Kein Blog wegen Berlin
Wegen akuten Berlinaufenthalts (sieht nicht so aus, ist aber so) derzeit keine Blogeinträge.
Alles so schön ruhig hier
Der Kollege von gegenüber chattet gerade in einer eher abgelegenen Second-Life-Gegend mit einem anderen Avatar.
Frage: Wieso kommst du denn eigentlich hierhin, hier ist ja eher wenig los?
Anderer Avatar: Ich mag die Ruhe hier, da kann man sich gut entspannen.
Get a life, Cyberpunk! Oder geh hierhin, da fehlt nämlich außerdem noch eine ganze, eventuell störende Dimension.
Superstition
Vielleicht einfach das beste Lied der Welt. Und dann wird’s auch noch in der Sesamstraße gespielt.
(indirekt via Nerdcore)
Was macht Miss Juni im Dezember?
Was Dotcomtod mit dem Zwiebelfisch zu tun hat: im demagogen.
Was macht Miss Juni im Dezember?
War ja eigentlich klar: Wenn es mangels Konjunkturflaute nicht mehr so viel zu meckern gibt wie 2002, dann muss man als Hobbyquerulant sich den Streit eben vom eigenen Zaun brechen.
- Ausgelistet
- Don Alphonso will kein Dreckschwein sein
- BenQ-Insolvenzopfer sollen zahlen (man achte auf die Kommentare)
So offensichtlich war noch nie, weshalb mir Dotcomtod/Boocompany trotz allen unbestrittenen Informationswerts immer eine unsympathische Veranstaltung war: Das unseriöse Wirtschaften der besprochenen Firmen schien immer nur der Anlass, die Meckerlust der Hauptprotagonisten zu befriedigen.
Das hat viel von der Methode Zwiebelfisch: Meckern nicht für die Vision eines Besseren, sondern sich selbst genügend.
Und noch etwas fällt auf: Don Alphonso betonte immer, dass Don Alphonso eine Kunstfigur sei, die mit der dahinter stehenden Person nicht identisch sei. Diese, mir immer vorgeschoben erscheinende Behauptung, wird nun endgültig unglaubwürdig, wenn die Person hinter Don Alphonso den Streit mit Klagedrohungen in die echte Welt zieht, den die vorgebliche Kunstfigur hat.
Und jetzt bin ich mit dem Thema durch. Irgendwann reißt sich halt jeder die Maske selbst vom Gesicht.
Ebay: Die Strafe der frühen Mitgliedschaft
Ich bin seit über acht Jahren Ebay-Mitglied. Damals gab es Ebay Deutschland noch nicht: Das hieß seinerzeit Alando und die Samwer-Brüder warteten darauf, dass Ebay ihr Imitat kaufen würde. Also meldete ich mich bei ebay.com an.
Seitdem war das nie ein Problem, außer dass ich die Statusmeldungen, die ich per Email von Ebay bekam, nie auf deutsch umstellen konnte. Egal.
Gerade eben jedoch wollte ich ein paar DVDs zum Verkauf bei Ebay einstellen. Und jetzt auf einmal ist Ebay der Meinung, dass ich ein verifiziertes Paypal-Konto benötige, um Waren auf einem anderen internationalen Marktplatz verkaufen zu können – nämlich dem deutschen: Strafe der frühen Mitgliedschaft.
Kurz reingeschaut: “Ocean’s 13″
Ich bin überrascht: positiv! Nach meinem persönlichen Volldebakel bei der Vorstellung von Ocean’s 12 , wo auch der Film sehr zu wünschen übrig ließ, konnte “Ocean’s 13″ eigentlich nur besser werden, und tat das auch.
Das stringente Erzählen einer Geschichte hat Steven Soderbergh für diesen Film zwar aufgegeben, aber vielleicht ist das die natürliche Fortentwicklung der Serie. Es geht nur noch darum, dass der eine hyperclevere Einfall der Gentlemangangster rund um Danny Ocean das scheinbare Fehlschlagen des anderen verhindert. Zusammenhänge werden erst in dem Moment erklärt, wo sie wichtig werden. Mitfiebern geht so natürlich nicht, was der Film durch umso schnellere Schnitte erfolgreich wettmacht.
Aufpassen muss man dadurch zwar auf nichts mehr, Spaß haben kann man aber sehr wohl. Quasi das Softeis unter den Ganovenfilmen: Löst sich während des Genusses in ein wohlschmeckendes Nichts auf. Und man muss sagen: Immerhin! Denn selbst das konnte man vom letzten, schrecklich überkandidelten Film nicht sagen.
P.S.: Im übrigen scheint Rausgehen das neue Quatschen zu sein. Unfassbar, wie viele Zuschauer im keineswegs prollverseuchten Cinenova während des Films aufstehen und kurz den Saal verlassen, weil sie entweder das Wasser oder die Lust auf das nächste Popcorn nicht halten können. Immerhin tun das nur diejenigen, die mehr oder weniger am Rand sitzen, so dass nicht viele andere Gäste zum Aufstehen gezwungen werden. Aber wirklich zum Sehvergnügen trägt das auch nicht bei.
Kurz reingeschaut: King Khan & His Sensational Shrines im Gebäude 9
(Eat this, Joel Rasmussen und Andrew Shapter!)
Was für eine Rampensau! Wo kann man so was heute eigentlich noch sehen: Soul, Gospel, Punk, Schreie, Eselsmasken, Euphorie, Ekstase – alles auf einer Bühne? Und das letzte Mitglied, das eine Band nur für’s Tanzen beschäftigte, muss Paul Rutherford bei Frankie Goes To Hollywood gewesen sein.

Foto cc-lizensiert von malin 156
Die inzwischen vorletzte Platte von King Khan hatte ich mir nach einer begeisterten Besprechung gekauft, musste allerdings feststellen, dass der Sound von King Khan im Studio nicht einzufangen ist. Dass der Mann auf der Bühne allerdings abgehen würde, war nicht nur das Versprechen meines Freundes pillepalle, sondern mit aufmerksamem Ohr auch schon zu erahnen gewesen.
WIE King Khan und die sensationellen Shrines das Gebäude 9 gestern Abend dann jedoch tatsächlich rocken würden, das war nicht zu vermuten. Die wollen doch nur spielen, und zwar jederzeit laut und begeistert. Ständig hüpft irgendwer über die Bühne, und nicht nur “Mr. Supernatural” himself oder die puschelbewehrte Bamboorella, sondern gerne auch mal Bläser oder Saitenspieler. Nur der vollbärtige, langhaarige Drummer, vom Typ her eigentlich eher der klassische Bassist, sitzt völlig unbeweglich hinter seiner Schießbude und schüttelt die treibenden Beats buchstäblich aus den Handgelenken.

Foto cc-lizensiert von malin 156
90 Minuten lang, in denen die Zugabe fast ein zweites Set ist, geben King Khan & The Sensational Shrines im eigentlich unpassenden Gebäude 9 Vollgas: ein noch um 10° Celsius kleinerer Club wäre passender gewesen. Aber hinterher soll keiner sagen, er habe sich nicht amüsieren können. Denn wem bei King Khan nicht die Beine wackeln, der hat keine Seele. – - Ich sage: wem bei King Khan nicht die Beine wackeln, der hat keine Seele. Yeah. — Ich sage: WEM BEI KING KHAN NICHT DIE BEINE WACKELN, DER HAT KEINE SEELE. YEAH! A-one two three four five six hit me!
(Wer ihn noch sehen möchte: Dummerweise geht die Tour von King Khan gerade zu Ende. Aber wer so gerne auf einer Bühne steht, der kommt mit Sicherheit bald wieder.)

Foto cc-lizensiert von malin 156
Züge werden immer unzuverlässiger
Wie jetzt? 13-Jährige bringen Zug zum Entgleisen
Die Teenager legten zwischen dem Solinger Hauptbahnhof und der Station “Solingen Mitte” Schottersteine auf die Gleise und lösten so den Unfall eines Regionalzuges aus. Gegen 21.50 Uhr sprang dessen Triebwagen aus den Schienen und rutschte noch 100 Meter weit, bevor er zum Stehen kam.
Versteh ich nicht. Ich kann positiv bestätigen, dass Mitte der 80er zahlreiche Schnellzüge bei Düsseldorf-Hellerhof über Schottersteine auf ihren Gleisen fuhren, ohne dass einer entgleist wäre. Da hat bestimmt nur der Regionalzugführer das Lenkrad verrissen und will’s jetzt auf die armen Kinder schieben.
Kurz reingehört: Wilko – “Sky Blue Sky”
Noch so ein Grower: Wilco – Sky Blue Sky.
Die Platte wird seit drei Wochen mit jedem Mal Hören besser. Vor allem derzeit, ich befinde mich in einer Projektschlussphase, kann ich mir kaum eine angenehmere Scheibe vorstellen als diese. Was für eine gelassene und doch anspruchsvolle Melodik!
Auf der Site von Wilco kann man komplett reinhören:
http://wilcoworld.net/records/index.php

