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Eisenbahntunnel in Halver (Stichter Tunnel)

Neben dem Beyenburger und dem Höhsieper Eisenbahntunnel, gibt es in unmittelbarer Nähe zu Rade noch einen weiteren Eisenbahntunnel zwischen Halver und Brügge, den Stichter Tunnel.

Die Strecke aus Halver heraus fährt einen 180° Bogen nach rechts, um dann 90° nach links abzubiegen. Ein großer Teil dieser zweiten Kurve verläuft in einem Tunnel.

Die Strecke ist, wie die in Beyenburg dem Grunde nach in Betrieb, wird aber praktisch nicht mehr befahren. Allerdings gehört das Gleis hier nicht mehr der Bahn AG, sondern der Schleifkottenbahn GmbH die dort eine Versuchsstrecke für innovativen Bahnverkehr betreibt. Es lohnt sich die Webseite der Gesellschaft anzuschauen!

Die Gleise der Wupperschiene bei Dahlhausen & Co scheinen mir allerdings deutlich besser in Schuss zu sein, als die Strecke der Schleifkottenbahn GmbH. Andererseits sieht man deutlich, dass die Trasse noch gepflegt wird.

Im Tunnel liegt auch ein Geocache (GC15H3R), allerdings finde ich das Thema “Eisenbahnunglück” doch recht unpassend, kamen doch wenige Kilometer von hier 46 Menschen bei einem Eisenbahnunglück ums Leben.

Ein bisschen mehr zur Strecke gibt es noch bei oberbergische-eisenbahnen.de unter der Überschrift “Abschnitt Halver – Oberbrügge”.

Wippertalbahn bei Winterhagen

Ich hatte mich kürzlich darangemacht die Reste der Wippeprtalbahn westlich von Hückswagen bei Winterhagen/Wiehagen zu erkunden. Also habe ich mich an der Brücke Busenberg/Wiehagener Straße auf die Strecke begeben. Ich habe mir an der Nordseite einen Wolf geklettert, anstatt an der Südseite bequem den Regenablauf ‘runterzugehen – den hatte ich erst von unten gesehen. Nächstes mal bin ich klüger.

Unter der Brücke ist eine Müllhalde und die Strecke ist in dieser Gegend ungemein verkrautet und wird scheinbar regelmässig mit Gartenabfällen übergossen. In westliche Richtung sird der einschnitt erstmal noch tiefer und die Strecke teilweise nahezu unpassierbar.

Dazu fand sich das aufwändigste Kinderhäusschen, das ich je gesehen habe.

Im Bereich des Bahnhofs war das Gleisbett wohl auf drei parallele Gleise ausgelegt, von denen aber nur noch eins vorhanden war. Irgendwer hat auch seinen Garten auf die Gleise ausgeweitet und ich habe erhebliche Zweifel, dass dies mit der DB AG abgesprochen ist.

Im internet gibt es ja nichts, was es nicht gibt – bei http://www.sporenplan.nl findet sich sogar ein Gleisplan des Bahnhofs:

Nachdem ich an dem, was wohl mal das Bahnhofsgebäude gewesen war (vgl. Bild zum Bahnhof Wiehagen auf bahnen-wuppertal.de), angekommen war, bin ich nördlich aus der Trasse hinausgeklettert und auf einem sehr schönen Wanderweg zurückgegangen. Das ging etwa 20 mal so schnell, wie das vorankommen auf der verkrauteten Strecke. Wäre ich der Strecke weiter gefolgt, wäre ich irgendwann beim Höhsieper Eisenbahntunnel gelandet.

Mehr zur Strecke gibt es bei oberbergische-eisenbahnen.de.

Karte und Bilder gibt’s bei flickr.

Wuppertaler Nordbahntrasse West

Gestern haben wir ein Stück der Nordbahntrasse Wuppertal bewandert. Der Verein Wuppertalbewegung will da einen Rad- und Wanderweg einrichten (bravo!).

Wir haben die Strecke bei Rheinkalk in Wuppertal Dornap bestiegen, wo der noch von der Rheinkalk genutzte Teil endet.

Bis der Teil der Strecke ein Wanderweg wird, ist es noch etwas hin, ohne Machete oder ähnlichem ist da kaum ein Durchkommen. Wenn das nicht stört, ist die Strecke sehr schön. irgendwer hat kürzlich entlang der Strecke ein Telefonkabel recht unorthodox verlegt. Leider haben wir übersehen, wo das Kabel die Trasse verlässt.

Die Strecke war zweigleisig. Der eine Tunnel, den wir “befahren” haben war gut erhalten und kaum vermüllt. Danach kommt ein schönes Stück Trasse, bei dem man mal nicht – wie im Bergischen üblich – durch ein Schattiges Tal läuft, sondern es ging an frisch gemähten, sonnigen Wiesen vorbei.

An dem Kugeltank Industriestraße trifft sich die Trasse mit einer Verbindung zum Bahnhof Vohwinkel. Da trauten wir unseren Ohren und Augen nicht: mit riesen Gerumpel kam ein WV Golf (!) auf den Schienen an. Das Fahrzeug war beleuchtet wie ein Zug und mit “DB Notdienst” oder so beschriftet. Leider die Kamera zu spät gezückt.

Wir sind dann auf der Strecke, auf welcher der Golf gekommen war, vorbei an einem Ringlockschuppen zurück zum Bahnhof Vohwinkel gegangen und haben von dort aus ein Taxi zurück zu den Kalkwerken genommen. Nette Strecke.

Karte und Bilder gibt’s bei flickr.

Balkan-Express & Co

In den letzten Wochen habe ich mich einige Male auf der Strecke der Wippertalbahn bzw. des Balkanexpress herumgetrieben. Die Strecke war zumindest von Lennep bis Bergisch-Born zweigleisig wurde aber bereits in den fünfzigern zurückgebaut. Stillgelegt wurden die Strecken Mitte der neunziger.

Von der Wippertalbahn hat man hier ja schon über den Höhsieper Eisenbahntunnel bei Hückeswagen und der Strecke in Hückeswagen selbst lesen können. Der gemeinsame Teil beginnt hinter dem Bahnhof Lennep, unterquert dort die B229, unterquert dann die B51 südlich des Abzweigs der L412 und teilt sich dann in Bergisch-Born in die Strecke gen Osten nach Hückeswagen und gen Süden nach Wermelskirchen.

Das Gleisdreieck ist durch den Ausbau der B237 durchteilt und wir haben uns die südliche Hälfte (blaue Linie) angeschaut. Es findet sich dort etwas mehr Signaltechnik, als man ansonsten an stillgelegten Strecken findet aber ansonsten gibt es wenig zu sehen, bis auf eine doppelte Unterführung. Da das Gewerbegebiet weiter wachsen soll, kann es sein, dass der Bahndamm bald beseitigt wird. Umgebungskarte.

Auf der Strecke mitten zwischen Lennep und Bergisch Gladbach gibt es ausser schöner Landschaft wenig zu sehen. An der Brücke der B51 gibt es eine Treppe hinab auf die Trasse, aber wenn man die hinab will braucht man Dornenfeste Kleidung oder eine Machete. Ganz interessant ist, dass scheinbar einige Brücken im Betonzeitalter verbreitert wurdern – seltsam. Umgebungskarte.

Bilder gibt es bei flickr.

Update: heute haben wir in der Mittagspause das Stück zwischen der grünen und der blauen Strecke abgegangen. Ergebinis: der Bahnhof Bergisch-Born muss mal sehr groß gewesen sein.

Von Hückeswagen auf der alten Bahnstrecke nach Bergisch-Born

Die Tage wollten wir von der Hückeswagener Seite Richtung Bergisch-Born auf den Höhsieper Eisenbahntunnel zu die alten Eisenbahnstrecke anschauen. Angeblich war die zu einem Wanderweg ausgebaut. Das konnte man auch sehen, wenn man durch Hückeswagen fuhr.

Wir haben also in Hückeswagen “An der Wupperniederung” auf dem ALDI-Parkplatz geparkt und da ging auch direkt ein Weg mit Schienen munter in westliche Richtung. So hatte ich mir das vorgestellt.

Nach nur hundert Metern zeigte sich allerdings, dass dann auch schon Schluss mit “rails2trails” war und die Bahnstrecke verkrautet war. Etwa eineinhalb Kilometer konnte man der Strecke noch ganz gut folgen, dann war sie so verkrautet, dass man nicht mehr gemütlich weiter kam, so dass wir nördlich auf den Mühlenweg abgebogen sind.

Dabei sind wir unter einer neueren Brücke hergekommen, auf der die Bergstrasse die Bahn kreuzt, das war es an interessanten Bauten.

Bei der gelegenheit haben wir uns noch die neue Ernst-Müller-Brücke die vor einigen Wochen nach dem Einsturz der alten Brücke installiert wurde.

Karte: Brücke, Bahnstrecke Bilder

(Bildquelle: Wikipedia)

Elbschetalviadukt Wengern

Die Seite Verkehrsrelikte hatte mich schonmal auf der Elbschetalviadukt in Witten-Wengern gebracht. Die Bahnstrecke Witten?Wengern Ost/Schwelm ist in Teilen verwildert, in Teilen ein Radweg und stückweise noch in Benutzung für Güterzüge. Als wir durch Witten fuhren, und plötzlich eine Straße “Zum Viadukt” hiess, war klar: das müssen wir sehen.

Undurchdringliches Gestrüpp hielt uns zunächst von der Strecke fern, aber dem “zu den Gleisen” Schild folgend haben wir dann den Bahndamm erklommen. (Der offizielle Aufgang war vermauert) Die Strecke ist inzwischen sehr verkrautet und das Viadukt soll offensichtlich nicht betreten werden.

Ein Blick durch den Zaun lässt auch vermuten, dass zumindest die Vorbrücken mit nahezu undurchdringlichem Dickicht bewachsen sind.
Dann haben wir uns halt unverrichteter Dinge zurück zum Auto gekämpft.

Was bleibt: Fotos, Karte mit Fotos

Einen Besuch beim “Silscheder Tunnel” haben wir uns verkniffen, nachdem wir herausgefunden hatten, dass dieser vollerschlossen mit Beleuchtung und Radweg ist.

Langenfelder Tunnel

Wenn man einmal Interesse an Eisenbahntunneln in der Umgebung hat, fällt recht schnell der Rauentaler/Langenfelder Tunnel ein. Wenn man mit der Bahn von Lennep nach Wuppertal fährt, sieht man drei Tunnelmünder, wenn man rauskommt, sind es nur noch zwei.

Ein Blick auf die Karte zeigt: Dort in Langenfeld gibt es ein “Gleisdreieck”. Oben gibt es zwei überirdische Gleise. Links gibt es zwei Tunnelröhren (Rauentaler Tunnel, versorgt die Strecke Wuppertal-Remscheid-Solingen) und rechts gibt es eine Tunnelröhre (Langenfelder Tunnel, stillgelegt).

Oben auf der ganzen Anlage steht die “Parksiedlung”, die so heisst, weil Wohnsilos dort in den Park einer Fabrikantenvilla betoniert worden waren.

Alles in allem kann man Sagen: der Tunnel ist das Risiko eines Besuches nicht wert. Man kommt nicht an die ca. 500m lange, stillgelegte Strecke heran, ohne aktiv benutzte Bahnanlagen zu betreten. Nördlich sind es gleich mehrere Strecken, davon eine ICE Strecke. Südlich ist es die Strecke Wuppertal-Remscheid-Solingen, wo etwa alle 10 Minuten ein Zug kommt.

Mit dem Betreten von genutzten Bahngleisen gefährdet man sich und andere nicht unerheblich. Das ist nicht das Richtige für ein Freizeitvergnügen.

Auch der Tunnel selbst ist wenig vertrauenserweckend: Steine sind aus dem Gewölbe herausgebrochen und die Nischen sind in einem mitleidserregenden Zustand. Wenn der mal zusammensackt passieren vermutlich extrem unangenehme Dinge mit der Hochhaus-Wohnbebauung oben drauf.

Die ganze Strecke ist erstaunlich schlecht erhalten und der Tunnel wird zu unserer großen Verwunderung anscheinen kaum von einheimischen besucht. Praktisch kein Müll, Vandalismus und Graffitis. Mich wundert, dass er nicht schon verfüllt wurde.

Was bleibt: Umgebungskarte, Fotoalbum, Fotokarte.

Beyenburger Eisenbahntunnel

Der Beyenburger Eisenbahntunnel ist ein einfacher Besuchskandidat: leicht zu erreichen, gelegentlich noch benutzt, d.h. nicht zugewachsen, und mit Parkmöglichkeiten in der Nähe. Nur die Rollstuhlrampen fehlen noch.

Die Strecke kann im Grunde noch von der DB befahren werden, ist aber ein paar hundert Meter Meter östlich des Tunnels verschüttet. Ein Blick auf die Gleise zeigt: da ist schon länger kein Zug mehr gefahren. Also ehr ungefährlich.

Wir haben an der L527 in Kemmna auf dem Parkplatz Theodor-Schröder-Weg an der Tennishalle Laaken geparkt und von da sind wir über die Gleise Richtung Radevormwald gegangen. Auf der Brücke heist es aufpassen, da hat irgendein Knallkopf Teile der Gehwege ins Wasser geworfen.

Der Tunnel selbst ist kurz (60 m) und uninteressant. Dafür gibt es aber spannende Einblicke in das Erfurt (Raufaser) Werksgelände. Wir sind dann nicht weiter bis zum Erdrutsch gegangen, sondern dem Waldweg zwischen Erfurt und Bahntrasse gefolgt, bis wir zurück zum Parkplatz gekommen sind.

Lustiges Erlebnis am Rande: ich wollte meinem Mitreisenden die Wunder der Location based Services vorführen. Und was kommt, statt Wupperlandschaft? p0rn!

Was bleibt: Umgebungskarte, Fotoalbum, Fotokarte.

Höhsieper Eisenbahntunnel

Bis vor wenigen Tagen wusste ich nicht, dass es zwischen zwischen Bergisch-Born und Hückeswagen eine Eisenbahnlinie gab. Zwar war mir der Durchbruch durch den Bahndamm in Bergisch Born bekannt, aber über das Warum und Woher hatte ich mir bisher keine Gedanken gemacht.

Auf Satellitenbildern kann man den Streckenverlauf aber noch sehr deutlich sehen. Was man auch sehen kann, ist dass östlich von Busenbach ein Stück Bahntrasse fehlt.

Ein bisschen Recherche zeigt: da gab es mal einen Tunnel. Warum wusste ich das nicht schon vor 20 Jahren?

Wir sind auf der Kreisstraße 1 von Hückeswagen Richtung Engelsburg gefahren und haben dann direkt unter den Hochspannungsleitungen rechts der Straße geparkt. Von da haben wir uns am Kleintierfriedhof vorbei in östliche Richtung geschlagen und sind am Portal hinab auf die alte Strecke gestiegen. Das war recht beschwerlich. Ich vermute, über den Weg “Engelshagen” kommt man besser zum Ziel.

Der Tunnel war relativ frei von Müll und das Portal war nicht versperrt. Der Tunnel selbst war gut erhalten, aber an zwei Stellen hatte jemand den Schotter zwischen den Schwellen weggebuddelt, was eine fiese Stolperfalle ist.

Das Westportal ist mit einem Erdhaufen verschüttet, aber am oberen Ende ist genug Platz zum Durchkriechen, wenn man bereit ist, sich auf alle viere zu begeben.

Was bleibt: Umgebungskarte, Fotoalbum, Fotokarte.

Eisenbahntunnel in Beyenburg

Wusste ich bisher nicht: in Beyenburg gibt es einen Eisenbahntunnel der ehemalingen Wupeprtalbahn.