Peniscola
Wenn der Japaner seine Autos “Wichser” nennt, dann will sich der Spanier auch nicht einen Verächter des kulturellen Missverständnisses heißen lassen.

Blade Master, der Test: Tag 1
Wie angekündigt beginnt heute mein kleiner Test des Blade Masters.
Der Auftakt ist erwartet unspektakulär. Ich nehme eine neue Mach-3-Klinge aus der Verpackung, befestige sie am Halter und lege die Klinge am Griff rund 30 Sekunden lang auf den Blade Master. Es folgt eine normale, erste Rasur. Irgendwie erwarte ich, dass ich die Magnetisierung beim Durchbrechen der 2-Tages-Stoppeln spüre, aber natürlich ist da nichts. Anschließend kommt die Klinge wieder auf den Master.
Erstaunlich nur, wie schmutzig der Blade Master schon nach einem Tag Benutzung aussieht, wenn der Schmutz auch erst im Makrofoto auffällt. Ob er wohl schnell rostet?


P.S.: Ich bitte über die leichte Verschmandung des Rasierers gnädig hinwegzusehen.
[UPDATE] …alle Testberichte zum Blade Master…
Zwänge
An einem normalen Arbeitstag sitze ich an mindestens 4 von 8 Stunden vor dem Computer, eher länger. Eigentlich nie gehe ich aus einem Meeting direkt nach Hause. Der Gmail-Notifier ist ständig an, und Outlook holt alle 5 Minuten die Mails aus meinem alten Privataccount. Mein Heimweg von der Arbeit dauert zwischen 10 und 20 Minuten, je nachdem wann die Bahn kommt.
Und wenn ich nach Hause komme, habe ich das unbezwingbare Gefühl, erst mal die Mails checken zu müssen…
Wann kommst Du heim?
Um 18:16 mailt mir Alexandra W., offensichtlich versehentlich (ich kenne die Dame nicht) und offensichtlich nicht mit spammender Absicht:
Betreff: Wann…
…kommst du heim????
Das wüsste ich auch gerne. Am ersten Tag nach dem Urlaub gleich Überstunden schieben müssen. Unschön. Da tröstet selbst so eine in die Irre gelaufene Mail.
Zurück
Zurück aus dem Urlaub.
Hier die Kurzversion: Drei Tage auf einem 7,5-Tonner gesessen. Etappenziele: Breitfurt im Saarland (mit 4 h Fahrtzeit von Köln mehr ein Prolog), Béziers in Südfrankreich (wenigstens ein Ibis-Motel hatte Sonntags abends noch ein Zimmer frei, scheint Reisezeit gewesen zu sein), Alfaz del Pi an der Costa Blanca in Spanien (nach überraschend früher Ankunft vor dem endgültigen Einlaufen erst mal mit fritierten Tintenfischringen, fritierten Minitintenfischen, Pommes und 4 Fläschchen Mahou im lokalen Pelota-Clubheim vorgefeiert).
In Spanien dann: Pool, Pool, Lasterausladen bei 36° im nicht vorhandenen Schatten, Kinderhüten (1 und 4 Jahre), während die Eltern das neue Haus putzten, Pool, Pool, Pool, Meer, Schnorcheln im Meer, nochmal Schnorcheln im Meer.
Rückflug. Ankunft heute gegen 00:45.
Der angekündigte Blade-Master-Test hat dann heute früh begonnen.
Die Wolfgangs und die Winfrieds
Also, kleines Trivia: Wie verhält sich …
- Heinz Haber zu Carl Sagan?
- Raumpatrouille Orion zu Star Trek?
- ComputerClub zu … aha? da gibt’s nix?
Eben.
Ok, der Vergleich hinkt ein bisschen, der ComputerClub war Farbfernsehen. Und wahrscheinlich gab’s auch da ein Pendant. Trotzdem oder deswegen wurde das Programm der beiden Wolfgangs vom WDR abgeblasen, aber nun sind sie wieder da.
Und nein, ich werde keine Vergleiche mit dem Wort zum Sonntag bemühen, dazu bin ich zu Retro, ich fordere also jeden explizit auf, das zu unterstützen, und frage mich bloß keiner warum. Vielleicht weil ich Heinz Habers quiekende Stifte auf Karton vermisse.
Erstaunlich ist, dass der WDR eine Tendenz dazu hat Kult Sendungen abzuschießen. So auch gelungen mit Winfried Trenklers Schwingungen und auch der hat sich damals und scheint’s bis heute mit seinem privat finanzierten Programm freigestrampelt.
Wolfgang, Wolfgang und Winfried, ich hoffe, Euer Business Model geht auf. In Zeiten des Internets und der Podcasts sollte da doch ein Revenue drin sein?
SurfGuard está el vacaciones.
Heute noch hier. Morgen schon im Saarland. Am Dienstag dann planmäßig in Alfaz del Pi. Alles mit einem 7,5-Tonner. Nächsten Sonntag wieder zurück, dann allerdings mit der LTU.
Hasta luego.
Blade Master: Test folgt
[UPDATE] …hier finden sich inzwischen die Testberichte zum Blade Master…
Auf private Nachfrage eines einzelnen Herrn gebe ich bekannt: Der bestellte Blade Master ist vor kurzem bei mir angekommen. (Ich hatte ihn zusammen mit einer CD-Vorbestellung bei Amazon geordert, darum die lange Lieferzeit.)
Da die Wirkung nur zugesichert wird, wenn man mit einer nagelneuen Klinge beginnt, und ich noch eine in Benutzung hatte, wird der angekündigte Produkttest voraussichtlich erst übernächste Woche starten. (Nächste Woche bin ich im Urlaub und muss mich nicht rasieren, oder wenigstens reicht für das eine geplante Mal auch eine schrundige Klinge.)
Amanda tritt nach
Ich würde es vielleicht auch so machen wie Amanda Congdon und nach einer offensichtlich unangenehmen Auseinandersetzung mit meinem Geschäftspartner versuchen, meinen Nerd-Ruhm in großes Geld umzusetzen.
Genau genommen ist dieser boy in the bubble natürlich genau der Versuch, nach einer angenehmen Auseinandersetzung mit meinem Mit-Demagogen capk hier endlich das große Geld zu machen. Allerdings ist bei mir noch nicht MSNBC vorbei gekommen, bei Amanda Congdon schon: Interview mit Amanda Congdon auf MSNBC (MOV-Link).
Ich weiß nicht. Wenn nichts Spektakuläres passiert, wirken die Beteiligten amerikanischer Network-Interviews auf mich immer etwas schleimig – und zwar Interviewer wie auch Interviewee. (Endlich: Ich hatte mir schon lange vorgenommen, die amerikanische Unterschiedung zwischen aktivem und passivem Part durch Einsatz der Endungen “-er” und “-ee” häufiger mal angeberisch zu verwenden.)
So schleimt also im vorliegenden Fall Amanda Congdon, außer durch penetrantes Hairflipping und kokettes Kopf-auf-die-Seite-Leging:
Frage: What do you [the video bloggers] get, that we [the big media companies] don’t get?
Amanda Congdon: Ho to make friends with my audience.
Öarks. “Friends with the audience”? Ich will nicht der Freund jedes Bloggers sein, den ich lese. Ich will auch nicht, dass jeder meiner Leser mein Freund werden muss. Und das ist es auch einfach nicht, was ein Blog oder ein Vlog ausmacht. Das ist nur etwas, was sich in einem als MSNBC-Interview getarnten Hollwyood-Bewerbungsgespräch super anhört. Irgendwie eklig.
(via capk und das Intranet-Blog eines Kollegen)
Quadratestadt
Je älter ich werde, desto mehr nervt es mich, besonders im Fernsehen, aber auch in persönlichen Gesprächen, wenn altbekannte Selbstverständlichkeiten mit der wichtigtuerischen Fanfare der Neuigkeit verbreitet werden: Dass kein massebehafteter Körper Lichtgeschwindigkeit erreichen kann. Dass Adolf, die alte Nazi-Sau, Anstreicher aus Braunau war. Oder dass die Mondlandung nie stattfand, sondern von Stanley Kubrick inszeniert wurde.
Natürlich weiß ich, dass, obwohl die Wiederholungen nerven, man all dieses Wissen irgendwann zum ersten Mal hört und in diesem Moment dankbar ist, es vermittelt zu bekommen. Umso demütiger machen mich die Momente, in denen ich ein Stück Wissen lerne, von dem ich vermute, dass ich es eigentlich schon lange wissen müsste. So vorhin dieses hier: In der Mannheimer Altstadt haben nicht die Straßen, sondern die Häuserblöcke Namen, die obendrein keine Namen, sondern Koordinaten sind.
Quadratestadt ist ein Beiname der Stadt Mannheim, da deren historische Innenstadt in Häuserblöcken statt in Straßenzügen angelegt ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Mannheimer_Quadrate
Wahnsinn. Dass “E-Street-Band” nicht einfach nur ein lustiger Name ist, sondern dass in den USA die Straßen wirklich nach Buchstaben heißen und die Band nach einer solchen Straße benannt ist, hätte ich als langweiliges Allgemeinwissen abgetan. Aber dass nur zwei Zugstunden weiter südlich Mannheim das gleiche Phänomen beheimatet, das plättete mich dann doch.
