen ist heute noch vorhanden und liegt unweit des Hofes Mitberg”.

Die Grube Conrad lag wohl zwischen der Pixbergermühle und der K11 beiderseits des Leiverbachs. An der K11 südlich von Kormannshausen gibt es auch recht viele Steinbrüche – inwieweit die mit der Grube Conrad in Verbindung stehen, ist unklar. 1940 soll es noch zahlreiche Reste der Grube gegeben haben. Ganz gut kann man sich das beim FluGGS des Wupperverbandes anschauen. Auch hier kam aber anscheinend nie richtiger Betrieb zustande.

Am 1854-11-17 erschien im Hückeswagener Volksblatt ein Artikel über die Carolinengrube, die von Carl-Wilhelm Schingen aus Hückeswagen, Gustav Kotthaus aus Kottmannshausen, Daniel Pixberg von Engelshagen und Karl-Wilhelm Berbicker von Ispingrade betrieben wurde.
Es wurde ein Schacht abgeteuft und der “obere Stollen” angelegt. Hier verstehe ich Nehls nicht: “Der tiefe stollen und der obere Stollen wurden durch einen Überbruch verbunden” (S. 383). Welcher tiefe Stollen? Wer hat den Wann angelegt? War der Schacht mit einem der Stollen verbunden?

Am 1857-06-12 fand eine Feldbesichtigung des Bergamts statt. Zu diesem Zeitpunkt war ein Schacht, der wohl in einem der Sollen lag, 70 Fuß (20-26 m) abgetreuft. In den folgenden Monaten wurden von der Sole des Schachtes Quergänge angelegt. und am 1857-11-19 kamm es zu einer erneuten Begehung. Das beanspruchte Mutungsfeld verlief von der Wiebachmühle bis Vormwald, fast ganz Ispingrade und den Höhberg.

1858-05-28 wird das Bergeigentum verliehen. Bei einer Befahrung am 1858-10-20 wird notiert, dass die Grube auf historischen Stollen gründet. Ca. 6 m über Wupperniveau gäbe es einen etwa 36 m langen Stollen. Nach ca. 20 m gäbe es eine ca. 60 m lange Strecke ins Erz. Ein Schacht wäre etwa 20 m vom Mundloch des tiefen Stollen abgeteuft (s.o.), wäre etwa 22 m tief und hätte bei 20m tiefe eine etwa 14 m lange Strecke nach Osten.

Ich muss sagen, dass ich mit dieser Beschreibung die Enden der Lage der unterirdischen anlagen nicht ganz aneinander bekomme. Im März 1859 muss der Abbau jedenfalls voll im Gange gewesensein und es muss erhebliche oberirdische Erzaufbereitungsanlagen und dergleichen gegeben haben. Am 1861-06-05 scheint es eine Überraschungsinspektion des Bergamts zu geben und diese scheint viel Schlamperei zu Tage zu fördern. C.W. Bever, den wir schon von Quaste und Conrad war zumindest 1861 und 1862 in der Carolinengrube tätig.

1862 gibt es die letzten berichte von der Carolinengrube. Bisdahin sollen dort 90 Zentner Kupfer gefördert worden sein. 1892 (mit einer Generalversammlung am 1892-08-14) und 1899 gibt es Versuche, die Arbeit wider aufzunehmen, es fehlt aber am Geld.

1974 wurde die Carolinengrube vom Landesoberbergamt vermessen. Durch Aufstaung der der Wiebachtalsperre ist der tiefe Stollen 130 cm überschwemmt – die Sole des Stollens liegt bei 251.2 m über NN, das Stauziel bei 252.4 m über NN.

Soweit meine Notizen zu Nehls.

Was für ein Gestrüpp!

Wenn ich nicht gewusst hätte, dass sie da ist, hätte ich die Suche nach der Carolinengrube vermutlich aufgegeben. Was für ein Gestrüpp und kein Weg und kein Steg weit und breit. Und trotz genauer Ortsangabe von Armin bin ich eine stunde durchs glitschige Gestrüpp gestolpert, bis ich beide Stolleneingänge gefunden hab.

Fotos im Gestrüpp geben ja oft nur sehr unzureichend die Situation wieder – scheinbar ist da die stereoskopische Sicht deutlich dringender nötig als auf freier Flur.

Es sieht ganz anders aus, als auf Armins Bildern und gnz anders als auf meinen Bildern ;-)

Das untere Mundloch ist vergittert, mir scheint aber, dass der Stollen nicht komplett geflutet ist, sondern noch Luftraum über der Wasseroberfläche ist. Die Stelle ist aber ausgesprochen schlecht einzusehen. Wenn das so wäre könnte man ja mit relativ wenig Aufwand eine Kamera auf einem kleinen Floß zur Fernerkundung in den Stollen schwimmen lassen.

Letztendlich hilft es nur, mal von der Wasserseite zu kommen. Wo kann man Anglerhosen leihen?

Das obere Stollenmundloch liegt am Ende eines vielleicht 6 m langen Einschnitt, der relativ schnell bergauf geht. Bei dem Betonbalken, der sich da findet, bin ich mir nicht sicher, ob es sich um den Querbalken eines Mondlochs handelt, ode rum die Reste eines “Stollenverschlusses”, der verbrochen ist. Das erklärt aber nicht den davor liegenden Betonklumpen.

Warum vor dem Stollen ein kaputter Bienenstock lag ist mir auch recht unklar. Wie gesagt, das Gelände ist ungemein unwegsam.

Das war früher anders. Da konnte man unten an der Wiebach lang spazieren und kam mehr oder weniger direkt an dem unteren Stolleneingang vorbei. Ich erinnere mich noch dunkel, dass mein Vater mir erzählte, dass da mal jemand von einem herabfallenden Stein erschlagen worden sein sollte. Auf Nachfrage meinte er die Tage zumindest sei ihm erzählt worden, dass da jemand erschlagen worden sei.

Mehr zu den Zechen Annaglück und Idaglück in Halver

Auf Nachfrage im Unterirdisch Forum zur Zeche Anna-Ida-Glück gab es den Hinweis auf ein enorm ausführliches Blogposting, dass viele Fragen zu der Zeche beantwortet.

Es waren eigentlich zwei Zechen (Annaglück und Idaglück) und wir hatten das Mundloch von Idaglück gefunden.

Zeche Anna-Ida-Glück

Bei uns gibt es nicht nur die Carolinengrube.

Auf alten Karten (hier die TK25 von 1921) findet sich zwischen Radevormwald und Halver doch glatt Schlägel und Eisen. Bergwerg bei uns nebenan?

Zur Zeche Anna-Ida-Glück findet sich bei Google praktisch nichts. Nach ein bisschen Suche haben wir tatsächlich das Mundloch der Zeche gefunden.

Auf der Karte von 1949 ist die Zeche als stillgelegt gekennzeichnet. Auf der von 1913 ist sie eingezeichnet, auf der von 1892 ist gar nichts in der Gegend eingezeichnet.

Das einzige brauchbare, was ich im Internet gefunden habe, war dafür um so besser. Im Organ des Wästfälischen Heimatbundes “Heimatpflege” 6/2005 gibt es ab Seite 15 einen Tagungsbericht:

Arbeitskreis “Bergbau im Sauerland”

Der vom Westfälischen Heimatbund und von der Historischen Kommission für Westfalen getragene Arbeitskreis “Bergbau im Sauerland” traf sich mit seinem Lenkungskreis mit Gästen am 22. Oktober in Kreativhaus Schüreichhofen in Halver-Schwenke.

Arbeitskreis-Leiter Reinhard Köhne (Meschede) und Wilfried Reininghaus (Senden) konnten 20 Teilnehmer begrüßen. Das Treffen fand erstmals außerhalb des Kölnischen Sauerlandes statt. Leitthema war der Bergbau jenseits der alten Grenzen des Herzogtums Westfalen, vor allem in der Grafschaft Mark, im Bergischen Land und im Siegerland.

[...]

Auf einer Exkursion, an der auch Bürgermeister Dr. Eicker (Halver) teilnahm, besichtigte der Arbeitskreis das Gelände des Kleinreviers Anna-Ida-Glück in unmittelbarer Nähe zur Tagungsstätte. K. Binczyk, ergänzt durch H.-L. Knau, erläuterten die vorhandenen Bodenspuren. Grundlage sind Eisensteinknollen in einem ca. 2 km langen Lettenzug. Durch die bei Rennfeueröfen gefundene Keramik (Sönnecken) ist Abbau und Verhüttung seit dem 10. Jahrhundert belegbar. Eine Ausrichtung auf den Radevormwalder Bereich und des Kölner Ein?usses auf dieses Gebiet muss weiter untersucht werden. Offen blieb die Frage, ob die gefundene Schlacke am Hartmecke-Bach Rennfeuer- oder Frischöfen zuzuordnen ist. Den Bergbau nahm Prof. Winterfeld (Mülheim) im 20. Jahrhundert wieder auf. Ein bergbaugeschichtlicher Wanderpfad ist vorgesehen. Bürgermeister Dr. Eicker begrüßte diese Aktivität und sagte die Unterstützung der Stadt Halver zu.

Spannend!