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Nächtliche Martinikirche

Haferkasten in Funkenhausen

Auf der Radevormwalder Denkmalliste gibt es vier Haferkästen, die wohl alle aus dem dreissigjährigen Krieg stammen. Warum grade da Haferkästen so in Mode waren weiss ich nicht, aber hier ist ein Bild von dem in Funkenhausen:

Haverkasten Funkenhausen anno 1630

Das neue Haver Denkmal

Neben dem Grabkreuz von Pastor Karl Haver, dass ein Denkmal im rechtlichen Sinne ist, gibt es noch ein Denkmal für Pastor Haver, das ein Denkmal im Sinne von “Andenken” ist.

Das ganze befindet sich mitten auf dem Friedhof der Martinigemeinde, auf dem Haver bestattet wurde, noch bevor das Grundstück von den Behörden als Friedhof genehmigt wurde.

Kurz nachdem das erste Foto 2005 gemacht wurde, wurde das Denkmal zum 200. Geburtstag von Haver umgestaltet.

Denkmal auf dem Martini-Friedhof

Haver-Grab, neusete Fassung

Ich mochte die alte Fassung lieber.

Das Eifgenbachtalsperrendenkmal

Vor einiger Zeit hatte ich in der Zeitung von der bevorstehenden Schleifung des Wehrs der Eifgenbach Talsperre gelesen. Der Abriß der Talsperre scheint schon lange ein riesen Aufreger in Burscheid zu sein. Seltsam; die Burscheider haben diverse Kleinodien die sie vergammeln lassen und um ein Wehr (mit längst entfernter Pumpstation) wird so ein Wind gemacht.

Das wollte ich mir natürlich anschauen.  Den Eifgenbach kenn ich als Ex-Dabringhausener aber wo ist die Sperre?

Heute bin ich auf Ginchens Blog gestossen, wo es zwei Postings zur Sperre gibt. Geschichte vor der Haustür hat nicht nur eine umfangreiche Linksammlung zur Kontroverse, sondern auch eine Karte. Das reichte unserem Expeditionsteam, das Wehr zu finden.

Das Wehr ist inzwischen aufgerissen und wird über die nächsten Jahre schrittweise immer weiter vertieft, um den Fluss Stück für Stück zu renaturieren.

Der Wupperverband macht sich momentan wohl sehr intensive Gedanken, wie er die unglaublichen Verwüstungen, die die Große Dhünntalsperre angerichtet hat, etwas lindern kann. Und das “Durchgängig machen” der Flüsse, scheint ein bedeutendes Mittel dazu zu sein.

Und die jetzige Lösung – Durchbruch des Wehrs und Erhaltung der restlichen Stauanlage – lässt das Wehr vielleicht noch besser als Denkmal erscheinen, als ein komplett erhaltenes Wehr. Jetzt ist es nicht nur ein Denkmal für die Wasserversorgung, sonder auch für die Renaturierung und für unseren Umgang mit Denkmalschutz.

Bergische Landwehr zwischen Kirschsiepen und Marke

Die Bergische Landwehr in der Nähe der Ortschaft Landwehr ist ganz gut bekannt und auch in der Denkmalliste der Stadt Radevormwald eingetragen.

Es findet sich aber noch ein zweites Stück Landwehr in Radevormwald, dass meines Wissens kein Bodendenkmal ist. Auf der deutschen Grundkarte (DGK5) ist die Landwehr zwischen Kirschsiepen und Marke sogar als Kulturgeschichtliches Denkmal eingetragen (siehe links). Die Gemarkung dort ist als “am Schlagbaum” bezeichnet. Wenn man in der Gegend ‘rumläuft, wird deutlich, dass sich hier wohl wirklich ein Durchgang durch die Landwehr befunden hat. Ein kreuzendes Graben-Wall-System war ein typischer Durchlass in der Landwehr. Wenn man dort auf der Strasse steht, kann man das ganze noch ganz gut erkennen.

Auf älteren topografischen Karten (hier die TK265 von 1963), ist auch noch ein weiteres Stück der Landwehr Richtung Westen zu erkennen.

Ich bin da also mal vorbeigegangen und hab mir angeschaut, was tatsächlich von der Landwehr zu sehen ist. In östlicher Richtung (grün, auf dem Bild unten) ist das ganze sehr gut erhalten und leicht zu finden. Östlich von der Straße habe ich zahlreiche Gräben in Nord-Süd Richtung gefunden, aber keine Landwehr.

Etwas weiter östlich (blau) wurde es dann recht gestrüppig, aber man konnte die Landwehr wieder bis zum Wiebach erkennen, wo sie wohl ein Stück am Südufer des Baches entlang führte. Auf der Die Karte oben ist übrigens die topografische Karte von 1927.

Der ehemalige Steinbruch an der Straße ist übrigens auch noch sehr deutlich zu erkennen.

Auf der Topographischen Karte von 1927 kann man auch ganz gut eine Idee dafür bekommen, wie die Landwehr weiter gegangen sein mag: östlich von Marke ist ein “Wall mit Bewachsung (Knick)” eingetragen.

Den etwaigen Verlauf der Landwehr in der Gegend kann man im Format KML oder GPX herunterladen.


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Nachtrag: unter http://www.landwehren.de/ispingradehorpetal.html gibt es eine großartige Aufarbeitung der Strecke.