The Last Wing

Gestern Nacht die allerletzte Episode von “The West Wing” gesehen. Über sechs von sieben Staffeln hinweg (die fünfte habe ich ausgelassen) habe ich der Serie knapp 100 Stunden meiner Lebenszeit geschenkt – und jede einzelne hat sich gelohnt. Es kann kein besseres Fernsehdrama geben. Vielleicht gleich gutes, aber nicht besseres.

Außer bei E.T. (mit 13) und dem Ende des Christmas Special von The Office musste ich bei fiktionalen Formaten eigentlich nie zum Taschentuch greifen. West Wing hatte in jeder Staffel mindestens einen solchen Moment. Unschlagbar. Aber alles hat ein Ende. WARUM?

ActiveY

Wenn ich das richtig verstehe, dann lässt Google Gears den Browser auf ähnliche Weise aus der Sandbox ausbrechen, wie Microsoft das vor vielen Jahren schon mit ActiveX propagierte – und arg dafür gescholten wurde.

Das macht weder Gears noch ActiveX besser oder schlechter. Aber es ist schon interessant, wie sich Paradigmen verändern, zumal Gears in Zusammenarbeit mit Mozilla, Adobe und Opera im Entstehen begriffen ist.

via

Me, my other self and I

Der New Scientist stellt echte Menschen ihren Avataren gegenüber (sieht erst mal nicht so aus, der erste Protagonist hat aber einen Textavatar). Irgendwie faszinierend.

Uwe Schünemann bevorzugt Headshots

Es ist schon erstaunlich. Sollte sich Niedersachsens Innenminister Uwe Schüneman tatsächlich mal intensiv mit der Taktik von Egoshootern beschäftigt haben? Jedenfalls plädiert Schünemann seit kurzem offenbar für Headshots:

Wir brauchen aber ein Herstellungs- und Vertriebsverbot für [...] Spiele, bei denen schon in der Spielanleitung steht, dass der Gegner ganz langsam in den Tod getrieben werden soll.

via golem.de auf Tipp von capk.

Indurain und die Sportlichkeit der Omertà

Hallo, lieber Stadtanzeiger, da hat entweder euer Sinn für Zwischentöne oder euer Spanisch-Übersetzer versagt, wenn ihr heute titelt: Indurain nimmts sportlich.

Wir wollen zunächst mal davon absehen, dass der von Euch zitierte Kommentar Indurains schon am vergangenen Freitag in der Marca erschien. Wenigstens ein bisschen Aktualität hätte dem Artikel gut getan. Tatsächlich schrieb Miguel Indurain nicht nur die von euch zitierten Passagen, sondern auch dies:

No le ha hecho ningún favor al ciclismo, que atraviesa un momento muy delicado y que ahora más que nunca está necesitado de cariño, no de más palos.

[Also auf deutsch etwa:
"Er (Bjarne Riis) hat dem Radsport keinen Gefallen getan, als er sich (für sein Geständnis) einen Zeitpunkt aussuchte, in dem es gute Nachrichten braucht, und nicht immer neue Knüppel zwischen die Beine."]

Indurain fragt sich also: Warum macht jetzt auch noch der Däne unseren schönen Sport kaputt? Mit Sportlichkeit hat das genausowenig zu tun wie mit Selbsterkenntnis oder gar dem Willen zur Erneuerung einer der offensichtlichsten Dopingsportarten auf der Welt. Bestenfalls kann man Indurain Gleichgültigkeit unterstellen. Für einen der Granden des Radsports, der wenigstens fünf Rufe zu verlieren hat, ist das aber auch nichts für die Referenzenmappe.

Schließlich kann man Indurains Kommentar, der leider nicht im Volltext online verfügbar ist, auch ganz anders lesen – und mein Freund pesc tut das in der Spanischen Allgemeinen Zeitung auch:

Wer zwischen den Zeilen liest, kommt bei solchen Äußerungen um den Eindruck nicht herum, Induráin habe damit sein eigenes Schuldbekenntnis formuliert, will es aber noch nicht offen zugeben.

Klare Sache, klare Worte.

Mega-Screens

Es muss erwachsenen Menschen, die bei großen, IT-lastigen Konzernen arbeiten, doch beibringbar sein, dass Screenshots
a) sowieso nicht 5 MB groß sein müssen und
b) dann wenigstens nicht in eine HTML-Mail gehören.

Ist es aber irgendwie nicht.

Junkersdorf steigt vielleicht auf. Wer weiß?

Verdammt: Junkersdorf und Wegberg-Beeck lassen Punkte gegen Abstiegskandidaten: Junkersdorf verliert gegen Berrenrath, Wegberg-Beeck spielt 4:4 gegen Wesseling-Urfeld. Berrenrath retten die Punkte nicht, Wesseling-Urfeld hätte sie nicht gebraucht.

Aber das Ergebnis ist, dass der FC Junkersdorf den zweiten Platz in der Abschlusstabelle belegt. Jetzt ist die Fortuna nur noch die Nummer 3 in Köln, hinter dem Effzeh und den Bonzenvorortlern aus Junkersdorf.

(Vorbehalt: Ich gehe derzeit davon aus, dass zwei Mannschaften in die Oberliga aufsteigen. Sicher ist das aber nicht. Soll das (PDF-Link) doch jemand anders ausknobeln.)

[UPDATE] Sieht so aus, als würde der Tabellenzweite dieses Jahr doch nicht aufsteigen.

Fünf Tage Spanien

Ein kleiner Abriss der vergangenen fünf Tage in Spanien.

  • Ich hab’s nie geglaubt, aber englisches Essen ist wirklich das schlechteste der Welt: Geschmolzene Meisenknödel ohne die Kerne, darein ein paar Küchenabfälle gestreut und das Ganze in alter Brotrinde serviert – das nennen die dann Yorkshire Pudding. Widerlich.

  • Der Pudding passte allerdings zum mindestens genauso schlechten Champions-League-Finale, das auch eine Kneipe voll singender und leidender Engländer in Benidorm nicht retten konnte.
  • Genausowenig konnte den Liverpoolern hinterher ein mittelmäßiger Elvis die Laune retten. Nur, wer vorher schon betrunken war hatte Spaß. Das waren allerdings alle.

  • Deutlich stimmungssteigernder war da schon das Take-That-Tribute, nur ein paar Läden weiter: Besonders Robbie und Gary waren der Hammer.
  • Meine mittelschwere Erkältung habe ich allerdings der 12° kalten Klimaanlage im nämlichen Laden zu verdanken..
  • Donnerstag:
    1. Aspirin.
    2. Chill Out am Pool.

  • Am Freitag dann abendliches Angeln am Stausee von Guadalest. Sehr beruhigende Atmosphäre, ein paar Ameisen, kein Gequatsche – und auch ein Aal an der Angel, der sich aber durch die Keschermaschen hindurch und trotz einiger Volltreffer mit der Wasserflasche seinen Weg zurück in den See glitschte. Den Kindern statt Abendessen dann wenigstens kleine Frösche für den Gartenteich mitgebracht.
  • Samstag ein Ausflug zu Freunden meiner Gastgeber, die in einem Landhaus zwischen Canada und Campo da Mirra wohnen, ein paar Kilometer im Hinterland von Alicante gelegen. Im übrigen eine wirklich empfehlenswerte Urlaubsunterkunft mit sehr netten Pensionswirten, wenn man ein Auto vor Ort hat, auf Ausflüge ins Umland und vorbei ziehende Schafherden steht.
  • Sonntag dann noch mal ein Tag mit Freunden und Familie. In diesem Zusammenhang ein Antrag an Herrn Schäuble: Kann man ein Vermummungsverbot nicht wenigstens bei den kleinsten Terroristen auch im privaten Umfeld durchsetzen?

  • Und zu guter Letzt, am Sonntag Nachmittag, dann noch eine Promisichtung: Bodo Illgner mit Bianca und Tochter auf Rollerblades am Strand von Playa de Albir. Bodo wohnt in Altea, dem nächsten Küstenort und genießt dort sein wohlverdientes Geld nahezu in Anonymität: In der Gegend wohnen zwar auch ein paar Deutsche, aber ohne seine für Freizeitsport deutlich zu aufgebrezelte Frau wäre er wohl nicht mal mir aufgefallen. Habe mir wegen Bodos Recht am eigenen Bild ein Foto verkniffen, und wegen der Peinlichkeit und mangels eines Stiftes auch die Bitte um ein Autogramm. Manche Erinnerungen muss man eben auch im Herzen tragen können. Und eins noch, Bodo, nach all den Jahre: Ich lag daneben, als ich vor Italia Novante für Raimond Aumann war!

Minority Report 2007

Besserer Schutz vor Menschen, die in Zukunft ein Verbrechen begehen können: Bayern will Sexualstraftäter genauer kontrollieren.

Die merken alle sowas von überhaupts nichts mehr. Oder noch schlimmer: Die wissen alle ganz genau, was sie tun.

Premiere-Kündigung: Penetranz lohnt sich

Sieg in der Premiere-Kündigungs-Geschichte:
Wir haben einen Brief geschrieben, in dem auf der Kündigung bestanden wurde und dem die Kopie des Einschreibebelegs der ersten Kündigung beigefügt war. Premiere hat die Kündigung jetzt akzeptiert und das zu viel gezahlte Geld zurück erstattet.

Es scheint sich bei diesem Vorgehen um die Standardtaktik von Premiere zu handeln: Die erste Kündigung wird anscheinend grundsätzlich ignoriert, die zweite dann akzeptiert. Asi ist das trotzdem.

Die GEZ geht übrigens ähnlich vor: Wenn man sich da abmeldet, bekommt man allerdings immerhin einen Brief, dass das ja wohl nicht sein könne und man die Abmeldung bitte noch einmal bestätigen solle. Dass die beiden mal Verwandte werden…

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