Katrina & The Waves

Werden die eigentlich gerade noch im Radio gespielt?

Diddlmaus und Nackentattoo

Wäre ich Vater, müsste meine 16-jährige Tochter erst mal alle Diddlmäuse abliefern, insbesondere solche aus Plüsch, die groß und sichtbar am Rucksack baumeln, bevor ich ihr ein Nackentattoo erlauben würde.

Hurrikan/Hurricane

Warum schreiben die in den Fernsehnachrichten eigentlich immer “Hurrikan”, sprechen dann aber “Hurricane”?

Außerdem interessant, dass über den sich abschwächenden Hurrikan “Katrina” gesagt wurde,er sei jetzt nur noch ein tropischer Wirbelsturm – dabei ist ein Hurrikan laut Wikipedia sowieso nur ein anderes Wort für tropischer Wirbelsturm. Wirbelsturm klingt aber nicht so cool, und wenn der Wirbel in Amerika stürmt, dann muss er wohl ein Hurricane sein

Westfalen hat mich wieder

Nach einem kurzen Wochenend-Abstecher nach Essen ins Unperfekthaus und nach Duisburg in den Landschaftspark Nord hat mich das schöne Westfalenland wieder. Und das wackelige WLAN auch.

Das Unperfekthaus ist ein wirklich spannendes Konzept, das erstaunlich gut zu funktionieren scheint. Wenigstens waren gestern Abend zu einer Disco/Konzert/Modenschau-Veranstaltung rund 100 Besucher gekommen, die 7 € Eintritt zu zahlen bereit waren. Die Tatsache, dass unsere jugenherbergsartigen aber günstigen Zimmer (18€ pro Nase und Nacht im Doppelzimmer) direkt neben dem Veranstaltungssaal lagen, irritierte nur kurz. Nach kurzer Gewöhnungsphase gegen 2:30 Uhr heute morgen stellte sich heraus, dass Techno-Bass-Vibrationen einen gesunden Menschen nicht am Schlaf hindern können, sondern eher einen beruhigenden Einfluss haben. Bei Kirchenglocken um 09:30 sieht das schon anders aus.

Äußerst beeindruckt war im vom Landschaftspark Nord, wo wir auf einen Hochofen stiegen. Es flößt schon ungemeinen Respekt ein, wie Menschen eine Anlage planen, bauen und bedienen können, die rund 60 m hoch, rund 20 Meter im Durchmesser und im Betrieb viele Hundert Grad heiß ist. Wenn man irgendwo mitten in diesem Ungeheuer steht und sich vorstellt, wie es zischt und glüht und qualmt und kracht – dann wünscht man sich auf einmal mitten hinein ins unangenehmste Internetprojektproblem.

Morgen geht’s hier wieder mit Schulungen weiter. Und bei meinem zweiten Besuch bin ich anscheinend in der Hierarchie der Hotelgäste aufgestiegen: Ich habe ein wirklich schön großes Doppelzimmer mit Couchecke bekommen. Und ein dezentes Klopfen an der mit einem Nicht-Stören-Schild bewaffneten Tür deutete kurz nach meiner Ankunft an, dass man mir eine leckere Fruchtplatte kredenzt hatte. Gerne, danke!

Westfälische Frauen

Nachdem ich erfolgreich meine Schulung gegeben habe und erst mal fix und fertig bin (so ein ganzer Tag vor Publikum schlaucht echt ungemein), sitze ich noch gemütlich mit Milchkaffee und einem bisschen hakeligen WLAN im Hotelrestaurant.

Um den Nachbartisch, der regulär für vier Personen gedacht ist, lagert eine 11-köpfige Lippstädter Frauentruppe, die hier offensichtlich ihre freitagnachmittägliche Prosecco-Runde begeht.

Das erstaunliche: Westfälische Frauen mittleren Alters hören sich tatsächlich exakt so an wie die Missfits, sowieso was Dialekt, aber auch was Themen- und Stimmlage angeht – beides ist schrill.

WLAN in Lippstadt

Also, das muss man dem Lippstadt Residenz Hotel schon mal lassen: Das WLAN ist tiptop, kostet allerdings, weil von der Telekom bereitgestellt, 8 € die Stunde. Es im Restaurant verfügbar zu machen, ist, entgegen meinen ursprünglichen Befürchtungen, eine gute Idee – und wenn es nur wegen des dunklen Hefeweizens ist, das freundlich dazu serviert wird.

[Update] Ich nehme meine Bemerkung zurück, das WLAN sei tiptop. Es ist langsam und unzuverlässig: “www.zdf.de konnte nicht gefunden werden.” Alles klar.

Pension

Heute um 09:35 eine Mail von meinem Vater bekommen. Gewundert. Dann daran erinnert, dass er ja seit März pensioniert ist. Komisch, wenn Eltern nicht mehr arbeiten.

Arachnophobia

Örks. Ich habe Wochen gebraucht, um morgens nicht erst mal hinter die Badezimmertür zu gucken, nachdem dort eines Morgens, ich saß wehrlos auf einem besinnlichen Ort, ein 8-beiniger Mitbewohner hergekrabbelt kam.

Und im Badetuch hatte sich bei mir auch schon mal ein Tierchen versteckt, das aber noch rechtzeitig die Flucht ergriff. Nicht, dass es ihm auf Dauer etwas genützt hätte, aber wenigstens blieb ihm erspart, auf einem haarigen Männerbauch zerrieben zu werden. Mir zum Glück auch.

Aberglauben ist nur ein anderes Wort für Korrelation

Ich bekenne mich schuldig. Vor wenigen Wochen unterhielt ich mich mit einem Freund darüber, wie sicher doch die Luftfahrt geworden sei. Er meinte, früher seien ja regelmäßig Flugzeuge abgestürzt, jetzt passiere das ja kaum noch, und ich pflichtete ihm zuprostend bei.

Nun, was soll ich sagen: Seitdem reißt die Serie von Flugzeugunglücken nicht mehr ab, und irgendwie fühle ich mich schuldig.

Mathematiker, wie z.B. Gunter Dueck, dessen Buch “Wild Ducks” ich mir übrigens gekauft habe, das auch interessant ist, allerdings furchtbar geschwätzig – Mathematiker also würden sagen, dass korrelierte Ereignisse einfach nur gleichzeitig vorkommen, aber nicht unbedingt kausal verknüpft sein müssen.

Das tröstet jetzt aber auch nicht wirklich. Hätte, einfach nur zur Sicherheit, nicht jemand Lust, sich mit mir mal ausführlich, also bei drei bis fünf Weizen, darüber zu unterhalten, wie furchtbar unsicher die Luftfahrt heutzutage doch geworden ist und dass früher ja viel weniger Flugzeuge abgestürzt seien?

WLAN im Restaurant

Ab morgen Abend werde ich zu Schulungen unterwegs sein, weswegen es hier bis Mittwoch nächster Woche etwas ruhiger werden könnte. Im Lippe Residenz Hotel gibt es WLAN, so mailt mir der Empfang auf Nachfrage, nämlich leider nur in der Lobby und im Restaurant. Im Restaurant? Ich bin mir nicht sicher, ob die nicht WLAN mit Mikrowellen verwechseln.

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