Wenn ich nicht gewusst hätte, dass sie da ist, hätte ich die Suche nach der Carolinengrube vermutlich aufgegeben. Was für ein Gestrüpp und kein Weg und kein Steg weit und breit. Und trotz genauer Ortsangabe von Armin bin ich eine stunde durchs glitschige Gestrüpp gestolpert, bis ich beide Stolleneingänge gefunden hab.
Fotos im Gestrüpp geben ja oft nur sehr unzureichend die Situation wieder – scheinbar ist da die stereoskopische Sicht deutlich dringender nötig als auf freier Flur.
Es sieht ganz anders aus, als auf Armins Bildern und gnz anders als auf meinen Bildern ;-)

Das untere Mundloch ist vergittert, mir scheint aber, dass der Stollen nicht komplett geflutet ist, sondern noch Luftraum über der Wasseroberfläche ist. Die Stelle ist aber ausgesprochen schlecht einzusehen. Wenn das so wäre könnte man ja mit relativ wenig Aufwand eine Kamera auf einem kleinen Floß zur Fernerkundung in den Stollen schwimmen lassen.
Letztendlich hilft es nur, mal von der Wasserseite zu kommen. Wo kann man Anglerhosen leihen?

Das obere Stollenmundloch liegt am Ende eines vielleicht 6 m langen Einschnitt, der relativ schnell bergauf geht. Bei dem Betonbalken, der sich da findet, bin ich mir nicht sicher, ob es sich um den Querbalken eines Mondlochs handelt, ode rum die Reste eines “Stollenverschlusses”, der verbrochen ist. Das erklärt aber nicht den davor liegenden Betonklumpen.

Warum vor dem Stollen ein kaputter Bienenstock lag ist mir auch recht unklar. Wie gesagt, das Gelände ist ungemein unwegsam.
Das war früher anders. Da konnte man unten an der Wiebach lang spazieren und kam mehr oder weniger direkt an dem unteren Stolleneingang vorbei. Ich erinnere mich noch dunkel, dass mein Vater mir erzählte, dass da mal jemand von einem herabfallenden Stein erschlagen worden sein sollte. Auf Nachfrage meinte er die Tage zumindest sei ihm erzählt worden, dass da jemand erschlagen worden sei.
Comments 4
Anglerhosen? Da brauchst Du dann aber wohl auch noch Stelzen! ;)
Vielleicht sollte man einfach mal warten bis die Vorsperre Niedrigwasser hat. Es gibt im Internet einen Bericht, leider finde ich ihn auf Anhieb nicht, der von den zu Tage kommenden Dingen vom Supersommer 2003 erzählt, als die Wupper damals auch einen geringen Pegelstand hatte.
Der hiesige Tauchverein kann sich jedenfalls über zu erkundende Objekte nicht beschweren, da schlummern ja noch ganz Brücken in der Wupper.
Ich habe die Carolinengrube zumindest noch nicht abgehakt, warte derzeit jedoch auf den richtigen Moment. Wenn die Äste ganz kahl sind, werde ich dem unteren Eingang mal mit nem Suppenzoom bei Leibe rücken!
Meiner letzten Info nach soll der obere Eingang nach einem Unglück 1922 mit der massiven Betonplate verschlossen worden sein. Das deckt sich allerdings nicht wirklich mit den spärlichen anderen Informationen, die man hier und da bekommt – schon rein zeitlich nicht.
Gruß
Posted 26 Oct 2008 at 0:02 ¶Armin
Ich brauch 1.31m lange Anglerhosen – siehe http://blogs.23.nu/disLEXia/2008/10/aller-reichtum-lag-in-der-erde-radevormwald/
Posted 26 Oct 2008 at 16:44 ¶Ich denke da wird sich einiges ausgeschwemmt haben!
Zumindest als ich da war, plätscherte zarter Wellengang die ganze Zeit dagegen.
Oder ist es dort besonders befestigt?
Posted 26 Oct 2008 at 17:17 ¶Na die Frage ist, ob die Wellen Boden abtragen oder anspülen. Aber bei 1.30m Wassertiefe ist mir auch zu wenig Wassernichtindiehoselaufspielraum – insbesondere weil bei mir die Augen ganz oben befestigt sind und nicht auf 1.31m Höhe. ;-)
Posted 26 Oct 2008 at 19:47 ¶Trackbacks & Pingbacks 1
[...] finden, obwohl scheinbar nicht einmal für ein Jahr dort Betrieb war. Da steht wohl umfangreiches Gestrüpp gehen [...]
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