Als Wissenschaftler hat man beruflich oft als ein Hauptziel, dass einen andere Wissenschaftler lesen, verstehen und dann zitieren. Das heisst, man muß alles daran setzen, dass möglichst viele Kollegen die eigentlichen Veröffentlichungen lesen. Wichtige Vorraussetzung: andere Wissenschaftler müssen möglichst einfach an die eigenen Veröffentlichungen herankommen. Je schwieriger es ist, eine Veröffentlichung zu beschaffen, je wahrscheinlicher ist es, dass andere davon absehen, diese einzusehen, in ihre Überlegungen einzubeziehen und zu zitieren. Dieser Effekt ist nicht nur theoretischer Natur, sondern in der Praxis ganz klar zu belegen: ohne Zugriffsbeschränkungen online verfügbare Literatur wird wesentlich häufiger zitiert, als Literatur, die nicht online verfügbar ist.
Der einfachste Zugriff ist durch eine Online-Verfügbarkeit der eigenen Arbeiten gegeben. Und zwar bei muss die Arbeit zum einen leicht abrufbar sein, d.h. es darf keine Passwörter, Registrierungen oder sonstige Reifen, durch die der Leser springen muss geben; zum anderen muß die Arbeit gut aufzufinden sein, d.h. anhand ihres Titels und des Autorennamens in Suchmaschinen gefunden werden.
Am einfachsten ist dies alles dadurch zu erreichen, dass man die Arbeit über die eigene Homepage abrufbar ist. Dabei sollte die Arbeit als PDF-Datei abrufbar sein und auf einer Webseite sollten Titel, Autorennamen, ein Abstract und ein Link auf die PDF-Datei untergebracht werden. Der Name der PDF-Datei sollte so gewählt werden, dass er auch ohne weiteren Kontext verständlich ist. Also lieber dornseif-2002-datenbegriff.pdf und nicht ausarbeitung.pdf. Achten Sie auch darauf, das der Dateiname keine Leerstellen, Sonderzeichen oder Umlaute enthält – das gibt häufig Probleme.