Ich habe auf alten Karten nach der Landwehr gesucht, um einen Spaziergang in der Gegend vorzubereiten.
Den vermuteten Verlauf kann man als KML herunterladen.
Ich habe auf alten Karten nach der Landwehr gesucht, um einen Spaziergang in der Gegend vorzubereiten.
Den vermuteten Verlauf kann man als KML herunterladen.
Ein Anderer Eintrag auf der Denkmalliste ist ein Wohnhaus in Krebsögersteg.

Krebsögersteg musste ich erst mal auf dem Stadtplan suchen – ist hinter dem Bahnhof Willhelmstal.

Auch die Martinikirche – das Gotteshaus der Martinigemeinde – ist auf der Denkmalliste der Stadt Radevormwald eingetragen.
Das Gebäude hat auch eine durchaus bewegte Geschichte: Am 17. Oktober 1852 wird die Kirche nach nur 3 monatiger Bauzeit eingeweiht. Am schwierigsten war die Beschaffung des 22 m langen und 40×25 cm starken Dachbalkens: Er wurde bis Köln Mühlheim geflößt und dann mit Pferdefuhrwerken nach Rade geschafft. Als er ankam wurde ein Triumphzug auf dem Marktplatz veranstaltet. 1861 kommt die Orgel dazu, 1864 die erste Glocke 1904 der Kirchturm und irgendwann in den sechzigern die erweiterung um die Altarkapelle. Quelle ist z.B. “aus der Evangelisch-Lutherischen Kirche am Niederrein” von Hans und Peter Lochmann.
Auf der Liste der Radevormwalder Denkmäler findet sich “Grenzstein, Linde”.
Linde? Wo war das denn nochmal? Die Suche im Internet nach Grenzsteinen in Linde fördert bei Wikimedia folgendes Bild zu Tage:
Hübsch, aber wesentlich klüger bin ich davon auch nicht. Ein grenzstein zwischen Rheinland und Westfahlen. Da denke ich so an an “zwischen breckerfeld und Filde”. Die Suche bei diversen Stadtplandiensten nach Linde schlug fehl bis irgendeiner dann doch bescheid wusste: Linde liegt an der B 229 nach Halver.
Hätte ich auch selbst drauf kommen können. Als ich da vorbeigeschaut habe, war es nicht so romantisch, wie auf dem Wikimedia Bild.

Es gab ordentliches bergisches Wetter (=Regen) und ich war natürlich erstmal vorbeigefahren. Aus Halveraner Richtung liegt Linde links von der Straße und der Grenzstein liegt rechts an der Stelle, wo die Strasse schlechter und die Starenkästen häufiger werden.
Das Ding ist erstaunlich groß (ein Meter hoch oder so), war mal weiss gekalkt und auf der Halver zugewandten Seite stand wohl “Düsseldorf”.

Das Pfarrhaus der Martinikirche ist auch ein Radevormwalder Denkmal. Hübsches Gebäude. Früher war links davon noch ein Stall/Schuppen und eine Garten hinter einer Mauer. Dort ist nun ein Wohnhaus gebaut.
Die Strategie, das Gebäude vergammeln zu lassen, bis der Landeskonservator sich an der Renovierung hat ende der achziger ganz gut geklappt. Vorher war allerdings das Dach des Schuppens schon eingestürzt und man dachte der Rest fällt auch jeden Tag in sich zusammen.
Im Erdgeschoss sind Räume der Martinigemeinde, insbesondere das “Pastor Haver Zimmer”, darüber ist es zur Zeit vermietet, in den Neunzigern wohnte dort einer der beiden Pfarrer der Marini-Gemeinde.
In der Denkmalliste von Radevormwald findet sich der Eintrag “Ülfestrasse, Grabkreuz”. Vermutlich steht es auf dem Friedhof der Martini-Gemeinde in der Ülfestraße – andere Grabkreuze sind mir nicht bekannt.
Auf dem Friedhof habe ich allerdings zwei in Frage kommende Grabkreuze gefunden:

Inschrift:
Hier ruht in Fieden
Lehrer
Ernst Ackermann
geb. 4. Mai 1875,
gest. 20 . Juni 1914.
Leben wir, so leben wir dem Herrn;
sterben wir so, so sterben wir dem Herrn.
Darum, wir leben oder sterben so
sind wir de Herrn. Röm 14,9.
Alternativ könnte es sich um ein anderes Grabkreuz handeln:

Inschrift dort:
Hier Ruhen im Herrn
Walther
Meskandahl
* 30.5.1861
+ 5.1.1922
Bertha
Meskendahl
geb. Ambrock
* 4.7.1861
+ 22.1.194?
Wenn man einem auf den Friedhof Ülfestraße ist, lohnt sich auch ein Besuch der Gedenkstätte für Pastor Karl Haver. Der führte die Spaltung zwischen “uniert” und Selbständig evangelisch-lutherisch (”altlutherisch”) in Rade herbei und müsste dafür sein Leben lassen. Ein “gedungener Mörder” wurde auf ihn angesetzt. Dieser versuchte ihn erst in unserem Teich zu ertränken und als das fehl schlug wurde er dann halt erschossen. ICh glaube, dass fand in der Gegend von Filde statt und dort kann man auch noch in der “Haverbuche” die Einschüsse sehen.
Die Stadt Radevormwald hat eine Denkmalliste und das Stadtnetz Radevormwald war so gut, diese auch ins Internet zu stellen. Oft auch mit Bildern und Beschreibungen.
Aber vor vielen Denkmälern steh ich wie der Ochs vorm Berge:
* Oberdahlhausen 1, Grabplatten
* Remlingrade, Bruchsteinmauer
* Ülfestrasse, Grabkreuz
* Schmelzstätten; Schlackhalden, Waldschmieden Lünsenburg
In Oberdahlhausen war ich letztens und hab keine Grabplatten gesehen. In Remlingrade kenne ich mehrere Bruchsteinmauern, aber ich vermute dass es die um die Kirche ist. In der Ülfestrasse selbst gibt es meines Wissens keine Grabkreuze, ausser auf dem (Selbständig) evangelisch-lutherischen Friedhof, da aber mindestens zwei – welches steht unter Denkmalschutz? Und wie ich Schmelzstätten im Wald bei Lünsenburg und einigen anderen Orten finden soll, ist mir auch unklar. Genuagenommen kann ich gar nicht auf Anhieb sagen, wo Lünsenburg ist.
Wikipedia listet noch allerlei Denkmale auf, die nicht unter Denkmalschutz stehen, wie z.B. die diversen Kriegerdenkmäler.
Spannend.