Hier gab es ja bereits hin und wieder Gejammere meinersteits über das Einkaufserlebnis in Rade zu lesen. Aber es gibt ja gelegentlich auch Lichtblicke.
Heute gibt es bei Armin Gerhardts den grossen Einzelhandelsrant. Vieles ist daring berechtigt, aber Arming geht vieleicht ein bischen zu sehr von sich aus.
Von den Radevormwaldern die ich kenne informieren sich sicher nicht 94% vor einem Einkauf im Internet. Und Brötchen, gehacktes, einen Haarschnitt, einen netten Plausch und danach ein Bierchen, kriege ich auch nicht bei Amazon. Nicht mal bei Doc Morris.
Für sehr viele Menschen (nicht Armin un meinereiner) ist einkaufen ein angenehmen beschuaftigung und nicht eine lästige Pflicht für die Beschaffungsabteilung. Da helfen aber Preissuchmaschinen und der gleichen nicht weiter. Gleichzeitig sind den meisten Menschen Kompressionsatefakte in Bildern egal – Hauptsache es ist schön bunt.
Und ich sehe ja durchaus schritte in die richtige Richtung. Eine Liste der Öffnungszeiten! Das ist doch schonmal was. Und länger aufmachen wollen die Geschäfte auch.
Aber alles in allem bleibt: too little, too late. Ob Autos Auf dem Markt ein Schritt in die richtige Richtung sind, bezweifel ich auch sehr. Auch scheint die Tendenz, dass es andere richten (und bezahlen) sollen (die Stadt, das Land, das Konjunkturpaket, …) noch ncht ganz verpflogen zu sein.
Naja, hoffen wir das beste.
Comments 2
Da Du ja direkt auf meinen Artikel eingehst, ein paar Punkte:
1.) Gott bewahre mich davor, immer Recht zu sprechen! Natürlich gehe ich in erster Linie von mir aus. :D Das ist dann aber doch noch stark von meiner Arbeit geschwängert. Aber auch ich habe Umfeld, und das nehme ich sehr bewusst wahr!
2.) Ich sprach nicht vom Friseur oder der Wursttheke, zumindest wollte ich das nicht. Mir ging es viel mehr um Läden wie z.B. Biesenbach oder PBS(?). Mir ist niemand bekannt, der nach Oberhausen fährt, um sich die Haare schneiden zu lassen. Mir ist aber auch keiner bekannt, der sich den schicken neuen Flat-TV beim Biesenbach gekauft hat. Der ist ja immer dicht.
3.) Ich bin bewusst auf die “Internet-Geschichte” eingegangen, weil radevormwald-zentral ja gezielt Internetnutzer anspricht bzw. sprechen soll, und hier so viel Potential fallen gelassen wurde.
4.) 94% ist ein gesichertes Faktum. Natürlich 94% aller derer, die auch Internet haben, klar! Und natürlich keine Kaufentscheidung für Lebensmittel! Vielleicht hätte ich noch einen Halbsatz einbauen sollen. Und Kennzahlen von Verbraucherportalen steigen exponentiell an. Und auch hier geht es mir nicht um die Gesichtswurst vom Kalkuhl! Mir ging es auch gar nicht darum, dass der Radevormwalder über das Internet in Radevormwald kauft, sondern dass man sich Kaufkraft zurück holen kann.
5.) Einkaufen als angenehme Beschäftigung: Ja, aber nicht für Artikel des täglichen Lebens. Und für alles andere haben wir rings um uns extra dafür gebaute Konsumtempel. Wie will man dagegen anstinken? Mit Künstlerviertel und gemäßigtem Verkehr?
6.) Zu den Artefakten: Das ist nicht egal! Dann könnte man auch direkt dazu über gehen verschwommene Fahrzeugwerbung zu machen oder ungewaschen zum Geschäftstermin zu erscheinen. Und die Wirkung schon eines einzelnen Fotos auf die Resonanz der ganzen Seite kann ich wieder und wieder statistisch belegen (gehört aber nicht hier hin)! Es ist nicht egal, wie man es macht. “Die Website ist toll” sagt sowieso immer jeder, da hat man aber nichts von.
Und es sind ja nichtmal Kompressionsartefakte, bei einigen Bildern ist sehr offensichtlich, dass man nicht so recht weiß, was man macht. Ich finde zumindest keine sinnvolle Begründung ein Bild auf eine Internetseite zu stellen, bei dem aufgrund fehlender Informationen im Bild der Helligkeitspegel nach oben gefahren wird, wodurch das Bild dann nicht nur artefaktisch wird, sondern auch noch dumpf. Und dann noch unterzeichnen mit “Fotostudio Krauskopf” ist nur noch peinlich! :D
Was mir so wirklich gegen den Strich ging ist diese “Erkenntnisse” Seite, mit den bunten Bildchen und den immer gleichen und vor zehn Jahren schon gehörten Argumenten, gegen den Internetkauf. Die sind so dilettantisch, dass ich darauf gar nicht weiter eingegangen bin, letztendlich die Intention jedoch als Aufhänger für meinen Artikel genommen habe. Das wurde nicht so klar – zugegeben! Aber wer so Argumente ausgräbt kann nicht ernsthaft erwarten ernst genommen zu werden. Erschreckenderweise gliedert sich der Rest da prima rein. Dabei hat die Rader Innenstadt mit Timo Ronge (vivid-visions.de) doch einen direkt vor Ort, der es zumindest optisch besser könnte!
Fröhlich bleiben
Posted 30 Mar 2009 at 20:16 ¶Armin ;)
Autos auf dem Markt sind wahrscheinlich ein falscher Schritt, aber die heute angekündigte Rader U-Bahn wäre dann doch wahrscheinlich ein Schritt genau in deinem Sinne … :-)
Posted 01 Apr 2009 at 8:53 ¶Post a Comment