Terroristen des Alltags, heute: Fritz von Thurn und Taxis

Wie wenig Ahnung Fritz von Thurn und Taxis von Fußball hat, zeigte sich gerade mal wieder in seinem Livekommentar zu Bayern-Wolfsburg: “Für Siege hat man sich bei den Bayern noch nie rechtfertigen müssen, egal wie sie zustande kamen.” Schlicht und einfach das Gegenteil ist wahr. Der Kaiser pöbelt nach Spielen völlig ungeachtet des Ergebnisses über Rumpelfußball. Uli Hoeneß randaliert immer gerade dann, wenn die Mannschaft schlecht gespielt und doch gewonnen hat. (Außer ein Reporter will ihn dazu provozieren.) Und legendär seinerzeit die Entlassung von Otto Rehhagel als Trainer, als die Mannschaft in der Liga auf Platz 2 stand und das UEFA-Cup-Finale erreicht hatte.

Solch ein Lapsus wäre ja noch verzeihlich, wenn der Fritze wenigstens sonst irgendwann mal mit seinem Kommentar zum Verständnis eines Spiels beitragen würde. Doch statt seiner könnte man jeden Kneipengucker vor das Mikro setzen: der könnte genauso gut “Oh” und “Ah” und “wunderbar” rufen und müsste genauso wenig von Taktik verstehen.

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