
Die Bilder stammen aus einer Logistikanlage in Remscheid (ja, da müsste mal jemand Licht anmachen), die wir seit dem 2009-10-1 gemietet haben. Seit dem haben wir auch einen Schlüssel zum Gebäude.
Seit Montag Abend gibt es dort Telefon, Fax, Videoüberwachung, und Internet. Nicht schlecht.
Wir sind die letzten Jahre über zu einer “everything over IP” Installation geworden. Vor zwei Jahren haben wir begonnen, die Telefonie auf IP umzustellen (VoIP), allerlei Fernwirkung (Zeiterfassung, Werkssirene, Kameras usw.) haben wir seit Jahren nur noch mit Ethernet Anschluss gekauft und seit letzte Woche sind wir endlich auf FoIP (Fax over IP) umgestiegen.
Dazu kommt, das wir über die letzten Monate unsere Ethernet-Infrastruktur vereinheitlicht und “Konsolidiert” haben. 350 Ethernet Devices in einem Segment waren etwas viel. Jetzt haben wir VLANS, und Port-Authentication und dynamische VLAN-Konfiguration an den Edge-Ports. In der Praxis bedeutet dass, dass wir zentral steuern können, welcher Gerät mit welchem Server in welcher Priorität sprechen kann. Das ist beispielsweise wichtig, om dem Telefongesprächen Vorrang vor dem Speichern von Druckvorlagen zu geben. Alles was es an Daten im Unternehmen gibt durch ein Kabel und von den (leider recht teuren) Edge-Switches wieder je nach Gerät auseinandersortiert.

Das bedeutet: wenn wir irgendwo Ethernet hinbekommen können wir dort eigentlich auch alle Geschäftsprozesse abbilden. Wenn wir zu einem neuen Gebäude Ethernet-Richtfunk hinbekommen. Richtfunk (”WLAN-Bridges”) ist aber inzwischen einfach, billig und unkompliziert. Während wir unsere Erste noch auf Linksys WRT54G Routern von Experten für recht viel Geld basteln liessen, war das zweite ein paar OSBRiDGE 5GXi für knapp 400 Euro von varia-store.com. Die neuste Richtfunkstrecke basiert auf der Ubiquiti Networks Nano Station M, das paar für deutlich unter 200 Euro bei varia-store.com gekauft.
Die Geräte werden immer günstiger (Befestigungsmaterial macht inzwischen mehr aus, als die Funktechnik), leistungsfähiger und einfacher zu Konfigurieren.
Wenn wir eine Sichtachse haben, können wir also in der Umgebung mit aller kürzestem Vorlauf und geringen Kosten alle usere IT- & Kommunikationsprozesse in neue Gebäude legen. Was wäre das nicht vor wenigen Jahren für ein Krampf gewesen. Telefonanschluss, Faxanschluss, Internetanschluss, VPN oder Standleitung zum “Mutterschiff”. Hätte alles Wochen und Wochen gebraucht, bis alles geklappt hätte.
Heute sag ich Freitags der IT, dass ich in 10 Tagen mit dem Umzug fertig sein will, und Montag Nachmittags steht die Grundfunktionalität. Nur die Verkabelung der Arbeitsplätze fehlt noch.
Wow!
Comments 3
Was mich erstens erschreckt ist Deine korrekte Aussage, das Befestigungsmaterial inzwischen mehr kostet, als die Technik dahinter. Mittlerweile bekommt man ja USB Sticks zu jeder Joghurt Packung dazu.
Was mich zweitens erschreckt ist die Karte die zeigt, wie der Jägerwald in Beschlag genommen wird! Lasst mir bloß den Michel da!
Posted 07 Oct 2009 at 0:18 ¶Bei der Kammgarn sind wir auch schon ;-)
Posted 08 Oct 2009 at 11:20 ¶Hach ja… Kammgarn… Ich könnte mich jeden Tag aufs Neue ärgern, dass ich nie drin war.
Posted 09 Oct 2009 at 0:51 ¶Trackbacks & Pingbacks 1
[...] einen “kleinen” fünfstelligen Betrag von der Tante-T angeboten bekommen hat. Da ich behauptet hatte das ganze für deutlich unter 500 Euro zu können gab es [...]
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