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HUDORA – Die Marke der Meister

Vermutlich ca. 1936/38

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Historische Fotos auf den Seiten der Stadt Radevormwald

Kaiserstraße, Postkarte 1979

Auf den Seiten der Stadt Radevormwald finden sich diverse Fotos alter Radevormwalder Bahnhöfe, des Ülfebades und des Marktplatzes im Wandel der Zeit sowie schöne Häuser des heutigen Radevormwald.

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Der Bergische Geschichtsverein

Der Bergische Geschichtsverein ist unglaublich lobenswerterweise dabei sein Archiv zu digitalisieren. Die ersten vierzig Ausgaben der “Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins” finden sich als PDF-Dateien auf archive.org. Einige weitere Veröffentlichungen direkt auf den Archiv-Seiten des BGV.

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Die Westfalen

Ich persönlich bin durch und durch Rheinländer und habe mit Westfalen nicht so viel am Hut. Nach der Beschreibungen und Geschichten, die man über die Westfalen hört, würde man denken, der Oberbergische und der Westfale wären Zwillinge bei Geburt getrennt oder Ähnliches. Dennoch gibt es einige Mitglieder dieser oberbergischen Familie, die auch gerne mal über die Westfalen schimpfen. In einen alten Buch las ich heute diese lustige Legende:

Als Satan einmal vor den Herrn trat, fragte ihn der Herr, woher er käme. Satan antwortete, er habe sich auf der Erde umhergetrieben. Sprach wiederum der Herr: “Hast du auch das Westfalenvolk gesehen, das harte, unbelehrbare und allen Gläubigen so lästige?” Und Satan: “Ei, ja, wohl hab’ ich es gesehen; wenn du es aber mir gäbest, dann sollte es dir nicht mehr zur Last fallen!” “Nun, ich geb’ es dir, doch unter der Bedingung, daß du es aus der Welt hinausschaffest.” Da ging Satan vergnügt und froh hinweg, richtete einen großen Sack her, in den er alle Westfalen steckte und flog dann in die Luft, um dieselben aus der Welt fortzuschaffen. Als aber diesen die Sache verdächtig vorkam begannen sie zu knurren und bereiteten ihrem Träger so viel Last, daß er vor Müdigkeit auf einem Berge den Sack niedersetzen mußte. Kaum fühlten die Westfalen sich wieder auf festem Boden, als sie alsbald den Sack zerrissen und davon flohen, daß keiner seines Nächsten mehr gedachte, und so ist es gekommen, daß sie in Welt zerstreut wurden. Als aber der Satan wieder zum Herrn kam, machte dieser ihm Vorwürfe und sprach: “Nun, was hast du tun wollen? Ich habe dir die Westfalen gegeben, damit du sie aus der Welt fortschaffen solltest, und du hast sie im Gegenteil über die ganze Welt zerstreut!” Jener sprach: “Halt es mir zugute Herr! Du kennst ja das Volk, wie hartnäckig es ist; weder auf mich noch auf dich wollen sie hören. Sieh ich geb sie dir zurück in deine Hände; mache mit ihnen, was dir gut dünkt.”

Quelle: Bergisch-Märkische Volkskunde, herausgegeben von Otto Schell und Ernst Lorenzen, 1929

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Die Mondsteine

Als letztens die Wupper-Talsperre einen enorm niedrigen Wasserstand hatte, konnte man einen Blick auf sie erhaschen. Vielmehr auf einen von ihnen: einen Mondstein.

Mondstein

Um die Mondsteine rankt sich eine Sage, die Otto Schell in seinem Buch “Bergische Sagen” aufgeschrieben hat. Dort heißt es:

Die Riesensteine im Wiebachtal

Wo das Wiehbachtal in das der Wupper einmündet, liegen drei gewaltige Felsblöcke in der Wupper, wie große Schrittsteine. Über diese sollen vor undenklichen Zeiten die Riesen hingeschritten sein, wenn sie über die Wupper wollten.

Diese Steine drehen sich noch herum, wenn sie das Neujahrsläuten der Glocken von Radevormwald (zwischen zwölf und ein Uhr in der Nacht) hören.

Quelle: Bergische Sagen, Otto Schell (1922), 2. verm. Auflage

Auch Bernhard Sieper widmet 1977 den Mondsteinen einen Artikel in der Zeitschrift für Heimatpflege im Bergischen Land “Romerike Berge” (Heft 3, S. 137). Er führt hier allerdings eine andere Legende an. Nicht die von Schell, die gemeinhin mit den Mondsteinen in Verbindung gebracht wird.

Sieper selbst geht davon aus, dass die Steine vor Urzeiten vom Felsen herab in die Wupper gestürzt sind. Die Menschen aber die folgende Geschichte erdachten, die später von Volksschullehrer Willi Regeniter verfasst wurde.

Hier nun der Text vom letzten Riesen, wie er in einigen örtlichen Familien noch aufbewahrt wird für alle Freunde des bald wie Vineta versinkenden Wiebachtales:

Der letzte Riese

In alten Zeiten war unsere Heimat noch rauh und unwirtlich. Fluren mit wohlgepflegten Äckern und Wiesen gab es noch nicht. Dichter Urwald bedeckte vielfach das Land. In der Zeit hauste in unseren Tälern und auf unsren Höhen einer aus dem Geschlechte der Riesen. Seine Kräfte waren unbändig und seine Sitten wild. Nur ängstlich wagten sich unsere von Landnot hierher getriebenen Urahnen in das Reich des Riesen, um von ihm Land zu erflehen. Dort, wo heute Radevormwald liegt, begannen die Eingewanderten Wälder zu roden. Wohnstätten zu bauen und Äcker und Wiesen anzulegen. Der ungeschlachte Riese schaute grinsend dem emsigen Treiben der Menschen zu. Er freute sich schon auf den Zins, der ihm winkte. Da auf einmal, es waren viele, viele Jahre vergangen, geschah nach Ansicht des Riesen etwas ganz Unerhörtes. Ein Mann im Mönchsgewand erschien. Er verkündete denen, die auf dem Felde um spärliche Frucht rangen, vom ewigen Gott und seinem Heilsplan. Ob solcher Mär erfüllte Argwohn den wilden Gesellen. Als nun der Mönch nach wiederholtem Besuch die zum Christentum Übergetretenen zum Kirchenbau aufforderte, ergriff den Riesen wilder Zorn. Er sah seine Herrschaft bedroht und rief: “Die Kirche will ich zerschmettern, eh’ sie vollendet ist!” und eilte davon. Die Männer der Rodung schenkten der Drohung des Riesen wenig Beachtung. Mit dem ersten Morgengrauen des nächsten Tages gingen sie im Vertrauen auf den lieben Gott in den Wald, um die besten Eichen für den Kirchenbau herbeizuschaffen. Als sie bald weit unten im Wiebachtale mit dem Fällen der Bäume beschäftigt waren, hörten sie von der Höhe jenseits der Wupper her, wo heute Hammerstein liegt, ein gewaltiges Stampfen. Da war er wieder, der Unhold. Er trug einen schweren Felsblock auf seiner breiten Schulter. Er wollte seine Drohung ausführen. Im hohen Bogen schleuderte er leichten Armes den Holzfällern den Felsblock entgegen. Ihm folgte ein zweiter und ein dritter. Nur mit Mühe konnten sich die Geängstigten, deren Kleidung vom aufgespritzten Wupperwasser durchnäßt war, in Sicherheit bringen, wo sie ihrem Schöpfer für ihre Rettung dankten. Der Riese, der da meinte, er hätte den Grashüpfern den Garaus gemacht, empfand große Müdigkeit und legte sich schlafen. Ermutigt suchten die Männer den schnarchenden Riesen auf und weckten ihn. Bis ins innerste Mark erschrocken, rannte dieser in eiliger Flucht davon und hat sich nicht mehr sehen lassen. Die drei gewaltigen Felsblöcke liegen noch in der Wupper, wo das Wiebachtal in der Wupper einmündet. Sie drehen sich herum, wenn sie das Neujahrsläuten (zwischen 12 u. 1 Uhr in der Nacht) von Radevormwald hören.

Quelle: Romerike Berge, 27. Jahrgang 1977, Heft 3, S. 137 ff

Quelle: Unsere Bergische Heimat 1959-07, Bergischer Geschichtsverein

Für Siepers These spricht natürlich, der andere große, abgebrochene Felsbrocken, den wir oberhalb der Talsperre auf dem Weg liegen sahen. Wobei der mir doch aus einem anderen Material zu sein scheint.

Armin geht in seinem Blog davon aus, dass es sich bei den Mondsteinen vermutlich um Granit handele, eine Gesteinsart, die im Bergischen überhaupt nicht vorkommt. Das sehen Norbert Bangert und Ralph Vesper genauso, sie zitieren auf der Seite Wuppertalsperre.net dazu einen Artikel aus dem Bergischen Heimatanzeiger von 1985, der davon ausgeht, dass es sich um einen Granitstein handeln könne, der in der Tertiärzeit aus dem Erdinnern geschleudert wurde.

Einer der drei Felsbrocken wurde vor dem Bau der Wupper-Talsperre vor dem Versinken in den Fluten geretten und in den Froweinpark in Radevormwald geschafft.

Auf dem Schild ist zu lesen: “‘MONDSTEIN’ geborgen aus dem Wupperlauf im Wiebachtal, der heutigen Wupper-Talsperre.”

In den alten Legenden geht es immer um drei Steine. Völlig unklar scheint mir allerdings, was mit dem dritten der Steine passiert ist. Sieber geht in seinem Artikel mit keinem Wort darauf ein, dass einer der Felsblöcke fehlte. Ob der dritte damals (1977) noch dort gelegen hat? Mal im Stadtarchiv nachsehen, ob die alten Zeitungsartikel von der Bergung Aufschluss darüber geben.

Der Ort, an dem die Mondsteine in der Wupper lagen, der jetzt in der Talsperre versunken ist, nannte sich die “Himmelswiese”. Ich hatte mich schon sehr gewundert, warum alle immer so ein Tara um eine Wiese an der Wupper gemacht haben, davon gab es in den Vor-Talsperren-Zeiten etliche. Des Rätsels Lösung steckt übrigens bereits im Namen der Ortes. Denn auf der Himmelswiese lagen die Leute damals wie Adam und Eva im Himmel, bevor die Geschichte mit dem Apfel passiert ist.

Wupper-Talsperre (leer)

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Bergische Sagen: Der Geist des Pfarres (Radevormwald)

“In der Nähe von Radevormwald in einem Gebüsch bei Vogelshaus, wurde im Jahre 1852 der Prediger Haver erschossen, und zwar unter einer großen Buche. Seit der Zeit ist sein Geist oft gesehen worden, wie er zu nächtlicher Zeit zwischen dem Grabe und der Kirche hin und her wandelt.”

Quelle: Otto Schell, Bergische Sagen, 2. verm. Auflage 1922, S. 125

Die Hintergründe: Wie es dazu kam und die Geschichte der Martini-Gemeinde in Radevormwald.

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Refomierte Glocken werden 50

Am kommenden Samstag, 17. Oktober 2009 feiert die Reformierte Gemeinde am Markt ihr 50jähriges Glockenjubiläum. Die meisten Glocken der Radevormwalder Kirchen, so auch jeweils zwei Glocken der Reformierten Gemeinde, wurden während der beiden Weltkriege beschlagnahmt und zum Waffenbau eingeschmolzen. Am 3. Oktober 1925 bekam die Kirche zwei neue Glocken, die im April 1942 wieder vom Turm geholt wurden. Am 17. Oktober 1969 bekam die Reformierte Kirche dann ihr heutiges Geläut.

Die Feierlichkeiten beginnen um 15.00 Uhr. Der Pfarrer i.R. Wolfgang Motte hält einen Vortrag über die Geschichte der Glocken und es werden historischen Aufnahmen des Gusses, des Transports und der Ankunft nach Radevormwald gezeigt. Anschließend gibt es eine Turmbesteigung, bei der die Glocken selbst bewundert werden können.

Pastor Weiermann nahm 1917 mit dem Presbyterium Abschied von den ersten Glocken. Quelle: Radevormwald in alten Ansichten Band 2, Berhard Sieper

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Väterchen Frost

Für gestern war bereits ab einer Höhe von 400 m Schneefall angekündigt. Kurz mal bei Wikipedia reingeschaut und ups Radevormwald liegt auf 421 m über NN. Der Herr des Hauses wollte das erst nicht glauben, zumal wir noch gar keine Winterreifen haben. Es kann also noch gar nicht schneien. Hat es dann auch nicht. Aber gefroren. Minus ein Grad war es heute Morgen um 7.00 Uhr bei uns und überall war wunderschöner Raureif auf den Pflanzen.

So schön, dass ich sofort raus und Fotos machen musste. Max rief mich dann noch an, dass am Ortsausgang und auf der Talsperre der herrlichste Nebel sei. Leider war ich dann ein bisschen spät vor Ort. Aber Nebel wird es ab jetzt sicher wieder öfter geben, beim nächsten Mal bin ich schneller.

Hier ein paar Eindrücke:

Eisapfel

Rosensterne

Nebelkühe

Weg

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Alter Hudora-Prospekt

HUDORA-Prospekt

HUDORA-Prospekt

Anmerkung: Zur Vergrößerung bei Flickr auf “All Sizes” klicken.

Ein Schmuckstück, dieser alte Prospekt von HUDORA, den ich kürzlich auf ebay fand. Leider ist keine Datumsangabe zu erkennen.

Sehr untypisch finde ich die Ansprache des Textes, der sich an “Jungs und Mädels” richtet. Schon allein, dass das “Du” verwendet wird ist ungewöhnlich. Aber auch die Kontaktaufnahme zum Endverbraucher an sich, denn normalerweise richtet sich HUDORA mit seinem werblichen Material eigentlich nur an Händler. Spannend.

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Heimatbildarchiv

Quelle: Aus dem Nachlass Breden, Radevormwald

Was es nicht alles gibt? Ich bin ohnehin immer wieder erstaunt, wie viele offizielle Seiten es zum Bergischen Land gibt. Auf der Seite des Oberbergischen Kreises, auf die ich über den Naturpark Bergisches Land gekommen war, dessen Seite ich wiederum auf der Seite des Bergischen Landes gefunden habe … Naja, auf jeden Fall gibt es in Gummerbach ein Heimatbild-Archiv mit ca. 35.000 Fotos. Ob ich da wohl mal hinfahre?

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