This sux
Irgendwie fehlte mir in diesem, unten vollständig abgebildeten Fenster was…

Obama
Ich lade gerade ein paar Bilder und Videos von meinem Besuch bei der Rede von Barack Obama hoch: http://www.flickr.com/photos/surfguard/
Unspektakulär war’s. Der Mann hat unbestritten Charisma und kann reden. Aber sein Text hatte keinen Spannungsbogen: Gerade erzählt er noch von der Luftbrücke, dann geht’s auf einmal um seinen Vater, beides spannende Ansätze, aber dann holpert’s schon weiter zu Afghanistan, “proud American”, Iran, Dafour, Irak, CO2 und was weiß ich noch alles für Themen. Ein bisschen ville für 30 Minuten.
Für mich geht’s jetzt weiter ins Ozeaneum nach Stralsund, dann weiter zu meiner Schwester in der Gegend von Kiel. Sonntag bin ich wieder in Köln.
Zwischenbilder
Ein paar wenige aktuelle Reisebilder gibt’s hier: http://www.flickr.com/photos/surfguard/
Mehr nach meiner Rückkehr.
Check one two
Ach was hätte ich mir gewünscht, als das Ringfest noch existierte und die RTL-Bühne hier vor der Tür aufgebaut wurde, dass das stundenlange “Check, check, eins, zwei, eins, zwei, check, check, check” am Freitag Nachmittag kurz mal durchbrochen worden wäre.
Übrigens wurden Das EFX meines Erachtens unterbewertet:
Tagsüber wolkig, abends Aufheiterung
Hervorragend! Morgen tagsüber bestes, leicht bewölktes Reisewetter. Abends dann Sonnenschein zum heiteren Tegernseer Hellen.

Reisewetter
Samstag ist Waldfest am Tegernsee. Nachdem die letzten Tage Regen angesagt war, sieht’s seit heute wie bestellt aus. Jetzt bitte nichts mehr ändern!

Datenschutz durch Prefetching?
Das Datenschutz-Blog rät, das Firefox-Prefetching abzuschalten, da eifrige Staatsanwälte auch das einmalige Auftauchen einer IP in den Logfiles krimineller Seiten zum Anlass nehmen könnten, Ermittlungen einzuleiten.
Ich seh das anders. Mal ganz abgesehen davon, dass hier das Pferd vom Schwanz her aufgezäumt wird (sollten nicht eher solche Staatsanwälte ihr Verhalten ändern als unverdächtige Nutzer?), halte ich Prefetching für ein hervorragendes Mittel, durch die Erzeugung von Datenmüll Massenermittlungen a la “Mikado” zu erschweren, ohne gezielte und berechtigte, weil auf einem Anfangsverdacht beruhende Ermittlungen zu behindern.
Kurz reingeschaut: “The King of Kong: A Fistful of Quarters”
Lange, sehr lange nicht mehr im Kino gewesen. Auch mein Amazon-DVD-Abo ließ ich vor, während und kurz nach der EM ein bisschen ruhen. Jetzt habe ich wieder mit dem Filmgenuss begonnen, erst mal festgestellt, dass ich die lange auf Halde gelegten Amazon-DVD (”Im Juli”) doch schon gesehen hatte. Statdessen habe ich mir dann endlich mal einen Film zu Gemüte geführt, den ich sogar schon blind verschenkt hatte in der 100%igen Gewissheit, dass er ein Kracher ist. War er dann auch.
The King of Kong: A Fistful of Quarters erzählt dokumentarisch die Geschichte des Duells zweier Männer um den Donkey-Kong-Weltrekord. Richtig, Donkey Kong: Großer Affe hat Prinzessin entführt und wirft Fässer auf Mario. Ich musste seinerzeit lange kämpfen, bevor ich mir die Handheld-Version mit Dual Screen leisten konnte. Meine Münzen in Automaten zu werfen, war mir zu heikel.
Das Automatenspiel ist aber logischerweise das einzige, das für Profispieler zählt. Der Weltrekord wird seit den frühen 80ern von Billy Mitchell gehalten. Doch dann kommt ein Vierteljahrhundert später Steve Wiebe, ein arbeitslos gewordener Lehrer, der sein Leben dem Projekt Donkey-Kong-Weltrekord widmet. Er knackt den Rekord, doch sein auf Video aufgenommenes Spiel wird nicht anerkannt, weil er für die Arcade-Gemeinde ein unbeschriebenes Blatt ist. Also reist er zu öffentlichen Turnieren, spielt dort live um Anerkennung – und gegen den obersmarten und gelackten Weltrekord-Fiesling Billy Mitchell, der das Fallen seines Weltrekords verhindern möchte. Der Film erzählt die Geschichte dieses Nicht-Duells. Wiebe tritt gegen Mitchell an, der sich aber dem direkten Duell anscheinend nicht stellen will.
Das Ganze ist ungeheuer packend inszeniert. Ganz en passant baut der Film am Anfang Spannung auf, während er die Geschichte und Hintergründe von Donkey Kong und der Regelungen um die Anerkennung von Weltrekorden erläutert. Am Ende läuft alles auf den großen Showdown hinaus: Wird sich Mitchell dem Duell bei einer Convention stellen, die in seiner Heimatstadt stattfindet?
“King of Kong” ist in der Inszenierung und Dramatik nur mit den besten Filmen von Michael Moore vergleichbar. Insbesondere der Schnitt verdient ein großes Lob: Wie da Spannung nur durch das Gegenüber- und Nebeneinanderstellen von Szenen erzeugt wird, das ist wirklich meisterhaft.
Natürlich liegt dann auch der kritische Blick darauf nahe, ob sich die Inszenierung nicht auch in den wirklich Lauf der Dinge einmischt. Und es gibt da durchaus ein paar Momente, einzelne Einstellungen, die nicht mehr dokumentiert wirken. Da weiß die Kamera schon mal vorher, was passieren wird, und fokussiert eine Sekunde vor dem überraschenden Auftritt einer Figur auf den Hintergrund.
Aber selbst wenn dem so ist, kann das dem Genuss des Films nichts anhaben. Die erzählte Geschichte ist unzweifelhaft wahr, sie fesselt den Zuschauer die kurzen 80 Minuten Filmdauer vor den Schirm – und sie endet irgendwie traurig und glücklich zugleich.
Viel besser könnte ein Dokumentarfilm nur sein, wenn sein Thema ernsthafter wäre. Aber auch so reicht es in meiner Bewertung locker für 9 von 10.
(Bis ganz zum Ende gucken, um den besten Spruch nicht zu verpassen!)
In the seemingly most innocent and unlikely of places
Es gibt tollere Filme. Aber wohl keinen, den ich so sehr liebe.
Und das liegt keineswegs nur daran, dass Steve Martin mitspielt…
…sondern vor allem auch an der ungebremsten Lust zum Kitsch, verbunden mit unfassbar anrührenden Melodien (Alan Menken).
Musste ja mal gesagt werden.
Und ich wär Walter Junghans
Früher, wenn wir als Kinder auf der Wiese kickten, dann waren wir ja immer irgendwer. Man konnte nicht einfach als “Christoph” oder “Thorsten” spielen, sondern man war Gerd Zewe, Klaus Allofs, Rudi Bommer oder Reiner Geye. Man ahnt, wo ich aufgewachsen bin. Ich war immer Kalle Rummenigge oder Paul Breitner, im Tor etwas später dann gerne Walter Junghans, wofür es zum Glück nur manchmal Kloppe gab. Die Kids heute waren in diesem Sommer Poldi oder Ronaldo oder Torres.
Bislang hatte ich gedacht, das Phänomen des “und ich wär” sei auf Jungs und Fußball beschränkt, vielleicht noch ergänzt um Mädchen, die Königin wären. (Wieso wollte eigentlich nie eine Spielerfrau sein?)
Jetzt aber stelle ich anhand einer Anzeige in der FAS von heute fest, dass es auch gestandene Schriftsteller gibt, die mal gerne wer wären. Sebastian Faulks zum Beispiel wäre gerne Ian Fleming. Richtig: Der Bond-Fleming. Also hat er mal gleich ein Buch geschrieben: Der Tod ist nur der Anfang. Ein James-Bond-Roman. Autor: Sebastian Faulks schreibt als Ian Fleming. Aber ungelogen!
Was kommt als nächstes: Wolfgang Schäuble schreibt als George Orwell? Jeanette Biedermann singt als Britney Spears? Bastian Schweinsteiger flankt als Wiggerl Kögl? Roland Koch hetzt als Heiner Goebbels?
Ich wär solange jedenfalls mal Helmut Schmidt. Muss nur noch das Rauchen anfangen.
