Money for nothing
Wenn man schon kein Geld für Bildung hat, dann kann man es wenigstens noch falsch verteilen: Wie die GEZ Hochschulen schröpft. Da wird für Fernseher abkassiert, die zum Zeigen von Videos während der Vorlesung verwendet werden.
Der MDR bestätigte, dass in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt Kontrolleure an den Hochschulen unterwegs waren. Stichproben hätten ergeben, dass “nicht umfassend alle Geräte angemeldet waren”. Konkrete Hochschulen oder Summen wollte der Sender aber nicht nennen. Ein GEZ-Sprecher verwies darauf, dass es genüge, wenn das Gerät mit einem Empfangsteil ausgestattet sei, damit es unter die Gebührenpflicht falle. Dazu müsse das Gerät nicht dauerhaft an eine Antenne geschlossen sein.
Einige Hochschulen waren offenbar mit dem Kleingedruckten in den GEZ-Regelungen vertraut. So führt die Fachhochschule Erfurt auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE an, dass sie ihre Fernseh- und Videogeräte bereits vor mehreren Jahren überprüft und teilweise die Empfangsgeräte ausgebaut hat, “um die Kosten für die GEZ zu reduzieren”. Die Mehrzahl der Geräte werde “in der Lehre genutzt”.
Wie wär’s denn mit einer schlichten GEZ-Befreiung für Universitäten?
England – Argentinien
Die Schiedsrichter für die WM-Viertelfinalpartien stehen fest (am Ende des verlinkten Artikels). Unter anderem pfeift Senor Horacio Elizondo die Partie England-Portugal – ein Argentinier. Da hat der Engländer doch jetzt schon seine Verschwörungstheorie fertig geschrieben in der Schublade.
via aas-Kommentar
The Voodoo That I Do
Gestern habe ich zum ersten Mal in meinem Leben ein Nationalmannschaftstrikot getragen: Ein von meinem Freund Don Pedro frisch geschenktes spanisches Leibchen. Der Erfolg der Maßnahme konnte im Fernsehen betrachtet werden…
Vielleicht sollte ich den Voodoo-Spökes aufgeben und am Freitag einfach selbst ein argentinisches Trikot anziehen, quasi als lebender Unglücksbringer?
Selbstjustiz im Fußball
Sauber. Der portugiesische Fußballverband stellt einen offiziellen Antrag, Selbstjustiz im Fußball zu erlauben:
Luiz Felipe Scolari called yesterday for Fifa not to ban the Portugal midfielder Deco from the quarter-final clash with England, claiming that the first of the two yellow cards that resulted in his dismissal in the stormy victory over Holland was unjust. “The Portuguese Football Federation, on the basis of the Fifa Fair Play documents, will put in a request to overturn the card for Deco”
[...]
“We made some disciplinary errors but we do not accept Deco’s sending-off,” said Scolari. “Deco was sent off unfairly. He got his first yellow card in a move in which Holland should have given the ball back but didn’t, at the request of their coach.”
Ich erwarte eine von Stefan Effenberg organisierte Sammlung von Unterstützerunterschriften.
Zeit, dass sich was dreht. Aber mit “tab”?
Was wollen eigentlich die Menschen finden, die die hier ankommen, nachdem sie nach zeit, dass sich was dreht tab gesucht haben? Ich meine: Warum das “tab”?
Wenn in ein paar Tagen jemand mit jener Suche auf diesen Artikel trifft, dann wäre ich für einen Tipp dankbar!
Italien lügt noch einen rein, und Poldi muss mal groß.
So isser, der Italiener: Am Schluss lügt er dir noch einen Elfer rein und macht deinen wirklich guten Außenseitertipp kaputt.
Ansonsten gibt’s eine bewährt gute Klinsmännchen-Folge zum Ecuador-Spiel. Heute: Die Saunatür klemmt, und was ist der Unterschied zwischen diesen ganzen Kaffeeländern? Außerdem muss Poldi mal groß.
Und ein paar Klinsmännchen-Extras gibt’s bei YouTube.
Drei Jahre ohne Freistoßtor
Kürzlich hatte ich mich gefragt, wie oft die angeblichen Freistoß-Könige eigentlich einen reinmachen. Die BBC-Reporter auf der zweiten Prmiere-Tonspur bei England-Ecuador geben gerade einen Hinweis: David Beckham hat seinen letzten Freistoß für England im Jahr 2003 direkt verwandelt – gegen Liechtenstein.
Das erklärt vielleicht, warum sich die Ecuadorianer mit einer 3-Mann-Mauer begnügten.
[UPDATE] Unfassbar. 45 Minuten später macht er einen rein. Direkt. Respekt.
Neue Kasse
Bei aas finde ich eben einen Verweis auf einen FAZ-Artikel zu Blogs von ausländischen WM-Besuchern.
Besonders schön fand ich diese Beobachtung einer Amerikanerin, über die ich auch schon häufiger bloggen wollte: Nach welchen Regeln wird eigentlich eine neu geöffnete Supermarktkasse von den bereits Wartenden belegt? Oder vielmehr: Warum gibt es keine?
I was second or third in line. A new cashier headed towards an open register, and the 40-something man behind me in line, who had a full cart, started rushing toward the open register as I turned my pram and waited for the person in front of me to go before me- as is custom in the States. Fed up, I wasn’t going to allow this man to break the rules of etiquette and cut in front of me, the mother-with-crying-baby and two items, the one with priority. I elbowed him and pushed in front of him to the new cashier. When I got home, I asked my sweet German friend, who I am sure never cuts in line, what the “rule” is here about new cash registers opening. The rule, she told me is, “run”. Survival of the fittest, I guess. It was I who was breaking the rules, not the man behind me in line.
Hat andererseits aber natürlich auch was Biblisches, wenn die Letzten die Ersten werden.
Schwaches Spiel
Ich bin ja gestern beim Argentinien-Spiel gegen Ende der zweiten Halbzeit mal wieder eingenickt und erst beim 2-1 in der Nachspielzeit vom Torjubel aufgeschreckt.
Klar sind die Argentinier auf Normalmaß gestutzt worden. Und so wie sie gestern gespielt haben, müssen wir wirklich keine Angst vor ihnen haben. Meine Sorge ist allerdings diese: Jede Mannschaft, auch und gerade ein Weltmeister, hat während einer WM mal ein schwaches Spiel: Brasilien 2002 gegen England, Frankreich 1998 gegen Paraguay, Italien 1994 gegen Nigeria, und Deutschland 1990 natürlich gegen die Tschechen, als der Kaiser neben der Bank tobte.
Könnte es sein, dass Argentinien sein eines schwaches Spiel bei der WM 2006 gestern gewonnen hat, und Deutschland seins noch nicht hatte?
Klinsikova
Jetzt mal nur nicht übertreiben:
Die deutsche Nationalmannschaft begeistert, sie spielt schnell, mutig und offensiv. Sogar aus New York kommen mittlerweile Glückwünsche für die mitreißenden Leistungen der Elf.
Wir können immer noch die Anna Kournikova des Weltfußballs werden: Attraktiv, schlägt alle schlechteren Gegner souverän, gewinnt aber nix, sobald ein ernsthafter gegner um die Ecke kommt.
