Rot-Weiß Essen II – Fortuna Köln 1-1
Ich konnte das Spiel nur mit einem Auge live bei DFC verfolgen, das andere Auge brauchte ich für Stuttgart-Bayern. Am Ende war es jedenfalls eher ein glücklicher Punkt für Essen, die Fortuna hatte mehr von einem insgesamt aber nicht spektakulären Spiel. Entscheidend war am Ende vermutlich auch, dass die Fortuna nur vier Ersatzspieler plus Ersatztorwart dabei hatte und dass Trainer Mink kein Mal auswechselte.
Nachdem mir kirsche von DFC die Woche gemailt hatte, dass die Tore schon kurz nach dem Spiel zur Einbindung zur Verfügung stehen, versuche ich das unten einfach mal. Ich hoffe, das funktioniert auch für Nicht-Mitglieder von Deinfussballclub?
[UPDATE] DIe Videos sind inzwischen nicht mehr verfügbar.
Antwort von der Polizei
Seit ein paar Wochen steht auf dem Kölner Friesenplatz, den ich jeden Morgen und Abend auf dem Weg zur und von der Arbeit überquere, ein Streifenwagen. Irgendwo deutlich sichtbar auf dem Bürgersteig parkt ein mit zwei Polizisten besetzter Wagen – und zwar den ganzen Tag über.
Nachdem ich mich ein paar Tage gewundert hatte und erst dachte, dass das nur eine weitere Eskalation der regelmäßigen Radfahrer-Kontrollen sein soll, fühlte ich mich einige Zeit später ernsthaft beunruhigt. Was wollen die auf einem friedlichen Platz? Also schrieb ich eine Mail an die Polizei – die erst einmal postwendend zurückkam, weil die im Impressum der Website angegebene Kontaktadresse der Leiterin der Öffentlichkeitarbeit falsch war. Also nutzte ich das Kontaktformular des Bürgerservices.
Sehr geehrte Damen und Herren,
seit kurzem beobachte ich die fast ständige Präsenz eines Streifenwagens auf dem Friesenplatz, an dem ich arbeite. Von morgens bis teilweise abends, wenn ich gegen 18 Uhr das Büro verlasse, parkt ein mit zwei Beamten besetzter Wagen auf dem Platz.
Offen gesprochen beunruhigt mich diese Maßnahme. Gibt es irgendeine Bedrohung, die diese Dauerpräsenz nötig macht? Ich befürchte zwar, dass Sie über konkrete Hintergründe keine Auskunft geben wollen. Ich möchte Ihnen aber mitteilen, dass eine deutlich erhöhte Sichtbarkeit der Polizei auf der Straße bei mir kein Gefühl von Sicherheit erzeugt, sondern vielmehr genau das Gegenteil. Ist unsere Stadt so unsicher geworden, dass diese Maßnahme nötig ist?
Mit freundlichen Grüßen,
[SurfGuard]P.S.: Die im Impressum angegebene Emailadresse von Frau Bruns ist übrigens falsch. Meine dorthin gesendete Mail kam vorhin als unzustellbar zurück.
Das war am Mittwoch. Und eins muss ich den Kollegen lassen: Sie sind schnell. Am Donnerstag Abend, ich war den ganzen Tag in einem Dauertermin gewesen, fand ich auf meiner Mailbox eine Nachricht eines freundlich klingenden Herren, der sich mit mir wegen meiner “Beschwerde” in Verbdinung setzen wollte. Ich rief nicht zurück, da ich gegen 19 Uhr nicht mehr damit rechnete, noch jemanden anzutreffen.
Am nächsten Vormittag, während ich wieder in Besprechungen saß und noch nicht zurückgerufen hatte, kam dann tatsächlich eine schriftliche Antwort bei mir an:
Eingaben und Beschwerden
Ihr Schreiben (E-Mail) vom 28.10.2009
Sehr geehrter Herr [SurfGuard],
zu den Hintergründen der verstärkten Präsenz auch auf dem Friesenplatz darf ich Ihnen folgendes mitteilen:
Die sichtbare Präsenz der Polizei Köln in der Öffentlichkeit resultiert aus der aktuellen Bewertung der Sicherheitslage des Bundesministers des Innern und der Sicherheitsbehörden in Bund und Land.
Die polizeilichen Maßnahmen gelten für ganz Nordrhein-Westfalen und sind auch mit den anderen Bundesländern abgestimmt.
Zu Zeit liegen – auch nach dem im Internet veröffentlichten Videos von Al Kaida – keine konkreten Anhaltspunkte auf einen terroristischen Anschlag in Köln vor. Die Polizei nimmt die Bedrohung aber sehr ernst und ist besonders wachsam.
Die Polizei Köln steht in engen Kontakt mit anderen Sicherheitsbehörden und wird über die Lage permanent informiert.
Die Polizei hat den Flughafen Köln-Bonn sowie den öffentlichen Nahverkehr besonders im Blick. Hier führen die Polizisten bei ihren Streifen gegebenenfalls auch Maschinenpistolen mit. Alle Polizisten sind mit einer persönlichen Schutzweste ausgestattet.
Sollten Sie noch weitere Fragen oder Anregungen haben, stehen wir gern unter der angegebenen Telefonnummer zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
[Name]
(Polizeioberrat)
- Unterschrift liegt im Original vor -
Die Antwort hat zwar ungefähr den nichtssagenden Inhalt, den ich erwartet hatte, aber die Unmittelbarkeit, mit der auf meine Anfrage geantwortet wurde, hat mich doch ernsthaft positiv überrascht. Tatsächlich ist auch schon die Emailadresse im Impressum geändert.
Kurz reingeschaut: König Lear im Schauspielhaus Köln
Vor der Aufführung, der ersten der neuen Abosaison, hatte ich noch mit meiner neuen Mitabonnentin darüber geplauscht, ob es sinnvoll oder gar notwendig wäre, ein Stück zu lesen, bevor man sich die Inszenierung ansieht. Meine Antwort war: Vielleicht verpasst man ein paar Stellen, die einem Kenner des Stücks als verändert, ironisiert oder modernisiert auffallen. Aber mein Anspruch ist es, ins Theater zu gehen, und eine Geschichte erzählt zu bekommen, die ich auf Anhieb verstehe.
Nicht jedoch mit Karin Beier. Ich muss feststellen, dass die letzten Inszenierungen der Kölner Intendantin immer weiter ins klassische, ins beliebige Regietheater abdriften, für das ihr Vorgänger Marc Günther noch vom Hof gejagt wurde. Mit Peer Gynt begann es, aber eine Aufführung wie dieser König Lear wäre unter Günther vor leeren Rängen gespielt worden.
Ich habe nichts gegen anstrengendes Theater, nicht einmal etwas gegen Zumutungen. Aber ich will mich ins Theater setzen und, wenn ich den nötigen Willen und die Konzentration mitbringen, hinterher etwas gelernt oder mindestens erfahren/erlebt haben. Dieser König Lear aber wird zugekleistert mit akustisch und inhaltlich unverständlicher Schreierei, mit völlig willkürlicher Nacktheit, mit irritierenden, erzählerisch kaum nachvollziehbaren Rollenwechseln und mit zu beliebigen Modernisierungs-Einsprengseln.
Klar sind da Mittel des klassischen V-Effekts zu erkennen. Doch auch um Distanz zum Geschehen auf der Bühne zu gewinnen, müsste ich es erst einmal verstehen. Und wenn man mich bäte, nach dieser Aufführung die Handlung vonKönig Lear wiederzugeben? Ich müsste passen.
Ein paar gute Motive gelingen Karin Beier und Johannes Schütz (Bühnenbild) dennoch. Die schlichte Bühne gefällt mit der einfachen, niedrigen Lehmziegelmauer, die im Verlaufe des Stücks immer mehr (und unter viel Krafteinsatz) zerstört wird, so wie das Reich von Lear. Als Lear sich einem Regensturm aussetzt, der von zwei Darstellerinnen mit Wasserschläuchen dargestellt wird, da sind wütende Elemente und Lust am Schauspiel gleichzeitig zu sehen. Und wenn die die beiden Darstellerinnen dann anschließend die Schläuche nehmen, den Strahl auf Zerstäubung stellen, den Sprühregen nach oben richten und durch die glitzernden Tropfen tanzen, dann ist das eines der stärksten Bilder, die ich je auf einer Bühne gesehen habe.
Leider schöpft die Sprache aber keine Kraft aus diesen Bildern, sondern sie verschwindet im Gegenteil nur um so stärker unter ihnen. Und ein bisschen dürfte es bei Shakespeare dann ja doch auch um die Sprache gehen.
Unterm Strich: Ein begeistertes Bravo für die Schauspielerinnen, die während zweieinhalb Stunden pausenloser Aufführungsdauer eine unglaubliche Leistung hinlegen. Aber ein sattes Buh für die Regisseurin, die erfolgreich verhindert hat, dass mich dieser König Lear irgendetwas hätte lernen können.
Fortuna Köln – 1. FC Kleve 3-1 (1-1)
So was hat man lange nicht gesehen: Ein Heimsieg! Der Fortuna! Im Südstadion! Im siebten Anlauf hat es also endlich geklappt, der Fluch ist nun gebrochen, die Befangenheit verflogen. Und das alles, obwohl es Kleve der Fortuna keineswegs leicht machte. Aber der Reihe nach.
Matthias Mink vertraute der gleichen Formation, die letzten Sonntag in Velbert 4-0 gewonnen hatte: Hamdi Dahmani lief also als zweiter Sechser neben Alex Ende auf, Mario Schwarz bespielte den linken Flügel, Abdelkader Maouel hinter der einzigen Spitze des 4-2-3-1-Systems, Furucu und Gran verteidigten außen: Möllering – Gran, Schroden, Marten, Furucu – Dahmani, Ende – Schwarz, Maouel, Glaser – Kruth. (Ich werde das nie lernen: Listet man die Spieler von links nach recht oder umgekehrt? Gibt’s da ne Eselsbrücke?)
Die Partie begann relativ ausgeglichen. Und dafür, dass beide Mannschaften tief unten in der Tabelle stehen (Kleve auf 12, Fortuna auf 14), spielten sie recht entschlossen nach vorne, auch wenn das nicht immer mit der nötigen Präzision gelang. Die Taktik der Fortuna sah wohl so aus, dass nach Balleroberungen im Mittelfeld der schnelle Pass in die Tiefe gesucht werden sollte, entweder über die Flügel, oder bei Gelegenheit auch steil durch die Mitte. Kleve konzentrierte sich etwas mehr auf den Weg durch’s Zentrum, zumal auch die beiden Außenverteidiger der Fortuna heute einen guten Tag erwischten und nicht allzuviel zuließen. Besonders Furucu stand in der zweiten Halbzeit felsenfest.
Die ersten Großchance waren auf die Mannschaften verteilt: Kleve drosch einen Ball ans Außennetz, Kevin Kruth lupfte einen Ball beim Konter hoch über den Torwart, aber leider auch knapp über die Latte.
Dann der Schock: Benedikt Koep setzte sich auf halblinks gegen zwei Fortunen durch und zirkelte den Ball von der Strafraumgrenze aus an den Innenpfosten: 0-1. Sollte das denn nie aufhören?
Die Fortuna zeigte sich aber erfreulich ungeschockt, der Spielverlauf bis dahin gab auch durchaus Anlass dazu, und so kamen die Kölner schon wenige Minuten später zum Ausgleich durch Kevin Kruth (27.). Der geschlossene Mannschaftsjubel zeigte dann sowohl die Erleichterung und auch den Willen, sich nicht wieder ins Schicksal einer Heimniederlage zu ergeben.
Bis zur Halbzeit passierte dann nicht mehr allzuviel, nur in den allerletzten Minuten überschlugen sich die Ereignisse fast noch einmal: Fortuna vergab eine große Doppelchance mit viel Pech, als erst ein Kopfball an die Latte ging und der Torwart den Kopfball des Abprallers im Fallen mit irgendeinem Krakenarm von der Linie wischte. Im Gegenzug hatte dann Kleve noch eine ordentliche Gelegenheit, man ging aber mit 1-1 in die Pause.
Nach der Pause kam die Fortuna besser auf, spielte sich erfreulich bald die Führung heraus, und das auch noch in herausragender Manier. Alex Ende spielt einen direkt weitergeleiteten, tollen langen Steilpass auf den durchstartenden Glaser, der läuft durch und passt knapp vor dem Tor in die Mitte auf den mitgelaufenen Kruth. Die Führung in der 55. Minute!
Und vier Minuten später sogar der Hattrick für Kruth nach einer Situation, bei der zu viele Spieler in meiner SIchtbahn standen, um sie klar zu erkennen. Jedenfalls jubelte wieder Kevin in Richtung Fanblock: 3-1
Wer nun aber gedacht hatte, dass sich Kleve nach diesem Doppelschlag vielleicht ergeben würde, der sah sich getäuscht. Es entwickelte sich ein erstaunlich offenes Spiel, dem nur weitere Tore fehlten, um zu einem Vollspektakel zu werden. Fortuna schaffte es nicht, einen der zahlreichen Konter ins Tor zu bringen, obwohl sich gleich eine Handvoll bester Gelegenheiten ergab. Kleve dagegen kombinierte weiter gefährlich kurz durch die Mitte, hatte seine beste Chance aber schon direkt nach dem 3-1 der Fortuna: In eine der immer wieder gut und scharf vor’s Tor gezogenen Standardsituation hält ein Angreifer seinen Kopf, doch an den aus wenigen Metern abgegebenen Ball bringt Christopher Möllering irgendwie noch eine Hand und lenkt ihn über die Latte. Eine extrem wichtige Parade, die fast bejubelt wurde wie ein Tor, denn ein schneller Anschlusstreffer hätte die Fortuna-Nerven vielleicht doch noch einmal flattern lassen.
Am Ende blieb es also beim Sieg für die Fortuna, der vielleicht ein Tor zu hoch ausfiel, der aber hochverdient war und letztlich dem größeren Willen und dem präziseren Spiel in die Spitze geschuldet war. Eine Einzelkritik verbietet sich heute, dafür war das Teamergebnis viel zu wichtig, das von den Spielern ausgelassen gefeiert wurde. Jedenfalls klappte in diesem Spiel mal beides: Das Spiel in die Spitze, selbst wenn die Abschlussquote noch zu niedrig war, und eine konzentrierte Abwehrarbeit, mit der die Fortuna fast immer noch eine Grätsche in den gegnerischen Spielzug bekam.
Endlich, endlich, endlich.
Alle meine Fotos vom Spiel auf Flickr.
Die wie immer tollen, offiziellen Spielfotos von Barbara Lehmann auf Flickr.
Kurz reingeschaut: Ja, Panik im Gebäude 9 in Köln
Seltsam, mit wie wenig Haltung diese Band live daher kommt – auch wenn das wirklich nur für die Körperlichkeit zweier Bandmitglieder gilt. Es ist nämlich frappierend zu sehen, wie die Gitarristen dieser so kraftvollen und emotionalen Band wie gebeugte Abiturienten auf die Bühne schlurfen. Frontmann Andreas Spechtl hat sich das Mikrophon ungefähr in Brustbeinhöhe montiert und beugt sich zum Singen nachgerade geierhaft hinunter. Gitarrist Thomas Schleicher wirkt wie eine viel zu junge Mischung aus John Cleese und dem “Vollstrecker”, wer von euch den noch aus “Donnerlippchen” kennt. Beide aber spielen voller Energie, Präzision und wütender Emotion die Songs von Ja, Panik.
Seltsamerweise stört mich bei dieser Band mal nicht, dass die Live-Versionen fast identisch mit denen der Platten sind. Denn zum einen sind die so gut, dass man ihnen vielleicht gar nichts mehr hinzufügen kann. Und zum anderen lassen einen schon das Erscheinungsbild und auch die trockenen Ansagen von Andreas Spechtl viel über diese Band und ihre Songs lernen. Besonders sympathisch wird mir Spechtl, als er nach ein paar etwas ruhigeren Songs das Publikum ermuntert, ab nun würde es etwas flotter zur Sache gehen: Man merke immer, dass das nötig sei, wenn das Publikum zu quasseln beginne.
Danke, Andreas, auch mich nervt es schon seit Jahren, wenn ich auf ein Konzert gehe, und neben oder hinter mir Dauergespräche geführt werden. Wenn man die Leute darauf anspricht, reagieren sie immer sehr erstaunt, schließlich sei man ja nicht in der Philharmonie. Aber warum gehe ich denn auf ein Konzert, wenn ich gar nicht vorhabe, der Band meine Aufmerksamkeit zu schenken?
Bei der Zugabe kommt jedenfalls niemand auf die Idee, zu quatschen, denn Ja, Panik beschließen den Abend mit einer Orgie aus Schrei und Krach, bei der auch der zuvor präzise, aber sehr im Hintergrund bleibende Drummer Sebastian Janata aus sich herausgeht und im Feedbackregen demonstrativ sein Kit umwirft. Da nimmt man es Ja, Panik nicht einmal übel, wenn auch sie das zur Mode gewordene Spielchen geben, bei dem ein Publikum die erste Zugabe ungefragt bekommt, eine zweite aber garantiert nicht mehr, weil schnell Musik von Band eingespielt wird.
Unterm Strich also ein Besuch, der sich gelohnt hat, auch wenn die Band noch etwas mehr aus sich rausgehen und besonders musikalisch etwas freier werden könnte. Ich komme wieder – und mit mir dann hoffentlich noch ein paar mehr Besucher, denn Ja, Panik haben deutlich mehr verdient als ein zu gerade mal 1/4 gefülltes Gebäude 9.
P.S.: Sehr erwähnenswert übrigens auch die Vorband, Nil, deren auf Myspace verfügbare Aufnahmen nicht ansatzweise die Eindringlichkeit und Emotionalität widerspiegeln, die diese noch vertragslose Band auf die Bühne brachte. Am nächsten Donnerstag, 29.10., treten Nil im Stereo Wonderland auf. Ich empfehle einen Besuch!
Get your kicks on Spiel 77
Ein total cleverer Plan! Da waren die Länder endlich, endlich, endlich erfolgreich und haben die schlimme, das Land zu zersetzen drohende Lotto-Spielsucht eingedämmt. Geh ich zumindestens mal von aus, denn zu einem anderen Zweck wollten die sich ja nie das Glücksspielmonopol sichern. Und jetzt kommt der nächste Schritt des Plans: eine protektionistische Preispolitik. Lotto teurer machen, damit weniger Leute spielen und vielleicht irgendwann die Straßenstriche aus dem Bild der deutschen Städte verschwinden, auf denen bundesweit verzweifelte Lottospielerinnen stehen, die nur ein bisschen Geld für den nächsten Schein brauchen. Bravi!
Doch, Moment… Was soll das dann?
In Zukunft solle es erstmals einen “Zweier mit Superzahl” geben. Bislang war der Mindestgewinn “3 Richtige”. Damit würden die Chancen auf einen Mini-Gewinn höher.
Öh, ja, wie? Gleichzeitig auch die Wirksamkeit der Droge, die Frequenz der Kicks erhöhen? Da muss doch irgendwas schief gelaufen sein. Das können unsere verantwortungsvollen, deutschen Lottobarone doch nicht wollen? Ich bin mir sicher, dass es sich da nur um einen Übertragungsfehler handelt.
Kurz reingeschaut: Damages, Staffel 1
“Trust no one!” Das ist der zentrale Satz in Damages, einer schon im Sommer 2007 in den USA gelaufenen Anwaltsserie mit Glenn Close und Ted Danson. Keiner der zahlreichen Charaktere in Damages spielt ein ehrliches Spiel, jeder bescheißt seine Mitmenschen und Kollegen, spiegelt ihnen mindestens falsche Tatsachen vor. Da muss man schon fast froh sein, wenn man es mit dem Prozessgegner zu hat: Bei dem weiß man wenigstens, was man von ihm zu erwarten hat. Das Schlimmste hingegen sind Freunde oder diejenigen, die man dafür hält.
Dieses Motiv wird in Damages eingewoben in eine lange, vertrackte Story um den Unternehmer Arthur Frobisher (Ted Danson). Frobisher soll die 5.000 Angestellten seiner Firma mit einem betrügerischen Bankrott um ihre Arbeitsplätze, vor allem aber auch um ihre Altersvorsorge gebracht haben, während er selbst kurz vor dem Crash noch Aktien zu viel, sehr viel Geld machte. Die Angestellten lassen sich durch die Kanzlei von Patty Hewes (Glenn Close) vertreten. Um an eine mögliche Belastungszeugin heranzukommen, stellt Hewes deren Schwägerin in spe ein, die junge, ehrgeizige Anwältin Ellen Parsons. Es entwickelt sich ein Spiel aus Lug und Trug, aus Hinterhalten und Scharaden, in dem die Anwälte, Zeugen, Beschuldigten und ihre Hintermänner versuchen, den Fall zu gewinnen. Vor nichts wird zurückgeschreckt.
Die ganze Staffel erzählt nur diese eine, sehr lange Geschichte. Die 13 Episoden haben keine eigenen Storys, aber immer sehr gute Cliffhanger. Ein erzählerischer Kunstgriff erweist sich als sehr wirkungsvoll, nämlich die Kerze der Handlung an beiden Enden anzuzünden: Es gibt immer wieder kurze Vorschauen auf das Ende der Geschichte, die in späteren Episoden immer länger werden. Ein toller Effekt ist es übrigens, als sich die beiden Erzählzeiten treffen – und witzigerweise auf ihrem jeweiligen Zeitstrahl weiterreiten: Der filmische Stil, der bis dahin immer die Zukunft markiert hatte, ist nun auf einmal die Vergangenheit. Grandios!
Überhaupt ist Damages eine der besten Serien, die ich jemals gesehen habe. Ganz kurz ist die Story manchmal davor, überkompliziert zu werden und sich in ihren verschiedenen Strängen zu verheddern, fängt sich aber immer noch gerade rechtzeitig und schafft es mit ausnahmslos grandiosen Cliffhangern, den typisch schlaftötenden Serieneffekt zu erzeugen, bei dem man nur die nächste Folge auch noch schnell gucken will.
Die Schauspieler sind grandios, wobei gerade Glenn Close noch zu den schwächeren gehört, weil sie manchmal hart am Chargieren vorbeischrammt. Ted Danson dagegen gibt seinem Arthur Frobisher so viele, allesamt glaubhafte Facetten als guter Familienvater, Ehemann, wahrscheinlich Wirtschaftskrimineller, Nuttenfreund, Ehrenmann und als skrupelloser Verbrecher, dass man ihn zu keinem Zeitpunkt in irgendeine Schublade stecken kann. Erwähnenswert herausragend sind auch noch Rose Byrne, die Darstellerin der jungen Anwältin, und Željko Ivanek, der den brillanten, unsympathischen, innerlich zerrissenen Anwalt von Frobisher spielt. (Weiß irgendjemand, welche amerikanische Mundart Ivaneks Figur spricht? Hier ein kurzer Clip: http://www.youtube.com/watch?v=IVUBWQqky3c. Wer eine kleine Storywendung nicht verraten haben möchte, der schaut nur etwas bis Sekunde 30.)
Wer Damages noch nicht gesehen hat, sollte das unbedingt nachholen. Besser wird Fernsehen nicht. (Außer natürlich, wenn es The West Wing ist.)
P.S.: Ich wurde gestern gewarnt, dass die zweite Staffel das Niveau der ersten wohl nicht halten kann, auch die Amazon-Kritiker sind dieser Meinung.
Fortuna Köln – Westfalia Herne 0-4 (0-0)
Eigentlich habe ich schon keine Lust mehr auf den Bericht, nachdem ich das Ergebnis gerade noch mal in die Überschrift getippt habe. Aber es muss wohl sein. Niemand soll sagen können, er habe nichts gewusst.
Trainer Matthias Mink setzte mal wieder auf eine neue Aufstellung, auch auf eine neue Taktik. Im Vergleich zum Spiel gegen Windeck mussten die gesperrten Beckers und Can ersetzt werden. Mink schickte die Mannschaft in einem 4-4-2 mit Raute aufs Feld: Daniel Blankenheim spielte hinter den Spitzen, Alexander Ende wieder auf der Sechs, Sascha Jagusch lief in der Innenverteidigung auf, rechts verteidigte zu Beginn Frank Schroden und Mario Schwarz rückte wieder in den Sturm, zum ersten Mal als echte Spitze, nicht als hängende.
Die Fortuna lief also wie folgt auf: Möllering – Venekamp, Marten, Jagusch, Schroden – Dahmani, Ende, Blankenheim, Glaser – Schwarz, Kruth.
In der ersten Halbzeit entwickelte sich eine Partie auf spielerisch zwar schwachem Niveau, aber durchaus mit Chancen auf beiden Seiten und mit gewissem Unterhaltungswert. Es ging hin und her, wenn auch selten mal mit planvollen Kombinationen. Herne kam zu einem Kopfball aus kurzer Distanz direkt in die Arme von Möllering und zu einem knallharten Schuss ans Außennetz, den mancher schon drin gesehen hatte. Fortuna brachte einen Kopfball zustande, den Herne gerade noch von der Linie kratzen konnten. Kevin Kruth schoss den Ball nach geschickter Drehung nur an den langen Pfosten. Und Sekunden vor der Halbzeit lief Mario Schwarz frei auf das gegnerische Tor zu, zögerte aber zu lange und brachte weder einen guten Schuss noch den Querpass auf Kruth zustande, der bei entschlossenerem Sprint vielleicht möglich gewesen wäre.
Unterm Strich ein gerechtes Unentschieden nach 45 Minuten, ein 1-1 oder gar 2-2 wäre auch möglich gewesen, mit etwas Glück hätte die Fortuna auch eine Führung mit in die Kabine nehmen können. Die Partie war nicht gut, insbesondere nach vorne war das Spiel beider Mannschaften regelmäßig zu unpräzise, aber immerhin erarbeitete sich auch die Fortuna Chancen, was gegen Germania Windeck das ganze Spiel über nicht gelungen war.
In der Pause entschied dann (imho) Trainer Mink das Spiel. Anstatt der Mannschaft, die immerhin deutlich besser als in den letzten Partien aufgetreten war, weiterhin das Vertrauen zu schenken und sie selbiges vielleicht auch durch ein fortgesetzt engagiertes Spiel sammeln zu lassen, wechselte Mink zwei Mal aus und stellte das System um: Sascha Jagusch ging (UPDATE: verletzungbedingt mit Leistenproblemen), für ihn rückte Frank Schroden in die Innenverteidigung. Dessen frei gewordenen Platz auf der rechten Defensivseite nahm Jan Gran ein. Mario Schwarz blieb ebenfalls in der Kabine. Für ihn kam Abdelkader Maouel, spielte allerdings hinter den Spitzen, Daniel Blankenheim rückte als zweiter Sechser neben Alex Ende, so dass nun ein 4-2-3-1 auf dem Platz stand. Ein für mich unerklärlicher Schachzug.
Acht Minuten später stand es 0-2 nach zwei schnellen, gut zu Ende kombinierten und energisch abgeschlossenen Konterspielzügen von Westfalia in der 50. und 53. Minute.
Nun war natürlich das Selbstvertrauen endgültig weg. Die Fortuna kämpfte zwar weiter, entwickelte auch Druck, brachte aber keine wirklich gute Torchance mehr zustande. Es wirkte so, als wüssten die Spieler auch nicht mehr, was sie noch tun sollten.
In der 81. und 84. Minute gab es dann den Gnadenschuss von Herne, wieder in Form eines Doppelschlags zum 0-4. Da wirkte die Abwehr schon geistig abwesend, nicht nur als Lars Marten den Ball kurz vor dem 16er noch einmal lustig vertändelte.
Ich lege mich heute mal fest: Zwar gab es vor den Gegentoren wieder Aktionen, die man als “individuelle Fehler” abtun könnte. Aber zwei Auswechslungen, zwei Umstellungen in der Defensive und dazu noch die Umstellung auf eine andere (übrigens defensivere) Taktik in der Pause eines Spiels, das die eigene, vorab völlig verunsicherte Mannschaft immerhin ausgeglichen gestalten konnte und in dem sie gute Torchancen hatte: Warum musste das sein? Auch die Einwechslung von Defensivspieler Furucu für Blankenheim (70.) war für mich bei einem Rückstand nicht nachvollziehbar.
Ich kann nicht belegen, dass die Umstellung die Gegentore kurz nach der Pause verursachte. Aber für mich liegt auf der Hand, dass dieses Spiel von Matthias Mink ohne besondere Not vercoacht wurde. Die Mülltonnen in der Südkurve war wohl der gleichen Meinung – und drückten ihren Unmut auf spanisch aus.
Ich habe mich den im Fan-Forum schon lange tobenden Forderungen nach einer Trainerentlassung nie angeschlossen, und ich werde das auch jetzt nicht tun. Aber das Spiel heute hat Minks Position nicht gestärkt, denn wenigstens einen gewissen, und zwar ganz konkreten Anteil an der Niederlage muss er sich anrechnen lassen.
Herne war übrigens die schlechteste Mannschaft, die in dieser Saison ins Südstadion kam. Das Schlimmste ist: Ich fand das Spiel heute nicht mal ansatzweise so gruselig wie das in der letzten Woche gegen Windeck. Umso erschütterter war ich nach dem Match vom Ergebnis. Das Spiel hat sich nie wie ein Debakel angefühlt, aber trotzdem stünde auf der Anzeigentafel “0:4″, wenn die denn nicht kaputt wäre.
Nächste Woche ist Pokal angesagt. Bei einem Bezirksligisten. Ich habe Angst.
Alle meine Fotos vom Spiel bei Flickr.
neph hat Fotos von Trainer und Mannschaft, wie sie sich nach dem Spiel den Fans stellten.
Barka
Dieses Feedback wollte ich gestern Abend über das Kontakt-Formular der Website an LaOla1.tv schicken:
Liebes LaOla-Team,
ich bin ja wirklich froh und dankbar, dass ich bei Ihnen kostenlos die Primera Division sehen kann, und einem geschenkten Gaul schaut man bekanntlich nicht ins Maul. Aber ich wundere mich doch, dass es für Ihren Kommentator beim Spiel Barcelona – Almería anscheinend nicht mal zur Vorbereitung gehört, die Namen der Städte aussprechen zu können, die gegeneinander antreten.
Der Strich auf dem i von Almería deutet nämlich darauf hin, wo das Wort bei der Aussprache betont werden will. Ihr Kollege redet aber penetrant von Alméria.
Und selbst wenn man, anders als ich, der Meinung ist, dass das ja vielleicht noch passieren könnte: Den Kurznamen des Weltclubs und Champions-League-Siegers aus Barcelona “Barka” auszusprechen, ist nicht mal damit zu erklären, dass man nicht weiß, wofür der komische Schlängelchen in “Barça” gut ist. Jedes Kind, das in Köln auf der Straße Lionel Messi nachspielt, weiß, dass es “Barßa” heißt, nur Ihr Kommentator nicht.
Also mir wäre das peinlich.
Viele Grüße aus Köln,
[SurfGuard]
Das Formular weist aber den von mir (in verschiedensten Varianten garantiert irgendwann auch mal richtig eingegebenen) Captcha-Code penetrant als falsch zurück. Außer einem ca. 500 kBit breiten, immerhin funktionierenden Live-Stream von der Primera Division läuft bei LaOla bislang wirklich nicht viel.
Stilübungen auf dem Rücken der Fortuna
Seit dieser Saison befasst sich für den Kölner Stadtanzeiger eine neue Reporterin mit der Fortuna: Victoria Schneider hat Kathrin Schrage abgelöst, von der in den vergangenen Jahren die Fortuna-Berichte stammen. Nun ist der Fortuna-Fan ja froh, wenn der Stadtanzeiger überhaupt von den Spielen des Vereins berichtet, ist diese Postille doch erkennbar ein Viktoria-Fanblatt. Selbst vergangene Saison, als die Fortuna endlich wieder eine Spielklasse über der Viktoria kickte, legte der Stadtanzeiger online eine große Serie von Video-Reports über die Viktoria auf, während die Spiele der Fortuna auch schon mal ohne auch nur einen Textbeitrag auskommen mussten.
Der Stellenwert der Fortuna im Stadtanzeiger hat sich anscheinend nicht geändert, denn Victoria Schneider darf sich mit den Fortuna-Spielberichten entweder ihre ersten oder ihre letzten journalistischen Sporen verdienen. Vielleicht auch beide zugleich. Ihre Berichte sind von blumigen Metaphern durchzogen, wie man sie sonst gerne in Schülerzeitungen findet, und auch sachliche Fehler tauchen immer wieder mal auf: Schon legendär das angebliche 4-3-3, in dem die Fortuna im ersten Heimspiel angeblich aufgelaufen sein soll. Diese Theorie verbreitete zwar auch der Trainer, alle Beobachter und auch einzelne Spieler sahen aber nur einen Angreifer auf dem Platz, mit etwas gutem Willen zwei. Und nach einem der letzten Spiele schrieb Frau Schneider von einer noch ausbleibenen Trainerdiskussion – während die Forderungen nach Minks Entlassung im Fanform dutzendweise aufschlugen.
Da sich im Stadtanzeiger anscheinend kein Lektor der Texte von Victoria Schneider annimmt, erlaube ich mir hier mal, ausdrücklich als Ungelernter, eine konkrete Kritik des letzten Artikels: “Neue Therapieformen bei der Fortuna“.
Liebe Frau Schneider, ich tue das nur ungerne und weiß, dass ich mich dem Vorwurf der Überheblichkeit aussetze. Aber ich erwarte von der größten Zeitung am Platz, die Sie vertreten, einfach bessere Artikel. Sehen Sie’s so: Wenn selbst ich die im Folgenden aufgelisteten Unsauberkeiten in Ihrem Artikel finde, dann sollte ein professioneller Lektor noch ein paar deutlich bessere Tipps zur Hand haben.
- “Was die Behandlung angeht, gab es am vergangenen Sonntag einen Rückschlag festzustellen“:
Es ist nur eine Feinheit, aber schon der große Wolf Schneider, dessen Bücher nun wirklich jeder Volontär gelesen haben sollte, schreibt, dass aktivische Formulierungen besser sind als passivische. “Es gab einen Rückschlag festzustellen”? Wer stellte den fest? Ein Satz wie “diagnostizierten die Fans der Fortuna einen Rückschlag” klingt sofort viel persönlicher und damit attraktiver.
Und eine Wendung wie “was die Behandlung angeht” ist im Schriftdeutsch einfach ungelenk. - Das Bild mit dem Symptom und der Therapie überstrapazieren Sie ohnehin deutlich. Warum genau waren Auswärtsspiele eine Therapie für die Krankheit der Fortuna? Traten in Ihnen nicht vielmehr nur die Symptom (Unsicherheit, fehlendes Selbstvertrauen) nicht auf? Sie verwechseln einen fieberfreien Tag mit der Gabe von Novalgin. Auch das ist natürlich nur eine Feinheit, aber gerade Metaphern sollten perfekt sein, sonst wirken sie schnell bemüht.
- “Neben der Niederlage hat sich die Fortuna mit den zwei Roten Karten der Leistungsträger Cengiz Can und Christian Beckers getreu des Symptoms der Selbstverstümmelung „selbst ins Bein geschossen“ (Trainer Matthias Mink).”
So many mistakes, so few lines…
- Es fängt mit dem plötzlichen Wechsel der Zeitform an: Warum ist das Präteritum, das Sie vorher verwenden, auf einmal nicht mehr gut genug? Soll das Perfekt eine andere Vergangenheit aufzeigen? Wohl kaum, wahrscheinlich ist es einfach falsch.
- Das Wort “getreu” verlangt den Dativ: Wem ist jemand oder etwas getreu, nicht wessen. Es ist ein klassischer Fall von Bastian-Sickness, den Genetiv selbst da zu verwenden, wo der Dativ mal richtig wäre.
- Überhaupt: Wie kann man einem Symptom getreu sein? Eine Krankheit kann verschiedene Symptome zeigen, aber ein Symptom verursacht definitionsgemäß nichts anderes, sondern es ist eben ein Anzeichen, möglicherweise eins von mehreren, aber aus ihm folgt nichts. - Weiter: “„Natürlich ist das eine Schwäche für die Mannschaft.””
Auch wenn Sie hier Trainer Mink zitieren und er das vielleicht genau so gesagt hat, muss es “Schwächung” heißen, nicht “Schwäche”. Da darf man schon mal ein Zitat korrigieren, damit die Schriftform einfach korrekt wiedergibt, was der Sprecher mündlich ganz offensichtlich sagen wollte. - “Jetzt müssen wir alle noch dichter zusammenrücken um die Ausfälle zu kompensieren”
Das Komma vor dem Nebensatz fehlt. - “„Herne wirkte nicht unbedingt offensivstark“, analysiert Mink den Gegner, der „vor allem in der zweiten Hälfte ungemeinen Druck auf Bielefeld ausgeübt hat.“”
Ja? Wie? Nicht offensivstark, aber eine Halbzeit lang ungemeinen Druck ausgeübt? Das kann zwar ganz eventuell zusammenpassen, wäre aber unbedingt erklärungsbedürftig. In der gewählten Verknappung ist es ein Widerspruch. - “Für ihn gilt es viel mehr,..”
Ich bin mir nicht sicher, was die neue Rechtschreibung hier vorsieht, aber ich würde an dieser Stelle schon um der Klarheit willen “vielmehr” schreiben. - “Ob dies wieder mit der neuen Formation mit Mario-Schwarz in der Viererkette geschieht…”
Welches Satzzeichen ist hier überflüssig? Und welches Wort wird in zu schneller Folge wiederholt? - “Ansonsten sind aber alle Akteure einsatzbereit, um endlich das böse Symptom „schlechte Ergebnisse“ anzugreifen und so vielleicht den Heilungsprozess einzuleiten.”
Ein Symptom wird angegriffen??? Und selbst wenn das richtig wäre, gibt es die stehende Wendung vom “Doktern an den Symptomen”: Es ist eben gerade keine Heilung, ein Symptom zu beseitigen.
Ich bitte noch mal um Entschuldigung für die öffentliche Kritik. Aber ich denke, der Ruf des Kölner Stadtanzeigers verpflichtet ihn zu einem besseren Stil, selbst auf der Regionalsportseite.




















