huLOG lauch: Party!

Unser Leiden mit Paketaufklebern hat ein Ende. Seit letzter Woche nutzen wir für unsere Versandverwaltung huLOG – eine Eigenentwicklung.

Das spannende ist, dass wir hier nicht nur Aufkleberdruck machen, sondern alle Versanddaten konsolidieren. Das bedeutet, alle Informationen zu unseren Sendungen werden an einer Stelle gesammelt und stehen unter einer Oberfläche zur Verfügung.

Oben ist ein Beispiel einer der ersten Sendungen, die wir mit huLOG bearbeitet haben. (Die allererste Sendung ging an Sport Otto in Rabenkirchen, aber da gab es noch allerlei technische Probleme.)

Im Abschnitt Protokoll hat man die gesamte Sendungsverfolgung. Bei Speditionen und Paketdiensten heisst das in der Regel “Track & Trace” oder ähnlich – aber das besondere ist, dass die Daten eben nicht bei den Speditionen lagern, sondern in unserem System zusammenlaufen. Das geht so weit, dass in unserem System bei Klick auf “Ablieferbeleg” die gescannte Unterschrift dessen, der das Paket angenommen hat, erscheint.

Nicht jede Spedition ist glücklich bei dem Gedanken, ihre internen Tracking Daten weitergeben zu sollen. Aber manche sehen das Licht: ECR funktioniert halt nur, wenn man Daten austauscht. Auch mag es durchaus der Motivation zum Datenaustausch helfen, der größte Versender im Städchen zu sein (in Spitzenzeiten kommen wir auf etwa zwei duzend LKWs am Tag) und das der IT- und Logistikleiter in einer Person (meiner Person) vereint ist.

Unser erster Partner mit dem wir das Projekt gestartet haben, ist die Spedition Mäuler. Die sind übrigens genau gegenüber der Autobahn von uns.

Mit Mäuler tauschen wir Daten im FORTRAS Format aus. Das Format wurde vom IT-Dienstleister der Spedition Mäuler vorgeschlagen und es war definitiv eine gute Wahl. In wenigen hundert Programmzeilen kann man Fortras mehr oder wennigerr komplett lesen und schreiben. Eine EDIFACT Implementierung wäre deutlich mehr Aufwand gewesen. Die Implementierung war eine helle Freude. Mäuler hatte uns einen Ansprechpartner zugeteilt, bei dem wir jederzeit anrufen konnten und uns einzelne FORTRAS Felder erklären lassen konnten. Und auf beiden Seiten wurde die Gleiche Sprache gesprochen. (”Beim FTP-TLS Handshake klappt alles, aber bei einem darauf folgenden PASV geben sie eine andere IP zurück, als ohne SSL – vielleicht liegt es daran?”, waren Fragen, die verstanden wurden und nicht mit “da muss ich mal beim Hersteller anrufen” beantwortet wurden.) Insgesamt haben wie die Implementierung inclusive Programmierung in weniger als drei Wochen hinbekommen. Wenn man das mit anderen EDI Projekten vergleicht, ist das ja deutlich über Schallgeschwindigkeit. Wenn alle Zusammenarbeit im IT-Bereich so agil wäre, wie die mit Mäuler, dann könnte ich auf eine Halbtagsstelle umstellen.

Das Aufregende an huLOG ist, dass es die Infrastruktur bietet, auf der wie viele aufregende neue Services aufsetzen können. Z.B. Track & Trace und E-Mail-Benachrichtigungen für unsere Kunden.

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