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Zeche Anna-Ida-Glück

Bei uns gibt es nicht nur die Carolinengrube.

Auf alten Karten (hier die TK25 von 1921) findet sich zwischen Radevormwald und Halver doch glatt Schlägel und Eisen. Bergwerg bei uns nebenan?

Zur Zeche Anna-Ida-Glück findet sich bei Google praktisch nichts. Nach ein bisschen Suche haben wir tatsächlich das Mundloch der Zeche gefunden.

Auf der Karte von 1949 ist die Zeche als stillgelegt gekennzeichnet. Auf der von 1913 ist sie eingezeichnet, auf der von 1892 ist gar nichts in der Gegend eingezeichnet.

Das einzige brauchbare, was ich im Internet gefunden habe, war dafür um so besser. Im Organ des Wästfälischen Heimatbundes “Heimatpflege” 6/2005 gibt es ab Seite 15 einen Tagungsbericht:

Arbeitskreis “Bergbau im Sauerland”

Der vom Westfälischen Heimatbund und von der Historischen Kommission für Westfalen getragene Arbeitskreis “Bergbau im Sauerland” traf sich mit seinem Lenkungskreis mit Gästen am 22. Oktober in Kreativhaus Schüreichhofen in Halver-Schwenke.

Arbeitskreis-Leiter Reinhard Köhne (Meschede) und Wilfried Reininghaus (Senden) konnten 20 Teilnehmer begrüßen. Das Treffen fand erstmals außerhalb des Kölnischen Sauerlandes statt. Leitthema war der Bergbau jenseits der alten Grenzen des Herzogtums Westfalen, vor allem in der Grafschaft Mark, im Bergischen Land und im Siegerland.

[...]

Auf einer Exkursion, an der auch Bürgermeister Dr. Eicker (Halver) teilnahm, besichtigte der Arbeitskreis das Gelände des Kleinreviers Anna-Ida-Glück in unmittelbarer Nähe zur Tagungsstätte. K. Binczyk, ergänzt durch H.-L. Knau, erläuterten die vorhandenen Bodenspuren. Grundlage sind Eisensteinknollen in einem ca. 2 km langen Lettenzug. Durch die bei Rennfeueröfen gefundene Keramik (Sönnecken) ist Abbau und Verhüttung seit dem 10. Jahrhundert belegbar. Eine Ausrichtung auf den Radevormwalder Bereich und des Kölner Ein?usses auf dieses Gebiet muss weiter untersucht werden. Offen blieb die Frage, ob die gefundene Schlacke am Hartmecke-Bach Rennfeuer- oder Frischöfen zuzuordnen ist. Den Bergbau nahm Prof. Winterfeld (Mülheim) im 20. Jahrhundert wieder auf. Ein bergbaugeschichtlicher Wanderpfad ist vorgesehen. Bürgermeister Dr. Eicker begrüßte diese Aktivität und sagte die Unterstützung der Stadt Halver zu.

Spannend!

Caolinengrube in Radevormwald

Am Wochenende habe ich erfahren, dass wir in Rade mehrere ehemalige zechen haben sollen. Gestern habe ich dann herausgefunden, dass Armin Gerhardts die Caolinengrube schon gefunden hat.

Auch erzählt wurde mit, dass “jemand” an einem Buch über Bergbau in Radevormwald und Hückeswagen schreiben würde. Und siehe da, dieser “jemand” ist Siegfried Berg und er hat auch das blog von Gerhardts gefunden.

Update: auf wuppertalsperre.net gibt es noch etwas mehr zur Grube – inclusive einiger Bilder.

Zeche Nachtigall

Wir waren mal wieder in der Zeche Nachtigall in Witten. Im Gegensatz zu der Hollywood-Show in Bochum kann man in Witten in ein “richtiges” Bergwerk bewundern.

Gut war’s! Die Ausstellung wurde deutlich erweitert, jetzt mit viel zum Thema Rundofen und Ziegelei (+), weitere Teile vom Bergwerk sind jetzt für die Besucher zugänglich (+) und es gibt eine ordentliche Gastronomie (Grillwurst im Brötchen 2 Euro). Allerdings ist der tolle Wasserspielplatz kaputt gewesen (kein Wasser).

Bilder gibt es bei flickr.

Zeche Nachtigall, Witten

Im Hochsommer waren wir bei der Zeche Nachtigall, Witten. Toll. Grosser Wasserspielplatz, authentische Führungen Untertage, genug Freiraum zum Toben. Abkühlung im Rundofen oder im Stollen. Perfekt für Sommer-Ausflüge.