Software – das Werkzeug der Zukunft
Vielerorts hört man in den Unternehmen vom Einsatz von Standard-Software. Viele Unternehmen setzen Standard-Software ein und passen ihre Abläufe in den Unternehmen daran an. Was wird in Zukunft sein? Alle Unternehmen werden gleich arbeiten, Unterschiede kaum wahrnehmbar. Unsere Remscheider Firma geht hier indes andere Wege. Hier wird die Software für die meisten Abläufe selbst programmiert. Software ist ein Werkzeug. Der alte Bergische Unternehmer hat früher auch seine Produktionswerkzeuge selber hergestellt, sagt Maximilian Dornseif, Geschäftsführer der GmbH. Hiermit ist gemeint, dass die Software den Abläufen angepasst wird und nicht umgekehrt. “Die Kenntnis des eigenen Geschäfts hilft, die passende Software zu entwickeln, ergänzt Lars Ronge. Vielmehr wird ständig in allen Unternehmensbereichen unabhängig von irgendwelchen Software-Lösungen darüber nachgedacht, wie Abläufe verbessert werden können.
Von dem Ergebnis profitieren Mitarbeiter und Kunden. Für die Mitarbeiter werden Arbeitsabläufe übersichtlicher und klarer strukturiert, so Nicole Dornseif. So wurde im vergangenen Herbst damit begonnen ein eigenes Lagerverwaltungs-System zu programmieren. Knapp drei Monate später wurde die Lösung in Produktion gestellt und verbessert nun logistische Prozesse. Die Früchte dieser Arbeit konnten bereits im diesjährigen Frühjahrsgeschäft geerntet werden. Die Lieferfähigkeit bei den Kunden konnte deutlich verbessert werden.
Die Software hat die Arbeitswelt verändert. So gehört heute nicht mehr nur die physische Ware zum Verkaufsartikel. Nein, es ist viel mehr die Koordination komplexer logistischer Prozeße, die Verpackungserstellung bis hin zur kundenindividuellen Auszeichnung der versandfähigen Ware. All dies erfordert Softwaresysteme, die komplexe Arbeitsabläufe transparent machen und in einfache Schritte unterteilen. So eine Software ist nicht fertig auf dem Markt zu kaufen. Lässt man die Software von externen Entwicklern erstellen, dann ist dies meist unbezahlbar und führt nicht zum gewünschten Ergebnis, erzählt Tobias Nockher. Externen Entwicklern muss erst das Tagesgeschäft nahe gebracht werden. Im weiteren Verlauf der Beschreibungen gibt es aber viele Verluste in der Übersetzung der Anforderungen vom Auftraggeber an den externen Entwickler. Hier kommt es dann meist bei Übergabe der Software an den Kunden zu massiven Problemen.
Damit solche Probleme gar nicht erst entstehen können, wird bei uns nicht nach klassischen Vorgehensweisen, sondern nach agilen Methoden entwickelt. Das heißt, man überlegt und programmiert nicht von Anfang an die komplette Softwarelösung, sondern entwickelt immer nur Teilbereiche, die schneller von den späteren Anwendern getestet werden können. Auf diese Weise entwickelt man nur die wesentlichen Funktionen und versucht sich von unnötigem Ballast, später sowieso nicht genutzten Funktionen, zu trennen. Die Anwender können aber auch durch die kurzen Feedbackzyklen ihr Wissen besser einbringen. Auf diese Weise sind neben der Lagerverwaltung auch Systeme zur Ersatzteilbestellungs- und Reklamationsbearbeitung entstanden, ein elektronischer Produktkatalog. Auf diese Weise können maßgeschneiderte Lösungen zu vergleichsweise günstigen Kosten erstellt werden, und das bestehende Einsparpotenzial schneller realisiert werden.
Das ist ein Ergebnis unseres internen Aufsatzwettbewerbs “Software als Werkzeug”. Der Text stammt von Tobias Nockher. Siehe auch die Beiträge von Lars Ronge und Nicole Dornseif.
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