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Seifensiede 2009

Solange noch nicht Blätter an den Bäumen sind, kann man ein paar Blicke auf die alte Seifensiede erhaschen. Nicht dass sich da viel bewegt. Aber irgend wann ist die Anlage ganz schnell weg. Bis dahin: wild-romantisch.

Bunker bei Beyenburg

Ich habe dieses Wochenende angefangen, die mir bekannten Bunkeranlagen in der Region auszumessen. Bin nicht so weit gekommen, wie erhofft, aber ein paar Bilder sind schon dabei rausgekommen.

Beste Partylocation für Freunde der Industrie-Archilogie

Ich hatte vor einiger Zeit die Freude auf einer ungewöhlichen Gebutrtstagsfeier dabei zu sein: Zum einen hatte das Geburtstagskind eine sehr spannende Mischung von unterschiedlichen Leuten eingeladen. Zum anderen fand das ganze in einem stillgelegten Kesselhaus statt, dass sehr liebevoll ausgeleuchtet und mit Schnittchen bestückt wurde.

Wie auf dem Bild zu erkennen ist, hat jemand kurz bevor es zu spät war, bemerkt, das es nicht gut ist, wenn Flugrost auf’s Buffet rieselt und die Rettungsdecken aus ein paar Verbandskästen geplündert.

Geisterstädte ganz um die Ecke

Im Urlaub hatten wir hinreichend Geisterstädte gefunden. Aber bei uns? Zu dicht besiedelt, oder?

Bei dem geisterhaften Wetter haben wir uns auf den weg nach Garzweiler gemacht. Eigentlich waren wir auf der suche nach Godzillas im Nebel – die grossen Bagger interessierten uns.

Was wir fanden waren verlassen Autobahnen, lehrstehende Häuser und jede menge komische Gestalten. Ein Paar Impressionen gibts bei flickr.

Betriebsausflug – schneesicher

Annonymer Barfüßiger

Betriebsausflug

Bunker gefunden

Da geht man ein paar Schritte durch den Wald, und schon stolpert man in einen Bunker …

Was für ein Gestrüpp!

Wenn ich nicht gewusst hätte, dass sie da ist, hätte ich die Suche nach der Carolinengrube vermutlich aufgegeben. Was für ein Gestrüpp und kein Weg und kein Steg weit und breit. Und trotz genauer Ortsangabe von Armin bin ich eine stunde durchs glitschige Gestrüpp gestolpert, bis ich beide Stolleneingänge gefunden hab.

Fotos im Gestrüpp geben ja oft nur sehr unzureichend die Situation wieder – scheinbar ist da die stereoskopische Sicht deutlich dringender nötig als auf freier Flur.

Es sieht ganz anders aus, als auf Armins Bildern und gnz anders als auf meinen Bildern ;-)

Das untere Mundloch ist vergittert, mir scheint aber, dass der Stollen nicht komplett geflutet ist, sondern noch Luftraum über der Wasseroberfläche ist. Die Stelle ist aber ausgesprochen schlecht einzusehen. Wenn das so wäre könnte man ja mit relativ wenig Aufwand eine Kamera auf einem kleinen Floß zur Fernerkundung in den Stollen schwimmen lassen.

Letztendlich hilft es nur, mal von der Wasserseite zu kommen. Wo kann man Anglerhosen leihen?

Das obere Stollenmundloch liegt am Ende eines vielleicht 6 m langen Einschnitt, der relativ schnell bergauf geht. Bei dem Betonbalken, der sich da findet, bin ich mir nicht sicher, ob es sich um den Querbalken eines Mondlochs handelt, ode rum die Reste eines “Stollenverschlusses”, der verbrochen ist. Das erklärt aber nicht den davor liegenden Betonklumpen.

Warum vor dem Stollen ein kaputter Bienenstock lag ist mir auch recht unklar. Wie gesagt, das Gelände ist ungemein unwegsam.

Das war früher anders. Da konnte man unten an der Wiebach lang spazieren und kam mehr oder weniger direkt an dem unteren Stolleneingang vorbei. Ich erinnere mich noch dunkel, dass mein Vater mir erzählte, dass da mal jemand von einem herabfallenden Stein erschlagen worden sein sollte. Auf Nachfrage meinte er die Tage zumindest sei ihm erzählt worden, dass da jemand erschlagen worden sei.

Über einen Stollen gestolpert

Na sowas: da ist man unterwegs durch die Süd Pyrenäen und stolpert praktisch ununterbrochen in irgendwelche historischen Gebäude. Eigentlich kein Wunder, waren wir doch auf den Spuren der Via Domitia unterwegs, auf der seit über zweitausend Jahren von Italien nach Spanien gereist wurde. Der in der Ortschaft Perthus gelegene Pyrenäen Pass war also schon immer ein Ort durch den im wahrsten Sinne des Wortes “die Völker zogen” und natürlich auch ein Ort, wo man sich einnistete, um zu kontrollieren, wer da durchzieht. Deutlichstes Monument dieser Bemühungen ist das Fort de Bellegarde, dass über den Ort thront und vermutlich auch Millionen Spanien Urlaubern, die auf der Autobahn vorbeidonnern, ins Auge gefallen ist.

Aber auch in den 1700 Jahren vor Bau der Festung wurden hier Ausweise kontrolliert, Maut kassiert und versucht feindliche Heere fern zu halten. Deswegen sind die Anhöhen um Perthus auch voll mit Gebäuden. Und auf dem Weg zu einer verfallenen Hofschaft sehen wir dann dies:

Genau genommen sehen wir sogar zwei Eingänge. Zwei Eingänge in was unterirdisches nebeneinander lassen ja erstmal an einen Luftschutzstollen oder dergleichen denken, denn wenn ein Eingang einen Treffer erhält und verschüttet wird, hat man immer noch den anderen als Hintertür.

Eine Erkungung der beiden Eingänge ergab gab nebenstehenden bizarreren Grundriss (aus dem Gedächnis gezeichnet). Wenn die beiden Hölen verbunden wären wäre es ja ein ganz typisches Luftschutzkonstrukt. Sind sie aber nicht. Die Wände lassen auch nicht vermuten, dass da ein Durchgang vorbereitet wurde oder gar zugemauert wurde. Ausgesprochen seltsam.

Es gab auch keine Spuren von Einbauten, Türen oder dergleichen. In der Nähe eines Eingangs ragte ein Metallpinn aus der Wand. Das war auch die einzige stelle, wo ein Bohrloch vom Stollenbau zu sehen war. Ansonsten haben wir keine Werkzeugspuren oder dergleichen gesehen. Der Boden war anständig lehmig und die Decke trocken.

An einem Eingang gab es leichten Verbruch und jemand hatte die Pflanzen, die vermutlich dafür verantwortlich waren sehr gründlich gestutzt.

Seltsam.

Bilder gibt’s bei flickr.

Wippertalbahn bei Winterhagen

Ich hatte mich kürzlich darangemacht die Reste der Wippeprtalbahn westlich von Hückswagen bei Winterhagen/Wiehagen zu erkunden. Also habe ich mich an der Brücke Busenberg/Wiehagener Straße auf die Strecke begeben. Ich habe mir an der Nordseite einen Wolf geklettert, anstatt an der Südseite bequem den Regenablauf ‘runterzugehen – den hatte ich erst von unten gesehen. Nächstes mal bin ich klüger.

Unter der Brücke ist eine Müllhalde und die Strecke ist in dieser Gegend ungemein verkrautet und wird scheinbar regelmässig mit Gartenabfällen übergossen. In westliche Richtung sird der einschnitt erstmal noch tiefer und die Strecke teilweise nahezu unpassierbar.

Dazu fand sich das aufwändigste Kinderhäusschen, das ich je gesehen habe.

Im Bereich des Bahnhofs war das Gleisbett wohl auf drei parallele Gleise ausgelegt, von denen aber nur noch eins vorhanden war. Irgendwer hat auch seinen Garten auf die Gleise ausgeweitet und ich habe erhebliche Zweifel, dass dies mit der DB AG abgesprochen ist.

Im internet gibt es ja nichts, was es nicht gibt – bei http://www.sporenplan.nl findet sich sogar ein Gleisplan des Bahnhofs:

Nachdem ich an dem, was wohl mal das Bahnhofsgebäude gewesen war (vgl. Bild zum Bahnhof Wiehagen auf bahnen-wuppertal.de), angekommen war, bin ich nördlich aus der Trasse hinausgeklettert und auf einem sehr schönen Wanderweg zurückgegangen. Das ging etwa 20 mal so schnell, wie das vorankommen auf der verkrauteten Strecke. Wäre ich der Strecke weiter gefolgt, wäre ich irgendwann beim Höhsieper Eisenbahntunnel gelandet.

Mehr zur Strecke gibt es bei oberbergische-eisenbahnen.de.

Karte und Bilder gibt’s bei flickr.

Wuppertaler Nordbahntrasse West

Gestern haben wir ein Stück der Nordbahntrasse Wuppertal bewandert. Der Verein Wuppertalbewegung will da einen Rad- und Wanderweg einrichten (bravo!).

Wir haben die Strecke bei Rheinkalk in Wuppertal Dornap bestiegen, wo der noch von der Rheinkalk genutzte Teil endet.

Bis der Teil der Strecke ein Wanderweg wird, ist es noch etwas hin, ohne Machete oder ähnlichem ist da kaum ein Durchkommen. Wenn das nicht stört, ist die Strecke sehr schön. irgendwer hat kürzlich entlang der Strecke ein Telefonkabel recht unorthodox verlegt. Leider haben wir übersehen, wo das Kabel die Trasse verlässt.

Die Strecke war zweigleisig. Der eine Tunnel, den wir “befahren” haben war gut erhalten und kaum vermüllt. Danach kommt ein schönes Stück Trasse, bei dem man mal nicht – wie im Bergischen üblich – durch ein Schattiges Tal läuft, sondern es ging an frisch gemähten, sonnigen Wiesen vorbei.

An dem Kugeltank Industriestraße trifft sich die Trasse mit einer Verbindung zum Bahnhof Vohwinkel. Da trauten wir unseren Ohren und Augen nicht: mit riesen Gerumpel kam ein WV Golf (!) auf den Schienen an. Das Fahrzeug war beleuchtet wie ein Zug und mit “DB Notdienst” oder so beschriftet. Leider die Kamera zu spät gezückt.

Wir sind dann auf der Strecke, auf welcher der Golf gekommen war, vorbei an einem Ringlockschuppen zurück zum Bahnhof Vohwinkel gegangen und haben von dort aus ein Taxi zurück zu den Kalkwerken genommen. Nette Strecke.

Karte und Bilder gibt’s bei flickr.