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Ansonsten scheint mir alles “normal”.
Ich bin auch ganz begeistert von ner antständigen Blogsoftware…(note to yourself: Nikolaus Tipp geben ein großes Paket zu schnüren).
[...] Interessant sind aber auch ein paar Einzelauswertungen. Schaut man sich beispielsweise nur die persönliche Gesamtnote an, behauptet Flens den ersten Rang, Störtebeker fällt dagegen deutlich auf den fünften Rang zurück, und Haake Beck Edel erklimmt das Podium vor Grolsch kommt was ganz anderes raus, als ich zuerst gedacht hatte, nämlich das hier:Haake Beck ist (doch) das beste. [...]
[...] Surfguard macht seinem Ärger auch Luft und hat wieder einmal hervorragende Bilder. Auf einem sind sogar mein alter Herr und ich zu sehen… [...]
[...] Der Club Of Gore – und es nicht bereut. Vorher kannte ich nur, wie jeder aufrechte Musikfreund innerhalb meiner Blase, die Story der Band: Erst spielten sie Metal, dann entwickelten sie den Zeitlupen-Doom-Jazz, wenn [...]
Ok.
pwnd.
Pfff.
;-)
[...] Letzte Kommentare surfguard on Geometrie für Praktikerprobek on Geometrie für Praktikerprobek on Geometrie für PraktikerKurz reingeschaut: Bohren & Der Club Of Gore im Gebäude 9 : the boy in the bubble on Los!Blamiert: Presseschau zum 1. Spieltag im FVM-Pokal [Update] « DFC-Mitglied Nummer 472 on SC West Köln – Fortuna Köln 6-5 n.E. (1-0, 1-1, 1-1) [...]
:)
[...] kleiner Nachtrag zu meiner kleinen Meldung über anscheinend nicht-funktionierende Feeds hier: Ich denke, das Thema hat sich erledigt. Max, bitte entschuldige die wahrscheinlich falsche [...]
Ich wollte man tinytiny-rss ausprobieren, das nutzt hier ein Kollege bei sich:
http://tt-rss.org/trac/
Das kann man sich selber installieren oder auch beim Autor hosten lassen.
[...] Und die Fortuna hat gestern auswärts eine 3:0-Führung noch vergeigt und wenige Minuten vor Schluss den Ausgleich hinnehmen müssen. Schlimm, das. Da wünscht man sich doch den Schäng zurück, dass der uns mit ein paar [...]
Newsgator (newsgator.com)
Die Weboberfläche ist frugal, aber ausreichend. Vorteil von Newsgator ist die Zusammenarbeit mit einigen Clients die Newsgator für einige Computer-Plattformen anbietet. Man kann die Feeds in einen der Clients lesen, später im Browser weiterlesen, alles kein Problem, da der Zustand quer durch die Clients und die Webplattform synchronisiert wird. Klappt zumindest mit der OS X (NetNewsWire) / Web / iPhone-Kombi ganz gut.
Wer Bedenken wg. Datenschutz hat: Die Daten (was man liest etc…) werden wohl ausgewertet. Zu “Optimierungszwecken”.
[...] SSVg. Velbert – Fortuna Köln 3-3 (0-2) [...]
kein wunder bei dem klasse-stürmer …
schiessen in österreich eigentlich auch noch andere leute tore als ex-bayern-stürmer?
Naja, immerhin hat hier die Mannschaft sechs Tore geschossen und gewonnen, in der KEIN Bayernstürmer spielt.
Danke für die Tipps! Ich werde jetzt doch erst mal bei Bloglines bleiben, da sie den Service wieder in den Griff bekommen haben.
Mit TT-RSS bin ich ehrlich gesagt nicht so richtig zurecht gekommen. Hab mir einen Online-Account angelegt, aber dann?
Newsgator gefällt gut. Im Vergleich mag ich Bloglines aber aus dem selben Grund etwas lieber, aus dem ich es auch dem Google Reader vorziehe: Die Oberfläche ist so simpel, wie man es sich denken kann, dabei aber sehr klar. Das gefällt mir gut.
Das nennt der Fachmann dann wohl “zwei völlig verschiedene Halbzeiten”….
Gott o Gott, wie groß muß die Erleichterung in Graz gewesen sein?
ich hab den grazer sturm jüngst zu gast beim fcz gesehen. dass der plötzlich sechs buden macht, liegt ausserhalb meiner vorstellungskraft. hat mattersburg die zweite halbzeit ohne torwart bestritten?
Mir doch alles egal, so lange das gute Tannenzäpfle weiterhin in jeder Wertung auf dem ehrenhaften Platz 3 ist. Mit den besten Grüßen von “Biergitt”
Aber eins muß man uns lassen:
Im Augen-und-Ohren-zumachen sind wir schon internationale Spitze…knapp hinter den Amis….und Nordkorea…
Offtopic: Wo ist eigentlich Dein schöner last.fm-Player hin? Der hat mir nämlich schon manche Perle geschenkt.
Den Player vermisse ich auch, hab da aber ein Ticket am Laufen:
http://blogs.23.nu/blog/2008/10/18/geht-jetzt/#comment-21
Ansonsten kannst du aber natürlich auch direkt bei LastFM gucken:
http://lastfm.spiegel.de/user/surfguard
Na dann drück ich mal die Daumen, daß Dein Ticket bearbeitet wird.
Scheint ja sonst ganz gut zu klappen mit WP. Ich scheue i.M. noch den Aufwand
Sozialstaat ist jetzt wieder voll im Trend! Du bist voll 90er! Aber pass auf: Wir versuchen halt jetzt mit dem Geld der Sparer über zwei Ecken das Geld der Sparer (ja, die selben leute, die denken das ist “Sicherheit”, dann bleibt das Geld auf den Banken…’stehste?) zu sichern (Steuergelder -> Sicherungsfond). Sann holen wir mit dem Restgeld noch die ganzen Manager wieder zurück in die Pleitebanken, verstaatlicht wird aber nichts (das würde ja dem Staat unter umständen zu Gewinnen verhelfen), sondern wie “bürgen” einfach nur. Hier zeigen wir nebenbei, dass das was zu der ganzen ach so schlimmen “Krise” überhaupt erst geführt hat (Regierungsbürgschaften für Bankhypotheken) auch der EINZIGE Weg aus der ganzen Misere ist (man kann die Banken ja nich pleite gehen lassen…die Arbeitsplätze!).
Und wenn wir dann so richtig, richtig pleite sind (also, nicht wir, sondern “der Staat”), dann schaffen wir als allererstes den Sozialstaat ab und zahlen den Leuten die uns die ganzen Jahre mit ihrem Ersparten aus “der Krise” finanziert haben das alles mal richtig Heim indem wir ihnen die Krankenversicherung und andere Sozialleistungen zusammenstreichen. “Unsereins” ist ja schon lange privat kranken- und rentenversichert.
Wenn der sozialstaat dann endlich weg ist…DANN gehts erst los mit dem was die Weicheier vor Jahren schon als “Mitnahmegesellschaft” (Schröder) und “Heuschreckenkapitalismus” (Müntefering) bezeichnet haben…dann müssen wir uns nämlich nicht mehr um “die anderen” kümmern.
Und dann, mein Freund, dann ist auch “Kapitalismus” wieder cool. Jetzt gerade machen wir auf Sozialstaat. Mach mit!
Großartig! :-)
Schöne Grüße
[...] DVB-H macht auf Pippi Langstrumpf [...]
hahahahhhahahahahahahahahahahhahahahahahahaaaahahahahahahahaha…. snifsnif…. na also *der* traut sich was! puuhhh… ist das nicht schön absurd?
[...] Wir Velbert-Geschädigten wussten zwar: Auch mit einem 3-0 im Rücken ist noch nichts gewonnen. Aber gegen diesen Gegner, was [...]
Mahlzeit – sehr schöner Bericht, wieder! Das Foul im Strafraum vor dem 2:0 habe ich allerdings als nötig angesehen. Wenn der Gütersloher Dahmani nicht knickt, kann Hamdi sich die Ecke aussuchen! Wäre mir – trotz Hattrick – auch noch lieber gewesen. Aber Hamdi hat ja dann noch sein Tor gemacht.
Drei Heimspiele in Serie: Wir wären unter der Woche schon gegen Bonn dran gewesen, das Spiel ist aber eine Woche nach hinten gelegt worden. Und das Heimrecht ist mit Bonn getauscht worden. Warum auch immer. Machen wir das Beste draus!
Danke für die Aufklärung mit dem Heimrechts-Tausch!
Über die Frage, ob Hamdi frei vor dem Tor steht, wenn er nicht gefoult wird, kann man tatsächlich streiten. Ich hatte eher den Eindruck, dass im Strafraum noch andere Gütersloher waren, diem an auch auf dem Foto vom liegenden Hamdi sieht. Jedenfalls aber ist ein Elfmeter in so einer Situation für den Abwehrspieler nicht die bessere Situation, als es den Stürmer mal probieren zu lassen – auch wenn man da in der Sekunde natürlich nicht so schnell drüber nachdenken kann.
Das Heimrecht gegen Bonn wurde getauscht, weil der BSC über kein Flutlicht verfügt. Ansonsten auch von mir Kompliment für einen interessanten Spielbericht!
Lass ihn doch bellen, den Hund. Im gelobten Land ist man schon weiter.
Kommen die Falten in der Zeitung von Dir? So Donal Duck mäßiges Zeitungsknüllen ? :-)
Der arroganteste Text, den ich diese Jahr gelesen habe.
Mal gucken wie Niggemeier auf den Artikel reagiert, wenn er die FAS denn noch liest…
@probek: Die Daily-Show-Videos tun’s bei mir aus unerfindlichen Gründen nicht, wie neuerdings auch die Glumbert-Videos. Vielleicht im Büro.
@axel: Schöne Vorstellung :-) Tatsächlich habe ich den Text aber erst mal als papiernes Bookmark rausgerissen (übrigens eine sehr hilfreiche Angewohnheit) um erst hinterher festzustellen, dass der Text im Internet natürlich erst mal nicht frei verfügbar ist.
Pffft. Tut’s denn wenigstens Youtube?
(und ja, es liegt an dir)
Ja, YouTube tut’s, danke! (Und: Ich weiß, dass es an mir liegt. Bin schon ganz verzweifelt.)
Der DailyShow-Flash hat bei mir erst auch nicht funktioniert, hab dann einfach mal auf die schwarze Fläche geklickt und dann kam plötzlich die Navigationsleiste am unteren Bildrand (mit Opera 9.52)
Nee, das hilft bei mir leider auch nicht (Firefox 3, Flash 10).
Kinder, mit was für Geräten surft ihr denn? Macs, oder?
(hier: Vista, FF 3.03 und Flash 10,0,12,36)
Erst der Spiegel, dann die SZ, jetzt die FAS: Manchmal könnte man meinen, dass hinter diesen Texten eine Masche steckt. So nach dem Motto: Hau mal auf ein paar Blogs, dass erzeugt schön viel Buzz im Web.
Die FAZ und das Internet. Das ist manchmal eh eine leicht gestörte Beziehung. Erinnert sich noch jemand an den Peter Glaser-Zwist zum Thema: “die Welt ist eine Google” ?
http://blog.stuttgarter-zeitung.de/?p=108
Und auch mit: OpenSuse/Firefox 3.0.3 geht’s — aber das nur nebenbei, denn: zurück zum Text.
Der ist natürlich selten dämlich, aber verständlich, wenn man sein Geld mit dem Bedrucken toter Bäume verdient und weiter rechtfertigen möchte, dafür bezahlt zu werden. Nur dumm, wenn die eigenen Leser nicht nur aus Lesern ohne Internetanschluss bestehen, die ihre Vorurteile gerne bestätigt sehen. Aber für diese Zielgruppe perfekt: ich lese die FAS, also bin ich ein kluger Kopf, allen anderen nicht. Wozu brauche ich das Internet?
Da antworte ich lässig: lasst sie nur schwafeln, die sterben bald aus. Wer immer noch meint, ein Medium und die damit eingeführen neuen Medientechniken einfach so pauschal abqualifizieren zu können, dem ist nicht mehr zu helfen. Wer mutwillig auf einen immer wichtigeren Teil der Debattenkultur verzichtet, wird schon bald nicht mehr mitreden können. Ernst nehmen muss man ihn jetzt schon nicht mehr.
@Alexander (wg. Glaser):
Ja, aber. Minderbepimmelte.
[...] Tutsi Tivoli-Blog The Boy In The Bubble [...]
Blogger = arbeitslose Publizisten…
"Lauter Blogwarte" Ursprünglich hochgeladen von SurfGuard Gratulation Herr Wagner, Sie haben wirklich genauestens verstanden worum es geht. In Zeitungen, da steht die Wahrheit, da redet eine Nation mit sich selbst und ganz klar, im …
[...] Junge in der Blase findet deutliche Worte, ich hab einfach nur Mitleid. Da wird jemand deutlich zu selten in den Arm [...]
[...] Bubbleboy , Kasn , Tutsi You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You [...]
Hallo,
wäre ich Trappatoni würde ich fragen: Was erlauben Wagner! Wäre ich ein bekannter Fussballspieler würde ich ihm einen Finger zeigen, ich bin aber ein Blogger, von daher schreibe ich darüber…
In meinem privaten Blog habe ich dann auch mal öffentlich Stellung zu Richard Wagner´s Ergüsse genommen und einen öffentlichen Brief gebloggt.
Gruß,
Jens
Geiler Song, mein nächster Gedanke war Therapy? mit Sreamager. Und dann folgte leider schon Genesis
Tatsächlich war die Frage nach dem Post-Collins-Sänger auch der Anlass, “Inside” mal wieder auszugraben.
Meinungsbildung hin, Gewissen her. Auch die vier haben ein fundamentales Versprechen bei der Wahl gegeben, so wie alle anderen egal welcher Couleur bei jeder Wahl: Sie wählen im Landtag die Spitzenkandidatin ihrer Liste! Ohne diese fundamentale Annahme würden die Kandidaten wahrscheinlich von ihrer Partei nicht aufgestellt, egal ob Wahlkreis oder Landesliste. Und dieses Wahversprechen, welches nicht nur mündlich gegeben wurde, sondern schwarz auf weiss auf einem Stimmzettel stand, haben sie gebrochen – sie sind die wahren Wahlversprechenbrecher.
Es mag gute Gründe geben, gegen die ein oder andere Sachentscheidung zu sein. Aber ich fürchte, ohne Klarheit von Listenzugehörigkeit und Kandidatenaussage würde das mit der Wahl komplizierter werden. Irgendwann kommen wir bei der Diskussion an eine Zielhierachie-Frage. Ich denke, in dem jetzigen System ist die Listenzugehörigkeit verbunden mit der Wahlaussage das höchste, sonst gibt es Chaos.
Und weil hier sonst so viel Fussball zu sehen ist, mal ein kleiner Vergleich. Was machen wir denn, wenn der Torwart von Fortuna einfach mal den Ball vom Gegner durchlässt, weil der Bruder bei Gegner ist und den geschossen hat? Familie ist ja wohl bindender, als irgendeine (bezahlte) Mannschaftsmitgliedschaft. Ausserdem würde das Ärger von Mama beim nächsten Besuch geben.
Deiner Meinung nach, muss der Trainer das einsehen, oder?
Und noch was: Bei Schlchterfüllung einer Leistung gibt es natürlich für Projektmanager Sanktionsmöglichkeiten, am ehesten: Kein Geld für den Mitarbeiter. Dieses abgehobene Ideal vom soften, smarten Projektmanager ist doch Augenwischerei. Und ab da hinkt der simpel-schematisierende Vergleich: Eine Fraktion ist eben keine bezahlte Beschäftigung. Alles weitere, insbesondere die Sanktionsmöglichkeiten, ist dann nicht vergleichbar.
[...] sehen – weil die Fortuna gegen den Bonner SC eine packende Partie hinlegte, wenn sie die auch leider unglücklich verlor. Als ich dann gegen 22:10 Uhr nach Hause kam, musste ich mich dann darauf konzentrieren, wie der [...]
Hallo Sam,
danke für den ausführlichen Kommentar, dem ich aber noch mal genauso ausführlich widersprechen muss.
Du schreibst:
Naja, aber nicht unter allen Bedingungen. Auch für die SPD-Abgeordneten galt das Versprechen, das von ihrer Partei vor der Hessen-Wahl gegeben wurde: Die SPD werde nicht mit der Linkspartei zusammen gehen. Und bevor du jetzt Spitzfindigkeiten diskutieren willst, wie sich eine Duldung von einer Koalition unterscheide: Wenn man vor der Wahl gesagt hätte, man werde nicht mit der Linkspartei koalieren, sich aber ggf. von ihr dulden lassen, dann könnten die vier “Abweichler” jetzt nicht auf meine Sympathie zählen.
Es bleibt: Die Abweichler halten das Versprechen, das ihre eigene Partei vor der Wahl gegeben hat. Das jetzt als Bruch eines Versprechens zu brandmarken, pervertiert die historische Wahrheit.
Das magst du dir so wünschen. Dummerweise macht aber unser Grundgesetz (für die Bundestagsabgeordneten) in seinem Artikel 38 bislang einen anderen Vorschlag: “Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages … sind … an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.”
Da magst du mir verzeihen, dass ich Abgeordneten empfehle, sich lieber ans Grundgesetz zu halten als an die Disziplin einer wortbrüchigen Partei. (Im übrigen gälte die Gewissensfreiheit auch für Abgeordnete einer Partei, die ihre Versprechen hält.)
Das dieses Beispiel
albernnicht zutreffend ist, häte dir auch auffallen können. Beim Fußball sind keine Gewissensentscheidungen vorgesehen – weil es keine gibt. Und die von dir beschrieben Entscheidung würde man wohl auch mit vielen Verrenkungen nicht als Gewissenentscheidung durchgehen lassen können.Anders formuliert: Durch die Verniedlichung der Entscheidung in deinem Beispiel nimmst du ihr nicht nur graduell Gültigkeit, sondern prinzipiell.
Nein, die gibt es nicht. Ich arbeite als Projektmanager fast ausschließlich mit Kollegen, die alle im selben Unternehmen angestellt sind, wie ich. Denen kann ich schon arbeitsrechtlich kein Gehalt streichen.
Ich darf mal vermuten, dass du kein Projektmanager bist? Dass ich also aus eigener Erfahrung weiß, wovon ich rede, du aber nicht?
Was mich an deiner Aussage ehrlich erschreckt, das ist aber weniger ihre Ahnungslosigkeit – sondern das Menschenbild, das sie offenbart.
Erst mal zur Ahnungslosigkeit: Geld ist ein Hygienefaktor. Sprich: Wenn dein Gehalt stimmt, dann demotiviert es dich nicht, es motiviert dich langfristig aber keineswegs. (Übrigens: Das ist keine Theorie, sondern eine immer wieder empirisch bewiesene Annahme. Und bevor du sie bestreitest, bitte ich dich, mir eine empirische (!) Untersuchung zu zeigen, die das Gegenteil belegt.)
Jetzt zum Menschenbild:
Ich arbeite mit Menschen an kreativen Projekten. Wir braten keine Burger oder schrauben Rücklichter an Autos. Sondern wir sind kreativ tätig und entwickeln Produkte, die es wenigstens in Teilen vorher so nicht gab. Wir lösen Probleme, die sich in der konkreten Form zum ersten Mal stellen oder die aus anderen Gründen eine neuartige Lösung fordern. Kreative Produkte werden nicht gut, weil, wie von dir vorgeschlagen, die Mitarbeiter Angst vor einer Strafe haben. Solche Produkte werden nur gut, wenn die Menschen, die sie entwickeln, Spaß an ihrer Arbeit haben. Es gibt ein Credo, nachdem Manager Mitarbeiter nicht motivieren können – außer indem sie alle Barrieren entfernen, die den Mitarbeitern den Stolz auf ihre Arbeit nehmen. (Und das ist nur eine andere Formulierung für Herzbergs unwiderlegte Untersuchungsergebnisse.)
Wie erzieht man Kinder? Indem man ihnen Schläge androht? Nein: Indem man sie lobt, wenn sie etwas richtig machen. Und indem man ihnen ein Vorbild ist, dem sie ganz natürlich nacheifern.
Im übrigen manage ich seit über zehn Jahren Projekte ohne die Drohung, Gehälter zu streichen. Und ich maße mir die Selbsteinschätzung an: Ich tue das erfolgreich. Was ist deine Erfahrung?
P.S.: Im übrigen scheint es nicht so, als würden sich die “Abweichler” dem geballten Volkszorn gegenüber sehen:
[...] mit gleich zwei Einträgen. Zum einen wieder mit einem wunderbaren und reichlich bebilderten Spielbericht, zum anderen mit einem Video welches er von einer Youtube-Seite des Bonner SC entwendet hat. Vielen [...]
[...] macht auf The Boy In The Bubble seinem Ärger Luft, verzweifelt an den reichlich wechselhaften Leistungen und gibt obendrein zu [...]
Naja, das ist halt das Gleiche als wenn sich die ÖR die Sportschau (oder Carmen Nebel oder Thomas Gottschalk oder Harald Schmidt…) halten.
Ich kann Deinen Einwand verstehen, frage mich aber auch ob nicht Frau Beier unter dem gleichen kommerziellen Druck steht wie ein Intendant an einem privaten Theater. Wenn es zur “Anfütterung” dienen soll und damit eventuell sogar Abos verkauft werden können, dann kann ich sie aber auch verstehen und würde als Verantwortlicher wohl nicht anders handeln.
Außerdem: Das Publikum muß wieder jünger werden! Denn nur wenn man die twenty-somethings erstmal ins Theater gebracht hat (wie auch immer), kann man über den Anspruch nachdenken. Das ist ähnlich wie in Bayreuth, finde ich.
Karin Beier steht ganz bestimmt nicht unter dem gleichen kommerziellen Druck wie ein privates Theater. Es ist zwar auch nicht so, dass sie gar keinen Druck hat, aber sie bekommt das Geld für ein paar Spielzeiten von der Stadt garantiert und riskiert höchstens, am Ende ihrer Intendanz keine Verlängerung zu bekommen, wie der unglückliche Marc Günther vor ihr.
Im übrigen hat sie ja gerade gesagt, dass sie eben KEINE Liederabende mehr machen, sondern die Zuschauer mit gutem Theater überzeugen will. Das scheint ihr auch zu gelingen: Die Presse ist voll des Lobes, und in einer stolz im Programmheft präsentierten Wahl ist Köln nach dem Deutschen Theater in Berlin und den Münchner Kammerspielen zum drittbesten Theater gewählt worden.
Und was die jungen Leute betrifft: Ich kann mir nicht vorstellen, dass du Menschen mit Barbara Salesch zum Fernsehen bringst, um ihnen dann einen Faust-Abend unterzujubeln zu können. Das sind genau die Leute, die dann mittendrin rausgehen. Den Leuten, die ins Theater gehen, muss klar sein, dass es möglicherweise (aber beileibe nicht immer) anstrengend wird, dass sie aber immer was erleben und lernen können.
Ich habe den Eindruck, Karin Beier ist da auf einem ganz guten Weg.
Als Nicht-Gamer hat mir nur das Zitat des Tages diesen Messe-Besuch gerettet: “Mit meiner Figur habe ich online keine Chance!”. Das allein war die 7,50 EUR locker wert …
[...] Klingt erst mal legitim, ist aber nur die halbe ganz weit entfernt von der Wahrheit. Näheres hier und hier und hier und an einigen anderen Orten. [...]
712 Zuschauer? An einem Samstag ohne FC Bundesligaspiel?
Bißchen wenig, oder?
Nicht so super, stimmt schon. Aber ich versteh die Spieltagsplanung in der NRW-Liga auch nicht mehr. Da wird quasi zu allen beliebigen Zeiten gespielt. Nicht mal die beiden Samstagsspiele werden zur gleichen Zeit angestoßen: eins um 14:30, eins um 15:00. Fortuna spielte auch schon samstags um 18:00. Freitagsspiele gibt’s auch nicht immer.
Wer seine Spieltage zu erratisch plant, der darf sich auch nicht über schlechten Besuch beklagen. Und vielleicht gibt’s auch gar nicht soo wenige Fans wie mich, die als anderen Verein eben nicht den FC haben, sondern eine andere Bundesligamannschaft.
[...] +++ The Boy in the Bubble: Zwanziger will die Herrschaft +++ [...]
zuerst gelesen bei “the boy in the bubble”. journalism in the trenches. hat ja fast watergate-dimensionen. wenn da mal kein pulitzer rausspringt….
aber mal im ernst: hut ab, gute story, habe das gefühl, du könntest was (mit)ausgelöst haben.
Über den “günstigsten” Spieltag haben wir schon vor Jahren diskutiert. In der Verbandsliga waren auch viele Gastmannschaften heiß darauf, Freitags bei uns zu spielen und danach noch einen kleinen Mannschaftsausflug ins Kölner Nachtleben zu machen. In der NRW-Liga sind wegen der langen Anfahrtswege nicht alle Teams dazu bereit am Freitag nach Köln zu kommen. Ansonsten würde ich auch den Freitag vorziehen.
Ob Samstag oder Sonntag günstiger sind ist immer ein bißchen spekulativ und hat auch mit dem Gegner zu tun.
Letztendlich sind wir mit einem Schnitt von immer noch über 1.000 Zuschauern gut bedient.
Karin Beier hat bis jetzt fast alles richtig gemacht, da kann man ihr ein paar Längen in der Inszenierung von Peer Gynt ruhig nachsehen. Das Kölner Theater wiederbelebt zu haben, kann sie sich auf die Fahnen schreiben. Es wird wieder überregional wahrgenommen.
Und um der Kritik zu gefallen, muß man eben ein bißchen verkopfter daherkommen. Als Theaterliebhaber habe zumindest ich damit kein Problem. Es geht ja auch kurzweilig, wie der dritte Teil der Prater Saga am letzten Wochenende gezeit hat.
Um ein Missverständnis zu vermeiden: Ich habe gar nichts gegen Karin Beier. Ich fand die letzte Spielzeit interessant, mit einigen guten Inszenierungen, und auch diese ist recht vielversprechend. Ich fand nur Beiers Vorgänger Marc Günther unterbewertet.
Und wenn du meinst, Perr Gynt sei verkopft, um der Kritik zu gefallen: Gerade diese, etwas verkopfte Aufführung bekommt nicht so gute Kritiken (außer in der SZ). Und auch sonst habe ich nicht den Eindruck, dass Kritiker nur verkopftes Zeug mögen – sondern eher anspruchsvolle, die am besten auch noch unterhaltsam sind.
Ich fand die Erklärung von DJV und VDS eher schwach (keine ausdrückliche Solidarität mit Weinreich, sondern an beide Seiten appeliert), was aber widerum den Vorteil hat, dass der DJV damit Vermittler spielen könnte — wenn er denn wollen würde.
Bemerkenswert an der Erklärung ist, dass VDS-Chef Erich Laaser binnen eines Tages zurückrudern musste. Von “Ist eine Privatfehde” (Aussage gegenüber Kölner Stadt Anzeiger am Dienstag) nun zur Erklärung.
Die Führungsetage des VDS ist nicht gut auf Jens Weinreich zu sprechen. Siehe das konkurrierende “Sportnetzwerk”, siehe die pampigen Antworten die es damals von VDS-Seite in dieser Sache gab.
So wie die VDS-Führung zu diesem ganzen Internet-Zeug steht, wird die Solidarität gegenüber Jens Weinreich alles andere als solide sein. Es gab im Frühjahr ein so unsägliches Editorial von Laaser, dass sich SpOn-Sportchef Gerlach genötigt sah, eine längere Replik in der Verbandszeitschrift zu verfassen.
Mit diesem Hintergrund vermute ich eher dass der DJV den VDS zu dieser Erklärung schleifen musste und mein “Respekt” vor der Erklärung ist etwas schaumgebremst.
Hi dogfood, das kann ich alles unterschreiben, bis auf zwei Punkte:
1. Ich kann keinen Apell an beide Seiten erkennen. Schon die Überschrift appelliert expressis verbis nur an den DFB (“VDS und DJV appellieren an DFB”). Man könnte insgesamt natürlich vielleicht ein bisschen mehr Parteilichkeit und schärfere Formulierungen erwarten. Aber irgendeinen Appell an Weinreich finde ich im Text nicht.
2. Genau wegen all der von dir genannten Gründe und Aspekte stelle ich mir vor, wie lang der Schatten war, über den der VDS und Erich Laaser springen mussten, um Jens Weinreich zu unterstützen.
Man kann natürlich schon über das Timing diskutieren, denn schließlich hat der Konflikt seinen Ursprung im August und die letzte Eskalationsstufe wurde am letzten Freitag beschritten. DJV und VDS ringen sich erst nach fünf Tagen zu einer Erklärung durch. Hmmm.
“Es gehe nicht an, dass der Sportjournalist Weinreich öffentlich so angeprangert werde, betonten DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken und der Präsident des Verbands Deutscher Sportjournalisten, Erich Laaser. Es sei an der Zeit, die Schärfe aus der Auseinandersetzung zu nehmen. ”
Der Schlüsselsatz: “Es sei an der Zeit, die Schärfe aus der Auseinandersetzung zu nehmen.”
Hoppla: da die eindeutige Schuldzuweisung (Weinreich wurde vom DFB angeprangert), dort aber plötzlich das neutrale “ES sei an der Zeit, die Schärfe aus der AUSEINANDERSETZUNG zu nehmen” ohne das explizit Bezug auf eine Partei genommen wurde. Das ist m.E. überraschend zweigleisig, überraschend diplomatisch formuliert. Richtiger Schulterschluß mit Jens Weinreich liest sich anders. (Wie gesagt: kein Vorwurf, nur eine Feststellung)
Re: Schatten
So wie ich in den letzten 1-2 Jahren als Beobachter ganz weit am Rande Erich Laaser & den VDS mitbekommen habe … und so explizit wie sich Laaser am Montag/Dienstag noch geäußert hat… da kann ich mich nur wiederholen: die Wende kam nicht freiwillig. Insofern ist Laaser mehr über seinen Schatten geschubst worden als gesprungen — egal ob vom DJV oder randalierenden VDS-Kollegen — und eben dies schränkt meinen Respekt zumindest vor Laaser doch stark ein.
hallo, wo bekomme ich diese bilder her? the Koelner, the new yorker, the düsseldorfer, the aachener? einen tipp für mich? Herzlichen Dank!
Hallo,
vielen Dank für diesen Eintrag. Ich war entsetzt als ich den Artikel am Samstag auf der Wissensseite der SZ, die ich bisher für eher seriös hielt, gelesen habe.
Er ist im Niveau der Panikmache tatsächlich noch unter der Spiele-Berichterstattung von frontal21 und Konsorten angesiedelt, weil er vorgibt, seine Behauptungen seien wissenschaftlicher Konsens.
Ich hoffe, dass nicht allzuviele Menschen, die sich nicht über andere Medien informieren können/wollen, den Artikel für bare Münze genommen haben.
Ich bin aber auch zuversichtlich, dass solche medienpessimistischen Sichtweisen mit der Zeit von selbst erledigen werden. Ich kenne zum Beispiel in meinem Umfeld (das nicht besonders Gamer-geprägt ist) niemanden unter 35 der nicht schon einmal ein “Killerspiel” gespielt hätte. Und ich vermute die erwähnten Spiele-Kritiker lassen sich auch eher der Generation 50plus zuordnen. Meine und die nächsten Generationen haben einfach einen selbstverständlichen Zugang zu Computern und -spielen.
(Ich erinnere auch an das Geschrei über Gesundheitsgefahren als Handys populär wurden. Davon hört man heute auch nichts mehr – einfach weils alltäglcih wurde)
Liebe Grüße,
elyz
P.S.: Ist dir bewusst dass dein Blog auch von Kindern besucht werden könnte? Wie kannst du es verantworten diese grausamen Bilder in aller Öffentlichkeit zu zeigen! So was sollte verboten werden! ;-)
Es sind halt größtenteils unglaubliche Demagogen…
bin ich froh, dass ich nicht der einzige bin, der sich bei solch seltsamen gedanken ertappt. :)
Ich hab mich jetzt erst mal entschlossen, ganz oben anzugreifen und die Fleet Foxes an Ja, Panik vorbeizuhören. Nur noch sieben.
Der berüchtigte Frontal-21-Beitrag war übrigens von Rainer Fromm, dem oben zitierten Interview-Gast der Süddeutschen.
Ja sowas ist ne Schweinerei !
Damitte dann schön weiter zockst !
FC BAYERN MUENCHEN: die Spieler, die da nicht hingehoeren: weg mit denen: auch: Philp Lahm: verkaufen: wo er bei einem anderen Verein auf seiner Position spielen kann: man merkt es einem Spieler nicht an: dass er unzufrieden ist: man liebt seine Frau und soll mit der Frau des Nachbarn ins Bett gehen: dass auch Frank Ribery unzufrieden ist: dass muss einem Trainer auffallen: Frank Ribery ist ein Fussballer: ein Profi: so wie es aussieht: hat man bei nachgeholfen: den Beruf des Fussballers auszuueben: er teilt doch jedes Mal mit: es muss sich immer drehen um die eigene Achse: damit er ins Spiel findet: das sagt er doch auch vor laufender Kamera: bringt Ihr nicht alles in Ordnung: verlaesst Ihr den FC BAYERN MUENCHEN: haben wir uns da richtig verstanden: sich auch um die Vermarktung kuemmern des FC BAYERN MUENCHEN kuemmern: Qualitaet: alles: das zur Vermarktung dient: muss auch in Qualitaet sein: Farben: Design, Colors: Gone With The Wind: Vom Winde Verweht: sich an dieser Qualitaet orientieren: alles: das fuer den Verkauf angeboten wird den Kunden: Fahne: Artikel: Tassen: Glaeser: Aschenbecher: Bettwaesche: Kugelschreiber: Trickots: Hosen: Stutzen: …..: die Prospekte: die Werbeplakate: das FC BAYERN Zeichen: das alles fungiert zur Vermarktung des FC BAYERN MUENCHEN: Kamera: Werbung: Gone With The Wind: nur ueber die Qualitaet ist der FC Bayern Muenchen zu vermarkten: mann kann auch den FC BAYERN MUENCHEN zu einer Werbeikone machen: geht nur ueber die Qualitaet: Buecher: die Qualitaet: Gone With The Wind: das ist eine 10 Oskarproduktion: erreicht man die Haelfte der Qualitaet: genuegt die Vermarktung von FC BAYERN MUENCHEN weltweit: die Spiele werdenn gewonnen: weil die gegnerischen Mannschaften mehr Defizite auf dem Platz hatten: ZUFALLSSPIELE: damit geht man mit der Zeit in die Brueche: eine Struktur muss hinein in das Spielsystem: Rechtsfuss auf die rechte Spielhaelfte und Linksfuss auf die linke Spielhalefte: hatte ich aber mitgeteilt: kann ich nicht immer mitteilen: dann geht Ihr: A-r-m-i-n V-e-h ist gegangen: einer kommt und einer geht: ichbin derjenige, der Leidet: ich habe keine Zeit alles dreifach mitzuteilen: wenn man mit zwei Spitzen spielt: Links und Rechtsfuss: dann muss der Spieler hinter denen Spitzen beidfuessig sein: damit er sich nicht staendig um die eigene Achse dreht: alle in der Medienwelt wissen: dass die Spieler ueberfluessig sind auf dem Platz: sogar die eigenen Spieler des FC BAYERN MUENCHEN !
Du hast natürlich recht. Es wäre natürlich auch so gegangen und jeder hätte gewusst, um wen es geht. Aber man ist im Dienste des Lesern unterwegs und für die, die Richard Wagner (ich nenn ihn schon wieder) nicht kennen, sollte man die Geschichte doch auch kurz erzählen und das Kind beim Namen nennen. Aber wie gesagt: Du hast natürlich recht. Es wäre auch so gegangen.
Kann es sein, dass du meinen quasi ironisch gesetzten Link auf den Wagner-Artikel übersehen hast? :-)
Interessanter indirekter Bezug zum Thema heute in der NZZ:
http://www.nzz.ch/nachrichten/medien/kein_nachhaltiges_gezwitscher_1.1358335.html
Er meint den Satz mit der Verfassugn doch wohl eher so, dass WENN es verfassungsgemäss (ja, Grundgesetz der BRD) seien sollte Ihn als einen Demagogen zu bezeichnen (was das Gericht zu klären hat), DANN würde er DESHALB darüber nachdenken zurückzutreten.
Wenn man es weniger dramatisch ausdrücken will, und vor allem den total überflüssigen Griff nach der Verfassung weglässt , sagt er also ungefähr: “Sollte es in diesem Land rechtens sein, mich einfach so, ungestraft als Demagogen zu bezeichnen, möchte ich mein Amt nicht weiter bekleiden.”
Das lässt allerdings doch sehr auf Punkt eins deiner beiden Vermutungen schliessn…
Wahrscheinlich hast du Recht und der Satz ist so gemeint. Aber selbst dann ist die Verfassung immer noch eine Schublade zu hoch oder drei Instanzen zu weit vorgegriffen.
Hoffentlich hast Du recht ;-) Wir gehen gleich los. Der Kritik zu Peer Gynt schließen wir uns an… wir waren bis zur Pause mit den Kindern da… schien mir doch alles etwas zerfasert und mit Kinderaugen zu skuril. Vielleicht schaffen wir es im neuen Jahr mal gemeinsam ins Theater zu gehen. Schöne Feiertage und einen hervorragenden Rutsch ins neue Jahr.
Liebe Grüße von Petra und Markus
Viel Spaß! Ich bin immer zu den Dienstags-Abo-Vorstellungen im Theater. Kommt gerne mal mit! Oder wir finden eine Aufführung in der Schlosserei.
Rischtisch!
Obwohl ich Ken noch einen Tacken lieber habe als Gareth aus “The Office”. Aber Tracy ist so wunderbar/sonderbar durchgeknallt, daß ich ihm eine noch größere Präsenz in der Show wünschen würde.
Schließe mich Deinen 8 Punkten vollständig an.
Und: Es ist Network-TV! Kein HBO oder SHO oder FX. Nein, das staubtrockene NBC ist es. Na gut, 30 Rockefeller Plaza ist natürlich auch eine Marke…
Durch Deine “twitterei” bin ich übrigens auf “It´s always sunny in Philadelphia” aufmerksam geworden und bin geschockt gewesen daß ich die Serie noch nicht kannte! Ebenfalls ganz großes Kino und einige der bösesten Plots die ich kenne.
Da “Dexter”, “Weeds” und “Entourage” ja Staffelpause haben, “Family Guy” erst Ende Januar wieder weiter geht und “The Amazing Race”(!) auch schon wieder vorbei ist, können das laaaaange Weihnachtstage werden.
Oder haste sonst noch Empfehlungen in der Warteschleife?
Anyway: Frohe Weihnachten aus Nippes!
Eine Empfehlung hab ich tatsächlich, in die ich allerdings selbst noch nicht reingeschaut habe: Flight of the Conchords. Bislang nur runtergladen, hat aber auch 9 Punkte in der IMDB.
TAR kante ich noch nicht, werde mal reinschauen, danke für den Tipp!
Dir ebenfalls ein frohes Fest!
Vielleicht vergleicht man diese PIN eher mit den “Kontrollnummern” auf der Kreditkarte. Die stehen ja auch auf der Karte und sollen verhaindern, dass man mit nur der Kreditkartennummer im Internet shoppingtechnisch amoklaufen kann. Hier geht es vielleicht darum zu verhindern das Leute auf unrechtmässig hergestellte Kopien (irgendwie über Funk, keine Ahnung) zugreifen können ohne den Personalausweis “im Original” zu haben…
Und die Notwendigkeit dass sich das Lesegerät gegenüber dem Chip ausweist, ist schonmal ein deutlicher Schritt in die richtige Richtung. Das ist bei einer EC-Karte nämlich keineswegs der Fall.
Du hast Recht, das könnte eine halbwegs sinnvolle Erklärung sein. Alelrdings würde man sich fragen, warum weder der BSI-Vertreter noch nach Angaben von Constanze Kurz und starbug beim 25C3, das Bundesinnenministerium den Aufdruck der PIN so erklären.
Und mal abgesehen davon muss man sich ja schon fragen, warum Daten auf einen RFID-Chip aufgebracht werden, den man also berührungslos auslesen kann, nur damit man das Dokument dann doch in der Hand halten muss, um die Daten auszulesen. (Ich bin natürlich überhaupt gegen die Verwendung von RFID-Chips auf Ausweisdokumenten. Wer mich identifizieren will, der sollte sich mir persönlich vorstellen müssen und nicht irgendwo mit einem Auslesegerät in der Ecke hocken können.)
Die “PIN” steht darauf, damit sichergestllt ist, dass man nicht “um die Ecke” den ausweis auslesen kann. Mittels der (optisch auszulesenden) PIN und dem Funktechnisch auszulesenden RFID Daten hast du die Speicherkapazität von RFID gepaart mit den usecases von optischen Verfahren wie datamatrix: kein “heimliches” auslesen. Und natürlich ist es keine PersönlicheIdentififationsNummer sondern ein kryptografisches Datum.
Da mag Konstanze polimisieren, wie sie will: das ist eine sehr solides Designentscheidung. Die Verwendung des Begriffes PIN durch Konstanze ist schon eine raffinierte Form der diffamierung der Entwickler.
Das Ergebnis ist im grossen und ganzen genau dass, was surfguard fordert: man Muss das Dokument in der Hand halten, um es auszulesen.
Als ich mir das letzte mal das ePass design angeschaut habe, gab es auch einen ganz brauchbaren schutz gegen “caching” des Schlüssels.
Ganz sicher hat der ePass im Grundsätzlichen und in der Implementierung Probleme. Aber es ist nicht so, als sei der von einem Haufen bescheuerter entwickelt worden.
Na gut, ich seh’s ein, ihr habt Recht.
Ich frage mich nur weiterhin, wofür ein berührungsloses Auslesen von Passdaten überhaupt gut sein soll?
Ähnliches habe ich auch schon gedacht, als zum Ende der Hinrunde vermehrt Kritik an Hoffenheim und den agierenden Personen laut wurde. Da offenbart sich vom Trainer übers Management bis zu Dietmar Hopp zum Teil eine unabgeklärte Dünnhäutigkeit, die man so nicht im Profifussball erwartet hätte. Immerhin haben diese Herren meist schon eine entsprechende Erfahrung, sei es in der Bundesliga oder in der Wirtschaft. Der Mannschaft fehlt viel von dieser Erfahrung, trotzdem zeigt die sich deutlich souveräner.
Das was speziell Ragnick hier bietet, weißt imho starke Parallelen zum aktuellen “Zwanziger-Fall” auf. Die fehlende Fähigkeit, die eigene Person mal aus neutraler Sicht zu betrachten, gelassener zu reagieren und die üblichen Störgeräusche in der Bundesliga als solche zu erkennen und nicht auf die Goldwage zu legen. Und nicht zu letzt die Verbohrtheit, nicht zu erkennen, das Aussagen wie den oben zitierten extrem kontraproduktiv sind.
Genau das hat Wurst-Ulli im Doppelpass kürzlich gesagt. Sinngemäß nämlich, dass RR bisher immer im ersten Jahr Erfolg hatte. Und im zweiten gerne gefeuert wurde.
Er (U.H) nannte ihn sogar explizit einen “Besserwisser”. Und man kann ja über Hoeneß sagen was man will (und ich als FC-Fan bin auch kein wirklicher Fan) aber er weiß schon was er sagt und behält dabei meistens Recht (s. Daum, s. Matthäus u.a.).
Ich kann aber noch nicht ganz die Sollbruchstelle sehen, denn das “Team” um das “Projekt Hoffenheim” scheint fast zu einer Sekte geworden zu sein. Die Äußerungen eines Jan Schindelmeiser (der R.R. ja immer, immer, immer nach der Pfeife tanzt) oder eines Bernhard Peters (der ja dem Rest der Bundesliga offen vorwirft dumm zu trainieren) machem zumindest den Eindruck daß Rangnick keine Bange haben muß.
Die Außendarstellung scheint den Hoffenheimer ja sowiso komplett schnurz zu sein, denn wenn man den Springer-Verlag als Hauptsponsor hat, in jedem zweiten Fußball-Feature im Fernsehen als die tolle, liebe, zur Tanke laufende Mannschaft dargestellt wird, die es den etablierten Teams “mal so richtig zeigen kann”, ist die mediale Wirksamkeit doch da wo sie es haben wollen. Wen stört es da noch daß Hoffenheim die unfairste Mannschaft der Liga ist (und dennoch kaum Karten kassiert)? Wen stört es da noch daß es die Hoffenheimer sind die mit ihrem antiseptischen Verständniss von Fußballkonsum die ganze restliche Fankultur gegen sich aufbringen?
Schuld sind immer die anderen! Womit wir wieder bei R.R. wären…
@axel wg. Sollbruchstelle:
Für mich ist Rangnick deswegen die Sollbruchstelle, weil es zwar eine Weile funktinoieren kann, alle anderen gemein zu finden und sich gegen sie abzugrenzen. genau genommen ist das sogar ganz wichtig für eine Gruppe. Auf Dauer kann man das aber nicht durchziehen, sonst gibt’s, sagen wir mal: Krach, um keine allzu offensichtlichen politischen Analogien zu implizieren.
Wie immer, macht Uli Hoeneß auch hier vor, wie’s geht: Bayern steht zwar auch als Feindobjekt zur Verfügung, aber eben als eins, zu dem man wechseln kann, weil sich der FCB eben doch in die große Bundesligafamilie integriert.
Allein gegen alle wird irgendwann anstregend. Und wahrscheinlich ist Rangnick selbst die Bombe, die irgendwann im Inneren der TSG 18999 platzt und sie zerreißt. Mal schauen, wie er z.B. mit Spielern umgehen wird, wenn die wirklich mal wegwollen. Bei Salihovic wär’s schon fast so weit gewesen.
Wahrscheinlich ist der arme Frontmann noch ganz verwirrt gewesen.
http://www.fritz.de/musik/popnews/2009/01/lily_allen_ricky_wilson.html
Vielleicht hat er ja auch nur zu viel geweint, weil das Foto nicht für ihn war, und ist darüber heiser geworden.
Ok, der grösste Unterschied zwischen uns beiden ist wohl, dass du die Kaise Chiefs eigentlich garnicht magst ;).
Wie gesagt, ich fand’s gut, aber richtig überragend war es natürlich nicht.
Das ist mir jetzt ein bisschen zu hart formuliert… …aber wahrscheinlich trifft’s den Punkt ;-)
Schlimmer als Harry & Toto find ich die Sendung auf K1.
Die zeigen oft zwei möchtegern-paramilitärischen Oberspacken vom Ordnungsamt aus irgendner ostdeutschen Stadt. Bei sowas bekommt man mindestens
Sodbrennen…
Schon klar, es geht auf jeden Fall schlimmer. Deswegen hatte ich ja Toto & Harry genomen, weil das ja extra auf sympathisch gemacht ist, aber trotzdem noch oft das Obrigkeitsdenken durchscheint.
Das Publikum war absolut lasch. An den Chiefs war nichts auszusetzen, die haben mir leid getan, weil das Publikum so beschissen war.
Wenn man schon vorher “befürchtet”, dass man die Band nicht gut findet, sollte man sich vielleicht das Geld sparen und den anderen ihren Spaß lassen.
Dann haben auch Band und Fans was vom Konzert und müssen sich keine Leute anschauen, die mit verschränkten Armen höchstens mal leicht mit der Zehenspitze wippen… Sorry, aber wenn ich eine Band nicht mag, bleibe ich DAHEIM ;-)
@luba1977: Soll jetzt nicht platt klingen, aber vielleicht bekommt eine Band auch das Publikum, das sie verdient? Ich selbst war schon bereit, mich zu amüsieren und von den Kaiser Chiefs überzeugen zu lassen, das aber haben sie und ich nur sehr punktuell geschafft. (Ja, meine Grundhaltung war skeptisch, aber meine Ohren waren trotzdem offen und neugierig!)
Im übrigen war die Live Music Hall keinesweg lange ausverkauft (ich selbst habe am Montag noch Tickets bekommen), so dass also nicht etwa unvoreingenommene Besucher den Hardcore-Fans die Karten weggeschnappt hätten.
Und das meine ich mit den Zuschauern, die so eine Band verdient: Wenn du die große Kohle machen willst, weil du mal einen Hit hattest, dann das Palladium buchst (!) und irgendwann in die LMH wechselst, da aber immer noch zu viele One-Hit-Wondern-Gucker sind, dann hast du dich offensichtlich einfach überschätzt.
Nächstes Mal sollten die Kaiser Cheifs im Luxor spielen. Da ist die Stimmung immer besser, und in diesem speziellen Fall wohl sowieso, weil sich eben nur die “echten Fans” rechtzeitig Karten besorgen werden.
So, jetzt schauen wir uns noch an, wie viele Tabs jeweils in einer Packung sind. Und um die Verwirrung komplett zu machen noch den Preis pro kg auf den Preisschildern. 8-)
Das mit den Tabs hatte ich auch bemerkt, aber die Kilopreise sind tatsächlich spitze :-)
Was soll eigentlich diese Seite auf http://www.edmsuperblog.co.uk ?????????????????????????????????????
Keine Ahnung! Ich hab das jedenfalls nicht bestellt.
Da schaffst Du es tatsächlich “School of Rock” und “The Bronx” in einem Blogeintrag unterzubringen!
Respekt…muß man erstmal schaffen :-)
He, wo hast du den Zeitschriftenhalter zum hinhängen her? Man könnte meinen IKEA, natürlich, aber da bin ich nicht fündig geworden :)
Nee, nicht von Ikea. Hab ich aus so einem kleinen Laden auf der Apostelnstraße in Köln, die so Einrichtungs-Schnickschnack führen. Ich kann heute Abend mal checken, von welchem Hersteller das Ding ist.
Das Ding ist von Reisenthel. Auf deren Website gibt’s auch eine Händlersuche.
Danke! Muss ich mal gucken gehen, einige Läden in Hamburg sind da gelistet. Gibt reichlich Einrichtungsschnickschnackläden hier, da wird sich sonst auch was ähnliches finden lassen hoff ich mal… :)
link grade versendet, ihr mitgeteilt daß Du bisher immer geschmackssicher warst (bis auf Bayern und Fortuna…:-), damit ihren #1 Film von der Liste gestrichen.
Jetzt muß ich Sie nur noch davon überzeugen daß ich wirklich, wirklich, wirklich Frost/Nixon sehen will und ansonsten den ganzen Abend nur schmolle!
Der Anfang ist getan. Dafür ein vielfaches “Danke”!
Man hilft ja, wo man kann :-)
Klaus Graf Band – In den Strassen von Ehrenfeld (Kölle)
Vielen Dank für den Tipp! Du hast aber nicht zufällig auch noch ne Idee, ob oder wo man die Platte kriegen könnte? Eine Google-Suche bringt so gar kein wertvolles Ergebnis…
Ich hab leider auch so gar nichts gefunden. :-(
Vielleicht mal höflich bei koelncampus anfragen…
Da habe ich auch eine Story miterlebt:
Vollbesetzter Vorlesungssaal, schon einige Jahre her. Ein paar Reihen weiter, von meinem Platz aus nicht genau verortbar, klappert ununterbrochen eine Tastatur.
Ich bin genervt, und als ich mich umgucke, merke ich, daß ich mit diesem Gefühl nicht alleine bin. Kollektives Kopfschütteln, um Erlösung bittende, Augenverdrehungen Richtung Saaldecke. So geht es fast eine Stunde, der ambitionierte Dozent droht samt seinem eigentlich interessanten Vorlesungsstoff unterzugehen.
Da fasst sich einer meiner Banknachbarn, wie ich mich zu erinnern glaube auch, um den im Raum anwesenden Mädchen zu imponieren, ein Herz und ruft laut über die versammelte Studentenschaft hinweg:
“Könnte der Herr Superwichtig mal das ewige Getippe auf seinem Laptop einstellen, das geht hier allen anderen auf den Zeiger. Danke!”
Ein kurzes Aufatmen geht durch den Saal, aber noch bevor sich die Erleichterung weiter Luft verschaffen kann, kommt die sofortige Antwort:
“Das ist kein Laptop, das ist eine Blindenschreibmaschine.”
Wie gerne wären wir alle vor Scham im Boden versunken.
So wie ich das sehe, ist das Versandt die Spalte mit den Einsen, oder? Dann ist das dt schon richtig: “Wir haben einen Artikel versandt.” Ist zwar aus der Mode, aber laut Duden ricthtiger als “versendeten”…
*richtiger
Du hast wahrscheinlich Recht, so wird das gemeint und damit doch halb richtig sein. Zwei Dinge hatten mich irritiert: Die Positionierung von “Summe” unter “Versandt” im Orginale. Und die Tatsache, dass “Versandt” groß geschrieben ist. Richtig wäre klein, ist ja ein Partizip und kein ganzer Satz.
Weder ich noch ein anderer BILDblog-Mitarbeiter hat den Wikipedia-Eintrag verändert. Die Veränderungen sind nicht in unserem Auftrag geschehen, und wir haben nicht von ihnen gewusst.
Ich glaube aber andererseits auch nicht daran, dass man Vertrauen dadurch herstellt, dass man Dinge verschweigt. Menschen verfälschen Wikipedia-Einträge – aus Spaß oder gefährlicheren Motiven. Das ist so, und man muss darüber berichten, damit die Menschen das wissen und entsprechend damit umgehen können.
In der Wikipedia hat die Geschichte wieder einmal die (vermutlich alte) Diskussion ausgelöst, wie man Zirkelschlüsse verhindert, dass man Medienberichte, die auf Wikipedia-Fehlern beruhen, als Scheinbelege für die Richtigkeit von Wikipedia-Einträgen nutzt.
Ja, es wäre schön, wenn man sich eher mehr als weniger auf die Wikipedia verlassen könnte. Das werden wir aber nicht dadurch erreichen, dass wir alle noch vorhandenen Gründe, sich eher weniger auf die Wikipedia zu verlassen, totschweigen.
Wir haben die Wikipedia nicht beschädigt. Im konkreten Sinne nicht, und nach meiner Überzeugung auch im übertragenen nicht.
Tut mir leid, es stimmt offensichtlich nicht, dass du oder ein Bildblog-Mitarbeiter die Falschinformation in die Wikipedia gepflegt haben. Das war mein Fehler; er ist im Text jetzt korrigiert.
Zum Thema Verschweigen: Ich habe nicht gefordert, Fehler zu verschweigen, die irgendwer macht oder die in der Wikipedia existieren. Das liegt mir fern. Was ich kritisiert habe, das war das wissentliche Einpflegen eines Fehlers in die Wikipedia, um dann darüber zu hämen, wenn andere ihn abschreiben.
Wenn professionelle Medien ihren, wie ich auch geschrieben habe, angeberischen und durch wenig gedeckten Anspruch selbst entlarven, besser recherchierte Artikel zu schreiben als “die Blogger”, dann darf man auch darüber schreiben.
Aber wenn vorher jemand den Agent Provocateur gegeben hat, dann entwertet das erst mal die Schlussfolgerung.
Ein bisschen was von dieser Reflektion habe ich auch in deiner Berichterstattung vermisst. Kann aber sein, dass das eben nur ich bin.
es ist eine binsenweisheit, dass wikipedia nur so gut ist, wie seine autoren (und wikipedia zeichnet sich ja eben nicht dadurch aus, dass dort nur eine handverlesene elite beiträge schreibt); dabei ist es für den nutzer zunächst ja völlig unerheblich, ob der autor mutwillig stuss verzapft oder einfach schlecht informiert ist. soviel zu den presseheinis, die dort falsches abschreiben und anschließend die chuzpe besitzen, “hoppla, da kann man sich nicht drauf verlassen?” zu sagen.
andererseits spielt die motivation des “fälschers” insofern eine rolle, als dass sie ein schlaglicht auf ein zentrales problem von wikipedia und unverschlossenen haustüren wirft: “aufm dorf im westerwald” gibt es soziale kontrolle. jeder dort weiß, dass man nicht uneingeladen in häuser anderer leute hineinspaziert und dass es sich nicht gehört, dem nachbarn den laptop zu klauen. sich nicht an die spielregeln zu halten, zieht sanktionen nach sich. im dorf ist die höchststrafe der schlechte ruf; jeder, der in einem ort unterhalb einer kritischen einwohnerzahl groß geworden ist, weiß, was ich meine. wenn so lange niemand gegen den kodex verstoßen hat, dass die verhaltensregel “nicht ungefragt fremde häuser betreten” zur selbstverständlichkeit nicht nur des zusammenlebens, sondern auch des für-sich-seins geworden ist, ist gegenseitiges vertrauen fast zwangsläufig die folge. zumindest bei wikipedia (und vielleicht auch in metropolen?) gibt es schon mal kein solches a priori mutua fide, da der kreis der beteiligten so groß ist, dass es unerheblich ist, wenn man von einem teil der gemeinschaft geächtet wird. bei wikipedia kommt erschwerend für das gute benehmen noch hinzu, dass es dem autor/hausfriedensbrecher vollkommen selbst überlassen bleibt, verantwortung für sein handeln zu übernehmen, da sanktionen überhaupt nicht vorgesehen sind.
was wollte ich jetzt eigentlich nochmal sagen? ach ja: ich fürchte, dass ein wikipedia ohne demagogie, nonsense und schlichte unwahrheiten genauso unmöglich ist, wie die millionenstadt mit den offenen haustüren. immerhin ist das alles noch lange kein grund, nicht in paris oder st. petersburg zu wohnen und jeden tag etwa 3 stunden hiermit http://xkcd.com/214/ zu verbringen.
@vincent
Da kann ich vielem zustimmen. Eines geht aber an meinem Punkt vorbei: Ich will nicht das Verhalten von “professionellen” Medien rechtfertigen. Die haben ihre Messlatte selbst gelegt und reißen sie ständig. Meine Frage ist: Muss ich jetzt noch mutwillig digital randalieren, um diesen Punkt zum drölfzigsten Mal zu machen?
Und was die Unmöglichkeit einer Millionenstadt mit offenen Haustüren angeht: In Toronto, wo Michael Moore sein kleines (nicht repräsentatives) Experiment durchführte, wohnen 2,5 Mio Menschen, in der Greater Tornto Area über 6. Das gilt als Millionenstadt, oder?
Volle Zustimmung zu Deinem Eintrag! Man stelle sich doch nur mal folgendes vor:
Ein Anwohner eines Spielplatzes (o.ä.) ist genervt, weil ab 22.00 Uhr da lauter Junkis rumhängen. Die rauchen, trinken, kiffen etc. Immer wieder protestiert er dass die dort nichts zu suchen hätten, bei der Polizei, bei der Stadt etc. Aber keiner ändert was an der Situation.
Also bricht der Anwohner einfach mal in eine Apotheke ein, klaut Codein-Hustensaft, stellt den um 21.55 auf den Spielplatz, betrachtet um 22.00 Uhr die Junkies, fotografiert sie beim “Rauschgift-Konsum”, schreibt darüber einen Artikel wie empörend das Verhalten der Junkies sei und schickt den an bild.de, die veröffentliche es dann. Und dann? Riesenbohei bei bildblog und niggemeier.de, unfassbar, wie kann man so einem Typen unkritisch ein Forum bieten, überhaupt, der hat doch eingebrochen.
Tja:
Genervt von der Unzuverlässigkeit der Medien klaut ein Depp Hustensaft (bzw. bricht in Wikipedia ein), stellt ihn auf den Spielplatz (bzw. ändert den Artikel zum genau richtigen Zeitpunkt), fotografiert die Junkies (bzw. dokumentiert die falschen Veröffentlichungen), schickt das ganze an bild.de (bzw. bildblog.de). Und dann? Riesenbohei bei bildblog und niggemeier.de, unfassbar, wie kann man so unkritisch berichten kann, diese scheiß-Junkies (bzw. Journalisten).
Die Methode ist gleich, die Attitüde unerträglich.
äh, stimmt, toronto ist ein 1a-beispiel für eine millionenstadt. also nur noch kanadier als wikipedia-autoren zulassen.
@vincent :-D
O danke. Ich stimme zu. Mehr Vertrauen, weniger Bild.
gestern im Premiere-Studio war es Jan Henkel, von dem ich bisher eine hohe journalistische Meinung hatte, der den unsäglichen Quatsch von wegen Solidarität zum besten gab.
Ich bin ja schon wegen dieser unsäglichen Berichterstattung jetzt dafür, dass Gladbach Einspruch einlegt gegen die Wertung des Spiels. Anti-Doping-Regeln sind dazu da, eingehalten zu werden, Verstösse dagegen werden als Doping gewertet, also hat Hoffenheim mit zwei nominell gedopten Spielern gespielt. Dementsprechend wäre ein Punktabzug für Hoffenheim und die Wertung des Spiels als Sieg für Gladbach die richtige Entscheidung, denn dann merken die Verantwortlichen in den Vereinen auch mal, wozu solche Regeln da sind – die Spieler selbst sehe ich da eher als unschuldig an, eher ist es Ralf Rangnick bzw. sein Trainerstab, der hier wohl die Verantwortung trägt.
Jetzt auch im Internetz:
http://www.sueddeutsche.de/sport/517/459162/text/
Danke für den Tipp!
Heesters soll kürzlich auf irgendeiner Veranstaltung stehend gesagt haben: ‘Hat mal jemand einen Stuhl für mich? Man ist ja schließlich keine Hundert mehr.’
Ich hab nun mein erstes Jahr iPhone hinter mir und was man von der Psychologie nicht unterschätzen sollte, sind die Tarife: erst mit einer Flat Rate (sofern man sie sich leisten kann) hat man wirklich die Muße so ein Gerät voll auszunutzen und voll auszunutzen heißt eben viele Sachen mit dem Internet machen (Ortung, Mails, Streams etc…).
Mein Aha-Erlebnis: eines Abends in der Dortmunder Innenstadt stehen und zuerst “Starbucks” und später “Asia Imbiß” in Google-Maps eingegeben und zielsicher in einer mir völlig unbekannten Stadt kulinarische Grundversorgung gesichert. Anschließen im Bahnhof bei bahn.de die Verspätung des Zuges im Auge behalten.
Daher wichtigstes “Feature” dieser neuen Generation an Handys: Flat-Rate für Datenverkehr.
Beim iPhone kann man auch einige Performance-Hänger beobachten, allerdings vorallem bei Fremdprogrammen. Dabei ist zu beobachten, dass von Applikations-Update zu Update zu sehen ist, wie die Abstürze minimiert und die Performance optimiert werden.
Aktueller Fall auf dem iPhone: die Konvertierung von “Dragons Quest”, die im Kern aus einer Art “Bejweled”-Spiel besteht, also jetzt graphisch nicht so wahnsinnig aufwändig sein sollte. Ich habe das Spiel in V1.1 gekauft und das Spiel war deutlich hakelig und ruckelig, die Schrift kaum lesbar. Knapp ein Monat und zwei Updates später läuft das Spiel rund, Schrift ist lesbar. Dieser Qualitätssprung macht deutlich wie groß der Spielraum für Optimierungen auch von Softwareseite ist.
Von der Akku-Seite ist das iPhone ganz beim G1. Richtig runterbrennen kann ich den Akku mit den Hören von Radiostreams über EDGE (erwähnte ich schon die Flatrate?:-) ). Da dürfte sogar nach 3-4h Schicht sein.
Wenn ich das richtig sehe, dann sind die iPhone-Tarife bei T-Mobile preislich extrem vergleichbar: 49 € für eine Datenflat mit 100 Inklusiv-Telefonieminuten in alle deutschen Netze.
Das ist natürlich schon ein Wort, allerdings sehe ich die mobilen Datentarife seit Jahren im freien Fall, und meine T-Mobile-Telefonietarife sind ebenso seit Jahren ungefragt immer billiger geworden. Laufend ruft jemand an und fragt, ob man nicht für 100€ Gutschrift oder für 5€ weniger oder 50 Inklusivminuten mehr pro Monat noch mal 24 Monate dabei bleiben möchte.
Deswegen gehe ich davon aus, dass die Tarife noch merklich sinken werden. Aber auch wenn nicht, muss ich keinen Kredit aufnehmen. Das war mir der Spaß jetzt einfach mal wert.
Bis vorletzte Woche war mein Privathandy übrigens ein sechs Jahre altes Nokia 6100.
Kenn bis jetzt nur ein Angebot mit Vertrag darüber. Hab mir das angesehen. http://www.der-banker.de/Google-Phone-G1-2.html
Was haltet ihr davon?
Wahrscheinlich weren aber die Preise noch fallen. Naja, oder auch nicht
Wäre definitiv günstiger als das doch recht teure Teil von Appel.
Will es mir evtl. zulegen, da mein Vertrag ausläuft und jetzt nicht so recht weiß, was ich machen soll.
Na gut, nen google Account hab ich ja, obwohl mir das mit der Datenspeicherung nicht so recht in den Kragen passt
@MJB Das G1 kostet auch quasi nix, wenn du’s über T-Mobile bestellst: http://www.t-mobile.de/g1/. Was auf der von dir verlinkten Website steht ist nichts anderes als Originalangebot.
Danke
Hallo, guter informativer Blog. Echt lesenswert macht weiter so!
[...] Letztes Jahr gab’s Pixel-Cookies, und dieses Jahr hat die freundliche Kollegin zu ihrem Geburtstag einen Pacman-Kuchen gebacken! Und alles, was die undankbaren Kollegen inklusive meiner Wenigkeit als erstes fragen, ist: “Und wo sind die Geister?” [...]
[...] Noch mal Staunen: Ich kann mir eine neue, gestern gelaufene Folge einer Fernsehshow aus Amerika heute auf meinen Computer laden, spiele sie zusätzlich zu Stunden von Musik auf die fingernagelgroße Speicherkarte meines tragbaren Telefons, schließe dieses Telefon zu Hause mit einem Kabel an meine Spielkonsole an und gucke die Folge auf meiner Glotze. [...]
Und? Hat er?
Bin mir nicht sicher, ob ich das heute morgen geträumt habe oder nicht. Jedenfalls war ich vor dem Wecker wach und vermute, dass wieder gebibbert wurde. Ich werde aber noch verlässlichere Ereignisse posten, sobald sie geschehen.
Ja, bitte. Ich mag die Geschichte jetzt schon so gern :-)
Leider kein Erfolg. Heute morgen, noch vor 7 Uhr, ich hatte wegen eines aufziehenden Schnupfens ohnehin schlecht geschlafen, wurde nebenan wieder lautstark gebibbert. Ich bin verzweifelt.
vielleicht eine art quittierung Deiner antwort? oder ein code? ist Dir irgend etwas aufgefallen? vielleicht, wenn Du das schnaufen aufnimmst und in zehnfacher geschwindigkeit abspielst?
Gute Idee. Vielleicht werden auch immer nur Primzahlen gebibbert, und die Tonhöhe könnte bei 2305 Hz liegen. Das ist ja das Problem mit den Außerirdischen: Wenn man das wesentliche an ihrem Code nicht erkennt, kann es schnell zu groben kulturellen Missverständnissen kommen.
Komm schon, das ist doch noch garnichts. Schlimmer kommt immer, weißt du doch.
MFG Marc
Prima Ansatz, jetzt ausbauen zur Geräuschbeseitigung!
Dein eigenes Bibber-Schnauben aufnehmen.
Warte bis 6.35 Uhr des folgenden Morgens.
Volume-Rad der Stereoanlage eine halbe Runde aufdrehen.
Geräusch abspielen.
Habe gerade versucht, meine zweite Chance zu nutzen. Da ich krank zuhause im Bett liege, musste ich mitbekommen, wie gegen 11:30 Uhr wieder mal gebibbert wurde. (Hat man nebenan Urlaub?) Habe sofort wieder zurückgebibbert (gefolgt von einem Hustenanfall) und dieses Mal auch lautstark geschimpft. Rund eine halbe Minute später bibberte ich noch mal zurück, in der Hoffnung, die Botschaft deutlicher zu machen.
[...] Ich will ja nicht sagen: Hab ich doch gesagt. Andererseits hab ich halt: “Nur kein Bonus ist ein guter Bonus”. [...]
das Problem bei der ganzen Sache ist, denke ich, die Bewertbarkeit der Arbeit. So eine Scheibe ist am Ende eingebaut, der Burger ist gebraten. Mehr Scheiben, mehr Autos, mehr Burger mehr zufriedenen Kunden. Ob die Umsatzsteigerung durch einen einzelnen Sales-Mitarbeiter der einfach jedem Kunden alles verkauft was ihm gerade auf den Tisch kommt wirklich nachhaltig dem Unternehmen nutzt, ist doch deutlich schwerer zu beurteilen.
Eine einfache Zahl ist eben kein sonderlich gutes Kriterium um den Erfolg und den Wert eines Unternehmens zu messen. Das ist ja eh ein Problem in der ganzen Aktiengeschichte. Und auch Ziele die weit detailierter Gefasst sind, führen oft dazu, das Leute in Aktionismus verfallen (ein Beispiel wäre es, zur Erhöhung der Klickzahlen auf einer Website zwischen “Teaser” und “Artikel” noch eine “hier geht’s zum Artikel”-Seite einzubauen…nervt auf dauer sicherlich die Leser und es glaubt ja niemand ernsthaft, dass ich auf dieser “Zwischenseite” dann auf einmal versträkt auf die Werbung achte)…
Ein gebratener Burger ist ein gebratener Burger…only they call it “Le BigMac”.
@steam0r Genau das sag ich ja. Im übrigen ist eine einzelne Zahl selbst für einfache Tätigkeiten ein schlechtes Bewertungsmerkmal, das habe ich im Text oben einfach mal übergangen. Es gibt nämlich das klassische Problem der “Dysfunktionalität”, das ich hier schon mal erläutert hatte: Management by Objectives: Ziele erreicht, Unternehmen pleite. Da werden die Ziele nur formal und um ihrer selbst Willen erreicht, dienen dann aber letztlich doch nicht dem Unternehmen.
Es hat nämlich schon einen Grund, dass die Autos der asiatischen Hersteller qualitativ in der Regel sehr hochwertig sind. Die sehen den Arbeiter (wenigstens mit Hinblick auf den Produktionsprozess) als Menschen, nicht als Zahnrädchen und geben ihm Handlungsfreiheit statt Akkordvorgaben: http://de.wikipedia.org/wiki/Kaizen.
100% Zustimmung.
Ein Hoch auf die Nachhaltigkeit
habe gestern witziger weise eine gleiche mail erhalten. bei mir ist es aber U2 und die systemrelevante summe von 1,- EUR (in Worten “Ein Euro”).
habe es zuerst auch nicht verstanden, glaube aber das es so gemeint ist:
wenn man einen artikel vorbestellt, schließt man gleichzeitig eine versicherung ab, dass man den artikel zum günstigsten preis bei veröffentlichung erhält. zahlt man also per vorbestellung 10,- EUR, der artikel kostet aber bei einem wettbewerber bei veröffentlichung 9,- EUR, bekommt man den einen EUR auch im nachgang von amazon bei bekanntwerden gutgeschrieben.
das hätte für mich den sinn, dass amazon keine vorbestellungen verliert, weil die nutzer erst einmal schauen wollen, wo es was am tag x kostet.
oder so ähnlich…
Ich bin mir nicht sicher. Hab jetzt noch mal bei amazon.de gesucht, und unter Vorbesteller-Preisgarantie (den selbstverwendeten Begriff “Pre-order price protection” gibt’s bei amazon.de gar nicht) dieses gefunden:
Scheint also doch nix mit Konkurrenzanbietern zu tun zu haben. Sondern ich habe eine CD bekommen, die am Tag vor dem Erscheinungsdatum versendet wurde, damit sie am Erscheinungstag bei mir ist. Und an diesem Erscheinungstag selbst wurde der Preis um 4 Cent gesenkt, die ich jetzt erstattet bekomme. Nur so kann ich mir das im Moment erklären.
(Übrigens fängt das Wort “Erscheinungstag” an, seine Bedeutung zu wechseln und am Ende zu verlieren, wenn man es nur oft genug schreibt… ;-))
[...] Kommentare surfguard on Geschenktes Gäulchenrene on Geschenktes Gäulchenlaflue on Nur kein Bonus ist ein guter Bonussurfguard on Bubbleboyleser [...]
[...] Surfguard war übrigens wiedermal ziemlich flott mit seinem Spielbericht. [...]
Hallo,
vielen Dank für den guten Bericht.Wenn man nicht im Stadion sein kann,bekommt man einen guten Einblick.
Gruß Rotbart
Ich hab den Film schon vor einigen Wochen gesehen (Bayern-Österreich-Bonus) und muss mich den Worten oben anschließen. Unbedingt anschauen, böser schwarzer Humor und das aber vom feinsten!
Gerne! Und danke für das Lob!
@ surfguard:
Was ist denn das für ein komischer Bericht???
Erst schreibst du, du bist bereit dich zu amüsieren. In einem anderen Satz schreibst du “alle meine Befürchtungen wurden sofort bestätigt”. …
Wenn man sich nicht sicher ist, ob die Musik gefällt, kauft man auch nicht für 30,-€ ein Ticket (erst Recht nicht, wenn man eine “Befürchtung” hat, dass es nicht gut wird).
Ich persönlich finde es toll, dass der Sänger Ricky Wilson das Konzert trotz Krankheit durchgezogen hat: Immerhin haben sich die Fans auf den Abend gefreut!
In den hängenden Gärten lief also Funk, Jazz und HipHop. Das hat mit der Musik der KC nicht wirklich viel zu tun.
Mir hätte es da bestimmt nicht gefallen. Genau wie dir auf dem Konzert. Nur wäre ich da niemals hingegangen. Dann müsste ich mich auch nicht aufregen und die hinterher Band schlecht machen.
@aimee81 Befürchtungen zu haben, aber trotzdem guten WIllens zu sein, das ist doch kein Widerspruch? Und ich wollte dir nicht Funk empfehlen, sondern den bloß als Beispiel von Musik hinstellen, die einfach immer funktiomiert.
Im übrigen haben sich bei diesem Konzert auch einige KC-Fans beklagt, dass sie mit der Show und dem Mitgehen des Publikums nicht zufrieden waren.
Aber wenn du es gut fandest, dann hab ich doch nichts dagegen.
@ surfguard
Na ja, bei mir funktioniert das Beispiel aber nicht. ;)
Geschmäcker sind verschieden.
Also wenn ich mir nicht sicher bin, ob mir das überhaupt gefallen könnte, lass ich es spätestens dann, wenn ich 30,- € ausgeben muss.
Dann muss ich mich auch hinterher nicht ärgern und alles schlechtmachen.
Jedenfalls werden wir beide uns wohl auf keinem Musikevent sehen. ;)
Dir trotzdem noch eine schöne Nacht.
[...] Das LG Karlsruhe schießt den Vogel ab. Wie auch auf Telepolis zu lesen ist, meint das LG Karlsruhe, jeder Link im Internet kann zu einer Strafverfolgung führen. [...]
es dürfte übrigens nicht ohne weiteres auszuschließen sein, dass es einen pfad von der homepage des LG Karlsruhe zu besagtem blog gibt. damit hätte sich das LG dann ins knie geschossen.
[...] auch beim Demagogen. Und beim Mitternachtshacking. Und an hunderten weiterer [...]
[...] des Tages: »Wenn Egoshooter verboten werden, und dann der nächste Amoklauf kommt: Was ist dann dran? Horror…« – ich vermute übrigens, dass das pöse, pöse Internet als nächstes [...]
[...] und die nicht vorhandene Interoperabilität ihrer Protokolle führen schon jetzt zu einer “Balkanisierung des Internet“, das doch gerade erst in der Internet-E-Mail und dem WWW zu konvergieren begann. Wenn etwas [...]
Sehr guter Bericht. Nach dem Spiel bin ich zu Hoffmann gegangen und habe ihm gesagt, dass er ja jetzt endlich auch mal ein gutes Spiel gemacht hat :-)
Bei Kevin Kruth denke ich, dass er einfach ein Joker ist. Der lädt sich in den 70 Minuten auf der Bank richtig schön auf und kann dann immer mal wieder – siehe Wattenscheid – gute Impulse bringen und auch das eine oder andere Tor schießen. Dass Stasi eigentlich besser zu dem Spiel der Mansnchaft passt, finde ich auch. Er ist halt aufgrund der letzten Leistungen zur Zeit nur schwer vertretbar.
wä!
Fast & furious im Wilden Osten? Das Mecklenburgisch-Brandenburgische Grenzland lädt doch eigentlich eher zur Gemächlichkeit ein. Unendliche Weiten …
Hätte man “Dem Führer wird Folgendes zur Last gelegt” noch ein “Fahrzeug-” spendiert, wäre es übrigens eine weniger unglückliche Formulierung.
Wie kommt es eigentlich daß z.Z. so ziemlich alle neunen Serien mit weiblichen Hauptrollen besetzt werden? Ist das ein Trend?
Mir gefällt “Fringe” übrigens deutlich besser als “Dollhouse”. Die ersten Folgen von Dollhouse fand ich doch sehr “klinisch” und streckenweise unspannend.
Unbedingt reingucken solltest Du in “The Unusuals”! Sehr starker Serienstart auf ABC(!) über ein Dezernat des NYPD. Lustig, spannend, foul language und mit durchgehender Geschichte. Hat mich sofort überzeugt!
btw: Staffel vier von “Dexter” soll nicht vor Oktober d.J. starten…
Ja eben! Ich fand, dass ich an der Stelle schon durchaus angemessen gemächlich unterwegs war. Da war an einem Samstag um 12 Uhr keine Sau unterwegs, anscheinend isst man in Mecklenburg früh zu Mittag. Freie. gerade Piste, da war ich mit meinen nicht mal 80 mph doch nicht übertrieben schnell unterwegs.
Danke für den Tipp mit den Unusuals! Fringe hatte ich mir schon vor dem Deutschlandstart mal angesehen, hat mich aber irgendwie nicht gepackt. War mir alles ein bisschen zu übertrieben pseudowissenschaftlich.
Und dass du die ersten Dollhouse-Folgen nicht so (Achtung, Wortwitz) doll fandest, kann ich verstehen. Die Serie zieht aber mit Folge 4 stark an, wo Echo in einem Einsatz versehentlich “deprogrammiert” wird. Ab da beginnt das Spiel mit den verschiedenen Ebenen, beginnen die Brüche im perfekten Dollhouse-System sichtbar zu werden.
Es sei dir als Rheinländer verziehen, aber als Berliner sage ich dir, dass JEDES KIND weiß, dass genau diese Strecke von den örtlichen Bußgeldstellen gerne dazu mißbraucht, die untalentierten Fotografen dort zu postieren. Scheint irgendwie mit der brutalen Einöder der Gegend zusammenzuhängen, dass dort die Unfallraten besonders hoch waren, in der Vergangenheit. Daher auch die “dramatische” 130 km/h-Strecke zwischen AD Havelland und AD Wittstock/dosse, die du ja offensichtlich gerade hinter dir zu haben glaubtest ;-))
Aber sein beruhigt, ich bin vor einigen Jahren auch mal beim Austesten der Blitzertoleranz auf dem Elzer Berg (A3) erwischt worden, das geht eigentlich auch garnicht, oder?
Viele Grüße Halblinks
Wenn Wittstock/Dosse der Elzer Berg von MeckPomm ist, dann hab ich’s wohl nicht besser verdient. Allerdings muss man schon sagen, dass die mehrfach fahrbahnüberspannenden Begrenzungsschilder am Elzer Berg etwas bedrohlicher sind als die normalen 100-Schilder, die ja überall stehen.
Ich will mich ansonsten aber auch gar nicht groß beschweren. Ich war ein bisschen zu schnell, und das kostet halt. Zahlen und frölhlich sein, wie wir Zocker sagen.
Ist bei McD auch nicht anders. Die können mich damit auch in den Wahnsinn treiben…
[...] es sogar möglich gewesen, dem BSC die erste Heimniederlage der Saison beizubringen. Aber über zwei Saisonspiele gegen den BSC hinweg muss man zugestehen, dass deren Mannschaft einfach noch deutlich abgezockter ist als die der [...]
Wäre auch noch nett wenn der Händler seine Artikeltext auf deutsch verfassen würde…bei “umbedingt” kommt’s mir aber echt hoch :)
“seinen”, “Deutsch”…war ja klar…
Die meisten Leute rufen übrigens die Feuerwehr (die ja in Köln, wie in der gesamten ehemaligen englischen Besatzungszone, für den Rettungsdienst verantwortlich ist).
Dort werden dann unter dem Stichwort Hilo (Hilflose Person) zwei im besten Fall schlafende Personen rausgeschickt, die sacken den ein und fahren ihn
in eine der Krankenhaus-Simulationen, das Marien”hospital” oder ins Klösterchen (Augustinerinnen). Dort wird er in einem für solche Personen vorbereiteten Raum
abgeladen, mit ein bisschen Glück schaffen es die Sanitäter in diesen Raum ohne sich wegen des unglaublichen Gestanks zu übergeben.
Wenn ich die Wahl hätte, würde man mich auf der Straße liegen lassen.
Damit, dass man eher die 112 rufen sollte, hast du natürlich völlig recht. War noch ein Randaspekt, den ich im Artikel nicht erwähnt habe, weil ich das in dem Moment auch gedacht hatte. Dennoch würde ich erwarten, dass die Polizei so einen Anruf dann evtl. weiterleitet oder darauf hinweist, dass man eher die 112 anrufen sollte.
Und dass die Wahl zwischen Straße und Ausnüchterungsraum in einer milden Nacht zugunsten der Straße ausfällt, hab ich auch in der Nacht schon so gesehen. Ein bisschen ist das aber die Wahl zwischen Pest und Cholera.
Natürlich sind die Verschwörungstheorien diesmal ins Leere gelaufen – weil dieses Jahr der Einfluß der Zuschauervoten durch die Einführung der Jurys halbiert wurde. Die nächsten Jahre werden wir sehen, ob der “ausgeglichenste Song Contest” nur zufällig mit dem neuen Voting-Modus kam.
(Hier die nächste Verschwörungstheorie: wieviel Geld wäre die BBC noch willens gewesen, in die Veranstaltung reinzupumpen, wenn ihre “letzte Patrone”, mehrteilige Casting-Show mit Andrew Lloyd-Weber und patriotischen Untertönen (your country needs you!), gefloppt wäre?)
Mit den Jurys hast du natürlich recht, das war mir tatsächlich durchgegangen. Mein Urteil, dass es der ausgeglichenste ESC seit langem war stützte sich allerdings weniger auf die Punkte, sondern auf meine Einschätzung der Titel.
Dennoch glaube ich nicht dran, dass das einen enormen Einfluss hatte, denn um deiner Verschwörungstheorie etwas entgegenzusetzen: Der mit Abstand größte Beitragszahler ist Deutschland. Also müsste man sich in Deutschland eigentlich noch gedemütigter fühlen als ohnehin, wenn auch die Jurys den deutschen Song so schwach einschätzten, und nicht mal die wirtschaftliche Macht hilft.
Übrigens waren der kroatische und der finnische Beitrag diejenigen, die im Halbfinale von den Jurys ins Finale gehievt wurden. Die Jurys hatten da sozusagen eine Wildcard und gaben den im Halbfinale 13.-platzierten Kroaten und den 12.-platzierten Finnen einen Direktflug ins Finale. Besonders beim finnischen Beitrag scheint das absurd und genauso erratisch wie alles andere.
Ein schöner Bericht !
Bemerkenswert fand ich noch, dass die Fortuna-Offiziellen einschließlich Stadionsprecher den Essener Führungstreffer nicht mitbekommen haben und bis eine Stunde nach Spielende davon ausgingen, die Unseren hätten 1:0 gewonnen.
Du meinst, die haben das wirklich geglaubt, das Tor nicht nur ignoriert?
mit der definition der armut ist das so eine sache: die verbreiteten nachschlagewerke kapitulieren davor, denn “für armut gibt es keine allgemein gültige definition, da letztlich jeder ansatz mit politischnormativen werturteilen verbunden ist”. ich behaupte aber, dass es (vorwiegend unter leuten, die sich noch nie an einer definition von “armut” versucht haben) so etwas wie einen emotionalen konsens gibt, wer als arm zu gelten hat. als arm würde man diesem konsens zufolge gelten, wenn die armut gleichsam optisch offensichtlich ist: abgerissene alte kleidung, schlechte zähne, spuren, die das leben auf der straße hinterlässt, etc.. meine eigene — naive, unreflektierte, emotionale — vorstellung von armut rührt wohl zu einem großen teil vom kindheitlichen konsum der grimms-, bechstein- und andersen-märchen her.
ich habe den verdacht, dass die diskrepanz dieser kollektiven(?) vorstellung von armut und dem/den in wissenschaft und medien verwendeten armutsbegriff(en) eine menge semantischer diskussionen auslöst; wenn die begriffe erst einmal geklärt sind, sind meiner erfahrung nach alle schnell auf der gleichen seite. vielleicht ist also der begriff “armut” sogar schlecht, weil kontraintuitiv, gewählt? vielleicht sind einkommensindikatoren auch gleich ganz ungeeignet, armut (oberhalb des existenzminimums) abzugrenzen? ich habe selber als student eine zeit lang ein ganzes stück unterhalb der armutsgrenze, immer so am existenzminimum (ca. 600,- monatlich, im ruhrgebiet geht das) gelebt und mich dabei nie im geringsten arm gefühlt; es sind eben — oberhalb von maslow stufe 1 und 2 — faktoren wie zugang zu kultur, die perspektive oder möglichkeit, den sozialen status demnächst zu verbessern und nicht zuletzt bildung und herkunft bzw. deren fehlen, diejenigen, die armut definieren. die hier bei niggemeyer und blome vorgestellten, im volkswirtschaftlichen kontext üblichen armutsgrenzen sind also nicht nur im hinblick auf den genauen grenzverlauf ziemlich willkürlich, da empirisch schlecht belegt ist, dass sich jemand, der weniger als 60 Prozent (oder 40, 50, 75 Prozent) des medianeinkommens verdient, auch tatsächlich arm fühlt, sondern auch im hinblick auf den herangezogenen (einzigen!!) indikator: das einkommen.
dieses ganze armuts-definitionsproblem ist überhaupt keine kleinigkeit, wenn man sich mal vor augen führt, wie eine unbrauchbare defintion der lösung eines ganzen haufens gesellschaftlicher probleme im wege steht, einfach indem sie suggeriert, dass mit höheren gehältern, mehr sozialhilfe, kurz: mehr geld, abhilfe geschaffen werden könnte. puh, da verblasst der milde ennui über die alten statistik-grundkurs-tricks und die danebene defintion im schatten echter magengeschwüre, wenn man daran denkt, wie dem “kleinen mann” der schneid von allen mitspielern buchstäblich abgekauft wird…
Hervorragagend intelligente Inszenierung, die Themen, wie Vereinsamung durch selbstempfundende Ausweglosigkeit und Gefangensein in Vergangenheit und Gegenwart trotz oder gerade wegen 70er Jahre Requisite ( Retrostil…) in erschütternder (und immergültiger) Aktualität erscheinen lässt. Kein Stück für depressive Gemüter.
Dank an alle Mitwirkenden!
Anna aus Bonn
[...] Klostergarten, den Stadtgarten, das Café Schlechtriemen, die Kulisse, das Bürgerhaus Kalk. Die Halle Kalk. Zum Einkaufen die Köln-Arcaden, der Wassertum der ehemaligen CFK als übrig gebliebenes [...]
[...] genau wegen solcher Erlebnisse heißt das hier immer noch “the boy in the bubble”: Von einem anderen [...]
Da geh ich am Montag also mal wieder zur Fortuna, fühle mich (wie immer) gleich zu Hause, schwatze mit dem Ex-Teammanager und den Jungs der Schäng Gäng ein wenig, wir sind uns einig daß es jetzt auch wieder mit dem FC nach vorne geht und dann kommt man abends nach Hause und versteht die Welt nicht mehr…
Ich glaube fast daß ich im neuen Jahr wieder mal sehr regelmäßiger Gast im Südstadion bin, denn allein die Ultrax-Aktion zeigt anschaulich daß es wirklich eine völlig andere Welt ist als das beschissene (Voll)Profi-Geschäft!
Insgesamt ein richtig schöner Tag der zeigt daß das “richtige Leben im Falschen” also tatsächlich funktionieren kann. Nur finde ich immer noch 10 Euro Eintritt, zwei fuffzisch für Getränke und Wurst für die Spielklasse zu teuer. Dennoch hatte ich so viel Spaß wie lange nicht mehr auf einem Fußballplatz!
Drei Fragen hätt ich dann aber doch noch:
1. Ist der Ulonska wirklich so bekloppt oder ist er ein Showmaker?
2. Warum hatte der Dresdener (gelbes Trikot, durfte auch mal ans Megaphon) weiße Clownhandschuhe an?
3. Fährt Jonas Wendt SLK oder CLK?
ps: ich glaub ich werde “lost in nippes” wieder mal mit Leben füllen, die ganz schlimme Zeit ist vorbei…
> 1. Ist der Ulonska wirklich so bekloppt oder ist er ein Showmaker?
Beides. Wenn man merkt, dass er nicht mal das korrekte Endergebnis weiß, dann wundert einen sowas nicht mehr:
Schon nach dem letzten Spiel, dem 1-1 zuhause gegen RWE II, dachten wohl einige Offizielle, dass wir das Spiel gewonnen hätten, weil sie den Führungstreffer der Essener nicht mitbekommen hatten.
> 2. Warum hatte der Dresdener (gelbes Trikot, durfte auch mal ans Megaphon) weiße Clownhandschuhe an?
Keine Ahnung.
> 3. Fährt Jonas Wendt SLK oder CLK?
Ich schätze, das ist jedenfalls seiner Doppel-D-Freundin egal. (Unfassbare Szene: Die Dame saß links auf der Tribüne, alle guckten sowieso, was da für ein obertussiges Gerät durch die Gegend stolziert und wann sie wegen der ungünstigen Gewichtsverteilung vorne überkippt, und dann kommt in der Halbzeit kein anderer als ausgerechnet der blondierte Herr Wendt an die Bande und begrüßt sie.)
Die Fotos von Obama sind wirklich toll. Ich hab überlegt, wie lange es wohl dauert bis sich ein deutscher Kanzler mit einem imaginären Golfschläger fotografieren lassen wird. Ich hab mir Angela Merkel mit einem imaginären Golfschläger vorgestellt.
Dann weinte ich ein bisschen.
xD
[...] Nutzer zufriedenzustellen ist auch wirklich nicht leicht – insbesondere wenn man sich nicht Gesicht-zu-Gesicht in einem Ladenlokal gegenüber [...]
Die Größe der Blase…
Die Größe der Blase
Ein sehr schöner, plausibler Artikel der beschreibt, wieviele Leute eigentlich hinter dem Hype über die Piratenpartei stehen könnten, und was die daraus folgenden Probleme sein könnten.
……
7,2% in Schweden. 2 Abgeordnete in Brüssel.
Deutschland hinkt halt hinterher (ob es wohl was mit PISA und/oder der unglaublichen Verdummung der Jugend zu tun hat?). Wie beim bloggen, wie beim twittern, wie halt überall in der neuen Informationsgesellschaft.
Hier ist das Netz noch Chat und eMail und downloads und Spiele.
Das braucht halt. Dennoch bin ich optimistisch daß es zu Zuwächsen kommt.
Womit ich Dir unumwunden Recht gebe ist die “gefährliche” Namenswahl. Jedoch sehe ich im europäischen Kontext wenig Möglichkeiten diesen zu korrigieren.
“Aber jedenfalls wissen wir jetzt ziemlich genau, wie viele wir sind. Wir sind…”…
Aber jedenfalls wissen wir jetzt ziemlich genau, wie viele wir sind. Wir sind eine halbe Million Menschen. Und das sind noch zu wenige, um von der “großen” Politik ernstgenommen zu werden….
0,9% der WÄHLER haben die Piraten gewählt. Nicht 0,9% der Bundesbürger. Würde man annehmen das die Wahlbeteiligung innerhalb der Blase genauso niedrig war, dann befinden sich innerhalb der Blase rund 1 Millionen Menschen (je nachdem wie man die Wahlbeteiligung herauf oder herunter diskutiert).
Man hätte also noch zusätzlich fragen müssen wie viele überhaupt an der Wahl teilgenommen haben. Wäre die Wahlbeteiligung bei dieser umfrage hoch, wären es eher 500.000 Blasenbewohner. Wäre sie niedriger, so um die 50%, so würde sich die Anzahl der Blasenbewohner schnell nach oben hin korrigieren.
Oder habe ich jetzt den falschen Gedankengang?
[...] Gro
Naja, die Zahlenspielereien sind nett, aber wohl nicht so ganz zutreffend. Ausgehend von einer Twitterumfrage irgendwelche Hochrechnungen anstellen, ist einfach keine solide Datenbasis.
Die Blase dürfte deutlich kleiner sein. Wenn wirklich 230000 Leute aus voller Überzeugung gewählt haben und nicht nur aus Jux den Namen in der Wahlkabine lustig fanden, dann stellt sich die Frage, wieso die Petition gegen Internetsperren, die ja eigentlich jeder aktive Wähler unterzeichnen müsste, momentan bei 114000 Unterstützern liegt. Die netzaffine Zielgruppe der Piratenpartei hat von ihr ja erfahren müssen. Und selbst die Unterzeichner dieser Petition dürften aufgrund der riesigen Medienberichterstattung die Hardcore-Netzpolitikszene übertreffen.
@axel
Ja, das mit Schweden ist ein Punkt. Aber es ist das einzige Land in Europa, in dem die Piraten nennenswert punkten konnten, und das hing in Schweden wohl tatsächlich mit dem Pirate-Bay-Prozess zusammen, der ja dort stattfand.
@Ralf
Das ganze ist ja nur eine klitzekleine Zahlenspielerei. Aber ich bin einfach mal davon ausgegangen, dass die Piratenpartei eine recht hohe Mobilisierung ihrer Wähler erreicht hat. Der Einfachheit halber habe ich die mit 100% angenommen und dann auf das so errechnete Ergebnis noch was drauf geschlagen, um auf eine Größenordnung zu kommen.
@geheim
“Ausgehend von einer Twitterumfrage irgendwelche Hochrechnungen anstellen, ist einfach keine solide Datenbasis.”
Ach was? Mal ehrlich: Das war mir schon auch klar. Es ging ja auch nur, s.o., darum, eine Größenordnung errechnen zu können, wie viele politisch aktive Blogger/Twitterer/Netizens es denn in Deutschland gibt. Wenn jemand behauptet, es seien doppelt so viele, würde ich nicht widersprechen. Und wenn du sagt, es seien halb so viele, auch nicht. Aber eins vernachlässigst du schon: Die Internetsperren-Petition verlangt einen registrierungsprozess und die Angabe des eigenen Namens. Da ist so ein geheimes Kreuzchen am Wahltag doch deutlich schneller gemacht.
[...] Boy in the Bubble hat ein paar lesenswerte Gedanken angestellt zur Frage, wie groß die "Netz-Freiheits"-Bewegung eigentlich ist. Er hat [...]
Ehrlich gesagt, finde ich 500.000 nicht wenig. Anscheinend sind mindestens 100.000 sehr kommunikativ, und man findet fast alle wichtigen Multiplikatoren aus dem deutschsprachigen Netz darunter, deren Meinungshoheit teilweise bin die klassischen Medien reicht. Es geht nicht nur um die schiere Masse, sondern auch darum, in welche Richtung man kommuniziert. Die nächste Frage ist dann halt, wie man mehr Leute erreichen kann. Um die Piraten über die 5% zu hieven bräuchte es zum Beispiel rund 3 Millionen Wähler.
Schöner Artikel! Und von der Twtpoll-Sache mal abgesehen: Die Größenordnung von 10^5 dürfte durchaus hinkommen – und das sind eben ganz und gar nicht wenige; die Blase ist also per Definition schon eine Großstadt. Voll von aktiven Bürgen, wohlgemerkt!
Klar, Politik im Sinne von parlamentarisch durch eine eigene Partei vertreten sein ist da noch nicht möglich. Aber die politische Wirkung, die bereits vorhanden ist (durch die schon erwähnten Schnittstellen zu klassischen Medien und etablierten Parteien wie Grüne und vielleicht auch FDP), die würde ich mal nicht unterschätzen.
Die Rechnungen finde ich gar nicht mal so schlecht. Ich denke die Entwicklung ist aber eher längerfristig zu sehen und hängt auch davon ab in wie weit sich da auch die verschiedensten Leute engagieren. Ich glaube kaum, dass die Piraten bei der kommenden Bundestagswahl eine Rolle spielen werden, aber wenn man versucht die “Public Awareness” was das Thema Datenschutz, Netzneutralität etc angeht weiter hoch zu halten könnte die Partei schon eine alternative zu den “etablierten” Parteien werden.
500.000 als “harter Kern” halte ich für realistisch. Dabei meine ich diejenigen, die das Internet als Teil ihres sozialen Lebens verstehen und es aktiv gestalten wollen. Nicht die, die den ganzen Tag in WoW rumhängen oder mit StudiVZ/Facebook/WkW nur ihre Kontakte pflegen. Wenn man in den verdächtigen Ecken und Szenen unterwegs ist, bekommt man den Eindruck. dass es mehr sein sollten – davon darf man sich nicht täuschen lassen. Ein Beispiel: T-Mobile hat “nur” 200.000-300.000 iPhones unter die Leute gebracht.
[...] Die Größe der Blase the boy in the bubble (via Anke Gröner) “So lässt sich jetzt also die Größe unserer Blase mal ganz grob vermessen: 56% der Twitterer, die an der Twtpoll-Umfrage teilnahmen, stimmten für die Piraten. Die Piraten bekamen rund 230.000 Stimmen. Also leben wir wahrscheinlich mit gut 400.000 Menschen in unserer politisch aktiven Blase aus Bloggern und Twitterern, sagen wir mit einer halben Million. Das passt auch gut zu den erst 50.000, dann 100.000 Unterzeichnern der Anti-Netzsperren-Petition, die 10 bzw. 20% der Blasenbewohner entsprächen. Klingt plausibel.” aus Delicious/steinhobelgruen Linkdump [...]
..schön das meine roten fingelnägel aufgefallen sind… rot hat einfach ne gute therapeutische wirkung, tonus anregend, bei nem spiel nie verkehrt..
an regenerationstagen gibts dann halt eher pastelltöne.
ps: nix gegen wendt u freundin, ihr kennt die nicht also bleibt doch lieber bei eueren problemen, leuten, verein (das wort zum sonntag!)
Ich bin nicht mit dem harten Urteil über den Namen der Partei einverstanden.
Immer hört man das gleiche Lamento: “Das ist nicht ernstzunehmen. Das kann man doch nicht wählen.” Womit impliziert wird, dass ein “seriöser” Name eher ernstzunehmen wäre. Damit begibt man sich aber in das gleiche Gebiet, das man als Sympathisant eigentlich kritisiert: Die Verpackung ist alles, die Inhalte sind zweitrangig. Oder wahlweise: Für “die breite Masse” sei das jedenfalls so, und auf die müssten wir uns einstellen.
Mich würde es abschrecken, wenn sich die Partei demnächst mit einem sperrigen und wenig einprägsamen Namen präsentieren würde. Eine “Partei für Informationsfreiheit, Transparenz und Bürgerrechte” ist eben nicht die Speerspitze einer neuen politischen Bewegung. Im Gegenteil, das wäre ein Tribut an eine unzeitgemäße Idee, was Politik hierzulande auszeichnet oder auszeichnen sollte. Es wäre ein Signal dafür, dass es auch bei dieser Partei nur darum geht, möglichst vielen Abgeordneten die Schäfchen ins Trockene zu bringen. Es würde sagen: “Seht her. Wir halten uns an alle Regeln! Wir werden vielleicht das ein oder andere Mal das Zünglein an der Waage sein, aber mal ehrlich, verändern können wir nicht viel…”.
Bei den PIRATEN geht es (noch zumindest) um die Inhalte. So lange die Parlamente für Bürgerrechte und gegen Überwachung stimmen, ist es ihnen egal, ob sie selbst Abgeordnete sind. Das ist doch die Stärke: es geht eben nicht darum, möglichst viele Posten zu besetzen. Es geht darum, bestimmte Themen in die Politik einzubringen, die von den etablierten Parteien gegenwärtig vernachlässigt werden. Es geht darum, dass ein frischer Wind weht und dass eine neue politische Kultur entsteht, in der der Bürger und ihre Freiheit an erster stelle Stehen. Ich persönlich würde mir wünschen, dass diese Partei eines Tages überflüssig wird. Die PIRATEN sollen meiner Meinung nach nicht mit dem Ziel antreten, eines Tages eine weitere “etablierte Partei” zu werden.
PIRATEN auf dem Wahlzettel sind übrigens eine Alternative für diejenigen Ungültigwähler, die der Ansicht sind, dass die “Etablierten” nicht ihre Interessen vertreten. Nicht als Protest (wie bei den rechtsextremen Parteien), nein, als Fingerzeig in welche Richtung es gehen sollte. Als Zeichen dafür, was es eigentlich genau ist, das die Unzufriedenheit mit der aktuellen Politik hervorruft.
Wer sich größere Seriosität im Namen wünscht, sollte sich klarmachen, warum er das tut: Ist es der Wunsch, eine weitere etablierte Partei zu kreieren und die Vorstellung, dass dies mit einem unseriösen Namen nicht gelingen kann? Ist es die Furcht davor, dass sich hier eine Bewegung formiert, die sich eben nicht an die konservativen Regeln der Politik und des sie umgebenden Medienzirkus hält, sondern absichtlich mit diesen bricht? Ist es die Vorstellung, dass die eigenen Anliegen von der klassischen Medienöffentlichkeit nicht ernstgenommen und letztendlich belächelt werden könnten?
Ich kann nur sagen: Macht euch bemerkbar! Treibt die klassischen Medien vor euch her, anstatt euch zu verbiegen, um ihre Aufmerksamkeit zu erhaschen. Macht auch euren Freunden und Verwandten gegenüber deutlich, dass selbst die seriösesten Zeitungen nur selten gut recherchieren und viel häufiger nur fehlerhafte Agenturmeldungen und staatstragende Allerweltsmeinungen abdrucken. Seriosität ist im Wesentlichen nur eine Fassade. Eine Partei, die sich entschieden für Transparenz einsetzt, darf sich nicht an diesem “Maskenball” beteiligen. Es sind die Inhalte, die Zählen, und die stimmen voll und ganz!
So ein Blödsinn. Es wird immer nur so getan, als ob die Piraten die einzige Partei wäre die sinnvolle Netzpolitik betreibe. Schon mal in das Wahlprogramm der Grünen geguckt? Mich hat’s überzeugt.
@evil daystar: Sollten die Grünen wirklich ein überzeugendes Netzpolitik-Wahlprogramm haben, dann haben sie bei der Bundestagsdebatte die falschen zwei Leute hingeschickt. Das war eine peinliche Vorstellung, die dazu geführt hat, dass ich diesmal nicht Grün gewählt habe.
@surfguard: ich war selber nicht von einem Wahlerfolg der PIRATEN überzeugt — auch wenn das in 140 Zeichen vielleicht nicht rüberkam. Ich hatte mich der Blase von einer anderen Seite genähert:
Ich hatte mir die Werte der letzten Wochen auf Google Trend angesehen. Da lagen die PIRATEN bei roundabout einem Drittel der FDP (die wiederum etwas hinter den GRÜNEN) lag.
Beachtenswert fand ich dann aber bei Google News Deutschland hinzugehen und nicht einen Artikel in den deutschen Massenmedien zu finden (abgesehen von Berichterstattung im Zusammenhang mit Pirate Bay).
Auf der einen Seite also deutliches Interesse im “deutschen Internet”, auf der anderen Seite null Resonanz in deutschen Medien.
Ich fand es daher spannend zu beobachten, was aus den PIRATEN am Wahltag werden würde und wieweit die Medien mit ihrem Desinteresse richtig lagen.
@dogfood: http://www.gruene.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/BDK09/Bundestagswahlprogramm 13. Digital ist besser-final.pdf
Interessant sind auch die Reden zum Thema auf dem Bundesparteitag:
http://julia-seeliger.de/eine-kurze-geschichte-vom-parteitag/
Ich halte es immer noch für eine verschenkte Stimme eine Partei zu wählen, die außerhalb der “Blase” keine Meinung hat.
Gruss
Sven
Es gibt einen Unterschied zwischen dem Einnehmen einer Position und dem Vertreten derselben. Die Grünen haben, genau wie die FDP übrigens, eine vergleichsweise vernünftige Position in Sachen Netzpolitik und Informationsfreiheit. Das Problem ist, dass beide Parteien nicht für diese Themen “stehen”. Obwohl sie die aus meiner Sicht richtige Position einnehmen und in der Opposition im Zweifel auch dafür eintreten, nehmen sie sie nicht ernst genug, um etwa eine Regierungsbeteiligung davon abhängig zu machen oder sie konsequent in die öffentliche Debatte zu tragen.
Jede Partei hat Kernthemen, die sie immer wieder verbreitet und über die sie sich definiert: Die Grünen haben ihre Umweltpolitik und den Verbraucherschutz, die FDP ihre Selbständigen und die freie Marktwirtschaft, die Union die Innere Sicherheit und die hergebrachten Werte und Linke wie SPD haben die soziale Frage. Dass eine Partei ein Thema wirklich ernst nimmt, zeigt sich auch daran, dass sie viele Experten auf dem Gebiet in die Parlamente bringt. Die Piratenpartei hat eben die Netzpolitik, den freien Informationsaustausch und die Transparenz. Sie ist die einzige Partei, die dafür “steht”, die einzige Partei, die Experten aus der IT-Branche in nennenswerter Anzahl beherbergt.
Ich wäre völlig zufrieden, wenn einige der anderen Parteien die Bedeutung dieser Themen erkennen und sie in ihre Kernthemen aufnehmen und dadurch eine Piratenpartei überflüssig machen würden. So lange dies aber nicht der Fall ist und Netzpolitik als Freakthema und damit Randerscheinung eher stiefmütterlich behandelt wird, ziehe ich es vor, die Piratenpartei zu wählen (an Stelle der Grünen, die ich sonst wähle und der FDP, die ich wählen würde, wenn sie nicht der Steigbügelhalter der Union wäre).
Die Blase ließe sich leichter vermessen, wenn die A-Blogger ihre Zahlen auf den Tisch legen: 30.000 Follower bei Twitter, 75.000 tägliche Besucher des Weblogs… Warum hochrechnen, wenn die Fakten allesamt protokolliert sind?
nee @ ralf, ich denke das gleiche:
es gab viele die nicht gewählt haben, und dieser anteil war in der twitter umfrage nicht erfasst. somit verdoppelt sich ungefähr der anteil der menschen die zur blase gehören. hier noch eine grafik dazu:
http://blogwuerdig.de/ergebnis-der-europawahl-mit-nichtwaehlern
Die Wahlbeteiligung sollte man auf gar keinen Fall aus den Augen verlieren. DonDahlmann meint die Piraten bräuchten rund 3 Mio. Stimmen um die 5%-Hürde zu nehmen. Würde man das mal umrechnen, wären 100% rund 60 Mio. Das dürfte in etwa die Anzahl an Wahlberechtigten in Deutschland sein.
3 Mio. Stimmen um die 5%-Hürde zu nehmen würde aber auch eine 100%ige Wahlbeteiligung bedeuten. Also selbst wenn man sehr (sehr, sehr) optimistisch ist, eine Wahlbeteiligung von 100% ist doch eher utopisch.
2005 lag die Wahlbeteiligung bei 77,7%. Um die 5%-Hürde zu nehmen hätten damals also rund 2,25 Mio Stimmen gereicht. Würde die Wahlbeteiligung bei der nächsten Bundestagswahl noch einmal drastisch fallen, würden auch dementsprechend weniger Stimmen benötigt werden um die 5% zu überschreiten.
Die Wahlbeteiligung ist in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken, man kann deswegen annehmen das sie auch in Zukunft nicht signifikant ansteigt. Würde man von einem historischen Tief bei der Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl ausgehen und die Wahlbeteiligung mal mit 60% ansetzen, würden schon 1,8 Mio. Stimmen ausreichen um in den Bundestag Einzug zu halten.
Gut, 1,8 Mio. Stimmen werden wohl kaum bis zum September machbar sein. Aber das Beispiel zeigt das man auch kleine (Spaß) Parteien besser ernst nehmen sollte. Auf der anderen Seite sollte es auch ein Warnsignal sein. Denn was kleinen Spaß-Parteien nützten könnte, nämlich durch eine geringe Wahlbeteiligung Sitze im Bundes- bzw. Landtag zu ergattern, kann auch den rechten Parteien nützen. Deswegen finde ich es schon ganz interessant zu unterscheiden ob in einer Blase sich 500.000 oder 1 Mio. befinden.
[...] der erfreulich zahlreichen Diskussionen zu meinem Artikel vom Dienstag drehten sich um die Frage, ob die grob geschätzten 500.000 politisch bewussten Netzbewohner, die [...]
@Snorki
Einen Teil meiner Antwort habe ich einen neuen Artikel geschrieben. Ich stimme dir aber nicht zu, dass die Piraten nicht das neue Establishment werden sollten. Du schreibst das, weil du dem Establishment Langeweile unterstellst. Ich wäre aber froh, wenn “unsere” Themen tatsächlich in dem Sinne im Establishment ankommen würden, dass sie auf gesamtgesellschaftlicher Ebene Ernst genommen werden. Und ich halte den Namen für ein Problem, weil er suggeriert, dass politisch bewusste Netzbewohner doch nur aus Egoshooter-Spielern, “Raubkopierern” und anderen Spaßvögeln bestehen.
@dogfood
Sorry, wenn ich deinen Tweet falsch dargestellt habe. Ich hatte dich ungefähr so verstanden, wie du es jetzt auch in deinem Kommentar geschrieben hast: Gespannt, ob wider eigenes Erwarten den Piraten die Überraschung gelingt. Genauso ging’s mir übrigens auch. Dass die Partei von den Massenmedien vorab komplett ignoriert wurde, hatte mich auch gewundert. Es zeigt aber nur umso deutlicher, wie getrennt die Welten von klassischem Journalismus und Web 2.0 noch sind.
@Jan
Ich glaube nicht, dass der Anteil der Nichtwähler unter den Netizens besonders hoch war. Üblicherweise schaffen es kleine Parteien mit scharfem Profil deutlich besser ihre Wähler zu mobilisieren als die großen Polit-Tanker. Und gerade bei den Piraten war mein Eindruck, dass die bei ihrer Stammclientel, nämlich uns, kaum mehr Publicity hätten bekommen können, als das geschah.
@Ralf
Siehe mein neuer Artikel: Man braucht ungefähr 2,5 Mio Stimmen, um über 5% zu kommen, wenn wieder rund 75% der Wahlberechtigten in Deutschland zur Bundestagswahl gehen.
Natürlich kenne ich Jonas Wendts Freundin nicht, und es liegt mir auch fern, sie als Mensch zu beurteilen. Aber sie ist schon eine _sehr_ auffällig gestylte Erscheinung und passt einfach perfekt in das Bild, das die Fortuna-Fans von Jonas haben.
Eine Mondkolonie ist meiner Meinung leider auch nicht treffend. Es gibt eine zu große Schnittmenge als das man von zwei unterschiedlichen Himmelskörpern sprechen könnte. Als alter Star Trek Fan denke ich eher an die Unimatrix Zero aus der Voyager Serie. Überall verteilte Menschen, die sich an einem digitalen Ort treffen um Entscheidungen daraus in die realle Welt zu tragen.
Von den Grünen hatte man vor 25 Jahren auch noch gedacht das sie eine reine Spaßpartei und damit unwählbar seien. Eine Partei die sich für die Umwelt einsetzt, mit Wollpullovern und Sonnenblumen in den Bundestag geht, 5Mark für den Liter Benzin fordert usw. Es war halt die damalige Generation die mit den Grünen nichts anfangen konnte. Es gab wichtigeres als Umwelt- und Mutterschutz.
Eine etablierte Partei die heutzutage solche Programmpunkte ausklammern würde, würde sich der Lächerlichkeit preis geben. Weil die Generation sich geändert hat. Die Generation von damals ist die Generation von heute. Umweltschutz ist wichtig. Regenerative Energien sind machbar. Und die Grünen werden ernst genommen.
Die Piraten werden nicht heute oder morgen politische Erfolge ernten. Aber sie werden mit der Generation wachsen die heute die unter 18 jährigen darstellt. Die Generation die an einen Namen wie “Die Piraten” weder etwas anstößiges noch etwas provokantes finden. Die mit solchen Parteinamen aufwachsen und für die es Normalität sein wird das eine Partei sich Piraten nennt. Politik ist etwas das langfristig funktioniert. Man könnte noch auf eine Revolution die über Nacht stattfindet hoffen, dann sollte der Name der Partei aber auch kein Hindernis sein. Revolutionen finden aus Überzeugung statt, nicht wegen einen Namen.
Die Piraten werden wahrscheinlich kaum Wähler von den etablierten Parteien abwerben können. Das liegt aber mit Sicherheit an ihrem Parteiprogramm, nicht an ihren Namen. Wer weis, vielleicht haben die Piraten in 5 oder 10 Jahren ein ausgereiftes Parteiprogramm und können dann auch Wähler von den großen Parteien abwerben.
75% Wahlbeteiligung? Ich tippe mal eher auf 70% bei der nächsten Bundestagswahl. Und irgendwas um die 65% bei der übernächsten. Hält der Trend zu einer immer geringeren Wahlbeteiligung an, könnte 2017 eine Partei mit weit weniger als 2 Mio. Stimmen in den Bundestag einziehen.
Den Namen sollte man keinesfalls ändern.
“It’s not good to swap horses while crossing the river.” (Abraham Lincoln)
Ganz abgesehen davon, daß man schwerlich einen besseren Namen finden würde. Denn der jetzige gibt klar die Richtung vor und ist auch international eingetaktet.
Die Grünen hatten auch mal einen passenden Namen, der jetzt nur verschlissen ist, weil die Partei nahezu alle ihre Ziele verraten hat.
[...] kleinen, vernunftbegabten und aktiven Gegenpol bilden offensichtlich derzeit (in diesem Land) nur 500000 Menschen. Der Rest wäscht seine Autos oder gibt den Komparsen im Deutschen Fliesentischmuseum. [...]
[...] Die Größe der Blase Shared um 12:58 Uhr via Delicious [...]
Die mad men aus der werbebranche haben es längst erkannt: Der name ist nur als klang bedeutsam, die bedeutung dieses klanges aber wird sich mit der zeit dem wesen des produktes anpassen; sofern der ear-catch-faktor stimmt und der name einigermaßen häufig fällt, that is. Der ear-catch-faktor ist m.e. im grünen bereich und der bedeutungs- und assoziationswandel des namens wird sich bestimmt bald einstellen und als piraten werden dann ganz besonders seriöse e-techniker und informatiker — dann in der mitte der gesellschaft — bezeichnet. In zwanzig jahren! Ihr werdet’s schon sehen!
[...] Bild beim Boy in the Bubble: "Der lange Marsch durch die Generationen". http://blogs.23.nu/bubbleboy/2009/06/wie-viel-ist-viel/ [...]
@vincent
Dem stimme ich zu. Allerdings geben die “Mad Men aus der Werbebranche” auch viel Geld dafür aus, einen guten Namen für ihre Produkte zu finden, weil sie wissen, dass ein guter Name nicht erst mühsam durch das Produkt geprägt werden muss, sondern von vornherein positiv auf das Produkt abfärbt.
Und im übrigen stad ich im jahrhundertealten Universalienstreit schon immer auf Seite der Realisten ;-)
[...] Kommentare surfguard on Wie viel ist viel?bendrath’s status on Saturday, 13-Jun-09 01:44:02 UTC – Identi.ca on Wie viel ist viel?vincent on [...]
[...] spricht über sein Gedanken-Experiment zum Abschneiden der Piratenpartei bei der [...]
Alter! Ich bin schockiert!
Ja, nicht? Ging mir genauso: So ein hochgelobter Film, und dann so eine Apothekerzeitung von Drehbuch… ;-)
Glaube bei der aktuellen Diskussion um Internet Sperren dürfte die Blase schon bisserl Grösser sein als nur 500.000 Leute da ja auch nahezu die gesamte Deutsche IT Branche von möglichen Sperren betroffen ist.
Worst Case Szenario die Sperrmöglichkeiten müssen seitens der Provider installiert werden dann gäbe es auch kein Argument mehr gegen Sperren bei anderen Verstössen die bisher ja nur mit dem Argument der fehlenden Sperrmöglichkeit von den Gerichten abgelehnt wurde. Nebenbei wählen die Leute ja nicht nur die Piraten sondern auch FDP und andere Parteien die sich gegen die geplante Sperre im Rahmen Ihrer Netzpolitik ausgesprochen haben.
Dann darf man nicht vergessen, daß bei der Europawahl sehr wenig Leute wählen gehen. Da sich kaum einer mit Europa identifizieren kann. Was die Wahl als Grundlage für die Berechnungen eher ungeeignet macht.
Da die Piraten ausser der Netzpolitik kein wirkliches Programm haben wage ich stark zu bezweifeln, daß eine Chance für den Einzug in den Bundestag besteht. Von daher sind Sie für mich bei der Bundestagswahl leider auch nicht wählbar. Ich will schliesslich Veränderung.
[...] http://blogs.23.nu/bubbleboy/2009/06/die-grose-der-blase/ [...]
… und er ist halt nur ein Fußballspieler :-)
Ah verflixt: war so am überlegen ob oder ob nicht. Teils auch wegen Gloria/Räumlichkeiten, und der Unfähigkeit, mir De La Soul dort vorzustellen.
Und nun weiss ich (immer noch) nicht einmal, ob was verpasst oder nicht ;).
Grüße aus MS, jpf
Hi mal wieder, jpf!
Ich würde sagen: Wenn ich den Weg aus Münster gemacht hätte, dann hätte ich mich geärgert. Dafür war’s dann doch deutlich zu kurz und soooo berühmt jetzt auch nicht.
Übrigens geh ich am 7.7. zu Lambchop in die Kulturkirche. Vielleicht willst du da ja mitkommen? Das letzte (und bislang einzige) Lambchop-Konzert, auf dem ich war, hat mich damals umgeblasen: http://blogs.23.nu/bubbleboy/2004/04/antville-3922/. Jochen ist vielleicht auch dabei.
[...] sich nicht wie die Internet-Nerds verhalten haben, als die man uns gerne verniedlicht. Als die Splittergruppe von 500.000 netzaffinen und politisch interessierten, die wir vielleicht tatsächlich [...]
Hi,
ja, vermutlich hast du Recht wegen De La Soul.
7.7. ist Zwickmühle wegen unter der Woche, aber ich schau mal.
Kulturkirche ist ja eigentlich immer ganz fein.
Und ich könnte mich täuschen, aber ich mein da war ich mit. Jedenfalls ein gutes Konzert von Lambchop in Erinnerung, mit Streicher (und Sohn?) etc. und Jochen war mit am Start.
Ich meld mich dazu noch!
Grüße, J
Kurz nochmal das Ergebnis der Bundestagsabstimmung von den GRÜNEN, die ja in dieser Frage eine inhaltliche Alternative zur Piratenpartei sein sollen:
33 Nein-Stimmen, 15 Enthaltungen, u.a. von namhaften Grünen wie Marieluise Beck, Thea Dückert, Katrin Göring-Eckardt und Christine Scheel.
Guter Hinweis, danke! Kerstin Müller, grüne Bundestagsabgeordnete aus Köln, hat sich ebenfalls enthalten. Der andere Kölner Grüne, Volker Beck, hat nicht teilgenommen.
Für alle zum Selbernachsehen: http://www.hatmeinabgeordneterfuernetzsperrengestimmt.de/
[...] in der Internet-Community, die derzeit ein wenig überkocht, bis zur Bundestagswahl anhält, und 500.000 Multiplikatoren, die man nun gegen sich aufgebracht hat, ausreichen, um einen Achtungserfolg bei der Wahl zu [...]
[...] alle können daraus etwas lernen. Zum Beispiel das die Blase in der wir uns bewegen einfach noch keine relevante Größe erreicht hat. Das Politik im Jahr 2009 trotz twitternder Politiker noch weit davon entfernt ist [...]
Naja, also roundabout 15 Leute aus meinem online Clan haben die Piratenpartei gewählt , ohne aktive Blogger oder Twitterer zu sein!
Das Potential ist auch ohne web2.0 als Lebensinhalt gegeben. Diese 15 Leute animieren auch auf unterschiedliche Art ihre Mitmenschen (Familie, Bekannte , Vereinsfreunde, usw)
Ich hoffe das die Blase entgegen den Mainstream-Schmutzkampagnen noch ploppt und das echte Potential zu Tage tritt.
Mein Tipp zur BTW ist 1,5 – 2 %
Dafür ist aber noch viel Aufklärungsarbeit nötig. Vor allem sollte an unsere Eltern und Großeltern appeliert werden das es für alle Nachfahren immens wichtig ist hier die alten Strukturen abzulegen und der Piratenpartei als Reformator eine Chance zu geben.
Ich finde nicht, dass Hillbrecht vorgeführt wurde. Trotz Tiefschlägen hat er sich nicht auf “deren” Niveau herabgelassen sondern sauber argumentiert.
Für Leute ohne Hang zum Netz war die Argumentation wohl nicht immer leicht nachvollziehbar (wie auch ohne Kenntnisse zu den einzelnen Problematiken).
“Diebstahl” hätte er noch gut kontern können, es handelt sich nämlich lediglich um digitales Vervielfältigen, es findet kein Diebstahl statt (Urheberrechtsverletzungen schon eher). Begehe ich diese eigentlich auch, mit “Strg+C” “Strg+V”?
Ich finde auch nicht, dass Hillbrecht vorgeführt wurde, darum hab ich das auch nicht geschrieben.
Und der Punkt mit dem Diebstahl (Buch aus dem Regal nehmen) war in der Tat der einzige, wo sie ihn in der Ecke hatten. Eine saubere Argumentation verwiese darauf, dass Diebstahl und Verfielfältigen tatsächlich unterschiedliche Dinge sind. Vor allem aber äußerte sich hier die deutlichste Konsequenz der Aufgabe des Konzepts vom geistigen Eigentum, deswegen ist dieser Punkt in einer besitzorientierten Gesellschaft auch am schwersten zu vermitteln.
Daß man sich so wenig schämt, wenn man keine Ahnung hat, sondern einfach so tut, als habe man die Antwort auf alle Fragen. Der Scholz ist ungeheuerlich und die Piratenpartei braucht Kommunikationsvollprofis, die dieses langjährige Dummschwätzertum alt aussehen lassen.
Herrje. Der “medienunerfahrene Neupolitiker” ist Vorsitzender einer Partei, die zur Bundestagswahl antreten will – und hat vorgestern die ganze Innung blamiert: “I’ll stand by [you] but if you can’t take the heat, get out of the kitchen.”
Und bitte, von “suggestiven Polemiken” und “hemmunglos eindreschen” kann einfach keine Rede sein. Minhoff hat sich zwar positioniert, Hillbrecht aber auch mehrfach Brücken gebaut, damit dieser nicht ganz so schlecht aussieht. Hillbrecht leierte aber lieber weiter sein auswendig gelerntes Wiki-WIssen runter. Selbst Scholz, dessen Standpunkt man nicht teilen muss, hat sich sichtlich zurückgenommen, wohl aus Mitleid.
Mal im Ernst, wenn ihr das schon fies fandet, bzw. der Vorsitzender der PP bereits mit einem solchen Kaffeekränzchen überfordert ist (auch was die Wahl von Anzug, Hemd und Kravatte betrifft), ist Politik vielleicht doch nicht das richtige Betätigungsfeld.
Wiewohl die ganze (zugegeben schwer nachzuhaltende) Thematik mit der kostenlosen Werbung (Stichwort Musikblogs) et cetera da auch nicht in die Buchnummer eingeflossen ist.
Ich für meinen Teil hab absolut den Überblick verloren, wieviel Geld die Musikindustrie mit mir durch solche Impulsgeber verdient, und das geht quer durch alle Medien: von Musik bis Bücher, ob CD oder zB als Download oder Marsch in den Fachhandel. Jedenfalls mehr, als jemals irgendwelche glossy Zeitschriften zustande gebracht haben.
Und, zwar nicht ganz treffend, aber speziell bei »Buch aus dem Regal nehmen« hätt ich ja gerne mal gefragt, wieviel geliehene Bücher die beiden Herren sich im Nachhinein auch selbst gekauft haben, bzw allein Stichwort Buchdruck ->Bibliothek.
[...] hatte Mr. Adams beim Schreiben dieser Zeilen nicht Rupert Schulz oder andere Vertreter der etablierten Parteien im [...]
[...] Blogger: Falscher Planet, falsches Jahrtausend von Kristian Köhntopp auf blog.koehntopp.de. Piraten auf Phoenix: Versengt, doch nicht versenkt auf blogs.23.nu/bubbleboy/. Journal :: 22.06. von Modeste auf [...]
@jo
Ich glaube, wenn es in der Diskussion um die Sache gegangen wäre, hätte Hillbrecht nicht so schlecht ausgesehen. Es ging aber um Politik. Nicht erwartet zu haben, dass diese beiden Felder anscheinend so weitgehend überschneidungsfrei sind, das kann man Hillbrecht vorwerfen. Aber die Tatsache an sich bleibt doch bedauerlich, und auf Phoenix sah man mal wieder, warum.
Es ist doch so: Das, was du als “Kitchen” beschreibst, das ist in meinem Bild der Pausenhof, auf dem die starken Jungs, wenn sie in der Klasse mit Worten nicht mehr weiterkommen, die Sache mit Fäusten klären.
Aber in einem Punkt sind wir uns einig: Ich hätte mir ja auch gewünscht, dass die Piraten das nächste Mal einen Aikido-Kämpfer auf den Schulhof schicken, der die Schläge der Politproleten ins Leere laufen lässt und ihren Schwung gegen sie selbst verwendet.
Ich habe zusätzlich eine kurze E-Mail an Phönix (unterdenlinden@phoenix.de) geschrieben. Fax / Brief wäre taktisch wahrscheinlich besser gewesen…
Gruß,
martin!
Hallo Konzertgänger,
feines Posting, auch wenn ich mir das erste Video von den Dicken nicht komplett anschauen kann, schade. Puffern funktioniert net so richtig.
Wenn Du diese geniale Truppe nochmal sehen möchtest (vor der vermutlichen Sommerpause bis August), dann schau´doch am Sonntag im Friedenspark in der Kölner Südstadt vorbei. Beim Edelweißpiratenfestival treten sie um 16 Uhr und um 18:30 auf; es lohnt sich, das kann ich bestätigen. Letzten Samstag beim Medienfest war oberknaller.
Greetz
Nina
Vorurteile, Piraten und Netzwerke…
Links des Tages:
• Intelligente Männer, gefühlvolle Frauen / Project Implicit®
• Piraten auf Phoenix: Versengt, doch nicht versenkt / Komm’ ich jetzt ins Fernsehen? / Piratenpartei
• Granovetter: The Strength of Weak Ties (1973…
*teeheehee* :D
Ihr könnt es nicht sehen, aber ich verneige mich seit dem Lesen des Beitrags ununterbrochen vor bubbleboy.
Nicht nur, dass er mit leichter Feder die Dummheiten eines in Unkenntnis oder vorsätzlicher Ignoranz herumgreinenden Redakteurs in der Luft zerlegt (wo diese Dummheiten nicht sowieso vor Argumentationsschwäche von selber auseinanderfallen): Nein, nebenbei zeigt er noch, dass journalistische Qualität nicht vom Medium, sondern vom Autor abhängt, und das nur und ausschliesslich.
Die Dinosaurier des Holzzeitalters heben ein letztes Mal die Häupter und rülpsen den schweren Fraß aus, an dem sie sich die vergangenen Jahrzehnte überfressen haben. Dass sie ihren eigenen Tod so unelegant gestalten, sei ihnen nicht nachgesehen; intellektuelle Ästhethik war einer der wenigen Gründe, ihnen beim Fressen und Verdauen zuzusehen. Vorbei.
§1: I second that motion.
[...] in denen ich in Köln im Schnitt täglich mit der Bahn gefahren bin, davon 11 Jahre schwarz und nur einmal kontrolliert, besitze ich jetzt eine ab MIttwoch gültige Monatskarten, ein sogenantes Formel-9-Ticket (gilt von [...]
der autofahrer zahlt einen nicht und erheblichen anteil steuer über den sprit den er tankt, also steuer gemessen an der quantität der nutzung.
ich finde das sollte berücksichtigung finden in deiner liste, auch wenn ich den gedanken ansonst gut und richtig finde. was mich am meisten nervt, ist das schwarzfahrer in köln belohnt werden aufgrund der kaum stattfindenden kontrollen. ich zahle seit 5 jahren mein ticket. das sind über 3000,- EUR. in dieser zeit bin ich geschätzte 3 mal kontrolliert worden!
da bin ich gerne bereit strafe zu zahlen. ich weiss aber nicht, wie oft man erwischt werden darf, bis es eine härtere sanktion als die harmlosen 50-60 EUR sind.
man kommt sich als ehrlicher fahrer leider verar*** vor. :(
Du hast Recht, die Steuern auf Benzin sind mir durchgegangen.
Kurz überschlagen: Wenn ich 15.000 km/Jahr fahre und mein Wagen 7 Liter auf 100 km verbraucht, dann sind das bei ca. 80 Cent Steuern pro Liter Sprit ungefähr 840 €/Jahr, die ich an Steuern zahle. Immerhin. Das ist ungefähr genauso viel, wie ein normales, nicht ermäßigtes Monatsticket in Köln im Abo kostet (770,40 €/Jahr).
Und in der Tat war es auch bei mir die Feststellung, während der zwei Jahre, die ich im Besitz einer Monatskarte war, kein einziges Mal kontrolliert worden zu sein, die mich zum Schwarfahrer werden ließ. Und damals bin ich täglich immerhin 40 min mit Bahn gefahren, vom Rudolfplatz zur Koblenzer Straße und zurück. (Jaha, an der Koblenzer Straße gab’s damals noch eine Bahn-Haltestelle, Kids!)
Kämt ihr euch als “ehrliche fahrer” denn besser vor, wenn ihr IMMER euer Ticket vorzeigen müsstet? Dann seid ihr alles andere als ehrlich sondern habt nur genügend Angst vor Kontrollen. Dieses “ICH HAB N TICKET, BITTE KONTROLLIERT MICH” hab ich noch nie verstanden…vor allem nicht den oft DIREKTEn wechsel dorthin von der “ICH FAHR SCHWARZ, SOLL’N ‘SE KOMMEN” Fraktion.
Desweiteren ist das Zahlen einer Monatskarte kein “Gemeinschaftsbeitrag” sondern eine Nutzungsgebühr. Wenn’s dir nicht gefällt, fahr halt nicht Bahn (ist im übrigen genauso wie Premiere gucken), da willst du ja auch nur Programme gucken die dir gefallen).
Wenn man jetzt aber steuerfinanzierten OPNV haben möchte um die “sozial schwachen” zu unterstützen, warum glaubt dann eigentlich jeder, dass er am Ende günstiger wegkommen würde. Und warum sieht nicht einfach jeder der sowas möchte sein Geld für die Monatskarte als Beitrag dazu an, dass “arme Leute” in Köln (im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Städten) relativ unbekümmert mit der Bahn fahren können. Vielleicht ist es sogar schon ein soziales System, das aber ausnahmsweise nicht (nur) durch Steuern finanziert ist.
Achja, wenn es uns gereicht hätte mit dem Schiff über den Atlantik zu schippern, hätten wir uns nicht nur die Kosten für die unsinnige Mondlandung sparen können, sondern auch viele Flugzeugabsürze weniger gehabt. Nord-Süd-Stadtbahn-Bashing ist doch echt albern…
Ich zahle ebenfalls 44,70 Euro im Monat (als Jobticket – also ganzer VRS 24/7) und sehe das als fairen Preis. Obszön finde ich allerdings die 3,30 € pro einfacher Fahrt, wenn es außerhalb des Stadtgebiets weiter gehen soll.
Deine Argumentation ist zwar generell nachzuvollziehen aber doch sehr romantisch. In 2008 wurden 245,5 Mio (!) Fahrten mit der KVB angetreten. Der Umsatz liegt bei etwa 180 Mio. Macht also einen Umsatz pro Fahrt von 73 Cent. Weniger geht fast nicht, denn auch die KVB (bzw. die GEW) muß den Strom einkaufen, muß ihre Mitarbeiter bezahlen, Gleisarbeiten, yadda, yadda….
Nicht daß wir uns falsch verstehen: Für ein anständiges KVB-Bashing bin ich immer zu haben. Unpüktlichkeit, Betriebsstörungen, unflexible Fahrpläne (Karneval etc.), manchmal ist es purer Hass.
Dass man mit dem Geld für die Nord-Süd-Bahn lieber den Barbarossaplatz untertunnelt hätte, sieht die Stadtführung ja mittlerweile genauso und dass so Dinger wie der neue Ebertplatz eigentlich nach Nordkorea gehören, ist auch nicht meine exklusive Meinung. Dennoch kann ich eine Nutzungsgebühr verstehen auch wenn die KVB wohl selber weiß, daß eine hohe Prozentquote ihrer Fahrgäste (außgenommen Stoßzeiten) eher schwarz fährt.
Noch ganz kurz @steam: Das “Premiereargument versteh ich nicht. Natürlich möchte ich nur Sender gucken die mir gefallen. Warum auch nicht. Warum funktioniert das bei BSkyB, SKYItalia, DirecTV, you name it, nur hier nicht? Genauso verhällt es sich doch auch mit der Monatskarte. Wenn ich kein “Sonderticket” (Job/Schüler/etc) habe muß ich nach Strecke, die ich fahren darf, bezahlen. Das kann dann für -sagen wir mal- Nippes bis Brühl auch locker 104,90 € im Monat sein. Wenn ich mich aber auf das Stadtgebiet begrenze zahl ich nur 77,70 €. Ich zahle also weniger, bekomme aber auch weniger. Das Argument: “Wenns Dir nicht gefällt [....]” ist natürlich totaler Schwachsinn, denn es geht doch im Beitrag von Surfguard um Menschen die es sich “nicht aussuchen können”…just my two cents
@surfguard: 100% AGREE
@steam
puh, das sind viele Punkte, aber der Reihe nach.
1. Ich wechsle nicht von einem Extrem ins andere. Aber es ist schon mal erwähnenswert, festzustellen, dass in der KVB sehr, sehr selten kontrolliert wird.
2. “Wenn’s dir nicht gefällt, fahr halt nicht Bahn.”
Das ist mir deutlich zu platt. Das geht in der einer modernen Gesellschaft eben nicht. Der Staat verlangt ja sogar öffentlich von mir, beruflich über mehrere 100 km flexibel zu sein. Da ist es unredlich, Menschen die Nichtnutzung von öffentlichen Nahverkehrsmitteln nahezulegen. Wenn ich am Leben einer Stadt teilhaben will, dann muss ich den ÖPNV oder das Auto nutzen.
Die einzige, halbe Alternative, wäre der Umstieg auf’s Fahrrad (halb deswegen, weil’s hier auch mal Winter wird). Diesen Umstieg kann aber gerade die Stadt Köln nicht empfehlen. Das Radwegenetz ist hier nämlich völlig unterentwickelt. In flächenmäßig größeren Städten wie z.B. Düsseldorf kannst du es aber als Nichtsportler knicken, aus einem Vorort wie Benrath mit dem Fahrrad in die Innenstadt zu fahren.
3. Der Vergleich mit Premiere ist natürlich nicht fair, denn Premiere ist Luxus. Aber Fernsehen ist prinzipiell sogar ein sehr gutes Beispiel, denn der Staat hält es durchaus für sinnvoll, öffentlich-rechtliche Sender über die De-Facto-Steuern zu finanzieren, die GEZ-Gebühren heißen. Wenn du also den ÖPNV mit ARD und ZDF gleichsetzt, Premiere dagegen mit meinem privaten Golf, dann stimmt der Vergleich sogar ziemlich gut.
4. Ich habe nicht behauptet, dass ich mit steuerfinanziertem ÖPNV günstiger wegkommen würde. Aber umweltfreundlicher und sozial gerechter. Und wahrscheinlich auch nicht viel teurer als jetzt.
5. Es ging mir nicht um Nord-Süd-Bahn-Bashing. Es ging mir darum, klarzumachen, dass INvestitionen in der Größenordnung, wie sie für einen steuerfinanzierten ÖPNV nötig wären, durchaus jetzt schon getätigt werden.
@axel
Die KVB kostet derzeit rund 250 Mio Euro im Jahr. (Die Einnahmen aus Tickets decken nur zu rund zwei Dritteln die Kosten.) Jeder steuerzahlende Kölner Bürger müsste also rund 500-1.000 € im Jahr zahlen, um für diese Kosten aufzukommen. Für Monatskartenkunden käme es also bei plusminus Null raus. und dann könnte man sich noch überlegen, ob man die Japaner trotzdem zahlen lässt. (Wäre ich aber dagegen.)
1. Vielleicht wird selten kontrolliert um die Preise niedrig zu halten, vielleicht sind aber auch die Preise in anderen Städten niedriger weil dort alle zahlen müssen. Ich bin ja auch immer dabei der KVB vorzuwerfen ihr Geld nicht vernünftig einzusetzen, glaube aber, dass ich im Endeffekt keine Ahnung habe was da so passiert. Also unterstelle ich der KVB dass die ihr Geld sinnvoll ausgibt, und dann ist das was du gerade für deine Monatskarte zahlst offensichtlich genau der Preis den es kostet wenn es ein System gibt in dem alle zahlen die können und alle fahren die wollen/müssen. Von den paar “Schmarotzern” mal abgesehen, aber die hat man ja auch bei steuerbasierten Modellen immer.
2. Natürlich ist das Argument platt. Genauso platt, und zufällig mit nahezu den gleichen Argumenten zu entkräften ist aber auch die Argumentation Autopreise mit Bahnpreisen zu vergleichen. Ich finde es auch mehr als traurig das ich jedes mal wenn ich in eine andere Stadt fahren möchte merke, dass es fast immer ab zwei Personen günstiger ist, mit der Bahn zu fahren. Das sollte so nicht sein, ist aber offensichtlich eine Folge der Privatisierung und ein Beispiel wie toll “der Markt” alles regelt. Ich schreie aber dann nicht nach dem Staat, der alles richten soll, sonder fahre halt (leider) Auto…oder gar nicht, weil zu teuer.
3. Es ging mir hier auch nicht um den direkten Vergleich von Premiere und KVB, sondern um den etwas komischen Trend bei allem was man kriegt rumzunörgeln dass man eigentlich was ganz anderes haben möchte. Und wenn man dann das andere kriegt ist es zu teuer. Du sagst bei Premiere “ich hätte gerne Produkt XY ganz alleine nicht das ganze Paket”, bei der Bahn kannst du eigentlich maximal feingranuliert sagen was du kaufen möchtest und alles was dir einfällt ist “ist mir zu teuer, ich klau das lieber”.
4. Es klingt halt so als wäre alles für alle besser wenn der ÖPNV steuerfinanizert wäre. “Die Reichen” würden dann halt rumheulen, dass die früher nur 500 Euro, jetzt aber 1500 Euro ausgeben. Wenn man es nach dem Modell der GEZ aufzieht heulen die Leute die nicht Bahnfahren rum, und die die Bahnfahren aber die Kontrolleurmethoden “total Nazi” finden, zahlen auch nicht. Goto 10.
5. Nur, dass diese Investitionen dann natürlich zusätzlich erfolgen müsste.
ich fürchte du hast tatsächlich den nagel auf den kopf getroffen. 500.000 Menschen sind so gesehen wirklich nicht viel.. aber ich denke es ist schon so BAP gesungen haben.. und wir müssen irgendwo einen Anfang machen.
Die Grünen waren auch nicht von jetzt auf gleich im Parlament. Ich bin da tatsächlich so optimistisch zu glauben, das es geschafft werden kann einer breiten Masse begreiflich zu machen, dass wir endlich Politk für das Netz brauchen.
Wisst Ihr, was nervt? Das hirnlose, Pseudo-p.-c.-Gerede von den “sozial Schwachen”, wenn es eigentlich um finanzielle Armut geht. Sozial schwach ist der Multimillionär, der nicht einsieht, dass Eigentum sozialpflichtig ist. Sozial schwach ist der Denunziant, der Egoist, de facto auch der Autist – alle Menschen, die mit ihren Mitmenschen nichts zu tun haben wollen oder nicht in der Lage sind, vernünftige Beziehungen zu anderen aufzubauen.
Also hört auf, Arme so zu denunzieren.
@Fish Outside the Bubble:
Du hast Recht, ich habe den Begriff im Artikel geändert.
Also wenn der Staat ja sogar von Dir verlangt, beruflich flexibel zu sein und über 100 km zu fahren, ist ÖPNV ja eh nix für Dich!
Als welche Stadt ist denn eigentlich Düsseldorf flächengrößer? (Als Köln bestimmt nicht, Köln ist in ungefähr doppelt so groß)
Dir ist schon bewusst wer die Nord-Süd-Bahn finanziert und wer den Betrieb der KVB nicht vier Jahre lang unterstützen würde. Das ist also eine Milchmädchenrechnung.
Die habe ich auch und find sie nur geil, auch kann man damit Kumpels und Girlz aus der Patsche helfen, wenn diese von der KVB erwischt werden. Die müssen einfach sagen, sie hätten die Karte vergessen und man geht dann für die mit der Karte die Strafe bezahlen, aber anstatt 40 Euro zu blechen bezahlt man nur 10 Euro. Da sparen die Freunde 30 Euro.
Ein Bahnsystem sicher und sauber auf den Beinen zu halten ist schon ne Riesenarbeit und sehr kostspielig, deswegen ist es ok Fahrticket zu bezahlen. Ist nur fair.
@Popolev
Bei der Erwähnung der vom Staat verlangten beruflichen Flexibilität ging es ja auch im wesentlichen darum, klar zu machen, dass ich es inkonsequent finde, regionale Flexibilität zu fordern, sie aber gerade im umweltfreundlichen Kleinen nicht zu fördern. (Wohlgemerkt: Diese Regierung hatte Menschen, die weniger als 20 km zum Arbeitsplatz pendeln, sogar die Pendlerpauschale gestrichen, und wurde bei diesem Vorhaben nur vom BVerfG gestoppt.)
Das Düsseldorf die halbe Fläche wie Köln hat, stimmt tatsächlich. Ich muss zugeben, dass mich das überrascht. Tatsache ist, dass ich früher von Düsseldorf-Hellerhof ca. 20 min mit der S-Bahn in die Innenstadt unterwegs war. In Köln bin ich von Ossendorf oder Junkersdorf auch 20 min unterwegs – aber mit der viel langsameren U-Bahn! Ein kurze Analyse mit Google Maps ergibt: Düsseldorf ist etwas länger als Köln, aber deutlich schmaler, hat also weniger Fläche bei etwas größerer Nord-Süd-Ausdehnung.
Und schlussendlich: Wenn du meinst, dass das Land die Nord-Süd-Bahn finanziert (?), aber nicht für den Betrieb der KVB aufgekommen wäre, dann unterstützt das nur meine These, dass es sich im Wesentlichen um eine Frage des Willens handelt.
@Millus
Mir ist völlig klar, dass der Betrieb des öffentlichen Nahverkehrs viel Arbeit macht. Und du fehlinterpretierst mein Posting völlig, wenn du meinst, ich wollte nicht dafür bezahlen. Im Gegenteil, ich finde: ALLE sollten dafür bezahlen, so wie alle für die Straßen und für die Umweltschäden zahlen, die durch Autos verursacht werden.
wird denn beim konzert die leistung nicht genau mit dem auftritt, der show geschaffen? sind livebands nicht köche für die ohren? es geht beim pfeffergrill ja auch nicht ums geistige eigentum am rezept für die jägersoße, sondern darum, dass die pilze bezahlt werden müssen und der koch für seine arbeit entschädigt wird.
Das ist richtig. Genau deswegen ist das Argument ja schwierig, dass man über Konzerte ja noch Geld mit geistigem Eigentum verdienen könne.
Perfekt. Ichb kann fast jeden Satz Deiner Einschätzung unterschreiben.
Mir gefällt die Klarstellung zum Zusammenhang von Urteil, Vorurteil, Vorverurteilung und Unschuldsvermutung Schuldspruchs außerordentlich gut, wirft er doch ein weiteres Schlaglicht auf den herrschenden Journalismus, der trotz Schuldspruchs weiter von Unschuldsvermutungen faseln und so rechtfertigen, daß sie Verurteilten noch soviel Sendeplatz für ihre Nebelkerzen zur Verfügung stellen.
Deshalb würde ich mir wünschen, daß sie ebenso scharfsinnig vievielleicht ber schreiben könnten, weshalb in diesem ganzen Fragenkomplex Indizien so schlechte Karten haben, ganz so als sei ein urteil, daß auf Indizien rekurriert, gar kein Urteil. Sollten Doper erst dann schuldig sein, wenn sie ihre Schuld gestehen? Das hätten die wohl gerne.
Das ZDF zeigt beinahe traditionsgemäß großes Doper-Verständnis.
Der eigentliche Skandal bei Frau Retikulozyten-Pechstein aber ist, dass diese offensichtlich via Bundespolizei – mit der sie auf ihrer Homepage verlinkt ist – auf Kosten des Steuerzahlers für ihre Doping-Karriere subventioniert wurde.
Generelle Frage: Brauchen wir solche Polizistinnen, wer kontrolliert die Polizei?
Das ist richtig, aber auch nichts Ungewöhnliches. Viele Sportler sind Soldaten, Pechstein ist Polizeihauptmeisterin, und indirekt waren ja auch Jan Ullrich und die anderen Telekom-Radler Staatsbedienstete.
Nun kann man dem Staat hier nicht unterstellen, Doping zu betreiben. Aber man kann sich fragen, ob er nicht wenigstens bei Risikosportarten genauer hinsehen sollte.
So ein Unsinn.
Dabei weiß doch jeder, daß die Leute deren Anfangsbuchstaben in der Mitte des Alphabeths liegen (sagen wir mal, rund um K und L) *deutlich* schläuer sind als wie der Rest!
Mir hat mal mein erster Vermieter, aus gegebenem Anlass *schiefgrins*, erklärt, warum man im Prinzip auch einen Pfennig (so lange ist das her) einklagen kann: Wenn ein Pfennig nicht einklagbar wäre, würde jeder sofort jede Zahlung um einen Pfennig reduzieren.
Sollte/soll heißen: Es gibt schlicht eine Grenze, und das ist genau der Betrag/die Frist/die Uhrzeit/die Leistung, die vereinbart wurde, und nicht der kleinste Teil weniger.
Ich fand und finde das nachvollziehbar und für ein vernünftiges Prinzip. Dass es Ausnahmen geben kann, spricht – wie immer – nicht gegen die einzuhaltende Regel.
Der Unterschied, der diesen Fall etwas schwieriger macht, ist, dass sich im Fall einer zu niedrigen Überweisung der Schaden sofort eindeutig messen lässt, selbst wenn er sehr gering ist.
Im Fall der Einreichung von Liga-Unterlagen ist das kniffliger. Da entsteht der Schaden für andere Bewerber nur dadurch, dass die bei einer längeren Frist möglicherweise auch bessere Unterlagen eingereicht hätten, einen zusätzlichen Sponsor gefunden hätten o.ä. Lässt sich nur nicht beweisen und ist bei einer Fristüberschreitung von 15 Minuten auch unwahrscheinlich – aber keineswegs unmöglich. Schließlich hat der SV Schermbeck offensichtlich auch bis zur letzten Minuten gebraucht, um seinen Kram zusammen zu bekommen…
Und am Eingang steht natürlich auch ein Verbotsschild für Kameras jedweder Art. Also in der Theorie ist das System ob CD oder Live-Event – in diesem Punkt – nicht so verschieden. Nur dass es beim Event noch durchsetzbar ist.
Ein Konzertbesuch bleibt natürlich immer etwas Besonderes. Dennoch muss aus Sicht der Veranstalter der visuelle Eindruck nach aussen unterbunden werden, um die Wertigkeit zu erhalten.
Klar, dass der Kommentar von jemandem kommt, dessen Nachnahme mit “Z” anfängt…
Es ist doch überall das Gleiche. Im Prinzip muss es doch als Fehlinformation gelten, wenn die Dame sagt es sei billiger und man im Endeffekt wirklich mehr bezahlt. Bei dem ersten Besuch in Subway Filialen ist der Trubel ja noch um Einiges größer. Man wird gefragt ob man Frischkäse, Scheibenkäse oder beides haben möchte, ohne dass einem gesagt wird, dass Beides zusammen teurer ist. Durch solche Auslassung von Informationen versuchen die Verkäufer ( bzw. sie bekommen es explizit gesagt es so zu machen ) natürlich ein Sandwich für möglichst viele Euro über die Ladentheke zu bringen. Wenn man weiß was man will ( und das erfordert zumeist intensives Training ;) ) kommt allerdings meist relativ zufrieden aus unseren modernen Fast-Food Filialen raus.
Es gab doch mal diese Jungs, die YouTube-Videos gedreht haben, in denen sie versuchen, eine McDonald’s-Bestellung so aufzugeben, dass die Kassiererin keine Rückfragen stellen konnte. Also etwa “Ein BigMac-Menü mit einer Cola mit Eis, normal, nicht Maxi, mit Pommes, kein Ketchup, keine Mayonnaise, alles zum Hieressen.” Find ich gerade leider nicht.
““Ausverkauf” meint, dass Blogs nicht mehr dasselbe wären wie vorher, wenn die…”…
“Ausverkauf” meint, dass Blogs nicht mehr dasselbe wären wie vorher, wenn die Vodafone-Logik flächendeckend aufginge: Das Private kommerziell umarmen….
also, indem wir einige Leute im Spot auftreten lassen, die durch Blogs oder YouTube bzw. MySpace bekannt geworden sind, tritt ein Ausverkauf ein? Wo leidet darunter dieses Blog? Wird dadurch der Inhalt dieses oder anderer Blogs irgendwie anders, weniger privat, weniger Ich-fokussiert, weniger unkommerziell?
(Vorab: Entschuldigung, ist etwas lang geworden, die Antwort.)
Hi Nico, Du musst dich schon an einer quasi kantschen Verallgemeinerung deines Handelns messen lassen, schließlich hast du den Vorwurf des Ausverkaufs mit dem Argument abgelehnt, Blogs seien “fester Bestandteil des Online-Mixes” in Deutschland. Du hast also in den Raum gestellt, dass Blogs an und für sich inzwischen Bestandteil von Vermarktungsstrategien seien.
Du kannst also nicht für dich reklamieren, dass du den Abrissbagger ja bislang an einer anderen Ecke der Blogosphäre angesetzt hast und meine Ecke hier, zumal sie auch noch vergleichsweise klein und unwichtig ist, ja noch stünde.
Denn es geht natürlich um das Image von Blogs in der Öffentlichkeit, das durch eine Kampagne wie die von Vodafone geprägt wird, und zwar meiner Ansicht nach falsch. Um mal ein anderes Beispiel zu wählen: Ich kann zwar auch dann mit meinen Peers noch Twitter nutzen, wenn es als Geschwätzigkeitmaschine verunglimpft und als CNN des Netzvolkes missverstanden wird. Aber das Image ist mir trotzdem nicht egal, denn es geht auch um die mögliche gesellschaftliche und wirtschaftliche Relevanz von Microblogging als Kommunikationsmedium, die durch konstantes Dissing untergraben wird.
Und selbst wenn mir das, wieder im Fall von Blogs, egal wäre – Vodafone dürfte es das nicht sein. Denn während und mindestens für eine gewisse Zeit nach der Kampagne sind Lobo und Schnutinger nicht mehr Blogger als es heute zum Beispiel Jürgen Roters ist, der Kölner OB-Kandidat der SPD – nur noch dem Format nach, aber nicht mehr dem tieferen Sinn der unabhängigen Öffentlichkeit entsprechend.
Um es also noch einmal zu sagen: Die Vodafone-Kampagne will von der gedanklichen und kommerziellen Unabhängigkeit von Web-Promis profitieren, zerstört aber diese Unabhängigkeit selbst.
Der Absicht vieler Blogger zufolge wäre vielmehr eine umgekehrte Wirkrichtung wünschenswert: Vodafone müsste sich öffnen, ein transparentes und offenes Unternehmen werden, Was in dieser Richtung im Rahmen der Kampagne läuft, kann ich aber nicht anders denn als Feigenblatt betrachten. Da wird ein Blog aufgesetzt, das sich gleich als allererstes mal nicht dem “Sturm aus Scheiße” widmet, der von der Kampagne ausgelöst wurde, sondern irgendein eForum als Placebo anbietet, und sich nicht mit dem eigentlichen Thema beschäftigt, das die Blogosphäre aufwühlt. Und auch deine eigene Meinungsäußerung in deinem Blog ging nicht auf das zentrale Thema ein, sondern war eine Art verlängertes Making of.
Man kann nicht eine 8-stellige unidirektionale Kampagne (Spots, Plakate, wahrscheinlich Anzeigen) als “2.0″ mit einem Blog und einer Pressekonferenz verklären, in der zwei freundliche Fragen aus Twitter vorgelesen werden – wenn die Abermillionen der Kampagne nur dem alten Schema folgen, Sympathiefiguren zu zeigen, deren Image ein bisschen auf Vodafone abfärben soll.
Ich weiß aus meiner eigenen Arbeit in der Agentur und für unsere Kunden, wie viele ungezählte Widerstände einer echten Öffnung von Unternehmen entgegen stehen. Das macht man selbst mit vielen Millionen nicht mal eben so, wenn überhaupt. Aber nur für die Öffnung eines Unternehmens, für mehr Transparenz, Demokratisierung oder für das Eintreten in einen echten Kundendialog, also einen auf Augenhöhe, könnten Blogger meiner Ansicht nach ihren Kopf hinhalten, ohne anschließend verbrannt zu sein.
hmm.
ich wiederhole mich irgendwie permanent an allen ecken des netzes, so auch hier :)
1. wir haben in nur 2 1/2 monaten einen gewaltigen prozess gestartet, der noch lange fortdauern wird und das unternehmen vodafone nachhaltig verändern wird
2. die aktuelle kampagne bringt diesen anspruch zum ausdruck und ist eine hommage an leute wie du und ich, die es durch die nutzung von informations-technologie zu einer gewissen bekanntheit gebracht haben. da haben wir frau schnutinger, herrn lobo, herrn basic und ein paar andere protagonisten quasi als snapshot herausgegriffen.
3. das erste produkt für die generation upload ist bereits da: http://www.vodafone.de/update
4. wir haben einen start gemacht. und zwar keine social media kampagne, sondern social media als herz der kampagne, als dauerhafte angelegenheit, die auswirkungen auf die gesamte firma haben wird.
5. für dich und dein blog ändert sich nix und es wird auch keine generelle vodafone-tv-spot-zuguck-verpflichtung einegführt werden. :)
Zunächst einmal: Ich würde mir wünschen, dass du Recht hast. Wenn allerdings Social Media das “Herz der Kampagne” ist, dann hätte ich das auf der Pressekonferenz zum einen einfach mal gesagt. Und ich hätte dem gelackten Marketingfritzen, Gregor Gründgens (?), das Wort verboten – oder ihn wenigstens nicht davon reden lassen, dass es ich “natürlich” um eine “Marketingkonstruktion” handele, deren “Aufsatzpunkt” groß genug sein müsse. Das ist ja genau die alte Marketingdenke: Wir erzählen irgendwas, hier halt was vom Bloggen und online leben (Moment, hatte da die Konkurrenz von den Farbtonpatentierern nicht auch mal was?), und wenn genug Leute die Plakate sexy finden, dann stimmt’s.
Das steht aber im diametralen Widerspruch zu einem Ansatz, der bedeuten würde: Wir verändern uns als Firma, zeigen das auch nach außen, ziehen so neue oder einfach nur spezielle Kundenschichten an und dafür stehen nun Blogger mit ihren Testimonials ein.
Das “Upload”-Produkt, das du erwähnst, werde ich mir mal anschauen, wenn ich heute vielleicht mein zweites Austausch-G1 bekomme. Das wäre tatsächlich ein konzeptionell tauglicher Ansatz: Proukte für Netzbewohner herstellen udn so Image aufbauen. Aber wurde das eigentlich auf der Pressekonferenz erwähnt? Ich kann mich nicht erinnern.
sehr schön geschrieben!
und – ich mach doch nur spaß – wer weiss, wer weiss, ob das bei dem gerät mit dem apfel auch passiert wäre?
ach nee…das gibts ja sowas old-schooliges wie n trackball gar nicht. warum eigentlich? vielleicht weil die dinger so oft klemmen?
[...] pixelboogie on Wie der T-Punkt auf der Schildergasse nur knapp der Apokalypse entgingsurfguard on Gefallene HeldenNIco on Gefallene Heldensurfguard on Gefallene HeldenNico on Gefallene [...]
Hi, was mich wundert ist der erste Satz. “Ich bin sehr zufrieden mit meinem G1″.
Ich habe ein G1 Devphone, was 1:1 Deinem Teemobil Gerät entsprechen dürfte (bis auf die Bootfirmware). Die Akkulaufzeit ist bescheiden. Das Gerät ist klobig.
Im Endeffekt empfinde ich es halt als “erstes Gerät” der Plattform und somit halt noch insgesamt Beta. Die neuen Geräte und Software 2.0 werden es wohl voll nutzbar machen.
Aber mit 1 Tag Batterielaufzeit ist es für mich persönlich nicht alltagstauglich….
Ein kleines bisschen Beta ist noch dabei, wobei mit der Android-Version 1.5 einige paar der schlimmsten Probleme behoben wurde, beispielsweise die fehlende Videoaufzeichnung oder eben die tilt-ausgelöste Bildschirmrotation. und das mit dem einen Tag Batterielaufzeit ist auch mit Cupcake besser gworden, letztlich aber ein Thema, das G1 und iPhone teilen. Es scheint, dass es einfach noch keine hinreichend leistungsstarken Akkus für derartig performanceintensive Mobilgeräte.
und das mit der Klobigkeit ist wohl der Preis, den man für die integrierte Tastatur zahlen muss. Man kann alternativ ja auch das HTC Magic nehmen.
Ich gehe aber auch davon aus, dass die nächste Generation nicht alles anders, aber vieles besser machen wird ;-)
[...] das “erste Produkt” (via) von Vodafone für die “Generation Upload” ist: Branding für Android und [...]
natürlich wurde es erwähnt, wenn auch nur kurz.
lass mich wissen, wie du die app findest, ok?
Ein Produkt für die “Generation Upload”, die ja bisher hauptsächlich downloaden kann, wäre erst einmal eine Flatrate ohne Kleingedrucktes, und insbesondere ohne Volumenbegrenzung. 2.0 wäre dann mit gleicher Bandbreite für up und down.
@Nico: Über die “Update”-Applikation für Android habe ich hierhin meine Meinung geschrieben: http://blogs.23.nu/bubbleboy/2009/07/kurz-reingeklickt-vodafone-update-fur-android/.
[...] http://blogs.23.nu/bubbleboy/2009/07/gefallene-helden/ [...]
“Aber Tatsache ist jedenfalls, dass Vodafone nach zwei Wochen seine erste Kampagnen-Protagonistin verbraucht hat…und es ihnen wahrscheinlich meilenweit am Arsch vorbei geht.
Da bin ich mir gar nicht mal sicher. Menschlich magst du Recht haben, aber geschäftlich hätte nicht viel schlimmeres passieren können. Immerhin berichten Süddeutsche, Horizont, Computer-Bild, Internet World, Frankfurter Ruindschau und andere über Schnutingers Rückzug. Das ist nun wirklich keine Werbung mehr, auch nicht in dem Sinne, dass jede Aufmerksamkeit gut ist.
Na, ich weiß nicht. Im ehemaligen Nachrichtenmagazin stand -meiner Ansicht nach- ein wahrer Satz: Die Menschen, die mit der Kampagne erreicht werden sollen, sind nicht netzaffin (also sinngemäß), da die wirklich verlinkten Leute eh schon im web 2.5 (handyflat, datenflat, iphone, blackberry, twitterapps usw) agekommen sind.
Es geht ums melken der brachliegenden Masse, die im Zweifel wissen was Twitter ist, auch den Ausdruck “Blog” schon mal gehört haben und ganz hervorrangend mit StudiVZ oder XING klarkommen aber von einer wirklich “aktiven Nutzung” der ganzen Gagets noch reichlich weit entfernt sind. Diese Masse hat dann auch keinen “Moralkodex” oder eine emotionale Bindung an bestimmte Nogos. Die sehen am Hbf dreiundzwanzig Plakate mit “Es ist Deine Zeit”, lesen dann im Büro einer Artikel über eine unbekannte Frau, die durch die Werbung aus ihrer Idylle gerissen wurde, gucken sich das Ganze dann mal auf Vodafone an und in dem Moment wo die Preisliste angeklickt wird, ist der vorher gelesene Artikel schon ganz weit weg. Diese Leute haben im Zweifel auch keine Ahnung wer mit Zensursula gemeint ist oder daß die Reaktionen halt gerade deswegen so harsch ausgefallen sind. Es ist schlicht nicht auf dem Radar (oder Bildschirm, wie Du willst).
Ich sehe hier (noch) keinen Nachteil für Vodafone.
btw: Wie sehen denn bei Deinem GoogleHandy die AGBs bezüglich Fremdwartung/Killswitch aus? Nach dem Kindle-Desaster interessiert es mich schon ob ich damit leben muß (iphone) oder ob es auch anders geht…wenn dann demnächst ein neues Mobiltelefon fällig ist.
Percocet….
Percocet verses lortabs. Percocet. Percocet extract how to shoot….
okaye application? Du machst wohl Witze. Die App rockt! :)
ernsthaft, vielen Dank für Deinen Input!
@nico: zu blöd wenn man vergisst das es nur fürs iphone eine “app” gibt ;-D
Ich denke, dass sich Vodafone das schon anders gedacht hat. Für normale Menschen hätte man nicht Lobo, Schnutinger, kosmar und Robert Basic filmen müssen, sondern hätte einfach denselben Spot mit schönen Menschen drehen können. Die wolten schon bei der Netzgemeinde einen besseren Stand bekommen, um von denen dann weiterempfohlen zu werden. Und ich denke, dass die nicht gerne in großen Publikationen lesen, dass sich eines ihrer Testimonials aus dem Web verabschiedet.
Und: Keine Ahnung, was meine G1-AGBs so sagen, ganz ehrlich. Allerdings habe ich erst neulich, im Rahmen der Diskussion um die Vodafone-Flatrates erfahren, dass für meinen Tarif gilt: “Ab einem Datenvolumen von 300 MB wird die Bandbreite im jeweiligen Monat auf maximal 64 kbit/s (Download) und 16 kbit/s (Upload) beschränkt.” 300 MB ist zwar gar nicht soooo wenig, aber gut 200 MB verbrauche ich monatlich auf jeden Fall. Muss mir doch noch mal einen traffic-Zähler installieren.
Vodafone hat da ja wirklich eine lächerliche Hauruck-Kampagne inszeniert mit der sie wohl nicht annähernd ihr Ziel erreicht haben. Bin aber auch mal wirklich gespannt, inwieweit die das Thema noch weiterverfolgen wollen und ob es überhaupt noch weitere Bemühungen in die Web 2.0 Richtung von Vodafone gibt. Aus dieser ersten Aktion hätte man ja auf jeden Fall schonmal einiges lernen können.
Im Prinzip mag ich Deine Blasenartikel sehr. Es tut ja immer gut, wenn einem einer aus der Seele spricht. Einen Irrtum möchte ich aber korrigieren: Es gibt mehrere Blasen. Mindestens zwei. Vielleicht noch mehr.
“Meine” Blase, in der auch ein Großteil der Bekannten lebt, kommt weitgehend ohne Web 2.0 aus. Wer ernsthaft und viel arbeitet (teils mit durchaus modernen web-bezogenen IT-Jobs), hat oft keine Zeit für Twitter, Flickr & Co, hat höchstens mal an einem müden Feierabend ganz kurz reingeschaut. Das hindert uns Bewohner der “Blase 1.0″ übrigens nicht, Teilnehmer der Online-Petition zu sein. Wohl aber daran, an Twitter-Umfragen teilzunehmen…
[...] mich bereits in der Wirklichkeit der Blogs häuslich eingerichtet. Deshalb trifft diese Aussage von The Boy in the Bubble auch auf mich [...]
Bin ja wirklich kein Freund von Ulla, aber das ist ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Ich finde nirgend Hinweise dafür, daß Frau Schmid sich pro-Privatversicherung geäußert hätte oder sonstwie Stellung bezog. Daß die Veranstaltung generell mit ihrem Fachthema zu tun hatte und die Zusammensetzung der Teilnehmer kann man ihr auch weniger vorwerfen.
Natürlich ist das nur der letzte Dreh in einer schon von vornherein seltsamen Geschichte. Und ich habe nicht behauptet, dass sich Ulla Schmidt pro PKV geäußert hätte, nur dass sie sich vor deren Karren spannen ließ. Denn es ist Tatsache, dass die Diskussion in Els Poblets als neutrale Info-Veranstaltung angekündigt worden war, dann aber von einer spanischen PKV zu Werbezwecken genutzt wurde, die zudem noch eine Vertreterin als “Expertin” auf der Bühne platziert hatte.
Das ist kein Skandal von Flickschen Dimensionen. Aber es ist eine interessante Randnotiz, wenn man bedenkt, dass Frau Schmidt für diese Veranstaltung (und den Eintrag ins goldene Buch der Stadt, oder so ähnlich) ihren Dienstwagen, Chauffeur und Chauffeurssohn 5.000 km durch Europa kutschieren ließ.
Nicht mehr, nicht weniger.
Gott sei dank ist der Klinsi – Albtraum jetzt vorbei!!
Hallo surfguard,
schöne, sachliche Zusammenfassung der Unzulänglichkeiten. Aus meiner Sicht könnte man die ausbleibenden Erklärungen zur Finanzplanung hier noch ausführlich ergänzen, die mich vollständig desillusioniert haben.
Gruß
Halblinks
Du bist nicht auf dem neuesten Stand (via).
[...] Bedingt abstimmbereit: DFC und die Demokratie : the boy in the bubble (tags: fortunaköln fans wirtschaft) [...]
@halblinks
Danke für das Lob. Ja, es stimmt, es gäbe da noch ein paar andere Dinge zu berichten, die mehr in Richtung Transparenz gehen. Aber erstens ist der Artikel auch so schon lang genug, und zum anderen finde ich, dass es ja durchaus auch positive Aspekte von DFC gibt. Ich wollte kein Abrechnung schreiben, sondern den Finger auf die meiner Ansicht nach größte Wunde legen: Das meiner Ansicht nach verbesserungsfähige Demokratieverständnis.
[...] dann war da noch die Wahlumfrage des Tages mit einem ganz tollen Ergebnis… [...]
[...] noch der Hinweis auf surfguards Einschätzung der aktuellen Lage beim DFC (Bedingt abstimmungsbereit: DFC und die Demokratie). Das ist natürlich ziemlich starker Tobak, den der Gute da ans Tageslicht gezerrt hat und er hat [...]
Da ist Dir eine Darstellung des “DFC-Problems” gelungen, die auf Polemik vollkommen verzichtet. Grossartig! Ich fürchte nur das die Fortuna die grossen Probleme mit dem DFC noch vor sich hat und die Fortuna für die “Leute vom DFC” nur ein Meilenstein auf dem Weg zu etwas anderem, grösserem ist…:-(
darüber hinaus möchte ich mal wissen, was der “Normalbürger” (DIN 0815) unter “Texte, Fotos, Musik, oder Filme im Internet hochgeladen verstehen”?
Da reduziert sich die Aussage dann eher auf “weniger als die Hälfte aller Deutschen hat schon mal eine e-mail verschickt”
campbell, lange nichts mehr von dir gelesen, insbesondere nicht bei DFC oder auch im Heimspiel-Forum! Schön, dass du dich meldest, und danke für das Lob!
Was deine Befürchtung angeht: Ich bin mir nicht sicher, wie DFC das sieht. Aber ich glaube, dass gerade dann, wenn DFC noch andere Pläne hätte, die Schaffung eines erkennbaren Profils wichtig wäre. Ansonsten würde DFC bei einem anderen Verein nur mit dem Versprechen antreten. Wir sammeln Mitglieder, die zahlen Geld und dann kommt ihr nach oben. Das hätte, glaube ich, als Story schon bei der Fortuna nicht 10.000 Mitglieder gewonnen.
Und wenn ich mich recht erinnere wurde die Umfrage bei LinkedIN gemacht. Das bedeutet also: 60% der deutschen, die LinkedIn benutzen – und dort an Umfragen teilnehmen…
@Marcel Das finde ich online nirgendwo bestätigt. Hast du eine Quelle?
Was ich aber sehr wohl finde, das ist, dass TNS-Emnid selbst die Quelle für Vodafones falschen Blogartikel ist. Auch dort, auf der TNS-Emnid-Homepage steht: “Über 60 Prozent der Deutschen stellen eigene Inhalte ins Internet”. Mir ist völlig unklar, wie die ihre Ergebnisse so offensichtlich fehlinterpretieren können. Ich schreibe dem angegebenen Kontaktpartner bei TNS-Emnid mal eine Mail.
DFC News vom 06.08.
Vier Spieler werden mogen nicht mit dabei sein können. Neben den Langzeitverletzten Ioannis Foukis und Ramin Waraghai fallen Zami Khalil (Meniskusquetschung) und Frank Schroden (Zerrung in der Kniekehle) aus.
Das war wirklich sehr wichtig, dass wir dieses “Drecksspiel” gewonnen haben. Bin sehr gespannt, wie sich die Mannschaft nach diesem Sieg am kommenden Mittwoch gegen Speldorf präsentieren wird. Kevin muss dann wohl tatsächlich mindestens sechs Wochen pausieren. Er wird morgen in Köln operiert. Hat sich aber sehr über den Sieg gefreut :-)
Richtig, Blankenheim spielte zentral hinter den Spitzen (”Zehner”). Blieb dabei aber leider ziemlich unauffällig.
vodafone-Blog: Suicid auf Raten!?…
Knapp einen Monat nach der vodafone Live-PK zur Generation Upload fragt ‘tkx_hamburg’ (am 05. August, 13:42 Uhr) im vodafone-Blog zurecht: “Irgendwie interessiert das nicht so recht… Aber wann kommen endlich die versprochenen neuen Tarife und Dateno…
Na hört mal! eine halbe Millionen Wähler bei einer bundesweiten Wahl ist für eine NEU-Partei ernorm viel!
Und die Aufmerksamkeit in der Presse! Ich denke, wenn die Piraten über eine Millionen Wähler kommen, dann werden ALT-Parteien sich deren Thesen annehmen, bevor die Dinge ins Rutschen kommen?
@Event Lies mal den Artikel richtig. Die Piratenpartei hatte bei der Europawahl knapp 230.000 Wähler, nicht 500.000. Die 500.000 sind meine Abschätzung der Menge der aktiven Netzbewohner. Außerdem glaube ich, dass das Wählerpotenzial der Piraten scharf begrenzt ist.
… 10 von 9 Deutschen können nicht rechnen …
Wenn so schlampig mit Daten und Aussagen umgegangen wird, muss sich die Marktforschung nicht über ihr teilweise schlechtes Image wundern.
Die Marktforschung findet bekanntlich jene Zahlen heraus, die das Marketing braucht. Mit ‘Fakten’ darf man das nicht gleich verwechseln …
Rechtlich unangreifbar… nicht zwingend. Die Abmahnung ist in der Form wahrscheinlich schon angreifbar, weil ggf. kein Anspruch auf Unterlassung, sondern nur auf Korrektur bzw. Gegendarstellung besteht, schließlich gibt es keinen Verstoß ggn. Wettbewerbs- oder Urheberrecht, sondern einzig eine presserechtliche Angreifbarkeit der Geschichte. Ggf. könnte der Herr wohl noch versuchen einen Schadeersatz durchzudrücken – was er aber auch neben der Abmahnung und trotz Unterlassungserklärung könnte.
Danke für den Hinweis!
Hmmm… also zum immer was mit rumtragen sind die Cahiers schon klasse, kommen mir aber (im gegensatz zu den “normalen”, schwarzen moleskines) schwer überteuert vor.
Und, nuja, bei Ideen unter der Dusche helfen sie halt auch nicht.
.
Selbstmord – Was für ein Wort: Der Mord am Selbst? Am Ich. Manchmal ist der Selbstmord eine Selbsttötung. Ein Mensch tötet sich selbst. Wir erkennen einen Grund, eine Ursache, einen Anlass.
Wenn jemand z.B. schwer krank ist, dann wählt sie oder er den Weg aus dieser Welt zu gehen. Das können wir verstehen. Manchmal.
Aber meistens fragen wir: Warum?
[...] Ich folge dem Link von Frau Fragmente auf Twitter: Am Tag meines 30. Geburtstags beerdigte ich eine Freundin. [...]
Mein Cousin fuhr ohne Angeschnallt zu sein mit seinem Twingo gegen einen Alléebaum, wie Zeugen ausgesagt haben war es kein versehen. Einen Abschiedsbrief gab es nicht.. Er starb nach vier leidensvollen Wochen im Krankenhaus. Meine Tante hat diesen Verlust nicht verwunden und stürtzte sich ein Jahr nach dem Unfall ihres Sohnes in einem Treppenhaus in den Tod, seinen ehemaligen Kinderteddy im Arme. Wiederum ein Jahr später schoss sich ihr Mann in einer Scheune eine Kugel in sein Herz, nicht ohne jedoch zuvor sämtliche Verwaltungsfragen bezüglich des Erbes und seiner Bestattung sorgfältig zu regeln. Meine Großmutter mußte innerhalb dreieinhalb Jahre ihren Enkel, ihre Tochter und deren Mann zu Grabe tragen. Ich habe größte Achtung vor dieser Frau die trotzdem noch Lachen kann. Eine Erklärung für diese endgültigen Abschiede suche ich nicht.
ich kenne alle orte und beschreibungen und frage mich jetzt, ob ich auch rossi kannte.
(ich und namen)
@Lu
Das ist natürlich möglich, aber unwahrscheinlich. Die Orte sind ja keine kleinen Szene-Locations, und außerdem ist das alles schon viele Jahre her.
[...] surfguard war übrigens extrem flott mit seinem Spielbericht (und hat die besseren Photos). [...]
[...] kann den morgen besser beginnen als mit http://blogs.23.nu/bubbleboy/2009/08/rossi/ trotzdem – leseempfehlung!! [...]
[...] habe letzten Freitag eine Mail an TNS-Emndid geschrieben, nachdem ich der Meinung war, dass in einer ihrer Pressmeldungen ein grober Fehler gleich in der Überschrift steckt. Nachdem ich von Herrn Krieg, der in der Meldung als Ansprechpartner genannt war, keine [...]
Sehr guter Bericht ! Sehr schöne Bilder ! Burkhard Senior DFC-Mitglied 145
Hallo Surfguard !
Sehr guter Spielbericht/Analyse. 100% Zustimmung !
schönen Gruß
Zumindest haben sie durch diese schlechte Aktion die Aufmerksamkeit vieler Kunden auf sich gezogen, die zwar nicht positiv ist, allerdings bleibt Vodafone damit ja im Gespräch und das tut solch einem Unternehmen ja immer besonders gut. Ob und inwieweit sich das Ganze jetzt noch entwickeln wird, bleibt abzuwarten.
Danke für das Interview Surfguard!
Es fehlten eigentlich nur die Fragen warum denn die Fortuna einen neuen Stadionsprecher brauchte und warum gerade er, Lukas Stelmaszyk, es geworden ist…
Sehr nettes Interview surfguard, Danke
@ campbell: damit Du wieder irgendetwas zum meckern hast, weil Du schlecht geschlafen hast
@cmapbell Ja, hab ich auch drüber nachgedacht, über die Fragen, war dann aber der Meinung, dass die klassische Antwort von Lukas gewesen wäre: “Die Frage musst du dem Trainer stellen ” ;-) Darum habe ich ihn gefragt, was man können muss, um Stadionsprecher zu sein. Aber du hast schon recht: Die Antworten auf deine Fragen wären auch sehr wissenswert gewesen.
[...] 20, 2009 · Kommentar schreiben surfguard hat ein kleines E-Mail Interview mit dem neuen Stadionsprecher der Fortuna, Lukas Stelmaszyk, auf [...]
Du benutzt Firefox ohne Adblock? Fehler.
[...] scheint surfguard Blut geleckt zu haben, was Interviews angeht. Dieses Mal stand Sebastian Flügel, der neue [...]
Hallo Surfguard !
schöne idee die beiden neuen zu interviewen. hast du das auch beim DFC auf der seite verlinkt ? habe ich dort noch nicht gesehen.
bin auch eher zufällig auf deine seite gestossen und sehr angetan !
werde wohl stammgast bei dir werden.
schönen gruß
beatschubiger
@beatschubiger Klar, ich hatte das Interview bei DFC im Forum “SC Fortuna Köln” verlinkt, und auch im Heimspiel-Forum. Freut mich aber jedenfalls, dass es dir hier gefällt.
Da ist es fast schade, nicht in Köln zu wohnen. Die Seite der Freunde und deren Themen finde ich sehr anprechend. Kann es sein, dass seit neuestem die neuen Parteien wie Pilze aus dem Boden schießen? Oder bekommen die Neugründungen durch das Internet einfach eine ganz andere Qualität?
Ich glaube beides. Zum einen entstehen tatsächlich mehr neue Parteien. Und zum anderen hätten die früher mit der Maschine getippte und von Matrize abgezogene Zettel verteilt, weil die kein Geld haben. Heute kann man auch ohne (viel) Geld ein gutes Design, einen guten Sound, ein vernünftiges Video und eben eine weltweite Präsenz erstellen.
Hallo surfguard,
Ich waere ja mitgekommen … hatte sie aber letzte Woche in berlin gesehen und es war wie immer grossartig!
Gruesse aus der Hauptstadt
s.
[...] die Kollegen stillschweigend die falsche Überschrift ihrer Pressemeldung korrigiert. Da heißt es jetzt nicht mehr: “Über 60 Prozent der Deutschen…” sondern korrekt “Über 60 Prozent der [...]
[...] von zwei Dritteln sind zwei Drittel?Archivklitterung bei TNS-Emnid : the boy in the bubble on Keine Eile bei TNS-Emnids.janitz on Kurz reingeschaut: Tortoise in der Kulturkirche in Kölnsurfguard on Deine Freunde, [...]
[...] die Prozentrechnung: Zwei Drittel von zwei Dritteln sind zwei Drittel? : the boy in the bubble on Keine Eile bei TNS-EmnidArchivklitterung bei TNS-Emnid : the boy in the bubble on Vodafone und die Prozentrechnung: Zwei [...]
Also ich finde das auc etwas zu schnell entschieden !
wenn man gute spieler füe ein 4-4-2 hat sollte man auch so spielen!!
ich würde so spielen lassen :
1.Elf
—————————Butt————————-
Altintop—–van Buyten——-Badstuber—Lahm
Schweini–van Bommel–Tymoshtchuk–Ribéry
——————Gomez——Olíc———————-
2. Elf
————————–Rensing—————————–
Lell————Breno———-Demichelis—Braafheid
——–Sosa————Ottl—————-Pranjic———
——-Müller————Toni—————Klose———–
[...] Für einen steuerfinanzierten Nahverkehr : the boy in the bubble blogs.23.nu/bubbleboy/2009/06/fur-einen-steuerfinanzierten-nahverkehr – view page – cached SurfGuards Blog über das Leben in einer Blase aus Medien, Fußball und Musik — From the page [...]
[...] Sascha Lobo. Und die Blogosphäre war entsetzt. Wie können sich Blogger für sowas hergeben, heißt es. Naja, bei der ganzen Kritik lacht sich schlußendlich Vodafone (und die [...]
obwohl ich jetzt wo wo arjen robben da ist wird ich eher so spielen:
—————————-Butt—————————–
—Altintop—van Buyten—Badstuber—Lahm—
—Schweinsteiger—van Bommel—Robben—
———-Olíc——–Gomez——-Ribéry————-
altintop als rechter aussenverteidiger halte ich international für nicht machbar. robben ist auf rechts aussen in seiner bester position (geht oft von rechts aussen in die mitte, um mit seinem starken linken fuss abzuschliessen). ansonsten fehlt mir in der abwehr noch ein lenker, international ist bayern in der defensive (wozu ich auch das defensive mittelfeld zähle) noch zu schwach.
—————————-Butt—————————–
—Altintop—van Buyten—Badstuber—Lahm—
—Schweinsteiger—van Bommel—Robben—
———-Olíc——–Gomez——-Ribéry————-
soory die aufstellung könnte dann so aussehen:
—————————-Butt/Rensing—————————–
—Lahm/Lell — van Buyten — Demichelis/Badstuber — Breno/Braafheid —
— Schweinsteiger/Altintop— van Bommel/Timoschtschuk — Olic/imoschtschuk/Pranjic —
———-Robben/Altintop——–Gomez/Klose/Toni——-Ribéry/Olic
jaa bin deiner meinung abgesehn von lahm und später viell badstuber ist da wirklich nichts besonderes
ich habe auch schon nicht verstanden warum man lucio hat gehn lassen!!!
also an bayerns stelle würd ich mich noch nach einem IV umsehn!!!
diese varinte ist auch gut:
————————————butt————————————
—lahm—van buyten—demichelis/badastuber—pranjic–
—Schweinsteiger—van Bommel/tymoshtchuk—Ribéry—
———-Robben———Gomez/Klose———Olíc————–
ich weiß nicht was du willst, die Quali war wirklich gut auf laola1.tv… auch anderen spanien fans haben sich es dort angeschaut und waren mit der TV Quali zufrieden, vielleicht hättest du einfach mal auf “high” stellen sollen???
ich fand den Kommentator okay, sicherlich nicht der beste aber okay. willst du jetzt ernsthaft behaupten das die sky/premiere kommentatoren besser waren/sind? ich als barcelona fan rege mich ja schon nicht mehr auf wenn mal wieder xavi und inesta verwechselt wurden sind und/oder mal die berichterstattung auf bild zeitungsniveau war…
wen würdet ihr als IV holen wenn ihr entscheiden dürftet (jemand der auch möglich ist nciht zb. nesta oder terry)?????
und noch eine frage falls du fifa 09 spielst!!!!!!
was glaubst d u ist besser fifa 10 pc oder fifa 10 ps2??
thx schonmal für antworten!
Was ich will, hab ich ja versucht, in klaren Worten zu beschreiben: Qualität in Stream und Kommentar. Natürlich HATTE ich den Stream auf Qualität “high” stehen, der Stream hatte aber definitiv keine hohe Qualität, wie sie etwa das ZDF in seiner Mediathek bietet, es war deutlich schlechter als eine Übertragung auf Sky mit verminderter Bandbreite.
Und ja: Ich will ganz, ganz ernsthaft behaupten, dass die Premiere-Kommentatoren viel besser waren als der von gestern. Wenn die Berichterstattung auf Bild-Zeitungsniveau gelegen hätte, dann hätte ich mich übrigens nicht beschwert. Das war aber mehr auf Schülerzeitungsniveau. Ganz im Ernst: Bei Madrid-Coruna (andere Spiele habe ich noch nicht gesehen) war das einfach eine Luftnummer.
Wenn man wie vor 3 jahren gezwungen war ,aufgrund der ignorierung von premiere der primera division,auf stream zurückzugreifen war die qualität bei laola schon ganz ordentlich.
Meine gequälten augen können dies bezeugen.
Ein stream bleibt eben ein stream.
Bezüglich komentator kann ich nur zustimmen.
Mein unsäglicher landsmann aus österreich hat in der tat die wohl leistung eines kommentator geboten den die welt miterleben musste…
Da würde aus lotina schnell pellegrini und damit nicht genug dichtete er den guten pellegrini die argentinienische staatsbürgerschaft an.
Als alternative zum stream kommentator sei candena ser für die ohren empfohlen.
Also für mich hat der Stream absolut gepasst. Leider wird halt oft vergessen, dass manches im Netz gratis ist!!
@vamos2 Vergessen hab ich das nicht, sogar ausdrücklich erwähnt. Und außerdem habe ich ja auch explizit gesagt, dass ich von Sky erwarte, dass ich für mein Geld auch eine qualitativ hochwertige Übertragung der PD bekomme.
Aber besser wird der LaOla1-Kommentator auch nicht dadurch, dass ich ihm kein Geld zahle.
Schönes Interview! Gut gemacht.
Danke :-)
Super Interview. Danke!
Klasse ! Eine Frage hätte ich Stephan Glaser gerne noch gestellt: Ob er sich nach Ende seiner aktiven Zeit eine Zukunft im Fortuna-Management vorsstellen könnte.
[...] so die ganz schweren Brocken, ist schon klar. Aber, wie der Kapitän Stephan Glaser es so schön in dem Interview, daß surfguard mit ihm geführt hat (und in dem es noch weitaus mehr zu erfahren gibt, sehr lesenswert), ausführt, die NRW-Liga ist [...]
Also war Samstag dabei und das war echt voll ok….Übertragung hat super gefunzt
Hallo Surfguard,
als ich heute morgen einen ausführlichen Artikel darüber gelesen habe, in dem darauf abgezielt wurde, dass der eine Täter sich “aktiv” zum Gangsta-HipHop bekannte, dachte ich direkt an Internetsperren für HipHop-Seiten und Verkaufsverbote von solcher Musik.
Dumm nur, dass die beide in Jugendunterkünften lebten, in denen der Zugang zu gewaltverherrlichenden Killerspielen wohl erschwert war. Sonst hätten man den alten Argumentationsreflex einfach nur zucken lassen müssen.
Ich habe gestern in einem Eintrag bei mir ähnliche Überlegungen angestellt (ich erlaube mir einen manuellen Trackback, wenn nicht genehm bitte löschen)
Einen weiteren Satz habe ich mir nach etwas Überlegung dann verkniffen – die extrem polemische Formulierung, das man dann konsequenterweise schon Kameras mit installierter “Exekutive” einrichten müßte. Sprich – Selbstschussanlagen. Die jüngere deutsche Geschichte hatte da ja ein paar Anwendungsbeispiele.
@ker0zene: Für die Polemik kannst du dann gerne auf mich verweisen ;-)
http://www.schockwellenreiter.de/blog/2009/09/14/rette-deine-freiheit/
Ob die Gesellschaftskritik tatsächlich Ziel Nummer 1 des Films ist, mag man noch in Erfahrung bringen.
Das mit dem Geballer, nun ja, ich mag es auch nicht unbedingt, doch berücksichtigt man den Schauplatz, macht es Sinn. Johannesburg ist Testarea für angehende Anwälte, warum wohl …
[...] Vorschau auf Fortuna Köln – SV Bergisch Gladbach 09, leider ohne … [...]
[...] Fortuna Köln – Alemannia Aachen II 2-4 (1-2) : the boy in the bubble [...]
schön kurzweilig, weiter so.
Surfguard, dat haste joot gemaat! Solch einen schönen Fußballnachmittag, unbeschwert und sonnig und überhaupt, den wünscht man sich öfter erleben zu dürfen. So gesehen war es nett, Deinen schönen Bericht zu lesen, die guten Fotos zu sehen und einfach ein bißchen in Gedanken dabei gewesen zu sein.
Viele Grüße
MathewAdam
Ich gebe Dir eigentlich fast komplett recht!
Aber ich bin ja auch schon länger bekennender Ungültig-Wähler
(einfach aus Mangel an Optionen).
Ich muss aber sagen, dass mir der Wahlspott der ÖDP — hm, wie sagt man? –
weniger mißfallen hat als der Rest.
So z.B. die Behauptung, man setze sich für mehr direkte Demokratie ein.
Aber ganz ehrlich, ich werde erst nach Verlassen der Wahlkabine wissen, was
ich gewählt habe…
Tatsächlich habe ich nach meinem Artikel auch mal bei der ödp vorbeigeschaut, mir den Wahlspot angeguckt, und gedacht: Mensch, das ist ja genau das, was ich in meinem Artikel geschrieben habe. Aber einfach nur damit zu werben, warum die anderen schlecht sind, reicht mir nicht.
Und direkte Demokratie ist nun wirklich nicht mein Steckenpferd, da bin ich eigentlich sogar deutlich dagegen. In anderen Ländern mag das funktionieren, in Deutschland befürchte ich eine Zunahme des Populismus, der für mich ohnehin schon ein unterträgliches Maß erreicht hat. Stell dir mal eine Volksabstimmung über Netzsperren vor… Mir wird schon beim Gedanken schlecht
Für mich ist es meine aufschlußreichste Wahl seit langer, langer Zeit gewesen. Weil ich zum ersten Mal das Prinzip der “Protestwahl” verstehe. Nicht nur in einem abstrakt-intellktuellen Sinne, sondern weil ich – wenn überhaupt – “Protest-Wählen” gehe.
Ich habe es aufgegeben, eine Partei zu suchen, die eine große Übereinstimmung mit meinen Auffassungen und Inhalten besitzt. Zuletzt haben sich die Grünen durch ihr Abstimmungsverhalten in Sachen Zensursula für mich unwählbar gemacht – nicht nur durch die Abstimmung selber. Es gab in den darauffolgenden Wochen weitere grüne Stimmen die in die gleiche Kerbe schlugen, die ahnen lassen, dass die offizielle Position der Grünen in Sachen IT/Internet im Parteiprogramm keine ausreichende parteiinterne Unterstützung erfährt und das Papier nicht wert ist.
Ich werde also nicht mehr die Partei wählen, die in ihrer Gesamtheit des Parteiprogrammes mir am nächsten steht, sondern nur noch punktuell jene Partei, die bei einigen wenigen Themen die mir derzeit am wichtigsten sind, eine akzeptable Position anbietet. Drauf geschissen ob die Partei eine konsequente Außenpolitik besitzt oder Kernkompetenzen im Bereich der Arbeitspolitik besitzt. Es gibt für mich nicht mehr DIE Partei, die *alle* *meine* Themen auf befriedigende Art und Weise behandelt. Also setze ich Schwerpunkte.
Ich werde die Piraten wählen. Nicht weil ich von ihr eine erfolgreiche Umsetzung von Politik erwarte, sondern den anderen Parteien ein deutliches Signal geben möchte, dass ich die IT-/Netzpolitik für wichtig halte und ich mich darin überhaupt nicht mehr in den großen 4-5 Parteien wiederfinde.
Damit das Signal ankommt, braucht es keine 5% für die Piraten. Es würde reichen, wenn sie einen derart substantiellen Zugewinn unter den Sonstigen bekommt, dass sie mediales Interesse produziert. Dieses mediale Interesse – z.B. im Schreiben von Schirrmacher-Kolumnen – ist in diesem Sinne wichtiger als die Frage ob die Piraten 1,7% oder 2,8% bekommen.
Ob es Große Koalition oder Schwarz-Gelb gibt, halte ich darüberhinaus angesichts des zur Debatte stehenden Personals dann auch für völlig wurscht.
@dogfood: Im Moment tendiere ich auch dahin. Aber es frustriert mich sehr, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben niemanden habe, der meine Interessen im Parlament vertreten wird. Vielleicht geht’s mir (und anscheinend auch dir) aber da nur genauso wie den Anhängern der Grünen in Ende der Siebziger und Anfang der Achziger.
@Surfguard: “Aber es frustriert mich sehr, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben niemanden habe, der meine Interessen im Parlament vertreten wird.”
Mir geht es derzeit in weiten Bereichen meines Lebens so – auch was Massenmedien angeht. Durch mein Leben zieht sich ein Trend zur (in Ermangelung eines besseren Begriffes) “Spezialisierung”. Ich greife weniger zu Pauschalangeboten, sondern zu speziellen Angeboten. Ich bin mit offiziellen und inoffiziellen Streamangeboten zufriedener als mit dem derzeitigen SKY-Angebot. Ich kaufe lieber in kleineren, speziellen Läden als im Supermarkt ein. Mein Musikgeschmack wird inzwischen nur noch von einigen wenigen Quellen gespeist. nicht mehr Radiosender, sondern nur noch Radiosendungen und DJ. Deutsche Politik nehme ich immer weniger über Massenmedien wahr, sondern vermehrt über Blogs und Tweets wahr.
ich werde entweder alt oder die Welt ist zu sehr fraktalisiert um noch gemeinsame Nenner zu finden.
Ich finde du beurteilst District 9 zu schlecht. Ich finde, es ist ein sehr unterhaltsamer science fiction Film mit einem interessanten Setting. Und ich bin nicht sicher, ob ein ‘City of God mit Aliens’ wirklich spannend gewesen wäre.
[...] VfB Speldorf – VfB Hüls 3-1 (0-0) : the boy in the bubble [...]
@Yoshi: Kann sein, dass ich zu streng bin. Aber der Trailer bewarb ein “City of God mit Aliens”, wie du schön schreibst. Ich wollte in erster Linie nur das haben, was man mir verkauft hat – und glaube in der Tat auch noch, dass das der bessere Film gewesen wäre.
Dann schauen wir mal mit welchen Stilblüten uns die Praktikantin (so sah sie jedenfalls für mich aus) nach dem Desaster heute präsentiert.
Aber: Nach solch einer Frechheit (und das sage ich als FC-Fan!) müßt Ihr andere Sorgen haben als den KStA.
Meine Güte. Spricht man nach einer solchen Vorstellung, gegen -ja nun auch wirklich schwache Herner- von einem Offenbarungeid oder kommt jetzt: “Ja, aber, wenn der Pfostenschuß in der ersten Halbzeit drin gewesen wäre” von Mink? Wow, war das übel!
Muß eigentlich eine Abstimmung beim DFC durchgeführt werden um MM zu feueren oder kann das der Vorstand alleine bestimmen?
Die DFC-Mitglieder müssten zustimmen.
Auch ich habe Angst ! Deshalb habe ich mich heute entschlossen, für einen Trainerwechsel zu stimmen – widerwillig, aber von der Notwendigkeit überzeugt !
Burkhard Senior – DFC-Mitglied 145
Eine excellente Analyse!
[...] ein hohes Mobiliserungspotenzial. Nach eigenen, wohl leicht überhöhten Schätzungen, sind derzeit rund 500 000 Menschen Teil der digitalen Bürger_innen-Bewegeung Zur Freiheit-statt-Angst-Demonstration im September 2009 kamen Veranstalter_innen 25 000 Menschen. [...]
Sehr interessanter Artikel! Vor allem die Rückblenden- und Vorschau-Technik hört sich sehr gut an. Stehe auf solche filmischen Effekte.
ich glaube, das soll texanisch sein. viell. auch süd-oklahoma?
Die zweite Staffel kann natürlich nicht ganz an die erste heran reichen, weil wir einiges schon kennen und weil wir wissen, welcher der oben angeführten großartigen Schauspieler uns in der Fortsetzung fehlen wird. Dennoch hält sich das Niveau auf hoher Ebene. Auch West Wing hatte schwächere Staffeln, aber wie Du schon sagst, besser wird Fernsehen nicht.
@ Max Viel Spaß mit der Serie!
@vincent Ich dachte, texanisch zu kennen, und dass es das nicht ist. Vielleicht eine gemäßigte Variante? Ich hätte eher auf New Yorkerisch getippt, wo die Serie immerhin spielt, aber ohne dass ich wüsste, wie sich das anhört.
@fishy Ja, sehr schade, dass dieser Schauspieler fehlt. Gerade auf den verzichte ich ungerne. Ich werde heute abend mal in die ersten Folgen der zweiten Staffel reinschauen.
ich fand beide staffel überragend gut. die zweite ist nicht ganz so packend, aber sie spielt ebenso wunderbar mit den zuschauern und deren erwartungen. das ende von teil zwei, an dem sich etliche, aber nicht alle, knoten lösen ist zumindest genauso grandios wie das der ersten staffel. ich freu mich zumindest auf die dritte staffel, danach soll glaube ich schluss sein, wenn ich mich recht erinnere.
für mich hört sich “mah teeth fohl aeout” auf jd fall ziemlich nachm süden an, ich muss aber gestehen, dass ich mein viertel-wissen über amerikanische dialekte ausm kino hab. vielleicht hab ich mich auch an john wayne erinnert gefühlt, den ich selbstredend immer für einen texaner gehalten habe, der aber, in iowa geboren, in kalifornien das sprechen gelernt hat.
Dieses „FastForward” hat Dich also nicht geFlasht? ;)
Danke für den Hinweis, hab den Titel mal korrigiert :-) Nein, hat mich nicht geflasht, wobei die zweite Episode schon etwas besser war, die dritte hab ich noch nicht gesehen.
Bei mir wars genau andersherum: Die zweite Episode fand ich deutlich schlechter als die erste, die dritte besser als die zweite. Insgesamt fehlt mir irgendwie was greifbares: Aliens, Zeitsprünge, Naturkatastrophen. Deshalb fand ich die erste Episode zumindest unterhaltsam.
Dem Wunsch nach mehr Publikum kann ich mich ebenfalls nur anschließen. Ebenso wie der Kritik an quasselnden Konzertbesuchern.
Ansonsten eine sehr schöne Zusammenfassung eines tollen Konzerts :)
Mich haben die Jungs in jedem Fall umgehauen….
ich glaube das Problem ist eher – listet man eine Mannschaft mit Torwart hinten (=oben) oder vornr (=unten) – denn davon ist dann abhängig ob links rechts stehen muß oder doch links….
Re: “Es gibt keinen dem Medium innewohnenden Grund dafür, dass Kinofilme über DVB ausgestrahlt werden sollten.”
Doch.
Zappen.
Zappen und dann erstaunt an gute Filme hängen bleiben, die man sonst nie im Leben sich bewusst angesehen hätte.
Ich kenn kein Empfehlungssystem dieser Welt (Tivo, Amazon, Apple/Genius), dass mir diesen Moment geben kann. Das schafft nur das Zappen und gute Radio-DJs.
Das Argument verstehe ich, bei mir selbst ist es aber nicht so. Im Gegenteil. Voller Überraschung habe ich festgestellt, dass die sagenhaft gute US-Serie Damages schon im deutschen TV gelaufen war, bevor ich sie über Amazon-Empfehlungen (Kunden, die das gesehen haben…) im Web entdeckt, mir gesaugt und angesehen hatte.
Und mit Microblogging (inkl. Facebook-Statusmeldungen) gibt es bereits jetzt einen konstanten Stream von Medientipps von Freunden und Bekannten, der zusammen mit hoffentlich besser, insbesondere breiter streuenden Empfehlungsmechanismen großer Medienanbieter genügen müsste, damit man immer weniger Kracher verpasst.
LOL, Für dich auch? Ich meine, was ist denn das für eine beschissene Müsliantwort? Das wäre ja wohl nur noch steigerbar durch: “Für dich und deine Familie auch”
Made my day!
Sehr gerne ;-)))
Made my day. (Ich wollte eigentlich was Originelleres schreiben, aber dann fiel mir wieder ein, worum es in dem Artikel geht.)
Ja, da muss man eben ein bisschen mit der Zeit gehen. Wenn ich meinen Sport verteidige, gibt es kein Doping, wenn ich aber verliere, dann dopen die doch alle. Wo ist das Problem?
die wird nie eine schuld zugeben. sie verkauft alle für dumm.
ehrgeizig, gierig,eiskalt. sie will weiterhin gewinnen. das sieht man ihr an.
und alle ,die sie unterstützen, machen sich mitschuldig.
Kein Problem. Nur erstaunlich, dass es man es schafft, beide Positionen fast in einem Satz unterzubringen. sowas gelingt sonst nur dem Kaiser.
Ja gut, äh…
Hallo,
schönen Dank für Deinen Spielbericht.So bekomme ich als weit entfernter Fortuna Fan einen gute Eindruck von dem Spiel und die
Einschätzungen helfen auch weiter.Ganz abgesehen von den Klasse Bildern.
Gruß Rotbart
Mir haben die zwei “Made my day” Kommentare dagegen die lustige Pointe versaut.
Auf der einen Seite lachen die beiden Kommentatoren über Leute, die nicht “Bitte” oder “Danke” sagen können, dann bekommen sie’s aber nicht hin, auf Deutsch ihre Freude über den Eintrag zum Ausdruck zu bringen.
#fail
Ich wollte schon schreiben: Sei nicht so streng! Doch dann fiel mir auf, dass das unter diesen Artikel nun wirklich nicht passen würde.
Tja, das Leben kann so scheisse sein, mann muss sich nur mühe geben.
Ich fragte mich eh schon seit langem, warum du nach 40 Jahren schwarzfahren jetzt sowas hast?
Ich bin nur 10 Jahre schwarzgefahren. Aber die Nerven lassen nach (nicht nur aktuell in der linken Wade), und so richtig gesellschaftsfreundlich verhält man sich ja schwarzfahrend doch nicht, wenn es auch implizit die Umstände akzeptiert. Mein Revoluzzergeist äußert sich jetzt eher in Briefen an Behörden. Auch hier habe ich eigentlich noch vor, einen zu schreiben.
Feines Interview, lieber Surfguard !
Hoffe, dass das beruhigend auf die hartnäckigen Mink-Gegner wirkt.
schönen gruß
peta
Danke für das Lob! Aber nur um’s gesagt zu haben: Ich habe das Interview nicht geführt, um zu beruhigen, sondern damit sich die DFC-Mitglieder vor der Abstimmung ein besseres Bild machen können, wie auch immer das im Endeffekt ausgefallen wäre.
[...] und eigentlich sollte auch nicht ich diesen Blog hier schreiben, sondern der gute surfguard, der ein hervorragendes Interview mit Matthias Mink geführt hat, welches sich seit ein paar Tagen in seinem Blog nachlesen lässt. Das Interview fällt insofern [...]
Hä? Frauen und Rentner bezhlen weniger Eintritt? Also bei Jugendlichen sage ich ja (aufgrund des Geldbeutels), das ich einverstanden bin. Bei Rentnerrn (bekanntlich die Gruppe mit dem meisten Geld in Deutschland) könnte man noch ein Auge zudrücken. Aber das Frauen weniger zahlen ist ja total witzig.
Sollten wir beim FC auch einführen…witzig wäre es…
Ja, ein sehr schönes Detail, das ich heute morgen in der Eile vergessen habe, hervorzuheben.
Das ist doch fast überall in der NRW-Liga so. Außer bei Fortuna habe ich als Frau noch nirgendwo den vollen Preis gezahlt. Am Anfang wollte ich es nicht glauben und fand es auch irgendwie beleidigend – mittlerweile sehe ich das gelassener und investiere dafür ins Catering.
Tatsache? Ich fahre ja nicht auf so viele Auswärtsspiele, aber es ist mir noch nirgendwo aufgefallen. Du als betroffene Randgruppe wirst es aber besser wissen ;-)
“Aber wo ist der offene Webstandard, der es mir ermöglicht, ein Profil anzulegen und mit dem Besitzer einer anderen Emailadresse eine soziale, nach Freigaben abstufbare Beziehung einzugehen?”
http://www.foaf-project.org/
Gibt’s schon seit gut 9 Jahren, dürfte aber mit dem Rest des Semantic Web in die ewigen Jagdgründe eingegangen sein…
Ach, das ist das! Da seh ich doch sogar jeden Tag ein kleines Icon auf unserem freundlichen StatusNet-Microblog. Danke für den Tipp!
War heute leider nicht im Stadion deswegen ein dickes DANKE für den exakten Spielbericht.
Immer wieder toll zu lesen, auch wenn’s die Fortuna ist.
Gute Berichte.
Grüße aus Siegen. (wo’s zur Zeit nicht ganz *hüstel* so gut läuft.)
Ha! Und gute Musik hört er auch noch.
Portugal.The Man. (Meine Wenigkeit war im November in Gebäude 9. Klasse. Haste was verpasst!)
Und der Rest deiner Konzerte sind ebenfalls klasse.
Cheers!
Danke!
[...] Der Zufall will es, dass gerade gestern, was ich aber erst heute lese, der Fortuna-Köln-Insider Boy in the Bubble einen längeren Einblick in die Trainerdiskussion als Basisdemokratie gibt. Weil er zudem den Bezug [...]
Weiterhin gute Genesung. Watt man nich alles kriegen kann…. Schöne Feiertage trotzdem!
@werner
mittlerweile gibt es sehr viele experten, die medizinische gründe haben um das cas urteil in frage zu stellen. leider werden diese nicht so in den medien präsentiert wie die herren sörgel, franke und co!!!
außerdem macht sich niemand mitschuldig, nur weil er claudia pechstein in dieser, für sie sehr harten zeit unterstützt.
tja, es ist wohl viel einfacher, sich der meinung anzuschließen sie habe gedopt, als gegen den strom zu schwimmen und etwas gegenteiliges zu glauben und dies auch zu sagen- zumindest solange bis ihr nicht etwas klipp und klar nachgewiesen werden konnte!!!
Die geladenen Leute sind keine Sachverständigen, sondern Auskunftspersonen.
Hast du denn das Playstation-Foto dann verkauft? Und wofür wurde es verwendet?
Keep us posted, ich bin auch gespannt was bei der Sache rauskommt. :-)
Ja, das Playstation-Foto habe ich damals verkauft. Die Verwendung auf dem englischen Markt habe ich leider nie gesehen, obwohl ich noch ein paar Mal nachgefragt habe. Das Geld haben jedenfalls die beiden “Models” auf dem Foto und ich in eine schöne, große neue Singstar-Party gesteckt. Die dort entstanden Fotos wollte aber leider niemand mehr kaufen. Schade, das hätte ein Perpetuum Mobile werden können.
immer druff
Mein Vater hat in der Dusche immer ein paar abwaschbare Stifte liegen. Allerdings doof wenn die Dusche so klein ist das alles nass wird. Aber sonst nicht dumm. Find ich. Müsste ich auch mal machen, die besten Ideen hab ich nämlich auch da. Oder direkt daneben. Aber da gehts dann ja mit dem Cahier.
[...] gemocht zu werden. Das er Fußball mag, ist einen Tatsache, die dann schon alles klar macht (leider der falsche, aber wenigstens ein Kölner Verein). Dazu hat er noch Gefallen an Kunst, Kultur und Musik und manchmal lese ich was er so macht und [...]
[...] macht (leider der falsche, aber wenigstens ein Kölner Verein). Dazu hat er noch Gefallen an Kunst, Kultur und Musik und manchmal lese ich was er so macht und bin erstaunt, denn das könnte [...]
[...] (leider der falsche, aber wenigstens ein Kölner Verein). Dazu hat er noch Gefallen an Kunst, Kultur und Musik und manchmal lese ich was er so macht und bin erstaunt, denn das könnte meist auch [...]
Hallo,
vielen Dank für Ihren supernetten Verweis auf die niedlichen.
Vielleicht interessiert es Sie, daß die Serie seit Weihnachten 2009 im Netz wiedererscheint – neue Folgen und auch die alten.
Lieben Gruß,
Felix Reidenbach
Oh, ja, das interessiert mich brennend! 1000 Dank für die Nachricht – und für die schon wieder sehr, sehr lustigen Bankhaus-André-Wange-Tafeln!
habe das stück vor ein paar jahren in der fassung von thomas potzger mit thomas thieme als danton und dem unglaublich guten christoph pütthof als camille (oder lucile? weiß nicht mehr) am bochumer schauspielhaus gesehen. die bochumer inszenierung war nicht besonders radikal, im gegenteil: außerordentlich schlicht, und der text wurde nicht deklamiert, sondern gespielt; es wurde einem relativ leicht gemacht, mitzufühlen. trotzdem blieben die figuren merkwürdig fremd, gleichsam im jenseits, wie hinter milchglas, und die stimmen weit entfernt; der text hingegen stand die ganze zeit wie ein schwarzer monolith dirket vorne auf der bühne. ich glaube fest, dass der text von dantons tod so unglaublich stark und eigenartig ist, dass man beinahe inszenieren kann, wie man will — der text ist hier immer irgednwie der star.
p.s. die “Das Volk lief in den Gassen, jetzt ist alles still”-stelle ist mir auch unheimlich nahe gegangen. ich erinnere mich nicht mehr deutlich an die szene, ich glaube, die julie ist dabei in einer versenkung im boden verschwunden — der text hallt auf jeden fall bis heute nach.
Na ja, den Vorschlag finde ich aber auch etwas seltsam. Einem Uli Hoeneß zu verbieten, sich über ein Tor des FC Bayern zu freuen, ist realitätsfern und kann doch auch nicht im Sinne des Fußballs sein. Der Fußball (Achtung Phrasenschwein-Satz) lebt nun mal von dem Emotionen der Beteiligten. Natürlich sollte das nicht diffamierend sein, aber wenn unser Uli in den Armen von Karl Hopfner liegt, dann gehört das einfach dazu. Und tut auch keinem der gegnerischen Fans/Offiziellen weh.
Darum geht es meiner Meinung nach in dieser Diskussion auch nicht. Im von dir zitierten Teil des Briefs werden ja einige Punkte angesprochen, die die Fans stören und meiner Meinung nach durchaus auch verständlich sind. Hier gilt es anzusetzen, wenn es KHR überhaupt darum geht. Für mich riecht das aber vielmehr danach, dass Spiele in der AA immer mehr zum Ganze-Familie-Wohlfühl-Event verwandelt werden soll. Das ist entgegen meiner Vorstellung von Fußball. Dazu gehört nun mal eine gewisse Rivalität. Keine Gewalt, kein Hass, keine Verleumndung. Rivalität. Und nebeneinander stehende Fahnenschwenker vom FCB und 1860 (jaja, irgendwann vielleicht mal wieder…) beim Einlauf der Spieler ist keine Rivalität, sondern zu Statisten verkommene Fans in einer inszenierten Schein-Fußballwelt.
Du hast recht. Und deswegen hatte ich auch geschrieben, dass ich mir nicht sicher bin, ob der Vorschlag genau so nach Deutschland passt. Mir ging es darum, dass der Vorstand einfach bei sich selbst beginnen soll, den Gegner mehr zu respektieren. Beispielsweise könnte sich Uli, über dessen Attacken ich mich immer königlich freue, komplette Zurückhaltung auferlegen und etwa nach dem Spiel nichts Negatives über den Gegner, dessen Spieler oder über den Schiri sagen. (Und damit meine ich, auch nicht zu sagen, dass man jetz besser nichts sagt.) Oder wie wär’s denn, wenn er eine Willi-Lemke-Fahne schwenkt, anstatt eine Hoffenheim-Fahne vor der Südkurve wedeln zu lassen?
Der FC Bayern ist, bei all meiner Liebe zu diesem Verein, in der Vergangenheit nicht durch mangelnde sportliche und auch wirtschaftliche Aggressivität gegenüber seinen Gegner aufgefallen. Ich denke auch, dass das dazu gehört, solange es eben sportlich bleibt. Aber deshalb empfehle ich dem Bayern-Vorstand: Fresse halten und erst mal vor der eigenen Türe kehren, und im übrigen auch positives Fanverhalten fördern, zu dem auch das Schwenken großer Fahnen im Stadion gehört, bevor man den Gegner stark macht. Selbst mit gutem Beispiel voran gehen, erst dann andere belehren.
Hallo surfguard,
danke für Deine interessante Kritik, habe das Stück ähnlich empfunden, auch ganz begeistert über die Hervorhebungen und Weglassungen, die viele Passagen in ganz anderer Intensität erscheinen lassen. Wunderbarer Gedanke, die Frauenrolle so gesondert zu gewichten und die Differenz zwischen Bewegung/Tanz und Inhalt. Solch ein Genuß!
volle Zustimmung ;-)
Ist vom Phrasenschwein zu sprechen inzwischen auch mit Geldstrafe in selbiges unter Strafe gesetzt? Sollte es auf jeden Fall…
Schöner Beitrag. Vor allem der letzte Absatz über den Selektionseffekt des frühen Internets ist bedenkenswert.
“Jezt ist eigentlich nur noch die Frage offen, wer den Herren Schünemann und Pfeiffer diese Studie zumailt?”
Zumindest beim Pfeiffer kannst du dir die Mühe sparen. Der Mann ist im Grunde mehr Lobbyist als Wissenschaftler. Lies mal seine Publikationen…
Mir geht’s in Teilen wie meinem vorgänger: ich finde vor allem den letztenTeil des Beitrags sehr bemerkenswert. Andererseits finde ich nicht wirklich, daß es grundsätzlich glücklich macht, daß im Netz mehr über einen bekanntt wird, oder besser ausgedrückt: ich bezweifle, daß das in vielen Fällen wirklich so ist. Ich mache oft die Erfahrung, daß Leute sehr stark selektieren, wie sie gesehen werden wollen, und daß dann nach einiger zeit die volle Wahrheit eher dafür sorgt, Kontakte wieder zu erschweren oder abzubrechen. ich kenne zum Beispiel viele blinde Freunde und bekannte, von denen einige konsequent im Netz verschweigen, daß sie blind sind, was natürlich ihr gutes Recht ist, aber den Effekt, daß sich neue Kontakte dann doch nicht damit auseinandersetzen wollen, nur verschiebt und verschärft, wenn das thema dann irgendwann doch zur Sprache kommt. ich finde das Internet weder gut noch schlecht, nur man muß wie mit allem eben bewußt umgehen, und dieser KOmmunikationsweg bietet natürlich tausendmal mehr Möglichkeiten, ein gewünschtes Bild von sich zu zeichnen, was in “realen” Kontakten schneller bemerkt würde. Ich glaub also, mal ganz geschwollen ausgedrückt, daß das Internet zumindest die sog. “soziale kompetenz” nicht unbedingt fördert.
Danke für die freundlichen Kommentare!
@Lars
Dass Prof. Pfeiffer Lobbyist ist, weiß ich. Wenn ich die Schlussfolgerung richtig verstehe, dann lohnt es sich nicht, ihn klüger zu machen, weil es ihm nicht um die Sache, sondern um ein wirtschaftliches Ziel geht. Da ist natürlich was dran, aber ich glaube immer noch an die Wunderkraft der Wahrheit :-)
@Nest
Die Hypothese (!) des Originalartikels ist nicht ganz so schlicht, wie ich sie in meiner Überschrift dargestellt habe. Es geht darum, dass man seinen bestehenden Freunden gegenüber durch z.B. Bloggen mehr Offenheit zeigt und sie dadurch stärker an sich bindet und umgekehrt. Und da kann ich nur bestätigen, dass auch bei mir persönlich das Bloggen dazu führt, dass ich mit Freunden oder auch Kollegen über die Dinge rede, die in einem normalen Gespräch vielleicht nie zur Sprache gekommen wären. Nachdem ich sie aber gebloggt habe, wissen die davon und haben ein besseres Bild von mir. Natürlich selektiere ich, was ich hier schreibe und was nicht. Aber ich selektiere auch, was ich jemandem in einem persönlichen Gespräch sage oder nicht.
Ich will doch noch ein wenig Wasser in den Wein des Kulturoptimismus gießen. Denn ich halte es für nicht genau bestimmbar, was Korrelation und Kausalität ist. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich das Thema damit nicht auf ein anderes Gleis schiebe. Denn gestolpert bin ich letztlich über die Pfeiffer-Verurteilung und da klickte es bei mir ein. Also, sollte ich ohnehin offene Türen einrennen, vergesst die Worte.
Über das Internet brauchen wir nicht zu reden. Das erledigt sich, je mehr das Internet als sozialer Raum begriffen wird und nicht als Medium für etwas.
Aber da du Pfeiffer erwähnst und pauschal verdammst, will ich ihm ein wenig zur Seite stehen. Seine Forderungen bezogen auf die Ergebnisse seiner Forschungen halte ich dessen ungeachtet für Blödsinn. Dennoch kommt man an Befunden, die er er erhebt nicht vorbei. Persönlichkeit entwickelt sich nun mal in einem komplexen Zusammenspiel von genetisch vererbten Eigenschaften und sozialen Einflüssen. Und Medien gehören zu den sozialen Einflüssen. Wenn ich an die Gewaltdebatte denke, dann sind es heute eben Internetinhalte und Computerspiele mit spezifischen Gewaltinhalten, mit denen Menschen mit Gewaltdisposition sich “weiter bilden”. Ursächlich sind es die Medien natürlich nicht. Der Zusammenhang ist aber auch keine Korrelation. Es gibt die Medienwirkung. Anfang des letzten Jahrhunderts hatten Bücher diese Wirkung. Es bleibt also die Frage bestehen, wie gehen wir mit dieser Medienwirkung um. Pfeiffers Verbotsforderungen sind für mich ebenso keine Antworten wie das Verharmlosen nach dem Motto, das macht doch nichts.
Also ich muss sagen, dass es mir wesentlich leichter fällt im Internet auch mit völlig Fremden Freundschaften zu schließen als in meiner Stadt. Vor allem, weil man im Internet leichter, die Leute finden kann, die die gleichen Interessen haben.
In einer Kleinstadt ist es als Mensch mit ungewöhnlichen Begabungen und Interessen. insbesondere, wenn man zugezogen ist, sehr schwer Anschluss zu finden. Und ohne das Internet, hätte ich natürlich auch nie so einen hervorragenden Patenonkel für unser Kind gefunden. ;)
Ich kan also sagen, dass mich das Internet mit Bestimmtheit kontaktfreudiger gemacht hat.
Liebe Grüße, nik
@Kees
Ehrlich gesagt verstehe ich deine Argumente nicht. Du schreibst: “Medien gehören zu den sozialen Einflüssen.” Naja, in einem streng wissenschaftlichen Sinn der Soziologie schon. Aber welche Rolle spielt das jetzt hier?
Weiter: “Wenn ich an die Gewaltdebatte denke, dann sind es heute eben Internetinhalte und Computerspiele mit spezifischen Gewaltinhalten, mit denen Menschen mit Gewaltdisposition sich ‘weiter bilden’.” Schon das ist eine Behauptung, die eben gerade nicht bewiesen ist. Dass Menschen mit Gewaltdisposition auch Gewaltspiele spielen: Unbenommen. Aber dass sie sich “weiterbilden”, wäre erst noch zu beweisen.
Schließlich: “Ursächlich sind es die Medien natürlich nicht. Der Zusammenhang ist aber auch keine Korrelation. Es gibt die Medienwirkung.” Moooment! Das ist elegant von dir gemacht. Aber ich habe den ersten Satz nicht vergessen, wenn ich den dritten lese. Du behauptest, es gebe keine “Ursächlichkeit” von Medien für Gewalthandlungen, aber wohl eine “Medienwirkung”? Den Unterschied musst du mir erst noch mal erklären. Laut Wikipedia und normalen sprachlichen Verständnis steht nämlich “Wirkung … für das Ergebnis einer Ursache”.
@nik
Ja, hey Superpatenonkel – der Geburtstage vergisst. Wenn andererseits N2 endlich zu twittern begönne, dann wäre ich vielleicht noch einmal dran erinnert worden ;-)
Hey, auf flickr waren doch Fotos vom Geburtstagskuchen. :)
@surfguard Ist etwas schwer, alles so differenziert wie nötig bei dem Thema in dieser Kürze hier, ohne direkte Nachfrage aufzudröseln, also…
Medien deshalb, weil Internet ja immer noch beides gleichzeitig ist sozialer Raum und Möglichkeit für Konsum, nämlich von Medienangeboten allerlei Art …
Und mir ging es vor allem um das pauschale Urteil über Pfeiffer. Er hat nun mal empirische Daten und damit muss man sich auseinandersetzen. Im Rahmen der Gewaltdebatte heißt das, nach dem Spielen von vorher so definierten Gewaltspielen gibt es Spieler, die aggressiver sind als vor dem Spielen. Das ist erstmal nur ein wertfrei zu beobachtendes Studienergebnis. Solche Untersuchungen kann man auch über Fußballspiele machen, über alles mögliche, was Gefühle berührt. Und jedesMal gibt es im Alltag ganz konkret die Frage, wie reagiere ich auf das, was das Erleben mit dem Menschen macht. Bei Jugendlichen ganz konkret, wie begleite ich einen bestimmten Medienkonsum auf pädagogisch sinnvolle Weise.
“Ursächlich usw.”, damit meine ich, natürlich gibt es keinen Menschen, der durch Computerspiele alleine zu irgendwas gebracht wird. Computerspiele sind Teil eines ganzen Bedingungsgefüges. Aber wenn ich Hinweise darauf erhalte, dass Menschen mit bestimmten Eigenschaften in diesen Eigenschaften verstärkt werden, gibt es also schon auch Wirkungen. “Weiterbilden” war wahrscheinlich das in der Eile falsche Wort. Es geht da aus meiner Sicht viel mehr um Gefühle als um Computerspiele als Rollenvorbild.
Aber wie gesagt, ich habe da jetzt noch mehr als bei meinem ersten Kommentar den Eindruck, ich liege mit meinen Bedenken ein wenig neben dem eigentlich von dir Gemeinten. Denn selbstverständlich stimme ich dir über all die positiven Folgen des Internets als sozialem Raum zu.
@Kees
Es geht doch darum, dass diese angeblich so wertneutralen Ergebnisse von Pfeiffer sehr umstritten sind. Pfeiffer veröffentlicht ja obendrein nicht nur seine Ergebnisse, sondern vor allem seine Interpretation dieser Ergebnisse.
Und da sage ich eben zusammen mit anderen: Die von Pfeiffer behaupteten Kausalitäten sind entweder trivial (wer ein aufregendes Game gespielt hat, kann unmittelbar danach Rechenaufgaben schlechter lösen, Wahnsinnsüberraschung) oder in Wirklichkeit nur Korrelationen (schlechte Schüler haben einen hohen Medienkonsum). Nicht einmal die behaupteten Korellationen lassen sich übrigens auf gesamtgesellschaftlicher Ebene zeigen: http://blogs.23.nu/bubbleboy/0000/00/antville-13541/ (Da fehlen leider die Grafiken, die sind mal bei der Migration dieses Blogs auf Wordpress verloren gegangen.)
Bitte nimm zur Kenntnis, dass die von dir als selbstverständlich angenommene “Medienwirkung”, so einleuchtend sie sein mag, ein wissenschaftlich höchst umstrittenes und noch lange nicht als richtig nachgewiesenes Konzept ist.
Ich empfehle dir dir als Gegenposition zu Pfeiffer und Konsorten die Lektüre von “Grand Theft Childhood“.
Ooooh, du hast aber einen tollen Blog! ;-)
“Gemeinhin gilt Testosteron ja als agressivitätssteigerndes Hormon.”
Ist das so?
In der Verhaltensbiologie scheint es relativ unstrittig, dass ein ansteigender sozialer Rang eines Männchens unmittelbar mit ansteigender Testosteronkonzentration zusammenhängt. So wie du sagst. Wird dieser Status zB durch ein anderes Männchen in Frage gestellt, steigt ebenfalls der Testosterongehalt. Das ist verursacht “erst durch die Konfrontation und die Aggression, löst diese aber nicht aus. Durch den höheren Hormonspiegel sinkt lediglich die Schwelle für aggressive Reaktionen.”
Testosteron also ungleich Aggressivität. Zu verkürzte Schlussfolgerung.
Vgl.http://www.biologie-online.eu/verhaltensbiologie/endokrinologische-ethologie.php#HormoneundVerhalten
Dort anhand von Meerschweinchen erläutert.
Na, jedenfalls finde ich schlichte Biologismen wie “Männer sind so und Frauen sind anders” prinzipiell eher problematisch und häufig irreführend, je nach Fragestellung, weil sie oft als Legitimation von bestehenden gesellschaftlichen Verhaltensnormen dienen.
Zwei Fragen habe ich allerdings: Haben oberschnuckelige Kuschelschweine überhaupt Testosteron? ;-)
Und: Wenn ich generell großzügig bin, heißt das dann ich hab ne Menge Testo? Herrje. Da muss ich mal direkt ne Hormontherapie machen um meine weibliche Seite zu stärken. ;-)
Ob ich da offene wissenschaftliche Türen einrenne? Ich glaub’s nicht ganz. In einem anderen Artikel heißt es nämlich, fast wie maßgeschneidert auf den von dir zitierten Artikel:
Auch “dein” Artikel behauptet ja, dass Testosteron die Schwelle für agressives Verhalten senkt. “Mein” Artikel meint aber, dass das nur eine mögliches Mittel ist, um das eigentliche Ziel von Testosteron zu erzielen, nämlich den sozialen Status zu halten oder zu steigern. Wenn aber andere MIttel erfolgversprechender sind, dann werden diese, im Zweifel nicht-agressiven Mittel gewählt. Diese Möglichkeit wird in dem Meerschweinchen-Szenario gar nicht in Betracht gezogen, weil sie auch in der beschriebenen Situation wohl unwahrscheinlich ist. Aber das ist wohl eher ein Beleg dafür, dass die Untersuchungssituation zu eng gewählt ist.
Du schreibst: “Na, jedenfalls finde ich schlichte Biologismen wie “Männer sind so und Frauen sind anders” prinzipiell eher problematisch und häufig irreführend, je nach Fragestellung, weil sie oft als Legitimation von bestehenden gesellschaftlichen Verhaltensnormen dienen.”
Ja, das sehe ich auch mit sehr kritischem Auge, deswegen auch mein letzter Satz vor dem Postskriptum. Aber es lässt sich auch nicht bestreiten, dass Hormone unser Verhalten steuern. Nicht einzig und alleine, aber sie haben einen starken Einfluss. Und wenn es Hormone gibt, die in Männern und Frauen unterschiedlich vorkommen, dann darf man sich auch schon fragen, welcher Einfluss das genau ist.
Die hohe Schule der Toleranz ist es ja nicht , Unterschiede welcher Art auch immer zwischen Menschen zu negieren, sondern sie zu akzeptieren und gerade nicht zur Diskriminierung zu verwenden. (Und die größte Schwierigkeit dabei ist es natürlich zu erkennen, welche Unterschiede einfach da sind, welche aber auch das Ergebnis selbsterfüllender Prophezeihungen, tradierter oder aus Vorurteilen stammender Rollenbilder sind.)
Und schließlich: Kuschelschweine haben natürlich Testosteron. Aber weil sie so niedlich (zumal meist auch rosa) sind, müssen sie sich um ihren sozialen Status eh nicht sorgen.
[...] 3 02 2010 Eine sehr geschätzte Leserin von Retrakon hat mich auf den Beitrag “Warum Bloggen glücklich macht” aufmerksam gemacht. Darin schreibt der Blogger, dass er viele gute Bekanntschaften über das [...]
“[...] um das eigentliche Ziel von Testosteron zu erzielen [...]”
Bitte, Testosteron hat keine Ziele; sorry fuer nit-picking, aber ich kann das nicht unkommentiert lassen. Der ganze Artikel in nature kannst Du uebrigens hier lesen: http://www.nature.com/nature/journal/v463/n7279/full/nature08711.html
Du hast recht, das war natürlich flapsig formuliert, ist klar.
Vielen Dank vor allem aber auch für den Link zum Orignal-Artikel!!
Mich würden mehr Hintergründe zu der Bio von Lanier interessieren. Mir ist der Name Lanier durchaus geläufig. Das was der SPIEGEL da in der Bio nur kurz anreißt: Lanier war in der ersten Web-Hype-Phase (vor Platzen der Blase 2000) der bekannteste Vertreter für Virtuelle Realität. Keine WIRED Ende der 90er wo er nicht drin vorkam. Keine Doku über Cyberspace ohne seine auffälligen Rastazöpfe.
Man kann also nicht behaupten dass der Mann völlig unbeleckt von Technologien oder Web ist. Im Rahmen seiner Arbeiten *muss* er sich auch irgendwann mit Fragen nach Anonymität und Verhalten von Menschen im “Cyberspace” beschäftigt haben.
Daher überrascht mich das “Umkippen” von Lanier zu einer internetkritischen Haltung. Was hat den Mann derart um 180 Grad drehen lassen? Das wär mal ein Job für ein Online- oder Papiermagazin.
Ja, die Rastazöpfe meinte ich auch schon mal gesehen zu haben, war mir dann aber nicht mehr sicher, ob er, Ossi Urchs und der späte Axl Rose unterschiedliche Personen sind.
Danke für den Tipp mit der WIRED, ich müsste mal ein paar alte Ausgaben rauskramen und nach ihm suchen. Im Jahr 2000 hat er sein aktuelles Lied jedenfalls auch schon gesungen: http://www.wired.com/wired/archive/8.12/lanier.html
Damals, Ende der 90er, hatte ich ähnliche Gedanken, nämlich dass viele Informationen zu einer Art Superinformation verschmelzen könnten. Ich hatte das damals positiv konnotiert, musste aber feststellen, dass es ein Irrglaube war. Tatsächlich fördert das Web Individualismus viel stärker als die Vereinheitlichung von Meinung. Lanier ist da anderer Meinung, bleibt aber meine Ansicht nach in einem theoretischen Konstrukt hängen, das von der wirklichen Welt längst als falsch erwiesen wurde.
Ob das wirklich biographische Gründe hat?
[...] Eine gelungene Beschreibung, warum es sinnvoll ist, Pseudonyme zu verwenden, findet sich bei SurfGuard. [...]
“Nur, wenn ich mir sicher sein kann, dass der nächste Kunde, den ich zum Beispiel am Bankschalter berate, mich nicht für einen durchgeknallten Nerd hält, kann ich es mir leisten, etwa zur Katalogisierung der Ü-Ei-Welt beizutragen…”
wo ist das problem bekannt zu sein für ein ausgefallenes hobby und dennoch seriös zu arbeiten? ich denke wir sind alt und gut erzogen genug (das wort knigge fälle oben ja auch) um arbeit und beruf zu trennen, oder nicht?
wer dieses denkmodell angewendet z.b. auf homosexualität in armee hieße ein ungesundes klima des verschweigen und vertuschens zu schaffen nach der parole ‘don’t ask, don’t tell’. wenn ich von meinem bankberater wüsste das er deutschlands experte für ü-eier wäre, würde mir das entweder am ***** vorbeigehen. wichtiger wäre mit die qualität der beratung. also dasss er mir nicht vor drei jahren lehmann papiere angedreht oder so..
Tja, horst, das sehen leider nicht alle Leute so. Ich sehe ein Recht darin, nicht jedem Menschen, mit dem man zu tun hat, alles über die eigene Person offenbaren zu müssen, auch nicht über Google. Ich halte es auch nicht für erstrebenswert.
Und jedenfalls kannst du von niemandem erwarten, sich zu offenbaren, weil der andere es nicht doof finden darf, wenn ich Trainspotter bin. Was, wenn er’s doch tut? Hab ich dann zwar Recht, aber auch Pech gehabt, wenn ich auf ihn angewiesen bin, weil er zum Beispiel mein Kunde ist?
Anonymität wird von Lanier & Co. immer mit dem Internet in Bezug gebracht, doch sollte man sich fragen, ob man Medien unterschiedlich behandeln sollte. So beobacht ich keine Diskussion über die Möglichkeit anonym Brief verschicken zu können oder ähnliches.
Auch ließen sich schon immer Gerüche anonym verbreiten: “Hast du schon gehört, der Dings soll ja …” woher die Information dann kommt, ist denen, die diese Information sensationsheischend weitertragen, im Zweifel egal.
Der Wunsch: ein Denunziantentum in der Gesellschaft zu verhindern, wird gerade durch unsere Bundesregierung mit dem Ankauf der Steuer-CDs torpediert.
Eine Auflösung des Konzepts Anonymität würde den Einsatz von Kummerkästen in Frage stellen:
http://www.presseschauer.de/?p=631
Anonymität im Netz ist in Zeiten der Vorratsdatenspeicherung sowieso eine Illusion.
Und in Bezug auf die Ü-Eier… Vielleicht hat der Bankkunde keine Probleme mit dem Sammeln von Ü-Eiern, aber spätestens bei so Dingen wie gebrauchter Damenunterwäsche (oder Herrenunterwäsche für Herren) wäre die Toleranzschwelle schnell überschritten. Da kann sich ja jeder mal selbst hinterfragen und wird schnell auf Dinge stossen, denen er vorurteilsbehaftet gegenübersteht (wie zum Beispiel: Fussballfan = asozialer Säufer und Schläger, Live-Action-Roleplay = weltfremde Träumer mit mangelnder Körperhygiene, Schützenverein = potentielle Amokläufer mit reaktionärer Gesinnung).
Privat ist privat. Und manche Dinge behält man eben lieber für sich.
“ich denke wir sind alt und gut erzogen genug (das wort knigge fälle oben ja auch) um arbeit und beruf zu trennen, oder nicht?”
Nein. Definitiv nicht. Wir sind ein wandelnder Haufen von Vorurteilen mit dem Anstrich der Vernunft. Und das, was wir nicht mögen und was uns zuwider ist oder was uns nicht passt, erklären wir vor uns selbst im Nachhinein rational, damit wir weiterhin an unsere eigene Vernunft glauben. Ich sag nur Kreationismus bzw. Religion im Allgemeinen.
Auch das Pleite gehen bzw. das untergehende Schiff verlassen beherrscht Lanier, aber das ist nicht der Punkt. Wenn ich “Ja, es ist so, dass Facebook einen Einfluss auf die Freundschaften Jugendlicher hat – allerdings, wie die neuere psychologisch-soziologische Forschung meint, einen positiven.” lese, wird mir anhand der Koinzidenz von Depressionen und dem Gebrauch von Social Media. http://is.gd/7WvHh doch etwas anders. Dummerweise gibt es genausoviele Studien, die Netizens Kurzsichtigkeit, Vereinsamung, gestörtes Sozial- und Sexualverhalten, Verlust sprachlicher Fähigkeiten und mangelndes Abstraktionsvermögen nachsagen. Das gesteigerte Längenwachstum der Augäpfel ist davon noch am einfachsten zu therapieren.
Das Problem ist, dass das Netz vielfach zum Selbstzweck geworden ist. Man wendet sich nicht ins Netz um etwas (bestimmtes) zu tun, sondern man geht online um des online Seins Willen. Das Netz hat seinen Zweck und tausend SocialMedia und Mikroblog-Dienste versuchen diesen Umstand zu kaschieren.
Auch ich war lange jemand, der “im Netz” lebte und jetzt bin ich jemand der mit dem Netz lebt und ich werde hoffentlich bald jemand sein, der ohne Netz und ohne Handy auskommt, weil ich vor habe ein echtes Leben mit echten Freunden zu führen.
“Man wendet sich nicht ins Netz um etwas (bestimmtes) zu tun, sondern man geht online um des online Seins Willen. ”
Du glaubst, dass das beim Kneipenbesuch ode rbeim samstäglichen Discogang immer anders ist?
Und im übrigen: Hast du die von mir verlinkte Studie gelesen? Die sagt, dass *gerade* Menschen mit von dir so genannten “echten” Freundschaften diese Freundschaften durch soziale Netzwerke eher stärken als schwächen.
Ansonsten wünsche ich dir viel Spaß in den frühen 90ern. Ich kenne die, war eine schöne Zeit. (Ganz ehrlich.)
Das Problem an dieser -medienkulturtheoretischen- Debatte “Social Media: wohin gehts, was ist gut, was böse?” ist generell:
der vielfach impertinent zur Schau gestellte Anspruch auf alleinige Deutungshoheit aller beteiligten Akteure. Dieser macht das Thema sehr zäh und für eine breite, wirklich öffentliche Debatte unbrauchbar, es verhindert eine konstruktive Diskusssion.
Denn, wer diskutiert denn? Blogger, Feuilltonisten und jügst -potzblitz, eine neue Gattung- selbsternannte “Internetpioniere” von denen man noch nie was gehört hat. Das wars. Befragen sie mal ihre Freunde, Verwandten und Arbeitskollegen, egal welchen Alters, zum Thema “Wie findste denn die Entwicklungen im Bereich “Social Media”. Kopfschütteln. “Das ist das, was mann vor 2 Jahren noch “Web 2.0″ nannte, heisst jetzt aber nicht mehr so, weil der Begriff ist jetzt ein “Buzzword”, also uncool?” Achselzucken.
Die Gründe dafür:
-narzisstische Selbstvermarkter, die trotz -oder eher wegen?- Talkshowpresents, einem breiten Publikum nichts liefert. Können sie ja auch nicht, denn es geht ihnen ja nur um zur Schau gestelltes DigitalNative-Freaktum, um Eigenwerbung: für den nächsten Spot, den nächsten Beratervertrag in Politik und Wirtschaft. Rotzig verächtlich: das Netz ist das Netz, und es entwickelt sich halt wie es sich entwickelt, und wer nicht mitmacht gehört halt nicht dazu. Warum gibts das? Menschen wollen das halt so. Aha -> Ziel: Eigennutz, Cash
-inhaltlich überforderte Feuilltonisten wie Schirrmacher, die zwar Einiges richtig auf den Punkt bringt, wie z.B das Gefühl des “Overload”, der aber auch eine Menge Grütze und angebliche Experten auffährt, nur um das Ganze als Buchformat aufblähen zu können. Letztlich bleibts aber auch nur Feuillton, in der öffentlichen Wahrnehmung auch nur ein netter Sidekick.-> Ziel: Eigennutz, Cash, wenn auch unter dem kuscheligen Deckmantel der Kulturtheorie.
-Lanier? hat in einem Punkt Recht (da ist er vielen Bloggern noch voraus). Es geht nicht darum, welcher Service wie gut ist, welche Auswirkungen welcher Service auf die Veränderung der Menschen in ihrem Sozialgefüge hat, sondern -immer noch- um Werbung. facebook tut nix Gutes für irgendjemanden, twitter nicht, Fousquare, Gowalla und Co nicht. Es geht nicht primär um die Nutzer, also die Menschen und die Veränderungen deren Sozialgefüge durch stationäre oder mobile Social Apps. Jeder dieser Dienste ist nur aus einem einzigen Grund entstanden oder noch vorhanden: um damit Geld zu verdienen, den seit facebookGründung bestehenden Traum von “Erst schaffen wir maximale Reichweite, und hoffentlich fällt uns irgendwann eine Targeting-Strategie ein, die auch relevante Klickraten generiert!” irgendwann umzusetzen.
Eigentlich schon für tot erklärt wird dieser Ansatz heuer aber wieder neu entfacht: Local Based Services?, Regionale Werbung in Pseudonavi-Schwanzlängenvergleichen “embedded”, ala, wo war ich, wo bin ich, wie komm ich da hin, wie oft war ich schon da. Im Zusammenspiel mit aktuellen Entwicklungen im Smartphonebereich und jüngeren Spieltechniken, der augmented reality, macht man sich da wieder Hoffnungen…. Es geht um Werbung, darin hat Lanier Recht: alle Wege im Netzt führen zur Werbung. Differenzierter, trickreicher, gezielter als früher. Aber es bleibt Werbung.
Und sonst von Lanier: viel philosophisches Geschwurbel, PR fürs neue Buch. das wars. -> Ziel: Eigennutz, Cash.
-Blogger: erheben das Thema zu einer überdrehten gesellschaftlichen Debatte, die außer ihnen niemand führt, und auch niemand führen will. das Thema ist müßig: Mensch, Familie, Freunde, Arbeit, Freizeit. Das wars. Der Tag hat noch immer 24h, genauso wie noch vor 15 Jahren. Wer will sich da mit solchen Themen befassen, und da auch noch eine Kulturrevolution mit reininterpretieren, blos weil heute jedermann Empfänger und Sender mit ein paar Klicks sein kann. Broadcast yourself? sei befriendet mit jedermann? Klar, ist nett, aber mehr nicht. Lohnt nicht sich darüber weitere Gedanken zu machen, weils eigentlich nicht wichtig ist. Aber trotzdem nett zu lesen, wenn,ja wenn wenigstens mal dieser ganze rechthaberische Habitus, dieser pseudokulturtheoretische Ballast, oder diese digitalhippieske “Netzfreiheit versus Paidcontent”-intention wegbleiben würde…Denn es geht eigentlich um Geld, und nicht um wohlmeindes, schreibendes Gutgemenschel.
das sollte das tema sein:” was macht sinn, was hat einen konkreten nutzen? was aber stiehlt uns nur zeit, befeuert uns mit überflüssigen info oder penetranter werbung?” dieser diskrus würde sinn machen, nicht ein gekrähe für oder gegen verlage, schirrmachers, “netzpioniere”. alles andere ist nur eine debatte um der debatte willen, ohne ziel, ohne nutzen für irgendwen. wie der wurm ouroborus, der sich versucht in den eigenen schwanz zu beissen.
-> Ziel: ein Thema für sich zu haben, und selbstreferenziell (denn es hört ja keine zu) abzuhandeln. Gut, die Grundintention ist ehrlich, aber das macht das thema immer noch nicht wichtig.
-”alphablogger”: tun so als wären sie engagierte Blogger, sind sie aber nicht. Ihnen geht es mehr darum über Kollegen und frühere arbeitgeber aus der “Holzwirtschaft” zu ketzen. Nebenbei: Lösungen für die Krise im verlagswesen können die auch nicht liefern nur lästern. Große Leistung. Wer seine zeit damit vergeudet, bei Niggemeier knüwer und co vorbeizuschauen, trifft auf arrogante bashings und auseinanderstzungen mit kollegen sowie gezieltr verlagsschelte, das wars. ->Ziel Aufmerksamkeit um der Aufmerksamkeit willen.
Sonst noch jemand?
“The breaking away of privacy in the digital world is often understood as something dangerous, and for good reasons. But could there be opportunities in it, too? Do the current cultural and technological trends only dissolve the protected area of privacy, or could they dissolve as well the pressures that privacy is supposed to liberate us from? What if we witness a transformation of civilization so profound that terms like “private” and “public” lose their meaning altogether? Maybe we won’t need “privacy” at all in the future because we will value other, new liberties more strongly?”
http://chaosradio.ccc.de/25c3_m4v_2979.html
@mike: stimmt, ist in der tat alles nicht so wichtig; das netz ist aber nunmal ein hobby, das ne menge leute teilen — und seit wann gibt es wichtigeres und ernsteres, als hobbies? ich muss allerdings auch gestehen — obwohl ich mich auch zu den hobby-netzleuten zählen würde — dass es mich ganz schön nervt, dass lanier im fas-feuilleton ne ganze seite kriegt um dermaßen hanebüchenen unsinn zu verzapfen und sich kein redakteur findet, der verbietet, für solch einen müll papier und druckfarbe zu verschwenden.
ich habe übrigens den eindruck, dass Du auch das netzhobby pflegst, vielleicht würde Dich sonst die in der tat kleinkindhafte art des diskurses — s. “alphablogger” — nicht so auf die palme bringen?
… danke für die sehr gelungene Musikkritik… und so… :-)
“A Serious Zeitverschwendung” – mehr fällt mir dazu nicht ein…
Hallo,
du sprichst mir aus der Seele!
Delta Fiasco, eine großartige Neuentdeckung!
Grüße aus dem Norden,
Esther
Also mir geht es genauso!
Delta Fiasco war der Hammer!
Die haben eine Mega-Show abgezogen und es tat mir so leid, dass sie in 50 anteilnahmslose Gesichter starren mussten….
Lieber Surfguard,
in unserem Stadion wird doch gespielt was das Zeug hält,Lev 2,Geissbock 2,sogar Frauen spielen jetzt da.
Pech für uns das wir kein Heimspiel hatten.
Gegen Hüls wird bestimmt gespielt und bitte alle Blogleser hier kommt doch mal vorbei es ist wirklich gemütlich bei unserer Fortuna und es findet jedesmal eine große Bespassung statt.
Schön das Du auch in dieser Saurengurkenzeit unsere Fortuna nicht vergißt SurfGuard.
Stehplatz? Im Luxor? Ich bin geschockt :-)
Ja klar Stehplatz, was sonst? Oder versteh ich den Gag nicht? Sorry, steh wahrscheinlich auf dem Schlauch.
Mir war nicht klar dass es im Luxor Sitzplätze geben sollte.
Den Hinweis Stehplatz hab ich irgendwie auf ´ner Luxor-Eintrittskarte noch nie gesehen oder wahrgenommen, daher fand ich den Aufdruck ganz lustig…
Ach so, wegen der Beschriftung des Tickets, jetz thab ich’s. Das steht bei egal welchem Venue immer drauf, wahrscheinlich damit keiner falsche Vorstellungen hat.
Ich hätte mir gewünscht, dass es hier & da ein bisschen mehr zu Sache geht, bin aber trotzdem zufrieden nach Hause gegangen.
Ich stelle immer wieder fest, dass das Luxor so unfassbar unbrauchbar für Konzerte ist, dass es jeder Beschreibung spottet sobald der Laden voll ist.
- der lange, enge Schlauch
- die niedrige Bühne
- die Toilette neben der Bühne
Bei The Melvins ist es mir passiert, dass ich trotz meiner 1,87 nur ab und an die Haare des Sängers sehen konnte.
Aber ich war ja nicht bei den Melvins sondern bei Spoon und da war ich ganz vorne :)
Sehr kluge Worte. Dennoch drei Anmerkungen:
1) Das “Mob”-Phänomen gerade in den Kommentaren von Blogs und Online-Medien finde ich nicht ganz von der Hand zu weisen. Und natürlich hat es mit der Anonymität zu tun. Ich finde es manchmal schon erschreckend, was sich da manchmal aufschaukelt.
2) Ich halte die Möglichkeit von Anonymität trotzdem für sehr sinnvoll. Ich zweifle aber daran, dass viele Menschen, zumal die, die mit Facebook & Co aufwachsen, schnell genug verstehen (lernen), dass man vorsichtig sein muss (”das netz vergisst nichts”). Die Vorstellung, sich nicht neu erfinden zu können, ist beklemmend. Wenn Dein “Real name” erstmal “belegt” ist mit einer Online-Vergangenheit – wird es schwer.
3) “Das Netz fördert Konformität” – so pauschal lässt sich das sicher nicht sagen. Aber ich verstehe, worauf Lanier abzielt. Besonders Jugendliche etwa sind wohl schon einem hohen Anpassungsdruck durch FB&Co ausgesetzt. In Blogs sieht das natürlich etwas anders aus.
Insgesamt hat Lanier schon interessante Thesen. Aber in der Tat ziemlich widersprüchlich und wirr – ganz wie das Web.
Normalerweise stehe ich hinter dem Mischpult. DIeses Mal wolten meine MItgänger aber mal nach vorne, allerdings war direkt vor dem Mischpult schon wieder Schluss. Die Bühne im Luxor ist einfach zu niedrig. Trotzdem wegen der angenehmen Größe eine meiner Lieblingslocations für Konzerte.
“Ich halte die Möglichkeit von Anonymität trotzdem für sehr sinnvoll. Ich zweifle aber daran, dass viele Menschen, zumal die, die mit Facebook & Co aufwachsen, schnell genug verstehen (lernen), dass man vorsichtig sein muss (”das netz vergisst nichts”). ”
Daran zweifle ich auch, weil nämlich Leute wie Lanier ihnen einreden, dass sie alle unter eigenem Namen tun müssen. Wenn die Kinder in der Schule beigebracht bekämen, wie sie mit Pseudonymen umgehen, wäre die von dir zu Recht beschriebene Gefahr deutlich geringer.
“Aber ich verstehe, worauf Lanier abzielt. Besonders Jugendliche etwa sind wohl schon einem hohen Anpassungsdruck durch FB&Co ausgesetzt.”
Jugendliche sind immer und überall einem ungeheuren Anpassungsdruck ausgesetzt. Ich weiß, wovon ich rede, habe als Jugendlicher nie zu einer Clique gehört, war keiner Modegruppe klar zuordenbar, weder Popper noch Rocker noch Mod noch Waver/Goth. Das war nicht leicht und hat mich einiges an Spott ertragen lassen müssen, für die war ich immer der “Spießer”. Ich dachte: Ich bin viel freier als ihr, selber Spießer! Am Ende ist dieser ungeheure Anpassungsdruck für Jugendliche einfach da, und ich glaube nicht, dass er durch Facebook viel größer wird.
“Daran zweifle ich auch, weil nämlich Leute wie Lanier ihnen einreden, dass sie alle unter eigenem Namen tun müssen. Wenn die Kinder in der Schule beigebracht bekämen, wie sie mit Pseudonymen umgehen, wäre die von dir zu Recht beschriebene Gefahr deutlich geringer.”
Sehr sinnvoll, klar, aber FB etwa erlaubt ja gar keine Anonymität. Das ist doch das Problem. Und ich lese Lanier vor allem auch als Kritik an den Silicon Valley-Konzernen, die streckenweise sehr berechtigt ist angesichts der ungeheuren Macht, die diese sich durch den Besitz unserer Daten bewusst aneignen. Ich denke nicht, dass er freie Blognetzwerke im Blick hat. Wenn man ihn wohlwollend interpretiert, dann spricht er sich nicht mal gegen Anonymität im Netz aus, stellt aber zu Recht fest, dass Anonymität eben bisweilen zu “Mob”-Verhalten führt.
Im Übrigen finde ich seine Ideen insgesamt anregend. Ein intelligenter, kritischer Blick ist sinnvoll und schärft unser Vertrauen, dass wir die Zukunft des Web selbst gestalten können. Das mit der Monetarisierung hab ich aber auch nicht geblickt. Werd mir wohl mal sein Buch kaufen.
Was den Anpassungsdruck in Schulklassen angeht hast Du vermutlich recht.
Einer von 85…. :-)))
Freitag, 20:00 Uhr in Siegen? Klatsche abholen? :D
Grüße aus dem Siegerland und : Weiter so ! Tolle Berichte jedesmal.
Danke für das Lob! Den Rest klären wir auf dem Platz – wenn ihr den denn bis übermorgen oberligatauglich hinbekommt :-b
Ja, das Licht war fantastisch. Ansonsten bin ich als “kaum” Toco Kenner aber Toco Symphatisant voll auf meine Kosten gekommen.
grüße
peta
liebster surfguard,
das ist eine wirklich sehr sinnlich-männliche zahnbürste. die sollte nicht im badezimmer lagern, sondern hinter dem illuminierten panzerglas einer abschließbaren vitrine. so scharf sieht die aus.
deine,
V.J.
Advertorial much?
Viele Grüße an den Doktor, wieviel weniger zahlt er eigentlich bei einem Leser weniger?
[Ab.]
Wenn du ernsthaft glaubst, dass ich hier Werbung (im Sinne von: bezahlte Werbung) mache, dann kannst du hier eh noch nicht lange gelesen haben. Ich bin sowas von unabhängig, ich kann es mir sogar erlauben, Markenprodukte öffentlich gut zu finden.
(Und mal abgesehen davon: Diesen leicht spöttischen Zungenschlag des Artikels, der sich in den völlig übertrieben Vorworten über Evolution äußert, den hast du schon wahrgenommen, oder?)
Das ganze gibt es auch noch elektrisch:
http://www.dr-best.de/produkte/zahnbuersten_erwachsene/vibration_zwischenzahn.jsp
liebster surfguard,
du hast dich, bis zu deinem überraschenden nickerchen – den klugen kopf idyllisch zwischen kölschgläsern, aschenbecher und meiner quietschroten handtasche gekuschelt – wirklich wacker geschlagen.
nun bleibt empirisch zu untersuchen, ob große kölsch schlimmer sind als die äquivalente zahl kleiner becher heineken im wechsel mit becks. den wodka-cocktail musste ich tatsächlich gezwungenermaßen zur schadensbegrenzung zu mir nehmen, um nämlich eventuelle langzeitschäden durch die vermischung verschiedener biersorten zu vermeiden.
deiner konzertkritik schließe ich mich vorbehaltlos an. wild boys always shine!
deine,
v.j.
[...] sowas: Kinder als kindlich darzustellen! [...]
recht haste
danke dr. surfguard :-)
[...] Kurz reingeschaut: Hot Chip in der Live Music Hall in Köln [...]
also, ick tät sowas hässliches nicht in den mund nehmen…
sieht aus wie sonic the hedgehog´s dick on ketamine.
oder wie ein anal intruder.
aber ne schicke kamera haste.
:)
Hauptsächlich ein <a href="http://www.amazon.de/Canon-EF-S-60mm-Macro-Objektiv/dp/B0008G2P72/schickes Objektiv :-)
Solange niemand auch noch deine Kontonummer dort angegeben hat und jetzt Songs auf deine Kosten runterlädt…..
Tatsächlich ist es genau umgekehrt: http://twitter.com/surfguard/status/10559948444
Blogpost zu dem Thema folgt.
Hm, das ist eine wirklich unangenehme Sache.
Doch (ich schreibe mal in “ich-Form”):
1. benutze ich ja nicht einfach eine Mail-Adresse, die jeder Mensch kennt und hinterlege dort meine Kreditkarten-Daten. Das bedeutet, das ja niemand weiß, mit welcher Adresse ich dort angemeldet wäre. Würdest du mir schaden wollen, müsstest du erst meine Mail-Adresse wissen.
2. Angenommen, du hättest sie mir entlockt, so würde ich ja eine Mail bekommen, das das Passwort zurück gesetzt wurde und eben nicht du. So könnte ich dagegen wirken und es wieder zurück setzen und mich eventuell noch mit einer anderen Mail-Adresse anmelden.
3. Nehmen wir an, du hättest nun Apps oder sonstiges heruntergeladen, so wie in deinem Fall geschehen, so kann man sie ja nur mit freigegebenen Geräten nutzen; was bedeutet, das sie ziemlich genau auf eine Person registriert sind (und somit halt schnell die Polizei vor der Tür steht).
Alles in allem hast du recht und es ist wirklich bescheiden. Mich würde interessieren weshalb der Mensch aus Meppen deine Adresse genutzt hat: spätestens, wenn keine Bestätigungen kommen, würde es ihm ja auffallen, das die Adresse falsch ist.
Der Punkt ist: Ich muss nur für 2 Minuten Zugang zum Email-Postfach eines anderen Menschen haben, dann kann ich ohne weiteres Wissen seinen iTunes-Account übernehmen. Natürlich bin ich anhand meiner IP immer noch identifizierbar, allerdings lässt sich auch die verschleiern.
Warum der Mensch aus Meppen meine Adresse genutzt hat: Weil er wie schon einige andere vor ihm einfach *glaubt*, dass er sie hat, und keine Notwendigkeit zum Testen sieht. Dass er keine Bestätigungen bekommt, fällt ihm nicht auf, weil er ja nciht weiß, dass er welche bekommen müsste. Und vielleicht hakt er’s auch einfach ab als. Funktioniert ja wohl nicht so dolle, das mit den Mailbestätigungen bei iTunes.
Na Super! Da klicke ich mich mal durch Dein durchaus lustiges “Unverlangt eingesandt”-Topic, bleibe natürlich bei “Ursula in Red” hängen, kann natürlich nicht an mich halten und gucke mal bei der google-Bildersuche nach und….dann…kommt…..Ursula….von….trannybitches.com.
Herrje. Ich verzichte jetzt mal auf das , weil Du Dir ja denken kannst dass ich erstmal bedient bin…
It´s a nasty, cruel world
Herrje. Ich verzichte jetzt mal auf das [href=], soll es heißen.
Aber dann kann ich auch alles andere von ihm übernehmen…. nicht nur den iTunes-Account.
@endgueltig
Da bin ich mir nicht sicher, abgesehen davon, dass auch das nicht gut wäre. Eine einfache Möglichkeit wäre es zum Beispiel, vor dem Zurücksetzen des Passworts eines Ecommerce-Accoutns noch eine Sicherheitsabfrage einzubauen, etwa nach dem Geburtsdatum zu fragen oder in diesem Beispiel eben nach dem Namen des Hundes.
Sehr schöne und willkommene Gastkolumne, die selbst das Auge des modeunbewussten Schlabber-T-Shirt-Trägers schärft.
Der generellen Verurteilung der Farbkombination Schwarz-Gelb muss indes vehement widersprochen werden, mit dem entsprechenden Branding (SGD) versehen lässt sich hiermit vielmehr eine wahrhaft zeitlose Eleganz erzielen.
lieber edgar f.,
vielen dank für deinen beitrag. :-)
ich habe gerade mal geschaut, wie dynamo-gelb-schwarz aussieht und erkenne gern an, dass ihr zwar ansatzweise auf dem richtigen weg seid, indem ihr versucht euch von längsstreifen zu lösen.
euer gelb ist aber nicht rot und euer schwarz nicht weiß, deshalb muss ich dir leider raten, noch ein wenig an euren outfits zu arbeiten.
und mal unter uns – das hier:
http://cms.dynamo-dresden.de/shop/images/medium/schwgelb_med.jpg
…. das gehört verboten, find ich! sieht nach ed hardy-fake aus, und der ist seit letzten sommer megaout!
beste grüße aus dem modischen köln,
vonjott
Wunderbares Torschützenfotofoto und nicht minder wunderbares Torverhindererfotofoto! :-)
“schnarchlangweilige platten”???
bis auf diesen fauxpas ist der eintrag ganz wundervoll. danke
Na prima. Das sind ja tolle Vorraussetzungen für uns in Siegen. Die Wattenscheid am Montag “serviert” bekommen.
Im ABSTIEGSKAMPF -.- . Und das mit einem Millionen-Etat und als Aufstiegsfavourit. Ich möchte weinen.
[...] Warum Bloggen glücklich macht [...]
Tut mir leid, ich hätte euch in diesem Fall mit einem Sieg auch lieber geholfen. Aber ganz ehrlich;: Am liebsten wär’s mir, wenn weder deine Sportfreunde noch die SGW absteigen. So viel Sentimentalität darf dann doch sein.
sad, sad, sad … :-(
Habe deinem Hinweis folgend gestern endlich das “Muss! für den Fussballfan” nachgeholt und kann mich deinem positiven Gesamturteil anschliessen. Nach Ken Loachs “Looking for Eric” ist es ein weiteres sehenswertes Stück Fussballengland aus jüngerer Filmgeschichte. Die Atmosphäre in den ranzigen Katakomben von Derby County ist sehr authentisch – nehme ich an – widergegeben und zeugt von einer anderen (nicht schlechteren) Zeit im Ballsport, von den auf dem Trainingsplatz und in der Kabine rauchenden Profis mal ganz zu schweigen.
Freut mich, dass es dir gefällt. :) Ach, Makro-Objekte sind so super. Meinst du nicht, dass man bei einer Zahnbürste mit Makro-Objektiv eher unvorteilhaft winzige Essensreste ablichten würde? Bin trotzdem sehr gespannt auf deine Fotos. Liebe Grüße, Nicky
Die Zahnbürste hab ich ja schon fotografiert – und zwar vor der ersten Benutzung, weil ich deine Befürchtungen teile.
liebster surfguard,
ich freue mich sehr, dass du trotz deiner liebe zu fcb einen ausgeprägten sinn für schöne dinge hast und den design-schlüsselanhänger nicht nur schätzt, sondern ihm außerdem auch noch die sonderrolle des zweiten “object of your home” einräumst. danke!
deine,
v.j.
ps: rooney bleibt hängen!
Kein Problem, Viertelfinalausscheider können hängen, wo und so lange sie wollen. Da bin ich nicht so.
Wieder sehr guter und objektiver Bericht. Danke dafür!
Kleine Korrektur: wenn die drei Punkte abgezogen werden werden auch fünf Tore abgezogen (aus 3:0 mach 0:2) – dann sind wir nicht 9., sondern sogar nur 10.! X(
Einen Abstieg dieses Jahr halte ich genauso für ausgeschlossen, wie ein Aufstieg für das nächste Jahr. Es sei denn es ändert sich etwas signifikantes in der Spielkultur der Mannschaft. Neue Impulse könnten durch die Neuzugängen gesetzt werden, aber auch das bewerte ich eher kritisch, da auch die Anfangsfeuer der letzten Neuzugänge schnell erloschen sind.
Donnerstag nicht nach Wiedenbrück?
Nein, werde mir lieber einen ruhigen Tag machen.
Na, dann werd ich das mal covern am Freitag :-)
Das System funktioniert irgendie in die eine wie die andere Richtung nur leidlich. Ich kenne zwei Hände voll Sparkassenmitarbeiter verschiedener Institute in NRW, die für 2009 und 2007 Ihre leistungsabhängige Zulage nicht bekommen haben. Leistungsabhängig von daher, das das aufgeteilt ist in den Individuellen Erfolg aber eben auch die Gesamtperformance der Bank. Und da kann man dann auch 200 % individuelle Ziele erreicht haben – wenn das Institut zweistellige Millionenbeträge nach Düsseldorf pumpen muß, um die WestLB am Leben zu halten, dann wird intern nichts mehr ausgeschüttet. Wohlgemerkt – ich rede hier von ganz normalen Angestellten, denen so das 13., vielleicht 14. Jahresgehalt durch die Lappen geht, nicht von irgendwelchen hochbezahlten Investmentbankern.
In dem von dir beschriebenen Beispiel ist ein anderer Kardinalsfehler begangen worden: Mitarbeiter müssen die Ziele, an denen ihre Prämie hängt, auch aus eigener Kraft erreichen können, ohne von Entscheidungen unbeteiligter Dritter abhängig zu sein.
Natürlich ist es fahrlässig, wenn Mitarbeiter einer Sparkasse Gewinn erwirtschaften, dieser Gewinn dann aber vom Vorstand für sparkassenfremde Zwecke ausgegeben und so den Mitarbeitern ihr Bonus genommen wird.
Einfache Lösung: Der Bonus der Mitarbeiter hängt am operativen Ergebnis (vor oder nach Steuern und Abschreibungen) ihrer Einheit, die nicht zu klein gewählt sein darf, beispielsweise am EBITDA ihrer Filiale. So kenne ich es aus meiner Firma. Wenn der Vorstand unser operatives Ergebnis etwa für die Akquisition einer Firma vollständig ausgibt, dann schmälert das nicht meine Gewinnbeteiligung, die sich nur auf’s operative Ergebnis bezieht, das ich mit allen meinen Kollegen weitgehend im Griff habe.
[...] mit DFC fast vorbei: Zeit für ein weiteres Fazit, nachdem ich bereits zu Beginn dieser Saison einen kritischen Blick auf die Entwicklung des Projekts geworfen hatte. Damals sagte mir Burkhard Mathiak, neben Geschäftsführer Dirk Daniel Stoeveken einer der [...]
Sehr guter Artikel, der doch sehr zum Nachdenken anregt. Ich habe schon länger kein wirklich gutes Gefühl und überlege, ob ich meine Mitgliedschaft nicht auch kündigen soll. Deine Zusammenfassung hat mich weiter bestätigt.
Vielen Dank für deinen Blog der sehr sachlich kritisiert.
Super guter Beitrag, der wohl den Nagel genau auf den Kopf trifft.
Soweit ok, spiegelt aber nur Ansichten nieder die teilweise sich nicht unbedingt so verhalten wie angegeben. Im Ganzen allerdings trifft es den Anschein. Ob es tatsächlich alles der Wahrheit/Umstände entspricht ist dahingestellt.
Junge-Junge,
da fühle ich mich ja letztlich bestätigt, dem Projekt den Rücken gekehrt zu haben. Das wird nicht besser, sondern schlimmer.
Deine Schlußfolgerung, dass eine Erfüllung der Versprechungen niemals eingelöst werden könne, da die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen den Einfluß der DFC-Mitgliedsbeiträge immer weiter schmälern werden, finde ich sehr logisch und desillusionierend.
Nachdem schon das “Urprojekt” in England eher dahindarbt, dürfte auch DFC mittelfristig Geschichte sein, denke ich.
Schade, weil mich die Grundidee ursprünglich begeistert hatte.
@trainerbank: hahahhahahaahahahaha! danke!
Das kann doch nicht sein: Der Chef Ulonska meinte, es wird nur das Geld ausgegeben was man hat, also keine Panik. Von seinem Marionettendasein hat er auch noch nichts gemerkt. Er ist ja sooooooooooooo froh, daß der DFC existiert und ihm die Möglichkeit gibt sich wieder in der Gesellschaft zu etablieren
Aber ist die Ignoranz der Nichtwähler nicht auch ein Zeichen dafür, dass eine solche Initiative überhaupt nicht notwendig ist?
Dass es auch mal ohne Verbote geht?
Dass eine Selbstregulierung stattfinden kann, ohne dass wieder die Strafzettelkeule rausgeholt wird?
Nein – ich spiele jetzt mal den Gegenpart – von der ÖDP wird diese Abstimmung als strahlender Sieg verkauft. Dreiviertel der Menschen hat sich gegen die Initiative ausgesprochen, entweder aktiv oder passiv. Ist das nicht zu beachten?
Ich seh das anders: Zwei Drittel (genau: 63%, also nicht drei Viertel) der Bayern haben gesagt, dass es ihnen egal ist, wie entschieden wird. Anders kann man eine Wahlenthaltung bei Abstimmung, in der Ja und Nein zur Wahl stehen, meiner Ansicht nach nicht interpretieren. Bei einer Bundestageswahl kann eine Enthaltung bedeuten, dass einem keine der zur Wahl stehenden Alternativen gefiel. Bei einer Ja/Nein-Wahl gibt es diese Interpretation nicht.
[...] The boy in the bubble bemerkt, dass die Tabakindustrie nach dem verlorenen Kampf um das generelle Rauchverbot nachtritt. [...]
Oh, wer mal ansehen will, _wie_ schlecht die verlieren können, sollte mal die Facebook-Seite von Bayern sagt Nein ansehen:
http://www.facebook.com/pages/Bayern-Sagt-Nein/106265879394144
Da werden die krudesten Ideen durchgespielt, wie man der anderen Partei noch am besten nachtreten könnte, vom Einfach-nicht-dran-halten über Verfassungsklage bis Tretet-alle-unserer-Facebook-Gruppe-bei-damit-alle-sehen-dass-wir-mehr-sind ist da alles dabei.
Hello,
DANKE für diesen Artikel. Ich bin seit gestern Nachmittag sozusagen “spontanperonäusparesiert” (nicht nur Konsolenfussball, auch banale Gartenarbeit birgt so manche Gefahr in sich). Nachdem ich im Zuge meiner Internetrecherche und den zahlreichen Horrorgeschichten auch schon über Notfallamputation oder gleich Sprung von der Brücke sinniert haben, bin ich jetzt wieder richtig optimistisch :o)
Ich hoffe du läufst schon wieder wie eine Gazelle und bei mir wird’s hoffentlich auch bald wieder werden.
Das freut mich zu hören, kathlll. Bei mir ist die Peronäsusparese vollständig zurückgegangen, das Bein ist wieder enerviert und genauso beweglich wie vorher. Ich hoffe, dass es bei dir vergleichbar läuft. Gute Besserung und Kopf hoch!
Bekommt ihr natürlich als mp3!
sehr schön :-)
Na jedenfalls macht Dir Deine (Korrektur-)Arbeit Spaß. :-)
Ich glaube, der Kandidat hat gar keine vollkommen falsche Antwort gegeben, sondern “Hygienefaktor” einfach etwas freier interpretiert. Grundvoraussetzung für Zufriedenheit am Arbeitsplatz ist nämlich zunächst mal, dass das Firmenklo einer potentiellen Hygieneüberprüfung durch die Berufsgenossenschaft standhielte. Das mag banal erscheinen, ist es aber nicht, wie ich aus leidvoller Erfahrung berichten kann. Ich verlink gern mal Fotos, falls Interesse besteht.
Natürlich ist Zufriedenheit ganz so einfach dann doch nicht zu erlangen, dazu gehört bei mir noch ein anderer Hygienefaktor. Die Putzfrau war heut zwar da, trotzdem fühlt sich Spaß anders an und ich kann ja auch nicht die ganze Zeit auf dem Klo hocken. Also muss noch was anderes passieren: Meine persönliche Zufriedenheit steigt merkwürdigerweise synchron zur Distanz in km, die meine Chefin zum Arbeitsplatz aufbaut. Sie fährt hoffentlich bald nach Hause.
Ich frage mich allerdings, ob ein Hygienefaktor (hier: Abwesenheit von Nr. 1) gleichzeitig ein Motivator sein kann?
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der kuenstler ist mir kein begriff (vielleicht, weil ich die spex schon immer leidenschaftlich gehasst habe?) mal sehen, was mir da bisher entgangen ist…
die photos sind allerdings toll!
oh, der ist ja super! danke fuer den tip!
(maischen bei menschberger *hihi*).
Bitte bitte, man hilft ja, wo man kann :-)
Ich würde die Betonung mal ausschließlich auf die erste Frage legen: Wie kann man so ein Angebot auf den letzten Drücker abgeben? Wer zu spät kommt etc. pp.
Ob der Abgabetermin blöd ist oder nicht ist völlig wumpe. Man findet nie einen Termin, der jedem gefällt. Also legt man eben einen fest, der einem selbst gefällt. An diesen hält man sich als Bewerber. Wenn man das schon nicht zuverlässig schafft, wie soll der Auftraggeber/Steuerzahler dann glauben können, daß alles rechtzeitig fertig wird und schon okay sein wird? Wer schon in diesem Stadium pi mal Daumen agiert sollte bitte nicht für die Ausrüstug verantwortlich sein, an der dann später Menschenleben hängen.
Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige. Die akademische Viertelstunde mag für Parties und Vorlesungen sinnvoll sein, aber eben nicht für wirklich wichtige Termine im Leben. Als Kunde brauche ich keinen Auftragnehmer, der mal fünf gerade sein lässt und auf Risiko spielt. Ich will einen verlässlichen Partner, der mir das Gefühl gibt, daß ich ihm nicht dauernd über die Schulter sehen muss.
Die Einstellung versteh ich schon, Kiki. Aber zum einen verstehe ich nicht, warum Termine im wirklichen Leben auf die Minute (Warum nicht Sekunde?) eingehalten werden müssen? Meiner Ansicht nach wird bei Projektendterminen grundsätzlich die Komplexität verkannt, die einem Projekt innewohnt, auch so einer Milliarden-Ausschreibung. Ein Projektmanagement-Guru sagte mal in einem Vortrag, den ich hörte, er wäre dafür, Fertigstellungstermine großer Projekte nicht mit einem Tag anzugeben, sondern mit einer Jahreszeit: “Wenn die Blätter sich gelb verfärben…”
Und zum anderen ist es so, dass man einem Abgabetermin “Freitag, 14 Uhr” die Willkürlichkeit auf den ersten Blick ansieht. Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen: Man sieht dem Termin die Lust zur Schikane an. Und deswegen ist er mir unsympathisch. Wer einen Termin nur setzt, um damit dem anderen eine willkürliche Hürde in den Weg zu stellen, der geht mit der falschen Grundeinstellung in ein Mulit-Milliarden-Projekt. Und das finde ich langfristig eben genauso projektgefährdend wie die Unfähigkeit des Ausschreibungsteilnehmers, sich an diesen Termin einfach zu halten.
hallo habe sie im februar als vorgruppe gesehen und die sind einfach geil bei uns hatten sie mehr glück die leute gingen richtig mit warte schon auf die cd.
[...] 1. FC Kleve – SC Fortuna Köln 0-3 : the boy in the bubble [...]
[...] Spiel an sich scheint ja, wenn man surfguard Glauben darf (und das sollte man), eine Fortsetzung der teilweise katastrophalen Leistungen der [...]
Zur Chance von Kevin Kruth, selbst wenn er quer gelegt hätte oder sogar getroffen.
Der Linienrichter hatte die Fahne schon oben, da er im Abseits stand, daher hat der Torwart auch keinen Abschlag vom 5er, sondern gut 2 Meter davor gemacht. Daher glaube ich auch nicht, das die Ansprache von Glaser wegen der vergebenen Chance kam.
“Außerdem gibt es keine Alternative”
–> Soldo?
:)
Danke, aber Soldo ist auch nur Matthias Minks zweite Inkarnation.