Durch einen Hinweis in einem doch ehr obskuren Webforum hatte ich mitbekommen, dass heute Tag des Geotops ist.
Der Verein für Heimatkunde Schwelm und der Arbeitskreis Kluterthöhle e. V. veranstalteten eine “Befahrung” (vulgo: durchlaufen) der Bismarkhöhle in Ennepetal sowie eine Führung um den Klutertberg.
Die Klutertführung wag gut, aber dunkel kante ich das alles auch noch aus der Schule. Am beeindruckensten fand ich wie stark man den Untergrund im Wald anhand der Vegetation erkennen kann und wie klein die zum teil die Biodope (Geotope?) sind: 1 qm anderes Grass – ganz klar, dass da der Untergrund anders ist.

Auf einer kleinen Brache waren wir Pflanzen zählen und kamen auf 33 Arten (ohne Gräser, Bäume und Moose) – beeindruckend.
Höhepunkt war aber ganz Klar der Höhlenbesuch. Die Bismarkhöhle wurde bei der Treassierung der Bahnlinie “angeschnitten” (vulgo: entdecket) und muss mächtig schön gewesen sein. Wie schön das sein kann, hatten wir letztes Jahr beim Besuch der Grotte des Grandes Canalettes gesehen. Scheinbar wurden damals die Sinterungen Wagenladungsweise abtransportiert, um sie z.B. in Gartengrotten zu verbauen. In unzugänglichen Teilen der Höhle, bei denen man unterirdische Seen durchtauchen muss, um dort hinzukommen, soll es aber noch sehr schön sein.

Die Höhle wurde im zweiten Weltkrieg zum Luftschutzraum ausgebaut indem der Boden aufgefüllt wurde und Beleuchtung sowie sogar Latrinen eingebaut wurden. Nicht nur dass, sondern es gab sogar ein Kinderkarussell und eine Wippe. Wenn man zusammengepfercht mit 1000 Leuten während eines Bombardments ausharren muss, empfindet man das sicherlich nicht als Luxus.

Ein spannender Ausflug war’s. Bilder gibt’s bei flickr. Ich war übrigens sehr zufrieden mit der Lichtstärke der IXUS 90. Die Fotos sind ohne Blitz und Stativ nur mit dem Licht des vorhandenen Geleuchts (vulgo: Helm- und Taschenlampe) gemacht.
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