
Als jemand aus dem bergischen Land ist man ja schlechtes Wetter gewöhnt. Aber heute Nachmittag wurde es doch echt gruselig. Die zig-Tausend Quadratmeter Flachdach unserer Hallen machten sehr bedenkliche Geräusche und die Rauchabzugskuppeln wurden immer mal wieder kurz leicht angehoben und dann pfiff und fauchte es, dass einem die Ohren schlackerten.
Wir haben alles, was nicht niet- und nagelfest ist alles verschlossen und nun kann ich von zuhause zusehen, wie die Ladetore im Wind flattern. Das 6×5m grosse Tor bog sich schon am Nachmittag bedenklich. Und auf dem Heimweg gab es viel umgewehte Schilder Feuerwehr, Dachziegel und Mülltonnen auf der Autobahn.
Eine Bekannte, die am Waldrand wohnte hat jetzt schon 15(!) Bäume auf dem Dach liegen – das Haus kann man wohl wegschmeissen.
(Hatte ich erwähnt, dass wir mehr Tore brauchen?)

Zum Jahresausklang hab ich mir ein Reparaturvergnügen gegönnt: An den Toren 6-8 waren die Torabdichtungen kaputt. Schien es jedenfalls. Alle drei waren dauerhaft eingefahren und boten kaum Regen- und Kälteschutz. Das war schon lange Zeit so und ich vermutete, dass einige Teile ausgetauscht werden müssten, bevor die wieder funktionieren.
Freitag hab ich’s mir mit einem Hammer bewaffnet genauer angeschaut: Siehe da, war doch nicht so schlimm. Zum Teil waren recht viele Hammerschläge nötig, aber ich habe alle drei Torabdichtungen wieder in den Sollzustand versetzt. Das ganze hat einen Mords-Radau gemacht. Schliesslich hämmerte ich auf eine Konstruktion aus Alu-Stangen und sehr grossen Stahlfedern ein. Die Nachbarn waren sicher wenig beseitigt.
Wenn dann ein Teil eintklemmt war, schwenkte das riesen Ding majestätisch nach vorne und es kam ein Riesen-Wasserschwall von oben.
Alles in allem eine sehr befriedigende Arbeit: Hämmern, Sachen bewegen, reparieren.

Was soll ich von einem Logistikdienstleister denken, der genau weiss, dass ihm 2 Tore zugeteilt sind und trotzdem mit 5 “Behältern” (3 Lastern und 2 Anhängern) gleichzeitig aufläuft?