Karaoke, die nächste Runde

Es müssen neue Bilder her, mit denen Geld verdient werden kann.

Guten Tag,

unser Logistikzentrum hat die unten aufgefuehrten Artikel verschickt!

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Kurz reingeschaut: “Nathan der Weise” im Kölner Theater

Gestern ein Leserbrief, heute ein Gastartikel: Ich hab’s geschafft, muss nicht mehr selbst schreiben :-)

Isabelle Reiff berichtet für dieses kleine Blog von der Aufführung von Nathan der Weise im Kölner Schauspielhaus, nachdem wir uns doch auch in dieser Spielzeit wieder zu einem Abo entschlossen haben. Außer zu schreiben widmet sich Isabelle übrigens auch noch anderen Medien und singt bei Gelegenheit Karaoke. Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.

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Nathan der Weise im Schauspielhaus Köln

Licht und Schatten werfen lichte und schwarze Rechtecke wie riesige Felder eines Schachbretts. Die Andeutung einer Hausfassade, mehr ein Symbol. Mehr Ausstattung gibt es nicht. In Parizeks Inszenierung von Lessings Nathan der Weise entwerfen die Schauspieler das Bühnenbild. Mit zarten und harten Bewegungen, mal lässig, mal verschüchtert, in einer Spuren-tiefen Choreographie, nah aneinander und ganz weit entfernt. Jeder Gang, jede Geste, jedes Rangeln und Streicheln, jedes Verharren ist stark konturiert und überdeutlich. Ein riesengroßer dreidimensionaler Schwarz-Weiß-Bildschirm.

Markus John am äußersten rechten Bühnenrand mit dräuendem Mmh und Aah. Mit fliegender Krawatte der Partriarch von Jerusalem Andreas Grötzinger. Diese zwei bringen die Satz-Zaubereien Lessings mit vortrefflicher Wucht, prägnant und wie selbstverständlich von innen heraus.

Man zieht sich Schuhe an und wieder aus, und niemand ist ganz im Bilde. Tief im Hinten: Ein schmales Gitterfenster schimmert goldenhell. Der Zuschauer schaut beklommen, ahnt Schlimmes. Denn das Ende ist bei Parizek schlimmer als bei Lessing, aber damit trägt er der Aktualität des Spieles Rechnung, das ganz real ist und irrsinnig und tödlich. Und wer am Ende mehr aus Zufall überlebt, der trägt das Unglück ganz allein. Und niemand fragt dann mehr, wer Vater, wer Kind, und woran sie geglaubt.

Isabelle Reiff

Alle Rechte bei der Autorin. Dieser Artikel steht ausdrücklich nicht unter einer Creative-Commons-Lizenz.

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Und das schreiben übrigens andere über die Aufführung, die sie auch ausdrücklich loben: “Nathan der Weise” in Kultura Extra

…ganz auf die Sache konzentriert, ohne papieren oder blutleer zu sein, und von einer beeindruckenden Ensembleleistung der Schauspieler getragen. Muss man gesehen haben.

[UDPATE] In diesem Artikel war bis zur Korrektur ein ganz schlimmer Fehler, den die Autorin schon erkannt und korrigiert hatte und den nur der doofe Blogbesitzer mit der falschen Textversion doch noch online gestellt hatte :-)

This just in: Ein Leserbrief

Eigentlich ist die Methode überholt: Einer schreibt was, ein anderer schreibt ihm einen Brief, den der dann wiederum in seiner Publikation veröffentlicht. Heutzutage kommentiert man einfach. Als Linguist der alten Schule aber, da schreibt man noch Briefe und bittet um Veröffentlichung.

Lars Hinrichs nämlich (nein, nicht der), schreibt mir zu meinem Dissing von Mathias Schreibers Spiegel-Artikel “Rettet dem Deutsch.

Und vernichtender als Lars habe ich Schreiber auch nicht fertig machen können, und schon gar nicht mit der Autorität des Linguisten: Ein seit knapp sechzig Jahren in der Linguistik überholter Topos im Diskurs freizeitlinguistischer Bemühungen sei Schreibers Einsicht, dass Sprache und Gedanken einander in Qualität und Umfang direkt bedingen. Hehehe, noch mal erwischt, Schreiberling :-b

Hier gibt’s Lars vollständiges Posting.

Verbandsliga-Videos

Ein Glück hat die Fortuna mit der DFL noch nichts zu tun, sonst würden meine Video-Spielszenen wahrscheinlich auch bald abgemahnt: Bundesliga zeigt YouTube die rote Karte.

Leider marschiert die Fortuna derzeit auch nicht gerade mit Siebenmeilenstiefeln Richtung DFL

Missverständnis

Dass man gerade von dieser Suchanfrage hier hin gelotst wird, das trifft mich als ehemaligen Betriebsrat dann doch hart.

Fortuna

Gerade spielt die Fortuna bei Germania Dürwiß, und ich kann nicht dabei sein. (Na gut, bis nach Eschweiler wäre ich eh nicht gefahren, das ist ‘ne ganze Stunde.) Es müsste zurzeit die 2. Halbzeit laufen, und trotz Web 2.0 gibt es noch keinen Liveticker aus der Verbandsliga. Da bleibt nur Daumen drücken.

[UPDATE] Hat nichts geholfen, die Fortuna hat 2-3 verloren und dabei wieder einen Elfer verschossen, der den Ausgleich gebracht hätte. Die Fortuna ist jetzt 15. und Tabellenvorletzte mit einem Punkt Vorsprung auf den Letzten, der ein Spiel weniger hat. Immerhin ist es nur ein Sieg Abstand auf Platz 10. Schwacher Trost. Das wird eine ganz harte Saison.

Der Vorstand will noch nicht mal den Trainer entlassen:

Sofort gaben Vorstand und Mannschaft zu verstehen, dass sie an ihrem Trainer festhalten und mit ihm weitermachen wollen. „Er wird gegen Wegberg also auf der Bank sitzen“, sagte Team-Manager Frank Klemmer. Esser selbst wollte an diesem turbulenten Nachmittag nichts mehr sagen. Der Spielverlauf glich den unzählbaren aus den vergangenen Wochen. Fortuna begann druckvoll und hätte durch Tulga Batur bereits nach drei Minuten führen können. Weil diese und weitere Chancen aber erneut fahrlässig ausgelassen wurden, begann auch Dürwiß mit dem Fußballspielen.

CD-Slotbelegung, Teil 2

Der zweite Slot des 6-CD-Wechslers in meinem neuen Auto, so habe ich gestern entschieden, wird definitiv mit Bright Eyes belegt werden: “I’m Wide Awake It’s Morning”. Es gibt keine Platte, die gleichzeitig so fröhlich und depimierend ist wie diese. Und dazu noch der Höhepunkt der Wiederbelebung von Country.

Alle Songs, nicht immer als Originalvideos.

Besondere Erwähnung: First Day of My Life, ein Video, bei dem mir immer noch die Gänsehaut über den Arm kriecht. At The Bottom Of Everything und auch Lua, der Höhepunkt der Bright-Eyes-Konzerte, die ich erleben durfte: absolute Stille, wenn Conor Oberst, in der Regel schon schwer angetrunken, singt: “We might die from medication, but we sure killed all the pain”.

Unterm Strich eine der größten Platten, die je aufgenommen wurden.

Kultur statt Kicken

Der Moment, als am Freitag mein Wochenende zerstört wurde:

Von: service@cd-wow.net
An: [surfguard]
Datum: 27.10.2006 17:14
Betreff: Verzoegerung der Bestellung: Pro Evolution Soccer 6 XBox 360 [order #17...]

Hallo,

Wir müssen Ihnen leider mitteilen, dass es bei dem Artikel Pro Evolution Soccer 6XBox 360 aufgrund hoher Nachfrage zu Lieferschwierigkeiten kommt. Wir hoffen, diesen Titel am 31/10/2006 versenden zu können.

Bitte erlauben Sie vom Zeitpunkt der Versandbestätigung eine Lieferzeit von bis zu 7 Werktagen innerhalb Deutschlands.

Die billigen Bestellungen bei CD WOW haben eben doch ihren Preis.

Statt dessen gebe ich mir an diesem Wochenende das volle Kulturprogramm: Gestern die Francis-Bacon-Ausstellung in der Kunstsammlung NRW (Danke noch mal für den Tipp, M.!), heute die erste Vorstellung der neuen Abosaison im Schauspielhaus: Nathan der Weise.

Übrigens ist die Bacon-Ausstellung nicht so Furcht einflößend, dass man nicht hinterher ein Riesenschnitzel bei Bender’s Marie verdrücken könnte.


Foto cc-lizensiert von Mario Sixtus bei Flickr.

Wahlcomputerwahnsinn

Der Kampf geht weiter: Petition gegen den Wahlcomputerwahnsinn.

Petition gegen Wahlcomputer

Max verweist auf eine Petition gegen den Einsatz von Wahlcomputern in Deutschland und hat ein paar schöne Links angefügt.

In einem davon wird übrigens auch auf einen Artikel u.a. zur Wirtschaftlichkeit von Wahlcomputern verwiesen, über welches Thema wir es neulich kurz hatten, chris.

Der direkte Weg zur Petition (dauert ein bisschen, bis die Seite da ist): Der Petent fordert die ersatzlose Streichung des § 35 Bundeswahlgesetz (Stimmabgabe mit Wahlgeräten).

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