Jason Collett + Boy Omega

Ich rufe alle Kölner auf, bei der nächsten Gelegenheit, wenn es denn eine geben wird, Jason Collett und Boy Omega zahlreicher die Ehre zu erweisen. 40 Besucher verlieren sich im Gebäude 9 doch ziemlich. Und eine Band hat Besseres verdient, deren Tourbassist nach dem Konzert jedem Besucher persönlich die Hand schüttelt, sich für den Besuch bedankt, nach seinem Namen fragt – und ihn 2 Stunden später, wenn die Band in den Tourbus steigt, selbst dann noch kennt, wenn es sich um einen handelt, zu dem es kein englisches Pendant gibt. Respekt!

Know your Zielgruppe

Peinlich – die Toten Hosen verklagen Jamba, weil sich ihr Klingelton wegen nicht oft genug spielens nicht genug verkauft hat.

Diese Penner! Welcher ‘Punk’ (nicht, daß die Hosen es jemals gewesen wären) lädt sich denn bitteschön die Hosen als Klingelton? Das wäre ja wie den Hosen Intershop zu verkaufen!

Wenn man schon einen Pakt mit dem Teufel versucht, sollte man wenigstens den Wert seiner Seele kennen.

Firefly

Warum nennen die ihren Wein nach einer Raumschiffklasse? (Na, eine Anspielung auf ein Zitat in welchem Lieblingsfilm von mir?)

Die Nacht der rennenden Toten

Kleiner Fernsehtipp für heute Nacht (evtl. für den Videorekorder): 28 Day Later um 23:10 auf RTL.

Ein sehr guter, sehr moderner und völlig unlustiger Horrorfilm mit schreienden, rennenden Zombies. Auf dem Heimweg zu Fuß vom Cinedom bin ich bei jedem vorbeifahrenden Auto innerlich zusammengezuckt. Die Anfangsszenen im menschenleeren London sind heute schon legendär, aber lange nicht die einzige Qualität des Films.

Lieblingsplatte zwischendurch

Wollte nur gerade gesagt haben, dass die Southern Harmony and Musical Companion von den Black Crowes immer noch eine meiner Lieblingsplatten aller Zeiten ist, so traditionell und Old School wie sie ist.

(Übrigens dachte ich, als ich die Black Crowes zum ersten Mal gehört habe, es war in einer Regenpause in Wimbledon 1990, als das holländische Fernsehen ihre erste Platte unter das unkommentierte Bild der Stadionkamera legte – also da dachte ich jedenfalls: Rod Stewart hat früher echt geile Musik gemacht.)

Ron Sexsmith für 2,50

Während sich anderswo noch über ulkige Ortsnamen lustig gemacht wird, habe ich mir gestern im Blue Shell eine kleine, sehr kurzfristig angesetzte Soloshow von Herrn Geschlechtsschmied angesehen. Der Mann kann sonst immerhin das Gebäude 9 füllen.

Selbst auf den April-Show-Plakaten des Blue Shell war die Veranstaltung noch nicht angekündigt, genausowenig auf der Homepage von Ron Sexsmith. Entsprechend war der Besucherzuspruch leicht zurückhaltend, wenn auch merklich vorhanden. Für rund 50 Leute spielte Sexsmith und seine Gitarre die im Mai erscheinende neue Platte und ein paar ältere Stücke.

Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich dabei während eines Konzerts an einem kleinen, runden Tisch vor der Bühne gesessen, wenn auch immerhin nicht mit Weiß- oder Schaumwein sondern mit einem ehrlichen Kölsch. Oder zwei, drei. (Das flaue Gefühl in der Magengegend beim Aufwachen in der Küche von den stehengebliebenen Resten des nachts noch schnell reingeschobenen Essens backflashartig konkretisiert sehen.)

Insgesamt ein schönes, kleines Konzert zum sagenhaften 70er-Jahre-Preis von 2 Euro fuffzich.

Vib Ribbon

Wer hätte gedacht, wofür so eine D.A.F.-CD noch mal gut sein würde.

Ich habe mir die Woche Vib Ribbon für 14,44 € gebraucht gekauft, ein Spiel für die PS One. Vib Ribbon hat ein denkbar schlichtes Spielprinzip: Ein Hase läuft eine Linie entlang und begegnet vier unterschiedlichen Hindernistypen, die man jeweils durch das Drücken der passenden Taste (L1, R1, Down, X) überwinden kann. Außerdem können sich zwei verschiedene Hindernisse zu einem kombinieren, entsprechend muss der Spieler dann zwei Tasten gleichzeitig drücken. Verpasst man zu viele Hindernisse, degeneriert der Hase zunächst zu einem Frosch oder Wurm, bevor das Spiel vorbei ist. (In vielerlei Hinsicht damit übrigens sehr ähnlich zu Rez.)

Jetzt der Clou: Die Hindernisse werden von Musik gesteuert, und man kann nicht nur die mitgelieferten Songs verwenden, sondern auch beliebige eigene CDs einlegen.

Und hier kommt D.A.F. ins Spiel. Je klarer und langsamer die Sounds sind, desto einfacher wird das Spiel. Mein Versuch, es als Anfänger gleich mit The Darkness’ “I Believe in a Thing Called Love” zu versuchen, war dementsprechend nach wenigen Sekunden zum Scheitern verurteilt. Auch Daft Punk (”Revolution 909″, “Around the World”) waren zu dynamisch. Also erinnerte ich mich an “Der Räuber und der Prinz”, und siehe da: Level bestanden! Der gleich anschließende Versuch mit “Der Mussolini” war dann zwar wieder zu übermütig, doch auch das halbwegs flotte “Als wär’s das letze Mal” konnte ich durchstehen.

Insgesamt ist Vib Ribbon ein sehr schönes Spiel, für das 14,44 nicht zu viel Geld sind. Auf Dauer wird’s dann aber doch ein bisschen eintönig, zumal es relativ schnell relativ schwer wird. Ich werde mich über die nächsten Tage aber noch ein bisschen reinfuchsen.

Popjunkie

Bei jedem kurzen Hundegebell an “Sure Shot” denken zu müssen.

Zappen wird strafbar

Philips schlägt vor, dass zukünftig jeder Fernsehzuschauer im Jahr eine noch festzulegende Mindestmenge Werbung ansehen muss. Tut er das nicht, muss er eine Geldstrafe zahlen. Eigentlich könnte man das geld aber auch direkt auf die GEZ-Gebühr aufschlagen.

In diesem Sinne jedenfalls liest sich das hier:
Philips will Zappen bei Werbung verhindern

Philips [...] hat ein Patent eingereicht (Advertisement Controller), das eine Technologie beschreibt, die das Umschalten verhindert, während ein Werbeblock ausgestrahlt wird. [...] Anwender sollen aber dennoch Werbung überspringen können – wenn sie eine Gebühr entrichten.

(via BooCompany)

“Nein”

Ich glaube, der wirklich einzige Film der Filmgeschichte, an dem ich mich niemals sattsehen werde, ist “Ein Fisch names Wanda” (gerade bei MGM auf Premiere). Und außerdem kommt darin noch mein liebstes Filmzitat vor, vielleicht auch nur, weil es so kurz ist:

Wanda: Say something in Russian.
Archie: No.

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