Die Bergische Landwehr in der Nähe der Ortschaft Landwehr ist ganz gut bekannt und auch in der Denkmalliste der Stadt Radevormwald eingetragen.
Es findet sich aber noch ein zweites Stück Landwehr in Radevormwald, dass meines Wissens kein Bodendenkmal ist. Auf der deutschen Grundkarte (DGK5) ist die Landwehr zwischen Kirschsiepen und Marke sogar als Kulturgeschichtliches Denkmal eingetragen (siehe links). Die Gemarkung dort ist als “am Schlagbaum” bezeichnet. Wenn man in der Gegend ‘rumläuft, wird deutlich, dass sich hier wohl wirklich ein Durchgang durch die Landwehr befunden hat. Ein kreuzendes Graben-Wall-System war ein typischer Durchlass in der Landwehr. Wenn man dort auf der Strasse steht, kann man das ganze noch ganz gut erkennen.
Auf älteren topografischen Karten (hier die TK265 von 1963), ist auch noch ein weiteres Stück der Landwehr Richtung Westen zu erkennen.
Ich bin da also mal vorbeigegangen und hab mir angeschaut, was tatsächlich von der Landwehr zu sehen ist. In östlicher Richtung (grün, auf dem Bild unten) ist das ganze sehr gut erhalten und leicht zu finden. Östlich von der Straße habe ich zahlreiche Gräben in Nord-Süd Richtung gefunden, aber keine Landwehr.

Etwas weiter östlich (blau) wurde es dann recht gestrüppig, aber man konnte die Landwehr wieder bis zum Wiebach erkennen, wo sie wohl ein Stück am Südufer des Baches entlang führte. Auf der Die Karte oben ist übrigens die topografische Karte von 1927.
Der ehemalige Steinbruch an der Straße ist übrigens auch noch sehr deutlich zu erkennen.
Auf der Topographischen Karte von 1927 kann man auch ganz gut eine Idee dafür bekommen, wie die Landwehr weiter gegangen sein mag: östlich von Marke ist ein “Wall mit Bewachsung (Knick)” eingetragen.
Den etwaigen Verlauf der Landwehr in der Gegend kann man im Format KML oder GPX herunterladen.
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Nachtrag: unter http://www.landwehren.de/ispingradehorpetal.html gibt es eine großartige Aufarbeitung der Strecke.