Sitting on top of the world
Jahrzehntelang haben sich die Leute ja diese nervigen Poster in ihre Flure (und mache sogar in die Wohnzimmer) gehangen, die ein berühmtes Titelbild des New Yorkers auf praktische alle Städte der Welt extrapolierten. The Koelner, The Duesseldorfer, The Buxtehudeer (Sagt man so?).
Ich hab da einen neuen Vorschlag: http://xkcd.com/482/
Kurzes Fortuna-Update
Fortuna Köln spielte schon am Freitag 1-1 bei Wattenscheid 09. Die erste Halbzeit gehörte den Berichten zufolge Wattenscheid, die zweite der Fortuna. Das Tor erzielt Kevin Kruth, der die Abwesenheit von Stasi Stasiulewski wie erhofft nutzt, um zu zeigen, dass er auch einen guten Mittelstürmer abgibt.
Ein 1-1 beim noch ungeschlagenen Tabellenführer ist natürlich ein ordentliches Ergebnis. Trotzdem wird’s so langsam eng: Die Punkte aus den Heimspielen fehlen der Fortuna, die in der Tabelle jetzt auf dem 11. Rang geführt wird (Düsseldorf II hat in Hamm gewonnen). Bis zum ersten sicheren Abstiegsplatz sind es so zwar noch sechs Ränge, aber nur drei Punkte. Gegen den Tabellennachbarn SV Schermbeck muss als am kommenden Freitag also ein Sieg her.
Schwer genug wird’s, wenn man die letzten Heimspiele Revue passieren lässt. Ich werde vor Ort sein.
Ausschuss
Hab mal ein paar CDs aussortiert, weil ich Platz im Regal brauchte. Erstaunlich, was man da so alles findet. Bands, von denen ich im Leben nie gehört habe…
Naja, ich hoffe, die neue Kölner Oxfam-Filiale wird sich freuen.
Schwindelig rotiert
Meine Eindrücke vom Spiel der Bayern in Hannover habe ich ins SAZ-Blog geschrieben, wo mein Freund Wilhelm und ich auch die Woche über fröhlich weitergeplänkelt haben.
Sonntagsfahrer
Ich war heute in Hachenburg im Westerwald, um eine Kiste Hachenburger Pils für eine kleine, bürointerne “Biermesse” in zwei Wochen zu besorgen. Meine Eltern hatten jahrzehntelang ein Wochenendhaus in der Nähe von Hachenburg gehabt, in das ich während meiner Studienzeit noch regelmäßig gefahren war, um mit 20 Leuten die Skatkasse auf den Kopp zu hauen.
War ein schöner Ausflug mit der beruhigenden Feststellung: Im Westerwald hat sich in den vergangenen zehn Jahren nicht viel geändert. Selbst die Sonntagsfahrer auf der Landstraße fahren immer noch E-Klasse.
P.S. an die mitlesenden Kollegen: Ihr könnt gerne noch einsteigen in unsere kleine Messe: Do, 09.10., Eintritt gegen min. 5 Flaschen Bier aus eurer Heimat, um Anmeldung per Mail an mich wird gebeten.
Leerer Raum
Unfassbarer Song. Neulich schon getwittert: Wird mit jedem Mal besser und besser und besser und noch mal. Wie die ganze Lichter-Platte. Kaum zu glauben, dass das ein Debüt ist.
P T K
Mal wieder unfassbare neue Nummer mit dem Maulwurfn. Hab die heute rausgekommene Rene-Marik-DVD gerade durch: Längen, aber auch unerwartete Höhepunkte zum laut Schreien. 70% bekommen 10 Punkte, den Rest kann man überzappen. Sehr schönes Ende jedenfalls! Und die Nummer mit dem “Schmettegake” ist auch ein Highlight. Eigentlich doch alles. Fast.
Jedenfalls hab ich jetzt mit “Waa?” was Neues zum Im-Büro-Einsetzen.
Fortuna auf Augenhöhe
Jippie, ab sofort gibt’s Eintrittskarten für Fortuna Köln auch online bei KölnTicket. Das ist weniger deswegen erwähnenswert, weil man nicht auch locker an der Tageskasse Tickets bekäme. Nein, das ist vor allem deshalb interessant, weil KölnTicket im Rahmen der Kooperation zugesagt hat, die Fortuna-Spiele in ihre Werbemaßnahmen aufzunehmen.
Wenigstens da wäre die Fortuna dann also schon mal wieder auf Augenhöhe mit dem Effzeh oder den Haien. Und vor allem gewinnt man wieder eine Sichtbarkeit, die nach dem sensationellen Aufstiegsendspiel im Juni doch sehr zurückgegangen ist.
Pfeiffer auf dem Rückzug?
Normalerweise triffft einen die Erkenntnis ja schlagartig. Ob das auch Prof. Christian Pfeiffer passiert ist, dem notorischen Videospielgegner aus Hannover?
Ich hatte mich schon gefragt, wann sich Pfeiffer denn im neuesten, finnischen Amokfall zu Wort melden würde? Schließlich war nach dem Amoklauf von Matti S. nichts über seine Videospielgewohnheiten bekannt geworden. Wahrscheinlich hate er keine, wenigstens keine auffälligen. Wem also schiebt man jetzt die Schuld in die Schuhe, wenn der Nubbel “Killerspiel” nicht zur Verfügung steht?
Man kann ja nicht, wenn man jahrelang dafür plädiert hat, dass “Killerspiele” Kinder zu Monstern machen, auf einmal eingestehen, dass man bestenfalls Ursache und Wirkung verkehrt, wahrscheinlich aber sogar auf das gänzlich falsche Ziel gefeuert und so wertvolle Energie verpulvert hat, die zur Lösung des eigentlichen Problems besser eingesetzt gewesen wäre. Also äußert sich Prof. Pfeiffer jetzt so: Selbstverständlich reiche es nicht aus, gewalthaltige Videospiele zu spielen, um jemanden zum Killer zu machen. Ach was, das hat sich früher aber anders angehört. Obwohl man zugestehen muss, dass bereits im Januar eine Differenzierung der Pfeifferschen Argumentationslinie zu erkennen gewesen war. Nichtsdestotrotz fährt Pfeiffer jetzt fort, dass vielmehr “Hochgefährdete, Frustrierte, Verlierer, [...] in den Sog einer solchen Tötungsfantasie virtuell hineingeraten können”.
“Killerspiele” also als Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt? Das könnte eine perfide neue Taktik sein, denn sie erlaubt es weiterhin, sich auf die Bekämpfung von Killerspielen zu konzentrieren. Wenn man schließlich den letzten Schritt zum Amokläufer verhindert, genügt das ja, um die Gesellschaft zu beschützen. Gleichzeitig kann man die schwierigen Themen Bildung, Familie oder Integration anderen überlassen, muss sich mit ihnen nicht mehr beschweren. Dazu passt, dass Pfeiffer laut SZ weiter behauptet: “Es gibt keinen einzigen jungen Menschen in den USA, in Asien, in Deutschland, der als Amokläufer bekanntgeworden ist, der nicht vorher exzessiv seine Fantasien virtuell geübt hat.” Ähhhh: Nein? Laut der ausführlichen Studie “Grand Theft Childhood”, hier schon schon mal bei Gelegenheit empfohlen und gestern ebenfalls in der Süddeutschen wieder aufgegriffen, interessierten sich nur 25% der untersuchten schulischen Gewalttäter für Gewaltfilme, sogar nur einer von acht für gewalttätige Videospiele.
Allerdings könnten die neuen Äußerungen Pfeiffers doch auch auf einen langsamen Rückzug von seinen früher monokausalen Erlärungsversuchen hindeuten. Schließlich ist es nicht so einfach, jahrelang mit der gleichen Platte durch Talkshows zu tingeln, und dann von einem Tag auf die andere ein anderes Lied zu singen. Im Zweifel würde man dann auch gar nicht mehr eingeladen werden.
Tötet Onkel Hopp
Man kann sich auch wichtiger nehmen, als man ist. Fragen Sie doch mal Onkel Dittmeyer, lieber Herr Hopp!
Nicht mal ignorieren wäre die einzig richtige Taktik. Aber diese Kampagne ist doch ein Fest für jede Fankurve!
[Update, danke für den Tipp, chris] Name von Herrn Hopp korrigiert. Vorher stand da Homm – eine Assoziation, die mir nämlich auch noch gekommen war. Gerade die Dortmunder Fans sollten mal ganz leise sein, schließlich hat ihr Verein auch schwiemelige Geschäfte mit Investoren hingelegt, durch die einige Wahnsinnsinvestitionen (Amoroso) gerade mal nicht zum Bankrott führten. Wenn irgendeiner im Glashaus sitzt, dann der BVB. Immerhin ist das Geld., das Herr Hopp ausgibt, schon mal erwirtschaftet worden.

